Restauration IHC 624 von IHC-MOL

Hallo Leute !

Erstmal wieder herzlichen Dank für die Tips. Aber mal ehrlich, müssen wir uns bei einer solchen Restauration um 7,50 Euro streiten? Wenn es natürlich um großere Geldsummen geht, dann schaue ich auch, ob man etwas günstiger bekommen kann, aber bei dem Aufwand ?

So nun mal zum heutigen Thema: Ich habe nochmal ein Paar Fotos vom Traktorsitz gemacht. Wie man sehen kann, ist die Sitzschale an den hinteren Befestigungsschrauben angerostet und angebrochen. Und jetzt meine Frage: Wie würdet Ihr am besten den Sitz reparieren? Ich habe mir gedacht, das eine Variante wäre, ein Blech drunter zu schweißen oder zu kleben. Die andere Variante wäre in meinen Augen, zu versuchen die Brüche mit dem Schweißgerät zu bearbeiten und dann aus dünnen Flacheisen noch einen Rahmen darunter zu bauen.

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Was meint Ihr ? Ich würde auf jeden Fall etwas unter den Sitz bauen, damit das Gewicht vom Fahrer abgefangen wird. Auch, muss unbedingt geschweißt werden oder kann man auch kleben, wie heute im Fahrzeugbau weit verbreitet ?

Freue mich auf Eure Antworten, IHC-MOL.
 
Hi. Wenn es eine gerade Fläche ist würde ich ein Blech einschweißen oder wenn noch genug Material da ist die Risse an den enden anbohren und dann zuschweißen und verschleifen. Mfg
 
Hallo,

ja, es ist der "De-luxe"Sitz.... hab den gleichen auf meinem 383. Da ich den Schlepper schon Anfang der 90er "konserviert" habe sieht mein Sitz bei den nur 2600 Stunden des Schleppers noch recht passabel aus.

Also, am Sitzkissen ist auf der Unterseite des Kissens eine kleine "Lasche" aus verstärktem Gewebe angenäht. An dieser Lasche ist ein Druckknopf befestigt. Man legt das Sitzkissen nun "oben auf", und führt dabei die Lasche durch den schmalen Schlitz im Blech (hast auf dem Bild vom 5.Juli) auf der Unterseite klickt man die Lasche dann in das Gegenstück des Druckknopfes der ja am Sitzblech befestigt ist.

Leider kann ich gerade kein Bild davon zur Verfügung stellen..... .

Bei den rostigen Stellen würde ich es so machen daß ich versuchen würde die Risse "zuzuschweißen", wenn keine tragenden Teile  betroffen sind: entrosten grundieren, Streichen. Wenn doch  oder wenn generell zu rostig würde ich die schlechten Stellen durch gute ersetzten. Schau Dir dazu an wie es der Admin Matthias bei der Kabinenrestaurierung gemacht hat....  das war gut gemacht!

Ich hoffe geholfen zu haben...

Gruß,

Manfred
 
Hallo Leute !

Heute habe ich mal wieder eine Frage: Wie bekomme ich die Pleuelbuchsen aus den Pleuelen heraus? Meine Idee war, es mit einer Kochplatte zu versuchen, hat aber leider nicht geklappt. Brauche ich eventuell einen Dorn und eine Presse dafür ? Mein bester Freund, der bei VW arbeitet, meinte, dass sie die Buchsen immer auspressen.

Die nächste Sache wäre dann, sind die neuen Buchsen schon einbaufertig oder müssen sie erst noch auf das Maß aufgerieben werden ?

Hoffe sehr au f Eure Antworten !!!

Vielen Dank, IHC-MOL.
 
hallo,

Pleuelbuchsen bzw. Kolbenbolzenbuchsen kannst Du nicht selber tauschen!

Die buchsen werden von der Fachwerkstatt ausgepresst, die neuen eingepresst und dann auf den Bolzendurchmesser aufgerieben/gebohrt.

Anschliessend wird der Pleuel auf Winkel, Härte und Masse geprüft

Für diese Arbeit erhälst du Garantie von der Fachwerkstatt.

