Reparaturfrage Schalthebel d-serie

Dieselglueck

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17 April 2013
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Moin an alle,

erstmal vorweg:Tolles Forum hier, sachlich, gute tipps!!!

Ich habe bei meinen D 320 Farmall (AGRIOMATIC) den Getriebeschaltdeckel entfernt, da sich ein Gang nicht mehr lösen ließ und -wie ich hier erfahren habe- liegt es wohl am Getriebeschalthebel bzw dessen verschlissene/defekte Teile. diese werde ich demnächst erneuern.

Ich musste den Getriebedeckel mit dem zuletzt eingelegten Gang abnehmen, habe aber zuvor den Schalthebel für die Acker/Straßengänge in Neutralstellung gebracht, so dass er sich frei drehen / schieben ließ.

Bevor ich den ganzen fertigen Deckel wieder aufsetze, was muss ich dabei beachten? Da ich nicht weiß, welcher Gang eingelegt ist, kann ich ja sicher nicht den Deckel mit GetriebeGangSchalthebel in dessen Neutralstellung aufsetzen.

muss ich den GetriebeGangschalthebel nach der Reparatur in Neutralstellung bringen und dann dem entsprechend die oberen Zahnräder so verschieben, dass sie mit den in Neutral befindlichen Klauen übereinstimmen

oder

lasse ich die Zahnräder so wie sie waren und setze dementsprechend die Klauen -sprich Schaltstellung so ein, dass sie in die Rillen greifen?

Vielleicht hat jemand Bilder zur Anordnung der Zahnräder und der entsprechenden Schalthebelstellung o.ä. oder andere tipps, die ich gut gebrauchen kann?

Wäre klasse, wenn ihr mir irgendwie weiterhelfen könntet.

Gruß Micha
 
Hallo Micha,

hatte letztes We das gleiche Problem an meinem D430. Hab grad keine Zeit es Dir genau zu beschreiben, mach ich aber heute Abend.

Grüße

Harry
 
Hallo Micha,

so jetzt mal zur Beschreibung wie ich es gemacht habe. Nachem ich den Ganghebel wieder festgeschweißt hatte, habe ich den Schaltdeckel abgenommen. Da ich mit diesen Dingen
bisher keine Erfahrung hatte, war ich recht ratlos.

1.) Du musst sicherstellen das die Schaltfahne wieder in der Mittelposition ist. Die beiden Gestänge links und rechts neben der Schaltfahne haben eine Ausparung in dieser die Schaltfahne
hin und her wechseln kann. Ich habe eine 6 Gang Schaltung (Straßen, Ackergrupe). Somit sind es bei mir nur 3 Schaltpositionen. Der Schaltstange links neben der Schaltfahne hat 2 Positionen ,
die Rechte nur eine. Probier ein wenig herum dann weisst Du was ich meine.

2.) Wichtig ist nun das die Schaltfahne und das Schiebegestänge in neutraler Position sind. Das linke hat 3 Positionen (vor, mitte, hinten), das rechte nur 2 Positionen (Vor, Mitte). Wenn Du in der Neutralstellung bist
sind auch die Schaltklauen in der richtigen Position.

3.) Nun Messe die Abstände von den Schaltklauen zueinander und den Abstand von der Vorderen bis zum Deckelrand Innenseite. Die Ritzel schiebst Du nun von Vorne gesehen an die
entsprechende Position. Bock den Traktor hinten hoch damit ein Rad frei drehbar ist. Du kannst aber auch den Trakor etwas hin und herschieben. Wenn die Ritzel in der richtigen Position
sind bewegen die sich ohne WIderstand mit, es ist also keon Gang eingelegt.

4.) Nun lege Links und Rechts je zwei Unterlagen auf den Getriebeblock. Ih habe hier 4 Hölzer mit je 2cm genommen. Setze nun den Deckel senkracht langsam auf die Unterlagen. Wenn die Ritzel richtg stehen, sind die Schaltklauen
direkt über den Führungsnuten. Nimm eine Taschenlampe und einen kleinen Spiegel. Bei Bedarf kannst Du die Ritzel mit einer Verlängerung noch etwas zu den Schaltklauen
schieben.

5.) Wenn das alles passt, nimmst du jetzt die ersten beiden Unterlagen heraus, und lässt den Deckel etwas ab. Jetzt nochmals mit der Taschenlampe schauen ob die Klauen und Rizel noch
in Position sind. Wenn das passt, den Deckel aufsetzen und mit 2 Schrauben befestigen.

