Neuzugang SCHUITEMAKER Kipper / Restaurationsobjekt

@sexzylinder:

Ich habe absichtlich zu erst den Rost und die lose Farbe entfernt, damit man beim richten besser sieht was passiert. Außerdem wollte ich zuerst sehen, ob die Schweissnähte irgendwo gerissen sind, bzw beim richten reißen. Und das wäre durch die teilweise lose Farbe nicht gut möglich gewesen. 

Gruß Holger 
 
So, die Brücke ist wieder einigermaßen gerade .

Die Brücke wurde zunächst auf die Rückseite gedreht und unter einem massiven Türsturz positioniert. Unter der zu drückenden Stelle wurde die Brücke gut mit Holz unterbaut. Mit einem 10-tonner Hydraulikzylinder mit Handpumpe und einem massiven Kantholz zwischen Hydraulikzylinder und Sturz wurden zunächst die beiden Beulen unten im Längsträger wechselseitig, vorsichtig und Stück für Stück minimiert.

Anschließend wurde die Brücke gedreht ( Oberseite nach oben) und vorne und hinten im Bereich der Kipplager unterbaut. Jetzt wurde im Bereich der höchsten Stellen von oben wieder wechselseitig auf die beiden Längsträger gedrückt.  Zwischenzeitlich kam der 10-tonner Hydraulikzylinder an seine Grenzen.  Der Türsturz hat gehalten 😅👍.

Das ganze wurde zwei bis drei mal wiederholt. Erst wieder unten die Ausbeulungen, dann wieder von oben auf die Biegung gedrückt.

Anschließend wurde die Brücke links und rechts mit Holz unterbaut und es wurde mittig gedrückt,  da die Brücke auch eine Biegung um die Längsachse hatte.

Die Brücke ist zwar nicht ganz exakt gerade geworden,  aber wenn man es nicht weiß,  sieht man es nicht mehr.

Das wichtigste ist, sie liegt auf ebenem Boden mit allen 4 Kipplagern gleichmäßig auf und kippelt nicht. Ebenso liegt sie wieder gleichmäßig in den 4 Punkten auf dem Fahrgestell auf und sie klemmt nicht mehr in den Kipplagern. 

Hier das Ergebnis:





Zur Stabilisierung der ursprünglich verbogenen Stelle werde ich ein L-Profil 60 x 60 x 8 über eine Länge von zwei Metern unter den Längstäger schweißen.  Nicht das mir der Längsträger der Brücke an der gleichen Stelle nochmal ausknickt.

Optimal wäre es, aus dem vorhandenen U-Profil einen Hohlkasten zu schweißen,  geht aber nicht,  da die Traversen, an die der Kippzylinder angreift, seitlich in die offene Seite der U-förmigen Längsträger gehen. Also muss eine Stabilisierung mit einem Winkel reichen.

Gruß 

Holger 
 
Die Ausschnitte für die Zurrösen sind auch fertig.

Ca. 300 mm von vorne, in der Mitte und ca 400 mm vom hinteren Ende der Brücke kommt jeweils ein Zurrösenpaar mit Zugkraft 3,15 Tonnen.  Diese werden auf die Träger welche zu den Kipplagern gehen geschweißt.



Jeweils etwa mittig dazwischen kommt nochmal ein Zurrmuldenpaar mit 2 5 Tonnen Zugkraft.



Somit kann ich mit den stärkeren Ösen vorne, in der Mitte und hinten Stammholz von 4 Meter Länge sichern.

Die schwächeren Ösen dazwischen passen für Meterstücke, Knüppelholz etc.

So habe ich jetzt 5 Zurrpunkte pro Seite. 

Gruß Holger 
 
Moin,

Sehr schönes Projekt. Restauriere Selber auch Anhänger. Speziell JF Miststreuer. Eine Mulde und ein schöner Drehschemel zum heu fahren sollen noch folgen.

Falls du Fragen wegen der Zugöse hast, weil die Fest ist, gerne Fragen. Gruß Taake
 
Guten Morgen zusammen,  guten Morgen Taake,

mit der Auflaufbremse könnte es in der Tat noch Probleme geben. Der Vorbesitzer hat den Kipper offenbar die letzten 40 Jahre mit festgestellte Bremse gefahren. 

Ich werde die als nächstes zerlegen und berichten.

