ÖL im Kühlwasser D-326 Kopfdichtung und was noch kontrollieren

Ratzeputz81

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Hallo ich habe mir vor kurzem einen D-326 gekauft. Beim Kauf wurde mir gesagt das zu 99% die Kopfdichtung defekt ist. Nun ja den Kopf habe ich abgeaut und nun warte ich auf Ersatzteile. Nun habe ich mich hier ein wenig im Forum eingelesen und habe ein wenig Angst bekommen. Anscheinend ist das ja eine Krankheit bei den. Das Problem ist das die Kopfdichtung die drauf war noch nicht alt aussah, deshalb beschleicht mich so langsam der Verdacht das man mich ein wenig getäuscht hat...
Was sollte ich jetzt überprüfen bevor ich den Kopf mit neuer Dichtung montiere?

MFG Daniel
 
Moin moin,

ich arbeite als Schlosser in einer Reederei.
Auf Grund der Erfahrung würde ich mal sagen, dass vielleicht die O- Ringe an der Laufbuchse hinüber sind.

Wenn du hast, such mal eine Zeichnung, auf der du den Motor siehst. Ich kenne es, da bei uns diese O-Ringe mit der Zeit aushärten. Das führt zum mischen von Öl und Wasser.

Vielleicht hilft dir das weiter.

Mfg Björn
 
Hallo,

überprüfe mal ob der Büchsenbund ca. 1/10 mm über den Block steht
oft sind die Büchsen in alten Blöcken zu tief und das hält die Kopfdichtung nicht aus
 
Verstehe ich da richtig die Laufbuchsen müssen minimal aus dem Block nach oben raus stehen? Um die Gummiringe zu wechseln muss man die Buchsen ziehen? MFG
 
Moin,

um die O- Ringe zu wechseln muss die Buchse raus. Also bietet sich dann auch an, wenn die Pleuellager und Buchse usw nicht mehr gut sind, einfach die Einheit zu überholen. Teile sind gar nicht mal so teuer.

Mfg björn
 
Moin,

nun mal langsam. Als leidgeprüfter D-Serie Besitzer weiß ich, dass dieses Schadenbild mehrere Ursachen haben kann, u. a. die O-Ringe. Hier sollte erst einmal die Fehlerquelle weiter eingegrenzt werden, bevor wie wild drauflosgeschraubt wird.

Am sinnigsten ist es, zunächst den Kopf draufzulassen, das Öl abzulassen (Ist da auch Kühlwasser drin?) und dann die Ölwannd unterwegzubauen. Dann das Kühlsystem mit Wasser auffüllen und unter Druck setzen. Dann kann man an der offenen Motorunterseite schön schauen, woher das Wasser kommt. Läuft es außen an den Buchsen runter, dürften es die O-Ringe sein. Läuft es im Bereich der Stössel, dann liegt es im Bereich der Kopfdichtung. Dann gibt es verschiedenste Möglichkeiten.

Dann sollte man den Kopf auf Planheit kontrollieren und ggf. planen lassen. Bloß, dann hat man einen planen Kopf aber vielleicht einen runden Motorblock. Das gleicht die Dichtung dann auch nicht immer aus.

Bei mir lief das Wasser im Bereich der Stössel runter und ich habe es so gelöst, dass ich die ZK-Dichtung mit einem Dichtmittel (Dirko HT von Elring) eingesetzt habe. Und hier scheiden sich nun die Geister. Bei manchen ist diese Methode völlig verpönnt (Da gehört keine Dichtmasse hin) und für manche ist es eine günstige Reparaturmethode, die aufgrund der heutigen Beschaffenheit der Dichtmittel durchaus angebracht ist, um Kosten zu sparen. Wenn er dann wieder undicht ist, hat man zwar eine Kopfdichtung versemmelt und fängt wieder an, aber es könnte ja auch halten ... Und mittlerweile kenne ich einige, bei denen der Schlepper mit dieser Methode einwandfrei läuft. Meiner gehört derzeit auch dazu.

Also, es ist noch alles zu retten. Nur ruhig bleiben und mit Überlegung die Sache angehen.

Viele Grüße
Thomas
 
Hab mal direkt Bilder gemacht nachdem ich den Kopf runter genommen habe. Soweit ich das mit dem Auge sehen kann und mit dem Finger fühlen kann stehen die Buchsen minimal aus dem Kopf raus aber wirklich nur minimmal,

img4087medium.jpg

By mitchimark, shot with Canon PowerShot A720 IS at 2010-02-12

 
So Kopf ist wieder drauf, erstmal scheint alles ok zu sein, Keine negativen anzeichen. Die nächsten Arbeitsstunden werden es zeigen. Danke erstmal Jungs,,,,
 
Erstmal neue Kopfdichtung, Leicht eingeklebt mit rotem temperaturfähigem Dichtmittel, Ist erstmal dicht, kein Druck im Kühler, Wasser sieht gut aus nach 5 Betriebsstunden. Erstmal abwarten bisher läufts ganz gut.
 
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