Pickel beim Lackieren

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Hallo, ich habe mich der "Verschönerung" der Motorhaube vom 956 zugewendet.

Leider hat das nicht so ganz hingehauen.
Im Wesentlichen habe ich mich an die Empfehlung von Oldtimer Jehle  gehalten.

www.oldtimer-jehle.de/shopping/de/info/Lackier--und-Verarbeitungshinweise.html?XTCsid=8et460smag41s391r4rm048d93

Alten Lack angeschliffen, mit Aceton entfettet und dann bei ca. 15° C Raumtemperatur 2x mit KAS Erbedol grundiert. Sah bis dahin sehr schön aus. Nach ca 15 Stunden dann die Grundierung vorsichtig mit 1200er Papier angeschliffen, mit Aceton abgewischt und dann in drei Schichten lackiert (wie in Anleitung beschrieben, 1,5mm Düse, 3,5 bar). Ablüftzeit 30 min. zwischen erster und 2 Schicht und 60 min zwischen 2. und 3. Schicht. Den Lack (Erbedol) hatte ich vorher angewärmt 20° (den Raum auf ca 15°) und mit ca. 20% Härter  (Erbedol) versetzt. Bei Lackieren fiel mir auf, dass der Lack nicht so schön glatt war, sondern schon da etwas stumpf wirkte. Und jetzt hat der Lack "Pickel". Das soll ja an Lösungsmitteln liegen, die aufsteigen, oder????

A) Wie konkret damit jetzt umgehen. Aushärten lassen und runterschleifen? Wie weit? Bis glatt oder neuen Lack (und Grundierung) weg?

B) Woran liegen die Pickel und was muss ich ändern? In die "nasse" Grundierung nicht lackieren? Oder andere Zeiten? Oder mehr Verdünner? Muss die erste Lackschicht auch schon "glatt wie ein Babypopo" sein, oder darf die noch ein wenig rauh/ stumpf sein?

So ein M...!

VG HANS
 
War die Grundierung 1K oder 2K? Könnte sein das dein Lack dir die Grundierung "hochzieht" 

Außerdem wäre zum Entfetten Silikonentferner besser geeignet als aceton
 
Hallo,

also Aceton löst die Oberfläche an, je länger je schlimmer. Ich nehm Silikonentferner oder eben nur warmes Wasser und saugenden Lappen. Bisher hab ich nur 1x solch spezielle Traktorfarbe geholt und kam damit auch nicht gut klar. Davor hab ich immer Rostschutzgrundierung geholt, draufgespritzt, am nächsten Tag dann 3x in 15 Min. gute Markenfarbe draufgespritzt und fertig. Ich hab auch nie angeschliffen, außer natürlich bei altem Lack, aber nie nach der Grundierung.

Auch Deine Druckangabe von 3,5 bar finde ich etwas zu viel. Das kommt immer auf die Spritzpistole an. Deine müsste dann echt groß sein. Bei meiner kleinen gehe ich mit max 1,5 bar dran, bei der großen mit 2,5 bar. Ich finde lieber etwas weniger Druck besser, dann staubt es auch nicht so. Besonders wenn man Ecken auslackiert bringt das echt was.

Wenn der Lack zu dick ist, verläuft er auch nicht schön. Dann lieber etwas mehr verdünnen und 1x öfter lackieren.

Das wären jetzt mal meine Erfahrungen. Probier doch erst mal einige Einstellungen durch bevor Du an das richtige Stück gehst.

Tschüß,

Bernd
 
Also ich habe da damals eine ganz normale Handlampe mit 60 Watt in der anderen Hand

genommen und habe so lange auf eine Stelle mit Duckluftlackierpistole gesprüht,

bis da ein gewisser Glanz erscheint. Natürlich an ein Stück Blech geübt...

Ist auch schon 20 Jahre her. Weiß nicht, wie das heute so gemacht wird...
 
Hallo.

Nicht umsonst ist Lackierer ein Lehrberuf! Wenn das jeder auf Anhieb könnte bräuchte es das nicht.

Ob 1K oder 2K ist erstmal egal. Man muss davon ausgehen unter welchen Bedingungen die Lackierer arbeiten und damit haben sich die Materialien entwickelt. Eine Lackierung darf nicht viel kosten, wenn wir was haben zum Lackieren vergleichen wir erstmal die Preise, nicht die Ergebnisse. Da hier bei uns die Arbeitskraft viel Geld kostet muss alles sehr schnell gehen, also hat sich der Trend zu den 2K Produkten durchgesetzt damit schnell weiter gemacht werden kann. Es gibt auch 1K Produkte die relativ schnell trocknen und gute mechanische Eigenschaften besitzen, noch dazu auch gut schleifbar sind. Ich habe da z.B. einen Grundierfüller von Lesonal, den gibt es leider jetzt nicht mehr zu kaufen.

Beim Decklack sieht das ganze schon anders aus. Eine wichtige Eigenschaft beim Schlepper ist z.B. die Beständigkeit gegen auslaufenden Diesel. Das ist meines Wissens nur mit 2K Produkten zu bewältigen.

Wie hast du deine Werstatt auf 15 Grad gebracht bei den Außentemperaturen? Wenn du mit Gas geheizt hast, kann es von den Abgasen kommen. 

Guck auch mal hier: www.glasurit.com/de/rcc-lackschaden-kocher

Die Abstände zwischen den einzelnen Spritzgängen ist Erfahrungssache, wenn die erste Schicht aufgenebelt ist braucht die nicht unbeding schon glatt sein. Dann musst du aber in der zweiten Schicht so viel Lösemittel mit aufbringen das die erste Schicht wieder mit angelöst wird und dann in der Gesamtdicke verläuft. Das hin zu bekommen ist halt Erfahrungssache. Das ist mit 1K Produkten einfacher hinzukriegen als mit 2K Produkten. Da spielt vieles mit rein, Temperatur, Position der zu lackierenden Fläche und wie der Lack eingestellt ist.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,

danke für die Erklärung. 

Dann werde ich wohl mal abschleifen... und am besten bei Dir vorbei kommen. 🚜

VG Hans
 
1K und 2K kombinieren ist keine Nebensache. Das hochziehen musste ich selber schon erleben. Wie die Werkstatt geheizt wird, spielt natürlich auch eine Rolle. Bei Gas entsteht Feuchtigkeit in der Luft. Bei Öl entsteht Silikon. Aber wenn du kocher hast entsteht das nlcht dadurch. 
 
Hi,

ich hatte die besten Ergebnisse mit Kunstharzlack und Härterverdünnung (bei niedrigen Temperaturen). Die Pickel sind sicher keine Staubeinschlüsse? 

Laut Lackhersteller ist eine schicht Grundierung und zwei schichten Decklack völlig ausreichend.

Gruß

Philipp

www.kaninchen.cc
 
Brantho Korrux 3in1, ist zwar teuer wie Schwein, aber du brauchst keine extra Grundierung, ich hab damals meinen 383 als erstes Komplett in 1015 hellelfenbein gespritztund anschließend noch 2 Schichten 3003 rot. keine Pickelchen und eine sehr robuste und flexible Lackierung
 
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