Nockenwelle am DT358 ausbauen

>Frederic

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13 März 2006
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Vechelde/Niedersachsen
Hallo,

wir wollen an diesem Motortyp die Nockenwelle demontieren, werden aus dem Handbuch aber nicht ganz schlau.

Der Stirndeckel ist inzwischen ab, nun müssen wir die Markierungen der Zahnräder voreinander bringen. Die Nockenwelle hat eine Markierung mit zwei Körnerschlägen, das Zwischenrad hat diese auch, daher gehe ich mal davon aus, das diese sich treffen müssen. Allerdings kann man in dieser Stellung die Halteschrauben der Welle nicht lösen, die Löcher stehen nicht vor den Schrauben. Meiner Meinung nach kann man beide Schrauben nicht gleichzeitug lösen, denn dafür sind die Löcher im Zahnrad an der falschen Stelle. Wie ist das beim Ausbau vorgesehen, werden diese Schrauben vor dem Einstellen der Markierungen gelöst, anschließend die  Markierungen eingestellt und dann wird die Welle gezogen?

MfG

Frederic
 
Hallo,

weiss jetz nicht ob ich dein Problem richtig verstanden habe, aber so wie es sich anhört willst du vor dem Ausbau der Nockenwelle die Körnermarkierungen aufeinander stellen. Ausbauen kannst du die Nockenwelle aber in jeder beliebigen Stellung. Da brauchst du auf die Markierungen nicht Rücksicht nehmen. Nur beim Einbau müssen die Markierungen beachtet werden. 

Gruss Georg
 
Müssen denn nur die Markierungen auf der Nockenwelle beachtet werden, oder sollte es auch noch eine vom Zwischenrad zur Kurbelwelle geben die überschneiden muss, auf der Kurbelwelle habe ich nämlich keine etdecken können.
 
Ja !

Die Nockenwelle muß !! im richtigen Verhältniß zu Kurbelwelle stehen sonst gibt es einen kapitalen Motorschaden !

evt mußt du dem Motor noch eine volle Umdrehung drehen, bis alle Markierungen stimmen.

Denn : eine Nockenwelle macht immer exakt die halbe Drehzahl der Kurbelwelle.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Hallo,

von Anfang an: Das Zahnrad der KW hat genau halb so viel Zähne wie die von der NW und der EP, weil..... logisch, oder? Das "Zwischenrad" hat 1 oder 2 Zähne weniger als das der NW oder EP. Das hat verschleisstechnische Gründe. Dadurch verspringen die Makierungen etwas bei jeder Umdrehung. Wenn die Makierungen nicht aufeinander stehen kann man also den Motor so lange in die Runde drehen, bis alle Makierungen aufeinander stehen. Das ist aber bei einem mehr oder weniger kopletten Motor sehr schwierig. Einfacher ist es einfach eine Makierung mit einem Edding auf dem Zwischenrad zu machen. Nach dem Ausbau der NW darf dann der Motor nicht viel verdreht werden. Das Du den Punkt auf dem ZR der KW nicht sehen kannst liegt vermutlich daran, dass Du den Verschleissring des KW Simmerings nicht demontiert hast. Durch diesen Ring wird die Makierung verdeckt.

Bevor Du die NW herausziehst, musst Du die Kipphebelwelle, Stössel und den Nockenwellendeckel an der rechten Seite demontieren und die Stösseltassen gegen herausfallen sichern.

Frank
 
Hallo, 

das Thema ist zwar schon älter, aber ich hänge mich hier mal dran, da mir bald das gleiche bevorsteht. 

Beim Kauf meines 1255 hat der Motor ziemlich getackert, hab dann das Ventilspiel kontrolliert und eingestellt. Am Auslass vom 6. Zylinder war das Spiel wesentlich zu groß, die Stößelstange war kurz vorm rausspringen. Hab dann mal die Stange rausgenommen und begutachtet, sie ist gerade und sonst auch ok. An Kipphebel und Ventilschaft konnte ich auch nichts verdächtiges sehen. Also Stößelstange wohl im Stößel eingelaufen. Habs dann erst mal wieder zusammengebaut und eingestellt. Motor lief danach ruhig und ohne zu tackern.

So jetzt nach nicht mal 50h fängt das ganze wieder zu tackern an. Dachte mir schon, dass das kein Dauerzustand ist, aber dass es so schnell wieder kommt hatte ich nicht erwartet. 

Im Winter möchte ich die Nockenwelle ausbauen und die Stößel erneuern, da das ewige nachstellen auf Dauer nichts ist. Habt ihr hierfür noch irgendwelche Tipps für mich parat? Kühler, Wasserpumpe, Wasserkanal und Stirndeckel und so weiter vorne weg ist ja klar. Kann ich die Kurbelwellenriemenscheibe einfach so ausbauen oder muss ich dafür den Vorderachsbock lösen? 

Was würdet ihr in dem Fall noch mit erneuern? Den ganzen Motor will ich allerdings nach Möglichkeit nicht zerlegen. Hat zwar 9500h, läuft aber ansonsten gut ohne Qualm und springt bei jeder Temperatur auf Anhieb an. 

Danke für eure Hilfe! 

Gruß Christoph 
 
Einbau ist kein Problem.

Zwischenrad abnehmen und dann alles richtig mit der Markierungen an den Zahnrädern zu einander drehen einschließlich Zwischenrad.