Holger 
 
Nabend‘ Holger,

40 Jahre ist eine Ansage. 

Das ist bei Peitz kinderleicht, sofern die hinten offen ist. Bei den JF ist das meistens so. Sehe Gerade, das ist hier nicht so. Sollte dennoch gehen.

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Hebel+Gestänge inkl. Betätigung im Inneren auch raus, Nr. 12/24, Hebel Nr. 17 erstmal drin lassen. Dann muss die Vordere Laufrolle ab.

Deckel Nr. 2 & Rolle Nr. 4, der Bolzen kann zur Seite raus getrieben werden. Dann löst du die Schrauben Oben/Unten Nr. 6.7. Danach kann der kleine Rahmen ab.

Dann die beiden Schrauben mittig der Zugöse lösen, raus mit die Viecher.  Da befinden sich 2 Hülsen drin, ausgewachsene Hohlspannstifte. ;/) Die sind komisch und geschlitzt, dir müssen nach oben raus. 

Dann ist die Öse frei, jetzt ist Kraft gefragt. Da die Öse bei dir hinten leider zu ist, lässt sich nicht wie bei manchen JF eine Schraube in den Rahmen stecken, dann mit dem Wagenheber rausdrücken. 

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Von Hand/Hammer wird die wohl nicht rauskommen. Kannst du dir vorstellen mit dem Schlepper Mal dran zu ziehen? Mit Gefühl, Umfeld beachten, wenn die Öse raus kommt das dein Anhänger nicht weg ist. Hast du hinten Zugmaul? So könnte man es angehen.

Sollte die Öse draußen sein, Diese mit Drahtbürste für die Flex bearbeiten. Den Rahmen kann man von innen mit Dreckfräse oder evtl. Sandstrahlgerät entrosten? Ich hab eine Drahtbürste für die Hand genommen, und Druckluft. Lange Lanze zum Stochern empfehle ich, das alles raus ist. Schutzbrille nicht vergessen. Was auch sind Leinen zum Schleifen, passendes Stück Holz absägen, Schleifpapier drüber & damit sonst von innen etwas schleifen, mit fett gut Bestreichen, probieren ob sie sich dann Bewegen lässt. Wenn das von Hand geht reicht es, kann sein das du mehrmals schleifen musst, hatte ich auch. Zum Schluss rate ich dir, seitlich in der Öse 2 Schmiernippel einzuschlagen, habe ich auch gemacht & kann es nur empfehlen.

Was mich interessiert, ob deine Verriegelung zum Rückwärts fahren noch geht, meine Leider nicht. Kannst du Mal Bilder machen, wie deine Hebel/Zugöse Stehen? 

Bin noch nicht schlau draus geworden. Auf der Zeichnung sind noch 2 Teile im Inneren der Öse zu sehen, die mit dem Plastik nach vorn (Anschlagsdämpfer) dann sollte alle gehen.

Gruß Taake
 
Hallo Taake,

vielen Dank für die Explosionszeichnung und die Erklärung. Ich werde mir die Auflaufvorrichtung die Tage mal vornehmen und schauen was da los ist. Ich werde berichten.

Gruß Holger 
 
Hallo zusammen. 

Nach einer kleinen Unterbrechung geht es weiter.

Ich habe die Auflaufeinrichtung zwischenzeitlich kpl. zerlegt. War ne Menge Dreck und Rost drin, ist aber auch klar, wenn das Ding 40 Jahre festgestellt war.













Nachdem ich alles gründlich gereinigt habe,  funktioniert die Auflaufbremse wieder einigermaßen. Die Lauf- und Stützrolle sind absolut festgegammelt. Selbst mit Vorschlaghammerschlägen, Hitze und Einweichen mit Rostlöser lässt sich der Bolzen der Stützrolle sich nicht überzeugen, sich zu lösen. 

In der Bucht habe ich allerdings eine neue Stützrolle incl. Lagerbock, Bolzen etc. geschossen.  Die werde ich zunächst montieren. Sollte sich die alte Stützrolle dennoch irgendwann zur Bewegung überzeugen lassen, kann man sie ja immer noch wieder über den oben genannten Weg veräußern.

Hier die neue gebraucht-überholte.









Die Tage geht es weiter.  Ich werde berichten.
 
Guten Abend.

