Restauration - IHC654 AS

DoHuhn

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57572 Niederfischbach
Hallo zusammen!
ich wollte hier mal unser "kleines" Restaurationsprojekt vorstellen und hoffe ggf. auch auf etwas technische Unterstützung :D

Wie oben schon beschrieben geht es um einen 654 AS von 1974 (mit Frontlader, aber der steht ganz hinten auf der To-Do-Liste).

Das Schätzchen ist seit 1994 abgemeldet, wurde aber immernoch aufm Hof benutzt und lief auch bis zum Schluss, jedoch waren/sind folgende Fehler bekannt:
ZKD (Schlussfolgerung aufgrund der Farbe des Öles)
Feder im Getriebe, die die Gruppen "drin" hält gebrochen
komplette Elektrik hinüber

Wir haben ihn jetzt schon soweit demontiert und auseinander gefahren, die Feder im Getriebe und Dichtungen sind schon neu besorgt und die nächste Baustelle ist schon offen, die Kupplung ist einfach durch, hier auch die erste Frage

Wie erneuere ich die Kupplung am sinnigsten?
spezialwerkzeug bauen (wie im Werkstatthandbuch beschrieben) und beide Kupplungsscheiben selber tauschen?
alte kupplung irgendwo abgeben und überholen lassen bzw. eintauschen?
oder einfach neuen Kupplungsautomat mit Fahrkupplung kaufeb?

Die nächste neue Baustelle wäre die Schwungscheibe samt Startzahnkranz, Zahnkranz muss neu, da sind zu viele Zähne ausgebrochen, die Schwungscheibe selber hat jedoch einige Riefen, was meint ihr, abdrehen oder lieber auch hier eine neue einbauen? (ein foto kann ich nachreichen)

so, jetzt genug text und dafür ein paar bilder vom aktuellen Zustand!

Erstmal ein paar Bilder bevor wir losgelegt haben

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Hier sind schonmal die Frontladerkonsolen und ein paar Bleche ab

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Kotflügel und Reifen ab - überall Öl und Dreck von Jahrzehnten!

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Armaturenbrettträger ab - Blick frei ins Getriebe und ins Kupplungsgehäuse

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hier sieht man die Feder, die eigentlich hätte herausspringen müssen, ein Magnet hat beim herausbekommen geholfen

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hier die alte Feder (was davon noch zu erkennen ist) mitsamt Kugel

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so ungefähr sieht es aktuell aus, haben jedoch schon am Motor mit der Demontage einiger Teile begonnen und zwischendurch immer schön öl und fett entfernen für die bei besserem wetter anstehende grundierung!

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weitere Bilder (hoffentlich weniger verschwommen) folgen!
also falls interesse besteht!
 
Hallo,

die Schwungscheibe kannst du einfach abdrehen, aber auf den Abstand zwischen der Anlagefläche des Automates und

der Schleiffläche der Kupplungsscheibe achten, der muss stimmen!

Meistens sieht man auf der Schleiffläche am Rand noch ein bisschen vom Originaldurchmesser,

von da aus muss der Abstand gemessen werden.

Ich würde bei einer Restauration und gerade bei einem Frontladerschlepper Neuteile für die Kupplung verbauen.

Neue Scheibe, neuer Automat und neue Ausrücklager, ist zwar nicht ganz billig, man hat aber länger was davon.

Für das Zentrieren der Scheibe beim Einbau des Automates kannst du dir einen passenden Dorn drehen,

oder von außen schauen und vor allem mit den Fingern fühlen, wie der Abstand der Scheibe zum Automat ist, das mach ich immer

so und das funktioniert eigentlich ganz gut.