Bei dem Einspritzpumpenzahnrad war es glaub ich Markierung 5 .bin mir nicht ganz sicher ist schon lange her.

Dann steht alles richtig.

Motor von Hand ohne Düsen mal drehen.
 
Hallo

Du muss den ganzen Vorderachsbock ab haben damit du an den unteren Schrauben vom Stirndeckel heran kommst, außerdem wirst du wohl nicht drum herum kommen die Ölwanne ab zu bauen da beim abnehmen des Stirndeckels die Ölwannendichtung mit kaputt geht. An der rechten Motorseite müssen einige Leitungen abgebaut werden damit du den Deckel weg nehmen kannst. Ein wenig Arbeit ist das schon.

MfG

Alwin
 
Hallo, 

danke schon mal für die Antworten! 

Hab mir fast gedacht, dass das was größeres wird. Aber wenn der Vorderachsbock weg ist, kommt man wenigstens gut hin.

Dann bestelle ich am besten einen kompletten Dichtsatz für den Motorblock, oder? KW Simmerring noch dazu. Brauche ich irgendwelche Schrauben neu? 

Von welchem Hersteller würdet ihr die Stößel empfehlen? Will die Aktion nicht in ein paar Stunden wieder haben.

 Gruß Christoph 
 
Hallo

Ich würde einzelne Dichtungen nehmen sonst ist die Hälfte ja über, Stößel gibt es, glaube ich, nur bei Case. Schrauben brauchen in der Relgel nicht neu ausser von der Wasserpumpe die würde ich neu machen, wenn du Pech hast können die auch abdrehen. Gummikeile hinten unter der Ölwannendichtung unbedingt mit erneuern und mit Dichtmasse einsetzen. WHB wäre nicht schlecht

MfG

Alwin
 
Hallo Alwin,

die Schrauben von der Wasserpumpe werde ich auf jeden Fall erneuern. Das sind 5/16 Zoll Schrauben, richtig? Steht zumindest bei der Inbusschraube so im Teilekatalog.

Vielleicht habe ich ja Glück und die Schrauben gehen auf. Es ist auf jeden Fall nicht mehr die originale Wasserpumpe verbaut und der Lüfter ist den Macken in den Seitenblechen zu urteilen auch schon mal fliegen gegangen...

Die größten Sorgen bereiten mir allerdings die Nockenwellenlager. Wenn die kaputt sind, ist das ja wohl ein riesen Aufwand, die zu erneuern.

Den Dichtsatz werde ich wahrscheinlich trotzdem bestellen, da ist schon recht viel brauchbares dabei. Lieber bleibt was übrig, als ständig irgenwelchen Kleinkram nachbestellen zu müssen.

Vielleicht kann mir der Linksdreher ja noch das WHB zukommen lassen, wenn er Lust hat.

Gruß Christoph
 
Hallo

Wegen den Nockenwellenlager würde ich mir keine Gedanken machen, die sind sehr selten verschlissen. Die Nockenwellenbuchsen kann man auch nicht eben so tauschen, die müssen in der Regel aufgebohrt/gerieben werden und geht nur auf einem Bohrwerk, also einfach so lassen. Bei den Wasserpumpen gibt es eine verstärkte Version, ist diese nicht verbaut kann so ein Lüfter wohl mal die Funktion eines Kreissägeblattes übernehmen.

MfG

Alwin
 
Hallo Alwin, 

dann werde ich das mit der Nockenwelle bei Gelegenheit mal in Angriff nehmen. Wenn mir an den Lagern was auffällt, kann ich ja Bilder machen und hier reinstellen. Dann können die Fachleute mal drüber schauen.

Der Lüfter ist auf jeden Fall schon mal geflogen. Lüfter, Luftleitblech und Kühler sind nicht mehr original. Kann ich die verstärkte Wasserpumpe irgendwie erkennen? Denke aber schon, dass die nach dem Schaden verbaut wurde.

Mal noch eine andere Frage. Ich könnte eine Druckluftanlage aus einem 955 mit D310 Motor bekommen. Kann ich die Teile davon verwenden? Was muss alles mit umgebaut werden? Ist Wasserkanal unterschiedlich?

Gruß Christoph 
 
Hallo nochmal an die Experten, 

habe jetzt die Nockenwelle ausgebaut. Eine durchgehende Schraube vom Stirndeckel hat mir große Schwierigkeiten gemacht, letztendlich hab ich sie mit Hitze und viel Geduld doch noch rausbekommen. 

Der Stößelbecher vom 6.  Zylinder Auslass ist auf jeden Fall eingelaufen, wie ich mir das schon gedacht habe. Die Nockenwellenlager sehen sehr gut aus, die bleiben auf jeden Fall verbaut. 

Was mir nicht so gefällt, sind die Nocken auf der Nockenwelle. Kann da vielleicht mal jemand drüber schauen und seine Meinung schreiben? 

Welchen Gewindeschneider brauche ich, um die Gewinde im Stirndeckel und Motorblock nachzuschneiden? 

Vielen Dank und schöne Grüße 

Christoph 
 
Ok, danke schon mal. 

Was meinst du zu dem Verschleiß des Nockens im ersten Bild? Die Fase an der Seite des Nockens ist zumindest nicht mehr so zu sehen wie bei den anderen. 

Gruß Christoph 
 
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