Deine variante Kochplatte hat hächstens noch zur Folge, dass Du den Pleuel schadest.

gruss

Läuft nicht gibt’s nicht!
 
Hallo fimfim !

Erstmal danke für die schnelle Antwort. Ich habe mir schon so was gedacht, nachdem es nicht selber bei mir funktioniert hat. Naja, die Brückner und Galley- Motoreninstandsetzung ist ja nicht weit weg, da fahre ich nachher mal hin. Davor werde ich die Pleuele noch ausbauen und ich denk mal, ich nehm sie gleich mit. Auch wenn es jetzt wieder Geld, so will ich ich doch auf Dauer Ruhe haben und lasse das dann doch von einer Fachfirma ausführen.

Bis dann, ich melde mich wieder.IHC-MOL.
 
Hallo mal wieder an Alle !

So habe jetzt die Pleuele vom Motoreninstandsetzer wieder. Es wurden neue Pleuelbuchsen eingepresst und die Pleuele wurden auch ausgewinkelt.

Jetzt habe ich aber auch noch mal eine Frage : In welcher Stellung werden die Pleuelkappen angeschraubt ? Werden sie so montiert, dass die Rillen für die Führung der Pleuellager auf einer Seite übereinander stehen, oder entgegengesetzt? Ich bin nämlich der Meinung, das bei der Demontage die Führungsnuten nicht übereinander standen, sondern entgegengesetzt. Beim Motoreninstandsetzer wurde mir gesagt, das sie auf einer Seite übereinander stehen müssen.

Was ist nun Richtig ???

Ansonsten erstmal ein schönes Wochenende, IHC-MOL.
 
hallo,

sämtliche motorenteile haben eingeschlagene zahlen und diese müssen aufeinander passen.

ich denke du solltest dir dringenst ein werkstatthandbuch (DIESELMOTOREN D-179) zulegen.

gruss

Läuft nicht gibt’s nicht!
 
Hallo fimfim !

Danke für die schnelle Antwort. Ich habe das WHB vom D206 zu Hause, dort drinnen steht aber leider nicht geschrieben wie die Pleuelkappen montiert werden oder ich habe es überlesen. So wie ich die Pleuele jetzt vom Motoreninstandsetzer geholt habe passt es ja auch, die Zahlen stehen übereinander. Ich dachte mir, ich frage lieber nochmal, bevor doch etwas schief geht. Schön ,dass es solche Leute wie Dich hier im Forum gibt, die ja doch sehr tief in der Materie stehen.

Bis dann erstmal und einen schönen Sonntag noch, IHC-MOL.
 
Hallo Leute !

So nun habe ich mal wieder Zeit für meinen Traktor gefunden. Ich habe den Rumpfmotor von innen gereinigt und dann wollte ich eigentlich die Pleuel in die Kolben montieren. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei 3 Kolben die verkehrten Sicherungsringe mitgeliefert wurden. Habe meinen Händler schon informiert. Wenigstens konnte ich einen Pleuel schon montieren- ist eigentlich keine große Sache. Den Kolben auf eine Elektrokochplatte gelegt und erwärmt, dann die Führungen mit ein bischen Öl eingerieben und den Kolbenbolzen durchgeschoben.

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Die restlichen 3 Pleuel, wo die Sicherungsringe zu klein sind.

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Da ich eigentlich unbedingt mal wieder was am Traktor machen wollte, habe ich mich um die Ventilstößel gekümmert. Da mir in der Zwischenzeit jemand aus dem Forum mit guten gebrauchten Stößeln ausgeholfen hat, konnte ich mir die besten heraussuchen und einsetzen. Die Stößel 1, 2, 3, 5 und 7 habe ich ausgetauscht.

Diese Woche hat sich nun endlich mal eine Gelegenheit zum exakten Ausmessen der Kurbelwelle aufgetan. Ein Cousin arbeitet in einer Maschinenbaufirma und die haben eine Mikrometermesschraube mit integrierter Messuhr. Ich glaube genauer geht es nicht mehr. Die Kurbelwelle liegt innerhalb der Toleranzen und kann problemlos weiterverwendet werden.