6.) Jetzt bewege den Traktor nochmal leicht vor und zurück, sollte kein Widerstand zu spüren sein. Wenn das alles passt, sollten die Gänge sauber zu schalten sein. Ganz wichtig ist das die Klauen auch wirklich in die
Nuten der Ritzel greifen, sonst gibts ein böses Erwachen.

Damit der Deckel senkrecht von oben aufgesetzt werden kann, musst du eventuell die Hydraulikleitung die aus dem Hydraulikblock kommt wegschrauben (Vorsicht dahinter soll eine Feder sein).
Mit ein bisschen Gefummel kannst den Deckel auch etwas schräg von der Seite ansetzen, hat bei mir nach einigen versuchen geklappt, daher auch die Unterlagen.

Bevor Du den Deckel aufsetzt, muss der Gruppenhebel ganz nach hinten geschaltet sein. In Neutralstellung stoßen die Kippbolzen an das Gestänge zur Schaltung der Straßen/Ackergruppe.

Wenn Du alles Zusammen hast, Schalte nochmal alle Gänge und stelle sicher das der Leerlauf auch wirklich drin ist.

Dann Gutes gelingen

Grüße

Harry
 
Moin Moin,

...so, nu hab ich mit etwas (mehr) Geduld den Schaltmechanismus auseinander gekriegt, is ja ein bisschen wie ein Zauberwürfel, wenn man die Schaltwellen bei der Agriomatic entfernen will mit den Sperrriegeln, dem Zugang der Federsplinte.... Legt man eins frei, blockiert man das andere, kommt dann wider daran wo man nicht hinwill und umgekehrt...uahhh...aber mit Geduld und Reihenfolge beim Auslegen der fantastischen Teile gehts wohl und hoffe, den ganzen Kram auch wieder zurückbauen zu können -ist halt kein englisches Motorradgetriebe;-)

Was war nu gut und was Schlecht:

Die Federrasten sind ok, kein Scorbut an den Zahnrädern, sehen sehr gut aus, kein nennenswertes Spiel, abnutzungen ghen meines Erachtens noch,alles chick

Die verklemmte Schaltung mit nicht lösbarem Gang- das eigentliche Problem- lag wohl daran, dasz von den beiden Kugelstiften, die die seitlichen Führungen des Gangschalthebels übernehmen, der Eine NICHT mehr vorhanden war (wo ist er geblieben?) und der andere dadurch wohl übermäßiges Seitenspiel bildete, so dasz der kugelige Blechdeckel wild drehbar war...was wohl dazu führte, den Stellzapfen für die Klauen zu "umgehen"abgesehen davon, dass das alte Fett unter der Halbkugel total erhärtet war nach 53 jungfräulichen Jahren.

Leider hab ich nicht die Möglichkeit, Bilder zu machen, was auch hilfreich wäre im Bezug auf eventuelle Fragen.

Montag werde ich die Teile (Kugelstifte li/re, Federsplinte, etc) versuchen zu besorgen und dann...zusammenbauen,müsste dann wieder gehen.

Oder? Habe schon ein paar nützliche Tipps hier bekommen, an dieser Stelle schon mal vielen Dank an Euch: Wenn Ihr mir hilfreiche Tipps geben könnt, immer gerne.

Gruß Micha
 
So, nu hab ich die beiden seiltichen Kugelstifte zur Führung der Schalthebelglocke ausgetauscht, habe aber das Gefühl, es ist zwar besser geworden mit der Wackelei des Schalthebels, lässt sich auch nicht mehr rumdrehen, bin aber nicht ganz so zufrieden, habe es mir wirklich exakter vorgestellt.

Die Kulissen der einzelnen Schaltstangen haben raleativ geringe Abnutzungserscheinungen. Woran kann es liegen, dasz der Schalthebel noch ein bisschen wackelig auf den Beinen ist?

(Anmerkung: ich habe ihn nur im "noch-nicht-auf-dem-Getriebe-aufgesetzten-Zustand", also eben nur auf der Werkbank schaltgetestet.)

Frage 1:

Oder wird es noch besser, wenn der Deckel wieder montiert ist, die Schaltklauen ihre Führung durch die Zahnradrillen haben und somit nicht seitlich wegwandern können?