Endlich geht es weiter. Wegen dem Sommerurlaub hat es zunächst eine kleine Unterbrechung gegeben. 

Dann habe ich mich entschieden, die Schweißarbeiten an den Zurrösen und an den Trägern der Kippbrücke mangels vernünftigem Schweißgerät sowie aus versicherungstechnischen und rechtlichen Gründen nicht selber auszuführen, sondern ausführen zu lassen. Diesen Auftrag hat unser LaMa angenommen. Ca. 8 Wochen lang wurde ich mit den haarsträubensten Ausreden vertröstet. Jetzt habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und dem LaMa den Auftrag entzogen. Ein bekannter Bauschlosser mit der entsprechenden Ausrüstung und Berechtigung hat mir am Wochenende geholfen.

Zunächst wurden die 3,15 to Zurrösenpaare vorne, hinten und in der Mitte der Brücke auf einen Träger geschweißt.





Die leichteren Zurrösen wurde  jeweils mittig zwischen die stabilen in den Boden geschweißt. 



Anschließend wurde neben diesen Zurrösen von unten ein Flachstahl eingeschweißt und die Zurröse nochmal an diesen Flachstahl und jeweils an einen daneben liegenden Träger verschweißt. 



Die verbogene Stelle an den Längsträgern der Brücke wurde links und rechts jeweils mit einem Winkel 60 x 60 x 6 über knapp 2 Meter Länge verstärkt.











Bei der Gelegenheit wurden gleich noch zwei Risse an der Lagerung der Brücke geschweißt. 



Dann am Samstag Abend die verbleibende Zeit noch genutzt und die Brücke von unten schon mal grundiert. Zuvor musste aber alles nochmal entrostet werden....der langen Stañdzeit beim LaMa zum Dank. 8 Wochen hat der teilweise blanke Stahl draußen gestanden. Ich könnte k...







Ich hoffe nächstes Wochenende die Oberseite der Brücke und die Bordwände grundieren zu können.

Am Fahrgestell muss ich vor dem Grundieren noch eine Halterung für das Staufach ( 500 mm  x 460 mm  x 1030 mm !!! ) basteln und den gekanteten Unterfahtschutz montieren und bohren.

Gruß Holger 
 
Das beste habe ich noch vergessen.  

Habe am letzten Donnerstag noch "günstig" eine Tajfun Forsteilwinde mit 4 to Zugkraft im der Bucht geschossen. 

Die Winde ist absolut wie neu und hat in ihren Jahren nichts getan. 





Dafür bin ich gerne gleich am Feiertag 250 km einfache Strecke mit.PKW und Anhänger nach Luxemburg gefahren um die Winde gleich abzuholen. 
 
Hallo,

gestern ging es bei geeigneten Temperaturen mit dem Grundieren der einzelnen Teile weiter. Deshalb gibt es heute nur Fotos in grau. 

Zuerst wurde die Oberseite der Brücke grundiert. 





Da der Kompressor beim Spritzen grosser Flächen an seine Grenzen kam, wurden zwei Kompressoren gekoppelt.  Beim Lackieren kleinerer Flächen wurde der zweite Kompressor nur als zusätzlicher Speicherkessel benutzt.



Es wurde mit einem Druckminderer und eingestellten ca 3 - 3,5 bar gespritzt.



Nachdem die Brücke fertig war, wurden die Bordwände grundiert.





Anschließend die Felgen



Am aufwändigsten war das Fahrgestell mit seinen Ecken und Kanten. Das Fahrgestell wurde einseitig umgekippt um die verwinkelten Stellen besser zu erreichen. 





Zuletzt den neuen Unterfahrschutz und Leuchtenträger grundiert.





Das ganze muss jetzt erstmal richtig trocken.  Mal sehen, wann es weiter geht. 

Holger 
 
Vorhin habe ich noch den Brückenboden zum Brückenrahmen hin mit Terosol ( lackierbarer Kleb- und Dichtstoff ) abgedichtet. Der Brückenboden ist von unten in den Brückenrahmen ( U-Profil ) geschweißt.  Die Schweißnähte an dieser Verbindung sind nur stückweise ausgeführt.  Meiner Meinung nach kann dort einfach zu viel Dreck und Feuchtigkeit eindringen,  so dass es zwischen dem Bodenblech und dem Rahmen leicht zu Rost und Gammel kommt. Doch seht selbst. 