Desweiteren habe ich in der Zwischenzeit auch noch eine gebrauchte Nockenwelle besorgt, meine alte kann ich leider definitiv nicht weiterverwenden.

So das wars dann erstmal für heute, IHC-MOL.
 
Hallo 933 !

Meine Kolben sind von Granit. Habe bis jetzt eigentlich keine schlechten Erfahrungen damit gemacht. Der Landwirt in unserer Feuerwehr bestellt seine Ersatzteile auch bei Granit und der 6 oder 7 IHC- Traktoren und nen IHC- Mähdrescher.

Ich habe allerdings auch schon mal in den IHC- Shop geäugt. Kann einer was zur Qualität dort sagen ?

IHC-MOL.
 
Hallo,

im vergleich zu KS oder Mahle sind riesen Unterschiede. Verabreitung, Genauigkeit, Material sind einfach besser aber auch teurer.

Bei KS oder Mahle bekommt man locker die Kolbenbolzen von Hand montiert ohne erwährmen und es sind immer die richtigen Sicherungsringe dabei :-).

Man muss aber auch immer Unterscheiden was man mit dem Schlepper macht. Wenn der mehrere hundert Stunden im Jahr läuft würde ich kein Nachbau (Gra...) einbauen aber wenn man nur ein bisschen rumtuckert oder Holz macht reicht Nachbau leicht.

Als ich noch hauptberuflich in der Motorenbranche gearbeitet habe, habe ich viel lieber "Markenqualität" verbaut als Nachbau. Beim Nachbau hat man immer nachmessen müssen und teilweise hoffen, dass die Teile passen. KS Kolben z.B. sind so genau gefertigt, dass man seine Bügelmessschraube/Micrometer danach "eichen" kann.

Gruß Martin
 
Hallo mal wieder, es geht weiter!

Zuerstmal auf die Antwort von 933: Dankeschön erstmal für die Antwort. Mir ist natürlich klar, dass Markenqualität ihren Preis hat. Jeder normale Mensch weiß ja auch, das er einen Mercedes nicht zum Preis eines Koreaners bekommt. Es natürlich immer wieder sehr schön und vor allem sehr nützlich, Fachleute hier im Forum zu haben, die tief in der Materie stecken. Ich habe leider nur Energieelektroniker gelernt und das hier ist meine erste Restauration dieser Art, dadurch bin natürlich noch fleißig am Erfahrungen sammeln.

So nun zum nächsten Punkt: Die Sicherungsringe sind in der Zwischenzeit eingetroffen. Granit hat sie anstandslos und ohne Berechnung nachgeliefert. So habe ich dann doch mal wieder weitermachen können. Ich habe die Kolben natürlich auf der Elektrokochplatte erwärmt, so steht es ja auch im WHB. Beim Umdrehen der Kolben ist mir so ein Zeichen mit einem KS aufgefallen, ich kann mich natürlich irren, aber ich würde es für Kolben- Schmidt Zeichen halten.

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Hier ist ein Kolben auf der Kochplatte zu sehen. An der Innenwand das besagte Zeichen.

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Damit die Pleuele richtig herum eingebaut werden, habe ich mir als kleine Gedankenstütze, den vorderen Sicherungsring als ersten montiert.

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So, hier nun die fertigen Kolben/ Pleuele. Die Montage der Kolbenbolzen ging sehr einfach von statten. Ich mußte die Kolben nicht übermäßig erwärmen und der Bolzen lies sich mit ein wenig Öl auch ganz leicht einschieben.

Bei Gelegenheit , wenn ich wieder Zeit finde, geht es weiter. Bis dahin mit freundlichen Schraubergrüßen, IHC-MOL.
 
