Pferdemist häcksel, suche Ideen

FuerPapa

Bekanntes Mitglied
Registr.
18 November 2014
Beiträge
2.685
Ort
31084 Freden/Leine
Moin Forum.

Ich habe einen Reiterhof mit rund 20 Pferden. Den Mist lagere ich auf einer Platte mit Umrandung. Grundsätzlich hat das immer funktioniert aber die letzten Jahre ist der Sommer sehr trocken gewesen, weshalb der Mist schlecht rottet. Entsprechend hab ich immer eine großes Volumen da liegen was mich unnötig Platz kostet.

Die Idee wäre nun den Mist, der ja überwiegend aus Stroh besteht, entsprechend zu zerkleinern um Volumen zu sparen und die Rotte zu fördern. Zu kaufen gibt es alles, das weiß ich. Das fällt aber aus wegen der Kosten.

Kennt jemand von euch ein Gerät das man mit einem Schlepper betreiben kann und mit dem Frontlader bestücken kann?

Gruß Jürgen
 
Servus,

ein Pferdehalter im Nachbardorf jagt das ganze Zeug durch einen alten Unsinn Miststreuer,

hat aber zusätzlich am Streuaggregat noch einige Messer angebracht.

macht er schon einige Jahre,anscheinend gehts.

Gruß Sepp
 
Das mit dem Abdecken wird nichts, ich schiebe ja jeden Tag neu hoch. Das ist dann zu aufwendig.

Die Idee mit dem Streuer ist schon mal gut, danke.

Gruß Jürgen
 
Hallo Mathias,

schreibe doch in Stichpunkten wie du es jetzt machst. Gibt bestimmt mehrere die es Interessiert. Mich zb auch , nehme vom Nachbarn den Mist auf und mich ärgert immer das viele nicht verrottete Stroh am Haufen.

Gruß Uli 
 
Hallo Matthias und Jürgen, 

da dieses Thema hier offenbar mehrere interessiert, mich eingeschlossen, bitte öffentlich diskutieren und nicht am Telefon.

Lasst uns teilhaben. 

Holger 
 
Moin Gemeinde,

es kann doch nicht sein das 20 Leute keine Rotte auf dem Misthaufen haben?

Wir haben unsere Mistplatte vor 2 Jahren mit einem Autoanhänger Mist von einer Bekannten geimpft.

Diese hatte ein ähnliches Problem wie wir, hat sich Mistwürmer sowie anderes Zeugs zur Rotteförderung bestellt und war nach 2 Monaten begeistert.

Ich lasse beim Abfahren in der Mitte der Mistplatte einen Althaufen liegen, dann wir rundum zugepackt, bei Strohüberschuß wie bei uns

muss der Haufen ab und an gewässert werden!

Wenn gewässert wird, schrumpft der der Haufen binnen ein paar Stunden um einiges, nach ein paar Tagen

setzt die Rotte in den frischen Schichten bereits ein und der Haufen schwindet sichtbar weiter.

Zu viel Wasser ersäuft den Haufen zu wenig bringt keine Rotte an,s laufen...

Vor 2 Jahren wollte der Bauer den Mist nicht haben, Heute möchte er den Mist, am liebsten selbst abholen!

Ich habe auch noch ein anderes Projekt für die Gärtner, die Abgelesenen Pferdeäppel werden auf 1,5Meter Breite und 10 Meter Länge in Lagen mit 

Vollgepistem Stroh so lange geschichtet bis 1 Meter Höhe erreicht wird, ab 20-30cm wird geimpft, später ab und an nach Bedarf gewässert.

An diesem Haufen sehe ich genau wenn er Wasser benötigt, ist dieser bis 10cm in seiner Außenschicht trocken muss gewässert werden.

Entweder die Scheiße ist nass genug oder wie meist im Pferde Bereich üblich wegen Strohüberschuss zu trocken.

So ein Misthaufen ist wie eine Heizung im Haus, wird sie nicht gewartet geht sie nicht mehr.

Grüße Mathias
 
Moin.

Wegen der Düngeverordnung hab ich ja jetzt ein Auffangbehälter für die Jauche die bei Regen von der Platte läuft. Da hatte ich schon die Idee das auf dem Haufen zu verrieseln. Mistwürmer hab ich auch im Haufen, eine gewisse Menge alter Mist bleibt ja immer liegen. Im Winter ist es alles kein Problem, da ist es nass genug das der Haufen genug sackt. Es ist ja auch nur eine Idee den Mist zu zerkleinern, das wäre für die Rotte ja auch nicht schlecht.