 
Moin.

Tolle Arbeit. Mit dem Versiegeln ist so eine Sache. Leider ist das nicht immer richtig dicht und dann dringt doch Feuchtigkeit ein. Deshalb habe ich bei dem von uns umgebauten Anhänger den das Fahrgestell nach dem Lackieren mit Hohlraumkonservierung auf Wachsbasis behandelt. Das kriecht überall rein und verdrängt Wasser, so die Werbung.

Bei meinen PKW nehme ich seit Jahren Fluid Film, damit hab ich gute Erfahrungen gemacht. Allerdings klebt in allen Fällen der Dreck dran, das sieht nicht schön aus. Fluid Film wäscht sich auch ab, muss also immer mal wieder erneuert werden.

Bitte nicht als Kritik werten, nur als Erfahrungsaustausch. Wenn du nicht mehr bei Streusalz fahren musst, hält das eh noch lange. Der Kipper den wir gebaut haben wird zum Liefern von Brennholz genutzt also auch im Winter dauernd im Einsatz.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen, 

ich sehe es nicht als Kritik. Im Gegensatz,  ich bin ja für Hinweise und Anmerkungen dankbar.

Hier mache ich mir allerdings jetzt keinen Kopf.  Der Spalt war stellenweise schon 2 - 3 oder 4 mm breit. Von daher wäre eine Menge Dreck und Schmutz da rein gekommen, der dann da in Verbindung mit Feuchtigkeit gegammelt hätte. Vielleicht kann ich ich mit der Abdichtung ja den größten Teil verhindern. 

Da das Bodenblech nur partiell verschweißt ist,  kann die Feuchtigkeit ja meiner Meinung nach nach unten raus.

Holger 
 
Hallo Zusammen,

gestern habe ich mal wieder etwas Zeit für den Kipper gehabt und habe die angenehmen Temperaturen zum Lackieren genutzt. 

Zuerst wurde die Brücke von unten in RAL 7021 Schwarzgrau lackiert.







Anschließend habe ich die Bordwände aufgehangen und in RAL 6011 Resedagrün lackiert. Mit dem grün für Bordwände habe ich mich gegen meinen ursprünglichen Plan entschieden die Bordwände in RAL 3002 Karminrot ( original Schuitemaker) zu lackieren.  Ich fand das etwas gewagt. Mit dem Resedagrün wird die Lackierung eher wie ein Brantner- Kipper. 















Als die Brücke einigermaßen grifffest getrocknet war, wurde sie aufgerichtet und von der Oberseite lackiert. 







Dafür das ich das erste mal in so einer Größenordnung lackiert habe,  bin ich mir dem Ergebnis ganz zu Frieden. Klar, ein paar Schönheitsfehler sind entstanden. Bisher war es maximal eine Sprühdose, mit der ich lackiert habe.

Bevor das Fahrgestell lackiert wird, sind noch einige Arbeiten erforderlich. 

Holger 
 
Als ich gestern Abend noch ein wenig Zeit hatte, habe ich den Unterfahrschutz erstmal probeweise montiert und die Anschraublöcher gebohrt.





Anschließend die Löcher für die Rückleuchten gebohrt und montiert.









Ich finde die Aspöck Multipoint 5 machen sich gut. 

Holger 
 
Heute bin ich mal wieder ein Stück vorangekommen. 

Zuerst habe ich den Oberlenkerhalter / die Regelschwinge der Regelhydraulik am 633 für den Seilwindenbetieb abgebaut. Der Oberlenker wird jetzt bei Seilwindenbetrieb direkt in den Anhängebock gesteckt. Dann die Seilwinde einmal testweise angegangen. Die Gelenkwellenlänge passt. 



Dann ging es am Kipper weiter. Heute habe ich die Halter für das Staufach gebaut und angeschweißt.









Das wird eine ziemlich enge Sache mit dem Staufach unter der Kipperbrücke beim Kippen. Aber ich wollte ein mögliches großes Staufach und trotzdem größt mögliche Bodenfreiheit. 

Holger 
 
Heute habe ich die letzten Teile lackiert. Zuerst das Fahrgestell und den Unterfahrschutz in schwarzgrau und dann die Felgen in silber. Jetzt muss bis zur Montage erstmal alles trocknen. 













 
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