Öldruck d 358

IHC844AS

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Hallo

wer weiß wieviel Öldruck ein Motor D358 (1055) normalerweise hat.?

ich meine im normalen alterszustand oder nach kompletter Motor Überholung.

Habe nach der Motorüberholung einen Öldruckmesser verbaut,und er hat 4,5 Bar bei kaltem Zustand .

Warm habe ich noch nicht wirklich getestet,Werde am Wochende mal etwas fahren.

Gruß Andreas
 
Guten Morgen Andre,

Mein 956XL mit dem D358 und 8000 Std. hat bei Standgasdrehzahl im kalten Zustand 3,5 bar, im heißen Zustand knapp 2 bar.

Gruß Michael
 
Hallo Andreas, 1 - 3,3 bar sollte der Öldruck bei Betriebstemperatur betragen. Manometer sind ggf. nicht 100%ig  Dies kannst Du mit einem geeichten Manometer vom Lama Händler kontrollieren. Ansonsten weiter laufen lassen und im Auge behalten,der Druck wird schon wieder weniger.Grüße vom Paylodoc aus dem Rheinkreis Neuss
 
Hallo Andreas,

ist doch i.O. so. Nach Überholung ist der Druck kalt immer hoch, so daß das Überdruckventil öffnet. Und wenn das auch neu ist, ist der Druck noch höher. Hab da mal am Unimog 8 bar gemessen.

Aber richtig aussagekräftig ist eigentlich nur der Wert in betriebswarmen Zustand. Da wird er dann 3 bar bringen.

Tschüß,

Bernd
 
Hallo zusammen,

jetzt habt ihr mich aber alle verunsichert.... so viel Öldruck?

In meinem Werkstatthandbuch (D439) steht was von 0,5bar Schaltdruck für den Oldruckschalter...

Kann mir in dem Zusammenhang mal jemand erklären, wie das Ölsystem überhaupt funktioniert?

Wenn ich richtig verstanden habe, dann saugt die Ölpume aus der Ölwanne (da ist doch schon mal gar kein Überdruck drin, oder?) drückt in den Filter und von dort aus gehts irgendwie weiter... nur wie... und an welcher Stelle sitzt dann der Öldruckschalter? Und wo habt ihr diese Drücke gemessen?

Kann man irgendwie Aussagen machen, wo sich welche Drücke entwickeln?
Steht der Ventildeckel unter Druck?
Direkt am Öleinfüllstutzen ist ja die Entlüftung vom Kurbelwellengehäuse und dort kommt (zumindest bei mir) nix raus.

Wäre toll, wenn ihr mir da aus dem Tal der Ahnungslosigkeit helfen mögt.

VLG

Wolfgang

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Hab erst seit 08/2016 mein erstes "Schlepperle" IHC D439, EZ1964... hab schon einiges gelernt... aber sonst... es gibt viele Fragen.... www.eulhof.de - D439@eulhof.de
 
Hallo Wolfgang,

richtig, in der Ölwanne ist kein Druck.  Die Pumpe saugt das Öl an und drückt es in den Schmierkreislauf. Dort herrscht dann Druck. An den Gleitlagern an z.B. den Pleullagern und Nockenwellenlagern entweicht das Öl durch kleine Bohrungen und den engen Lagerspalt und schmiert das Lager. Danach läuft das Öl drucklos in die Ölwanne zurück. 

Dieser Staudruck im Schmierkreislauf wird mit dem Öldruckschalter überwacht.

Hast du zu wenig Öl eingefüllt, saugt die Pumpe Luft, kann keinen Staudruck mehr aufbauen und der Öldruckschalter meldet. 

Wenn ein Lager oder mehrere Lager verschliessen, entweicht der Öldruck durch den grösseren Lagerspalt leichter, der Staudruck wird nicht erreicht und der Öldruckschalter meldet. 

Ich möchte jetzt nicht im Detail auf die verschiedenen Öldrücke eingehen. Aber bei einem älteren Motor waren die Fertigungstoleranzen höher. Dadurch haben ältere Motoren ein höheres Spaltmass und somit ggf von Hause aus einen geringeren Öldruck.