Frage 2:

Habe auch mal versucht, den Deckel probemäßig schon mal raufzusetzen, habe aber irgendwann ne Krise gekriegt, da ich ihn nicht 100%ig senkrecht raufsetzen kann, weil rechts das dicke Hydraulikrohr entlang geht. Abnehmen konnte ich ihn aber grad so. Muss die wirklich ab? wenn ja, was muss ich berücksichtigen?

Gruß micha
 
Moin,

 so, nu isses passiert, Thema erldigt:

Getriebeschalthebel/-deckel ist drauf und lässt sich wieder einwandfrei schalten.

Da etliche Versuche nichts nützten, habe ich mir tatsächlich hilfe haben müssen...ein Kumpel kam grad zu Kaffee mit seienem Sohnemann vorbei...so einfach geht das nicht, erst müssen wir noch einen einzigen Versuch machen:

Einer von oben den Deckel reinmanövriert und in schwebe gehalten, einer fummelte mit Taschenlampe geduldig die in Leerlauf stehenden Gabeln in die zuvor in Leerlauf ausgerichteten Zahnräder und Sohnemann drückte ein bisschen mit nem Hebel gegen den Deckel um die Schaltnocken des Agriohebels (ebenfalls in Neutralstellung) ein paar Millimeter zu überwinden, seicht zum reinflutschen zu bewegen.

Schwupp, da passte es und ließ sich testmäßig schalten.

Grund dieser Aktion war ja das Problem, dasz ich den Deckel nicht von oben senkrecht absetzen konnte, er musste seitlich ein bisschen reingestzt werden, da ja die alte dicke Hydraulikleitung im Weg war, die nicht abgebaut werden sollte. = auch das geht also!

Anderes Problem gleich mitbehoben:

Da der motor unrund lief, habe ich festgestellt, beim Entlüften der ESP kam nich viel, da der 320er keine Förderpumpe hat, sondern nur vom Spritgefälle lebt, habe ich mal gewagt, den Tank voller zu füllen als nur 5cm ab Boden und dann gings plötzlich auch mit der Entlüftung.

Seitdem runder Lauf. Anspringen tut er nu auch dank Glühkerzen und die von mir mal erwähnte niedrige Kompressionswerte sorgen nu noch ein bisschen dafür, dasz er im kalten Zust. die ersten Minuten halt etwas nach schlechtverbranntem diesel roch, aber soll für mich so ok sein. eine Einstellung der Ventile nach dem KomprTest hat da noch ein bisschen gute Wunder bewirkt. Wannendruck niedrig, also denke ich mal, er hat höchstens verschleiß, also wohl keine kaputte Zxl.kopfdichtg, gravierenden Riefen oder gar kaputte Kolbenringe. Wenn der motor einigermaßen warm ist, tuckert er in niedrigster Drehzahl rund vor sich hin, wie ich bemerkt habe durch Zufall, da ich ihn beim Abstellen ausversehen nicht ganz abgestellt hab, sondern noch ein Zahn weniger nötige wäre...er ging nicht ganz aus. Soll man ja eigentlich nicht üblich machen, da ja die Ölversorgung dann schlecht sein wird.

An dieser Stelle dank an Euch, die mir Hilfe und Tipps gegebewn haben, auch indirekt durch gute Beiträge mit Bildern etc, wie ich sie in der Suchfunktion rausgefiltert hatte.

Gruß micha
 
Moin Micha, jetzt habe ich auch leider das Problem mit dem verdrehtem Schalthebel, er lässt sich aber noch schalten.

Deine Ausführungen sind total interessant.

Was meinst du könnte ich die Kugelstifte erneuern ohne den Schaltdeckel ausbauen zu müssen?.

Freue mich auf eine Antwort von dir.

Beste Grüße,

Uwe
 
Hallo Uwe,

ja du kannst die Stifte ohne demontieren erneuerne. Dafür diehalbe Kugel vom Schalthebel abflexen, Stifte erneuern und wieder anschweißen. Ob das nun die schönere Variante ist, sei mal dahingestellt. 

Beim demontieren kannst du unten am Schalthebel den "Knubbel" auf Verschleiß prüfen und evtl aufarbeiten, oder Hebel neu. 

So dramatisch wie das beschrieben ist, ist das aufsetzen des Deckel nicht, habe ich schon öfters gemacht. Ein Hinterrad aufbocken so das sich das Rad drehen lässt, so kannst du während de Montage immer kontrolieren ob ein Gang dann doch "reingerutscht" ist. Lässt sich das rad drehen, ist alles im Leerlauf

Gruß

Norbert
 
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