Probleme mit meinem D-326

BastelAxel

Mitglied
Registr.
1 Januar 1970
Beiträge
16
Hallo zusammen,

wie in meinen anderen Posts beschrieben, habe ich mir einen Traum erfüllt und mir einen kleinen roten Traktor gekauft.

Es ist ein D-326 aus dem Jahr 1966 geworden.

Heute konnt ich ihn endlich zulassen und ausgiebig ausprobieren.

So zumindest der Plan.

Zunächst springt er danz gut an, aber...

nach einigen Metern, wenn er dann auch warm ist, klopft es im Motor (ich vermute) ein Zylinder, das Geräusch wird mit steigender Drehzahl immer lauter.

zudem nimmt er nur sehr schlecht Gas an und geht immer mal wieder aus.

Lt verkäufer ist die Zylinderkopfdichtung nicht meht ganz io. Die will ich auch demnächst wechseln.

Ich hoffe, dass es dann damit erledigt ist.Oder muss ich mich auf noch andere Baustellen einstellen? Bislang hat der kleine eigentlich keine Zicken gemacht.

Gruß Axel
 
Hallo Axel,

nach dem von dir beschriebenen Fehlerbild und sofern kein Öl im Wasser (oder umgekehrt) ist würde ich die Kopfdichtung erstmal in Ruhe lassen. 

Würde erstmal Ventilspiel prüfen und wenn unauffällig als nächstes bei den Düsen weiter suchen (Spritzbild). Danach sieht man weiter.

Grüße Alex
 
Danke Alex für den Tip.

War grad unterwegs und habe zufällig den Kfz-Mechatroniker meines Vertrauens getroffen.

Der meine auch, erstmal Ventilspiel, wenn die Flüssigkeiten noch getrennt sind, ist die ZKD in dem Fall eine Zeitlage.

Grüße aus der Region Hannover 
 
So, Ventilspiel hatte ich eingestellt.

Hat aber leider keine Verbesserung gebracht.

Da er insgesamt seht unrund lief, habe ich mich nochmal mit dem Kfz-Mechatroniker meines Vertrauens beraten. Er hat auch ein Ohr genommen und sich das Ganze anschaut.

Jetzt hab ich doch den Kopf runtergebaur.

Die ZKD war mit einer fiesen roten Dichtmasse eingeklebt. Die Masse bzw die Reste davon müssen jetzt raus.

Am Kopf war das jetzt nicht so das Ding. Im Motorblock stecken aber noch die Stehbolzen.

Ohne die lässt sich die ganze Fläche natürlich besser bearbeiten

Jetzt meine Frage: Kriegt man die vernünftig raus und wieder rein? Wenn ja, mit welchen Drehmonent werden die wieder eingeschraubt?

So wie es aussieht kommt die Undichtigkeit von abgesackten Laufbüchsen.

Gruß Axel
 
Guten Morgen,

ich bin hier noch nicht lange angemeldet und es ist tatsächlich das erste Forum in dem ich angemeldet bin. Somit fehlt es mir vielleicht an der ein oder anderen Erfahrung.

Zunächst einmal, ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Mathias bei dem ER  in seiner Antwort auf die Person/Personen aus dem Thread" Thomas/Xaver/Markus" bezieht.

Hier die Antwort für alle:

Nein, bin ich nicht!!

Ich habe sogar Verständnis dafür, dass eine gewisse Skepsis herrscht, zumal die o.g. ja durchaus einiges an Unfrieden in mehreren Foren gestiftet haben.

Und wenn ihr mir nicht glaubt, frag doch mal den User "Mecki DED3" ob er mal bei mir vorbeifährt. Meine Adresse auf der Usermap stimmt. Da steht auch mein "kleiner Roter" mit zerlegtem Motor.

Ich stelle vielleicht die ein oder andere "dumme" Frage, da ich mich mit Landmaschinen nicht auskenne. Bislang war ich eher der "Holzwurm" und bin mit Metall und Fahrzeugen nicht so Firm.