Unter dem Deckel der Nockenwelle ist kein Druck.  Dort ist nur druckllses Öl welches aus den Nockenwellenlagern austritt und dann drucklos zur Ölwanne fliesst.

Der Öldruckschalter sitzt in der Regel direkt hinter dem Filter.

Wenn der Filter verstopft, fliesstcdas Öl durch einen Bypass, so dass der Motor weiterhin geschmiert wird.

Holger 
 
Hallo,

Kurzfassung: Der Öldruckschalter 0,5 bar ist ein elektromechanisches Bauteil der Deine Öldrucklampe im Armarturenbrett ein- und ausschaltet.

Tschüß,

Bernd
 
Hallo Andreas, solltest Du die Kipphebelwelle auseinandergebaut haben mußt Du die Markierung der Welle Foto 10 kontollieren. Ist Dies nicht i.O: kann der Öldruck zu hoch oder zu niedrig sein.Grüße vom Paylodoc.eup-1133585233-ffa8d841f6203fbc351bc8e79f9744f0-1501222878_big.webp
 
Hallo zusammen,

@Holger: Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Bei meinem alten D439 liegt die Nockenwelle unten und die Ventile werden über die Stößel / Kipphebel betätigt - ich fragte deshalb nach den Druckverhältnissen unter dem Ventildeckel, weil ich so enorme Probleme hatte diesen dicht zu bekommen.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann ich am fehlenden Öldrucksignal (bei ausreichend Ölstand) nicht erkennen, ob der Filter (mehr oder weniger) verstopft ist?!?

@Bernd: Vielen Dank für die Info.
Wie der Schalter arbeitet und was mit dem Signal passsiert war mir klar.
Ich wunderte mich über die Diskrepanz von Schaltdruck 0,5bar (welcher ja dann anscheinend ausreichend für eine sichere Schmierung ist) und den von den anderen Schreibern ermittelten Werten von z.T. >3bar... mit solch hohen Drücken hätte ich nicht gerechnet...
Bin halt kein Motorkenner - nur "normaler" Elektriker...

Trotzdem nochmal nachgefragt:
Bei meinem D439 spüre ich absolut nichts, wenn ich am Entlüftungsrohr (am Einfüllstutzen Motoröl) fühle - egal ob Motor warm / kalt bzw. Leerlauf / Nenndrehzahl.
Das ist doch gut, oder?
Mein Nachbar hat einen ähnlich alten Deutz (3 Zylinder, luftgekühlt). Dort gibt es auch dieses Entlüftungsrohr. Und da spüre ich - und wenn der Motor heiß ist sieht man es sogar - dass da pulsierend heiße / ölige Luft austritt bzw. schwingt... Deutet das auf einen (kommenden) defekt hin, oder ist das durchaus normal.

Die Konstrukteure werden sich ja was dabei gedacht haben diese Entlüftung zu installieren...

Ich freue mich auf Antworten

VLG

Wolfgang

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Hab erst seit 08/2016 mein erstes "Schlepperle" IHC D439, EZ1964... hab schon einiges gelernt... aber sonst... es gibt viele Fragen.... www.eulhof.de - D439@eulhof.de
 
Moin.

Der Öldruck spielt eine untergeordnete Rolle. 3 bar sind gut, 5 bei kaltem Motor normal. Unter 0,5 ist kritisch, deshalb der Schaltdruck, ist ja eine Warnleuchte, keine Anzeige. Unter dem Ventildeckel ist es drucklos, es sei denn die Rücklaufbohrungen sind verstopft. Das wird nirgendwo angezeigt. Jeder Motor ist im Inneren undicht. Es strömen immer Verbrennungsgase an den Kolbenringen vorbei in den Kurbeltrieb. Bei guten Motoren wenig, bei verschlissenen Motoren mehr. Das nennt sich Blowby. Früher wurde das einfach ins Freie entlüftet, heute ist das verboten und wird wieder in den Ansaugkanal geleitet. Deshalb bemerkt man das heutzutage nicht mehr. Der Deutz wird entsprechend verschlissenen sein.

Nochmal Öldruck. Der ist nur dafür da das Öl an die wichtigen Schmierpunkte zu bringen. 

Gruß Jürgen
 
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