Hallo,

du solltest die Kolbenbolzensicherungsringe mit der Öffnung nach oben oder nach unten montieren. Wenn die Öffnung an der Seite ist, dann kann durch die Hubbewegung der Sicherungsring aus seiner Nut springen. Kontrollier auch unbedingt ob auf den Kolbenringe Top oder irgendein Zeichen (in der Nähe der des Ringstoßes) nach oben, zum Kolbenboden zeigt. Nochdazu sollten die Kolbenringe in der Kolbenringnut leicht drunter stehen wenn man diese von Hand in die Nut drückt.

Leider sind das Dinge die man besonders bei Nachbauprodukten unbedingt kontrollieren muss! Es ist wirklich alles schon vorgekommen... Von falsch montierten Kolbenringen über falsche O-Ringe, falsche Kolbenbolzen etc.

Falls du die Einspritzdüseneinsätze erneuerst, dann nimm unbedingt Bosch oder Monark! Mit Nachbau gab es immer Probleme... Bei den Dichtungen genau das gleiche. Besonders bei der Kopfdichtung alles genauerstens begutachten.

Gruß Martin
 
Hallo Frank und alle Anderen !

Zuerst mal im voraus auch ein frohes Weinachtsfest 2012 an Alle !!!

Nun zu meinem Traktor, es stimmt, ich habe lange nichts von mir hören lassen. Wir haben in der Zwischenzeit erstmal größere Baumaßnahmen an unserem Haus durchgeführt und deshalb ist der Traktor auf der Strecke geblieben.

Vorgestern habe ich noch einen abgerissenen Stehbolzen aus dem Motorblock entfernt und ich werde mich bei Gelegenheit mal über die ganzen Lager an der Kurbelwelle hermachen. Dann geht es langsam aber sicher auch wieder ans Zusammenbauen.

Nun habe ich auch mal wieder eine Frage: Wo bekommt man günstigerweise die langen Schrauben her, die durch den Wasserkasten/ Wasserpumpe in den Motorblock gehen ? Meine Schrauben waren nämlich so festgegammelt, das ich 2 abgerissen habe und bei der 3. mußte ich den Schraubenkopf abflexen, damit ich sie überhaupt irgendwie lösen konnte.

Bis dann, IHC-MOL.
 
Hallo an Alle !

Heute sind die Lagerschalen eingetroffen. Beim Händler habe ich mir nochmal seinen 724 AS angeschaut. Nun habe ich mal wieder eine Frage:

Ich bin am überlegen ob ich meinen 624 auf Allrad umbaue. Passen denn die Allradachsen und die Aufnahmen vom 724, 824,644, 744 und 844 auch zu meinem Schlepper? Haut die Getriebeübersetzung hin? Muss ich in meinem Getriebe noch ein paar Zahnräder einbauen ?

Bis dann, IHC-MOL.
 
Hallo,

die Allradachsen von den 44ern passen nur teilweise und zwar nur die APL 3050 soweit ich weis, in den 44ern

sind 3 verschiedene Achsen verbaut worden, die APL 1351, 1551 und 3050. Bei den CM´s soweit ich weis nur die APL 3050.

Die Aufnahme bzw. der Vorderachsbock passt von den 44ern nicht auf die CM´s, die haben nen ganz anderen, vom 724 oder 824 würde der Bock allerdings passen.

Desweiteren haben die 44er auch einen ganz anderen Abtrieb, auch da gab es 2 verschiedene, einmal von ZF und einmal von IHC. Die CM´s haben einen ganz anderen

jedenfalls, wie die 44er, er sieht anders aus und wird anders betätigt, wie das mit der Überstezung aussieht, kann ich nicht genau sagen.

Ich meine jedenfalls zu wissen, dass es sehr schwierig sein müsste, da von den 44ern was auf die CM´s umbauen zu können.

Wenn der Allrad aber von einem 724 stammt, so wie du ja geschrieben hast, dann müsste es ohne weitere Schwierigkeiten machbar sein.

Allerdings brauchst du für den Abtrieb auch das antreibende Zahnrad im Getriebe, deswegen wäre es einfacher, wenn man das Getriebe vom Allradschlepper

gleich mit tauscht.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich recht habe, lasse mich aber gerne berichtigen.

Gruß Sebastian
 
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