Den Trecker habe ich mir hauptsächlich gekauft, um mein Brennholz aus dem Wald zu holen, die ein oder andere Fuhre zum Recycling zu machen und natürlich auch einfach so als Hobby.

Jetzt stehe ich aber vor dem Problem, dass der Trecker doch mehr Baustellen hat, als ich vermutet hatte. Dies versuche ich jetzt zu lösen und dabei will ich mein Wissen erweitern.

Bevor der Hinweis kommt: Ja, ich habe das entsprechende WHB.

Jetzt nochmal meine Frage: Kann ich die Stehbolzen gefahrlos aus dem Motorblock herausschrauben? Mit welchem Drehmoment werden sie wieder eingeschraubt?

Leicht enttäuschte Grüße aus der Region Hannover

Axel
 
Guten Morgen Axel.

Zu deinen D326: so wie du das beschreiben hast, lief der nicht auf allen Zylindern. Die Ursache kann im Motor selbst oder auch in der Einspritzpumpe liegen. Ich hatte ein ähnliches Problem beim 4-zylinder: ein Stempel der ESP klemmte und der betreffende Zylinder lief nicht mit. Also vielleicht mal den kleinen Deckel der ESP aufmachen.

Wenn du gerade den Motor offen hast, kannst du dir ein Bild machen von den Laufbuchsen und Kolben machen. Da der Austausch nicht so aufwändig ist, solltest du einen Tausch in Erwägung ziehen wenn Bedenken am Zustand der Teile vorliegen. Die Stehbolzen habe ich selber nicht entfernt, nur den Block gründlich gereinigt. Laufbuchsenüberstand ist ein Thema das immer wieder genannt wird. Habe ich nicht gemessen, war aber leicht fühlbar. Neue Kopfdichtung kann speziell um die Wasserkanäle mit etwas Dichtmasse versehen werden, sonst gibts dort leicht Undichtigkeiten.

Grüße aus Celle, Lutz
 
Hallo Lutz,

danke für die Tips.

ESP hab ich gleich mal nachgesehen. Dis Kolben laufen alle mit. Ich werd mich heute Nachmittag mal dranmachen und die Kolben rausnehmen.

Laufbuchsen und Kolben stehen quasi schon auf der Einkaufsliste. 

Ganz nebenbei gefragt, womit hast du den Kopf saubergemacht?

Gruß Axel
 
Hallo Axel, den Kopf habe ich planen lassen, weil Rostnarben in den Dichtflächen waren. Den Block habe ich mit einem scharf geschliffenen Alu-Profil abgeschabt.

Grüße, Lutz
 
Moin zusammen, zum Reinigen der Dichtfläche des Motorblocks eignet sich ein Flachschaber ( notfalls eine Flachfeile vorne glatt schleifen im 90 grad Winkel) und dann schaben.

Viel Erfolg vom Emslandschrauber Franz
 
So wie das Geräusch beschrieben wird, ist das für mich eine defekte Pleuelbüchse aber das wirst Du nach Demontage von Kolben und Laufbüchsen feststellen. Gruß, Dieter, der "Linksdreher" aus Hessens Mittelpunkt.
 
So, der Nachmittag war je nach dem wie man es sieht erfolgreich oder halt auch nicht.

Ich habe die Ölwanne und den Ölfilter abgebaut. Im Filter habe ich Metallspäne gefunden. Da schwante mit schon nix Gutes.

Was soll ich sagen.

Dieter, der Linksdreher hatte mit seiner Ferndiagnose recht.

Das Pleuellager am Kolben 1 (an der Wasserpumpe) sah noch ganz gut aus.

Beim Kolben 2 war kein Pleuellager mehr vorhanden und im Auge, dass die Kurbelwelle umschließt sind 2 Kanten schon mit bloßen Auge gut zu erkennen.

Bei Kolben 3 war der obere Teil des Lagers schon teilweise zerrieben und hing als Bart an der Seite.

Sonit sind dann wohl alle Pleuel incl Lager und eine Kurbelwelle fällig. Die Buchsen haben auch Riefen.