Wenn die Platte voll ist, bringe ich einen Teil auf einen Haufen in der Wiese. Abgedeckt ist das bei uns noch erlaubt. Da nimmt man auch besser Folie als Vlies damit die Feuchtigkeit im Haufen bleibt.

Den Mist nimmt mein Strohlieferant dann gerne ab.

Naja, mal sehen was noch kommt. Wenn man zerkleinert müsste es auch relativ schnell gehen. Ich bin mir auch nicht sicher ob es überhaupt machbar ist.

Gruß Jürgen
 
Moin Jürgen,

ich hatte gestern vergessen zu schreiben, Stroh ist nicht gleich Stroh!

Wir hatten bis vor 2 Jahren nur langes Gerstenstroh, dieses saugt schlecht und durch die Länge ist das Volumen auf der Mistplatte

um einiges größer.

Wir haben jetzt seit 2 Jahren gehäckseltes Weizenstroh als Unterlage und streuen zum fressen noch etwas langes Weizen oder Gerstenstroh darüber.

Das lange Stroh fressen die Zossen meist gänzlich auf, so leibt nur noch das gehäckselte Stroh über.

Auch hier als vergleich, vor 2 Jahren brauchten wir jeden Tag 3 große Karren, jetzt reicht 1 bis 1 1/2 aus.

Bei dem langen Stroh vor 2 Jahren ist die Pippi durch das Stroh hindurch über die ganze Fläche gelaufen, jetzt wird sie ähnlich wie bei einem Katzenklo

punktuell gebunden, wir müssen nicht alles ausmisten, sondern nur diese Stellen und können so etliches Stroh weiterverwenden,

streuen frisches einfach darüber.

So haben wir unseren Strohverbrauch halbiert, Arbeitszeit ist weniger geworden und durch das kurze Stroh ist der Misthaufen vom Volumen

her kleiner, dichter und feuchter, da wenig trockenes Stroh vorhanden ist.

Der Rest wie bei meinem ersten Beitrag, wenn doch zu trocken, wässern, geht auch mit Gülle aus dem Auffangbecken.

Grüße Mathias
 
Moin.

Wir haben ja einen Pensionsstall. Dadurch das ich noch 40 Stunden die Woche arbeiten gehe, bieten wir nur Boxen ohne das misten an, das macht jeder Einsteller selber. Das klappt seit 4 Jahren auch gut. Der Strohverbrauch hält sich trotz allem in Grenzen. Eingestreut wir ausschließlich mit langem Weizenstroh, das natürlich auch als Raufutter über Nacht von den Pferden zum Teil gefressen wird.

Das Volumen ist ja auch nur in den letzten 2 trockenen Sommern ein wenig problematisch geworden. Ich denke das das mit dem Misthaufen auf der Wiese auch irgendwann verboten wird, dann wird es schwierig. Wenn mann den Mist im Container abholen lässt, gibt es hier nur wenig Anbieter zu entsprechend hohen preisen. Ungefähr 360 Euro pro Container. Der wäre auch entsprechend schnell voll. Da ich mich mit mehren anderen Ställen vergleichen muss, würden mir die meisten Einsteller die Mehrkosten nicht zahlen. Meine Misteplatte hab ich erst umgebaut, da kommt eine Vergrößerung auch nicht in Frage.

Vorher häckseln ist natürlich die Topvariante, das hätte ich auch gerne. Auch dazu bräuchte ich eine Maschine die entsprechende Mengen zuverlässig schafft. Gibt es, hab ich schon gesehen. Nur denke ich das ich mir die nicht leisten kann, nicht umsonst wirtschafte ich mit 50 Jahre alten Schleppern. Wie machst du das mit dem Häckseln?

Wir verbrauchen ca einen 1,8m Rundballen in 3 Tagen. Das Stroh liegt zentral in der Scheune und die Leute holen es sich individuell mit Gartensäcken in die Box. Das klappt gut, auch deswegen ist der Verbrauch überschaubar. Heu bekommen die Pferde genügend, trotzdem fressen sie auch gerne das Stroh. Und auch beim Weizenstroh gibt es Unterschiede in der Saugfähigkeit.

Ich denke das Einfachste ist erstmal das berieseln, da wird auch die Menge der Jauche zum Ausbringen weniger. Daher bin ich ja überhaupt darauf gekommen.

