Um 12:30 Uhr ging es dann los Richtung Hildesheim (12 km) zum TÜV. Vorher hatte ich noch bei strömendem Regen ein wenig getankt, um unterwegs nicht liegen zu bleiben. Die Fahrt lief problemlos und die Blinker taten ihren Dienst. Gegen 13:15 Stand ich auf dem Betriebsgelände vom TÜV NORD.
Pünktlich ging es los. Der Prüfer Herr B. war ein freundlicher, dynamischer Mitdreissiger und nahm meinen Anhänger in die Mangel. Folgende Dinge wurden gemacht:
- Höhe, Breite, Länge mit Maßband gemessen
- alle Typenschilder auf Bordwand, Achse, Dechsel fotografiert
- alle Seiten des Anhängers fotografiert
- Reifenzustand und Gleichheit der Reifen geprüft
- alle Radlager auf Spiel untersucht
- Feststellbremse durch Anzug mit dem Traktor geprüft. Alle Räder mussten blockieren.
- Auflaufbremse durch Vollbremsung geprüft
- Lichtanlage durch Durchschalten der Modi geprüft
- Allgemeinzustand des Holz- und Stahlaufbaus begutachtet
Dann kamen noch zwei weitere Prüfer dazu und nahmen den Anhänger in Augenschein und äußerten sich positiv über den Allgemeinzustand.
Nach knapp 45 Minuten war der Prüfvorgang vorbei und es ging um das Erstellen der Unterlagen. Ich sollte solange im Vorraum warten. Kurze Zeit später kam einer von den zusätzlichen Prüfer zu mir und fragte, was ich mit dem Anhänger vor habe und ich sagte ihm Heu, Holztransport und ab und zu einige Säcke Pellets transportieren.
Daraufhin sagte er mir, dass er den Anhänger für solch eine Verwendung auf 2 Tonnen ablasten würde, um Steuern und eventuell Versicherungskosten zu sparen. Ich stimmte dem nach kurzer Überlegung zu und er sprach mit seinem Kollegen über die Ablastung. Dieser sagte, das wäre kein Problem und er würde das gleich noch mit machen.
Dann war alles fertig. Ich bekam meine Unterlagen, bezahlte die Rechnung. Als Abschluss gingen wir noch einmal zum Anhänger und der Prüfer klebte ein neues Schild mit dem neuen Gewicht an das Fahrgestell.
Das sind nun meine Unterlagen, die ich für die Zulassungstelle bekommen habe:
Abschließend kann ich sagen, dass ich mehr Bammel hatte als notwendig war. Gekostet hat die Abnahme ca. 100 Euro und die TÜV-Prüfung ca. 60 Euro. Im TÜV-Bericht steht offiziell kein Mangel eingetragen. Ich soll jedoch die Reifen im Auge haben und bis zum nächsten Termin in 2 Jahren auf jeden Fall tauschen. Die Dämpfer sind schon sehr mitgenommen, was ich dem Prüfer auch gesagt haben, und die sollen auch getauscht werden.
Das Wichtigste an diesem Tag war jedoch die Vorlage der Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Polizei, um die ich mich letzte Woche gekümmert hatte. Der Prüfer sagte: "Die brauchen wir auf jeden Fall. Sie glauben gar nicht wie viele hier her kommen und einen Roller mitbringen, der irgendwo am Bahnhof oder in der Stadt gestohlen wurde. Dafür sollen dann neue Papiere erstellt werden. Wie sollen wir da wissen, ob dem das Teil überhaupt gehört? Gut, dass sie das schon haben."
So das war es bis heute. Jetzt brauche ich einen Termin beim SVA. Wenn die Termine immer noch so sind wie bei meinem Schwiegervater, dann kann ich erst mal locker 4 Wochen warten. Wenn es etwas Neues zu berichten gibt, so melde ich mich bei euch.
Gruss Joerg