In Summe bin ich mir grad absolut unsicher, ob meine Fähigkeiten (bin eigentlich kein Schrauber) noch ausreichend sind. Mal ganz abgesehen vom finanzellen Aufwand.

Vielleicht werde ich mich von dem "kleinen Roten" wieder trennen und ihn als Restaurationobjekt oder Teilespender verkaufen. Oder ich finde einen passenden Motor. Da würde mit mein Freund beim Umbaui bestimmt helfen.

Traurige Grüße

Axel
 
BastelAxel:

Vielleicht werde ich mich von dem "kleinen Roten" wieder trennen und ihn als Restaurationobjekt oder Teilespender verkaufen. Oder ich finde einen passenden Motor. Da würde mit mein Freund beim Umbaui bestimmt helfen.

Traurige Grüße

Axel
Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende denn das was jetzt kommt wird alles richtig ins Geld gehen, Geld welches du beim Verkauf nicht mehr rausbekommen wirst! Klar bekommst im aktuellen Zustand mit viel Glück 1000 Euro der spätere finanzielle Verlust wird definitiv größer werden und verabschiede dich von dem Gedanken einen brauchbaren gesunden Motor zu bekommen die Dinger sind alle 40+ und demensprechend durch. Ein gebrauchter Motor wird der nächste Griff ins Klo
 
Also ich hab ähnliches mit meinem erlebt. Wenn die Kurbelwelle noch auf ein Untermaß geschliffen werden kann ist der Motor noch zu retten. Motoren Michaelis hat das bei mir zu einem guten Preis gemacht. Mein Block hatte Stegrisse und sogar zwei kleine Risse zu den Bolzen hin. Habe die Buchsen und Kolben erneuert alle Dichtungen und die Kopfdichtung nass verbaut. Der Kleine läuft jetzt schon einige Jahre sehr gut.

Materialkosten damals ca 1200€. Plus jede menge Zeit.

Gruß

www.kaninchen.cc
 
So,

jetzt ist einige Zeit ins Land gegangen. Ich habe beschlossen, dass ich nicht so schnell die Flinte ins Korn werfe. Schließlich habe ich mir einen Traktor gekauft um ih zu benutzen. Wer einen 54 Jahre alen Traktor kauft, muss wohl auch noch was investieren.

Also wird er jetzt fit gemacht.

Die benötigten Teile habe ich schon rausgesucht und eine geschliffene Kurbelwelle bekommen.

Jettzt stehe ich aber vor einem Problem.

Um den Motor auszubauen muss ja bekanntermaßen die Vorderachse ab. Um die abzuschrauben muss die Schubstange der Lenkung ab.

Ich bekomme die Verbindung am Lenkhebel nicht gelöst.

Der Bolzen im Konus bewegt sich keinen Millimeter. Leider habe ich keinen Abzieher. gibt es da sinnvolle Methoden?

Und noch eine zweite Frage:

Ich muss ja auch die Hydraulik /-pumpe lösen. Leider werde ich aus dem WHB nicht schlau. So wie ich es verstehe, wird die Hydraulikpumpe mittels Zahlrad im Kurbelgehäuse angetrieben.

Kann ich dieses einfach "rausnehmen" und dann die Hydraulikpumpe mitsamt den Leitungen "weghängen", oder bleibt die Pumpe am Kurbelgehäuse und ich muss die Leitungen abmachen?

@Philipp123: was meinst du mit "alle Dichtungen und die Kopfdichtung nass verbaut"?
 
Moin.

Vorher natürlich das Öl ablassen ;-)

Um die Spurstange zu lösen kann man das Auge prellen. Dazu einen Vorschlaghammer an der einen Seite gegenhalten und mit einem anderen dicken Hammer von der anderen Seite harte Prellschläge drauf geben. Nicht auf das Gewinde kloppen, das nützt nichts.

Wenn du noch eine genauere Anleitung benötigst, sag nochmal Bescheid.

Gruß Jürgen
 
Zurück
Oben Unten