Gruß Jürgen
 
Moin Jürgen,

wir haben heuer das erste Mal Weizenstroh von 2 ha mit 25 messern geschnitten, kein Vergleich zum langen Stroh was die Rotte am Misthaufen angeht, aber die Trockenheit im Sommer

bringt auch hier alles zum Erliegen, werde mir auch was zum Bewässern überlegen, evtl eine Schmutzwasserpumpe in die Jauchegrube unterm Misthaufen.

lg Franz 
 
Das mit der strohreichen Einstreu ist ja alles relativ, bei uns stehen die Pferde tagsüber komplett draussen. Da wird fleißig braunes Gold produziert, das dann, auf kompletter Haufenbreite verteilt, mit dem 

Frontlader zusammengeschoben wird.So wird der Mist schon gehaltvoller.

lg Franz 
 
Moin.

Bei uns stehen die Pferde auch von 11 bis 18 Uhr draußen. Die Paddocks werden auch regelmäßig abgeäppelt. Die bringen bei der Trockenheit aber auch nicht genügend Flüssigkeit mit. Ich denke mit Jauche berieseln ist erstmal eine gute Möglichkeit. Mal sehen wie lange eine günstige Pumpe das aushält. Macht ja nachts am meisten Sinn.

Gruß Jürgen
 
Moin,

per Phone sieht die Welt ganz anders aus, danke Jürgen, für das nette Gespräch!

Wie schon geschrieben keine Feuchtigkeit, keine Rotte.

Wenn ich wöllte oder müsste, hätte ich einige Möglichkeiten, Regenwassertank, die 3te Kammer der Biokläranlage und so weiter...

Bei Jürgen ist die Situation ganz anders ausgelegt.

Viele Grüße Mathias
 
Hallo Mathias, 

entschuldige, ich muss das Thema nochmal aufgreifen. Der nächste Sommer kommt bestimmt und da will ich das wässern des Haufens ausprobieren. Nur: Wie bestimmt man, wieviel Wasser ideal ist? Gibts da einen Richtwert pro Mistkubik? Ich habe eine alte Schmutzwasserpumpe, die so 250 Liter pro Minute Wasser fördert, die möchte ich dafür nehmen. Ich bastel mir noch ein Rohr als Verteiler für den C Schlauch, dann sollte das gut klappen. Nur ist meine Frage, da absolut keine Ahnung: Wie oft und wie viel Wasser bzw Jauche? Danke dir im Vorraus!

Lg Franz 
 
Moin.

Da möchte ich mal drauf antworten.

Ich habe den Plan deshalb, weil ich die Jauche wieder auffange. Dadurch das ich einen offiziellen Betrieb habe kann jederzeit eine Kontrolle stattfinden, deshalb muss die Festmistlagerstätte den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Somit ist eine Vorrichtung zum Auffangen der Jauche erforderlich. Wenn ich aus dem Behälter über den Haufen verriesele, würde überschüssige Jauche wieder aufgefangen und in den Kreislauf zurückgeführt. Anders macht das keinen Sinn. Der Haufen muss immer nass sein. Man sieht das im Moment wieder sehr gut wie der Haufen nach kurzer Zeit wieder sackt, kein Vergleich zum Sommer. Als ich das letzte Mal Mist gefahren habe wer der Beton darunter trocken und der Mist nur schimmelig. 

Gruß Jürgen
 
donagraro:

Hallo Mathias, 

entschuldige, ich muss das Thema nochmal aufgreifen. Der nächste Sommer kommt bestimmt und da will ich das wässern des Haufens ausprobieren. Nur: Wie bestimmt man, wieviel Wasser ideal ist? Gibts da einen Richtwert pro Mistkubik? Ich habe eine alte Schmutzwasserpumpe, die so 250 Liter pro Minute Wasser fördert, die möchte ich dafür nehmen. Ich bastel mir noch ein Rohr als Verteiler für den C Schlauch, dann sollte das gut klappen. Nur ist meine Frage, da absolut keine Ahnung: Wie oft und wie viel Wasser bzw Jauche? Danke dir im Vorraus!

Lg Franz 
Hallo Franz,

es gibt auf deine Frage keine Antwort!

Örtlickeit, Größe, Wetter und die Menge an trockenem Material im Mist kenne ich nicht!

Bei Jürgen ist die Situation anders als bei mir....

Nicht böse sein, keiner kennt die Sachlage bei Dir...

Grüße Mathias
 
Zurück
Oben Unten