Gruß Sebastian
 
Hallo

Kupplung mußt du komplett  neu machen ist günstiger wie vorhandene überholen. Du kannst schon für ca. 600,-€ incl. MWST einen kompletten Satz bekommen mit Kupplungsautomat, Kupplungsscheibe, Pilotlager und beide Ausrücklager da lohnt sich alles andere nicht und das ist kein Schrott bauen wir viel ein sogar in 844 XLA die gut von der Leistung her stehen und wo es auch richtig  Rund geht und machen da gute Erfahrungen mit. Die Schwungscheibe muß du wie schon vorher gesagt abdrehen lassen aber hier muß zusätzlich eine Fase innen gedreht werden weil die Torsionsdämpfer von den  Kupplungsscheiben bei allen Lieferanten im Durchmesser größer geworden sind das wissen viele nicht und nach einer gewissen Zeit, meine Erfahrung ist ca. 1500-2000 Betriebstunden, schleift die Nietverbindung von Torsionsdämpfer und Kupplungsbelag weg, schick mir über pm deine Faxnummer werde dir dann die Zeichnung faxen womit du dann zum Dreher gehst. Die Schwungscheibe kann ca. 3-4 mal abgedreht werden und braucht nicht unbedingt erneuert werden. Den Zahnkranz muß du neu machen da gibt es keinen Ausweg oder du findest einen guten gebrauchten. Bei neu gibt es auch enorme Preisunterschiede da mußt du dich umhören. Das alte Zahnkranz mit einem Hammer und Welle abschlagen das neue muß du gleichmäßig erwärmen und dann auf dem Schwungrad legen so das sich das Zahnkranz von alleine bis zu Anlage anlegt und abkühlen lassen. Vorher muß du aber die Anlageflächen mit Schleifpapier blank schleifen damit ein ordenlicher Kraftschluss statt findet. Ein klassischer Fehler ist auch noch das das Zahnkranz verkehrt herum montiert wird die angeschliffenen Zähne müssen nacher zum Anlasser zeigen. Die Schrauben von der Kupplung würde ich neu machen sind Zollschrauben und normal andrehen werden leicht überdreht. So wie ich erkennen kann sitzt da wohl noch eine sehr alte Kupplung drin ist eine alte Bauform von LuK oder es ist noch die erste was aber mit Allrad und Frontlader unwarscheinlich ist oder wieviele Stunden hat der runter?

Was ist mit ZKD gemeint?

MfG

Alwin
 
Hallo,

wenn Du vorhast einen Zahnkranz in der Bucht zu bestellen rate ich dir ab davon. Ich habe einen gekauft für 309€, alles Kacke, der Zahflankenspiel hat nicht gepasst, dass waren Geräusche während des anlassens das man Angst bekam. Das Resultat war, alles wieder auseinander und dann habe ich mich nach einer gebrauchten Schwungscheibe umgesehen an der der Kranz noch in Ordnung war, denn der Original Zahnkranz von IHC kostet ca. 1000€, und von Granit etwa 650€. 

Gruß Volker
 
Hallo,

ein schönes Projekt hast du da am Laufen. Vor ca. 1 Jahr habe ich mich mit den gleichen Fragen beschäfftigt. Mein 824 hatte einen ähnlichen Zustand. Zur Kupplung gibts eigentlich nix mehr hinzuzugügen, das hat Alwin schon perfekt beschrieben.

Nicht vergessen dass du auch gleich den Kurbelwellensimmering und die Dichtungen zum Getriebe tauschst. Wieviel Stunden hat dein 654 runter?

Ich freu mich auf einen Interessanten Bericht ;-)

MFG Andi
 
Hallo,

da hast du dir auch schön Arbeit aufgehalst. Das wird bestimmt fast so wie bei meinem 624.

Wünsche dir viel Erfolg.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
Hallo zusammen,

also erstmal vielen Dank für die super antworten!!

bei der Schwungscheibe war ich mir nicht sicher, ob abdrehen funktioniert, eben aufgrund der riefen die drin sind, und in anderen Foren stand auch, dass abdrehen nur wenig bringt.

den Zahnkranz wollte ich entweder beim Händler bestellen oder im Internet, habe einen bei schlepper-teile.de gefunden, allerdings kostet der da 120 Euro und nicht um die 1000, was mich etwas verwirrt, zumal die Teilenummer stimmt (habe die aus dem Ersatzteilkatalog für den 654)

der Gute hat ca. 8500h runter, allerdings kann ich nichts zur Genauigkeit davon sagen

ZKD soll Sylinderkopfdichtung heißen

Wir kommen meist nur am Wochenende zum Schrauben, dann gibt es also auch neue Fotos :D

Gruß
Dominik
 
Die Schwungscheibe wieder plandrehen ist sher wichtig. Sonst kannst du dir den neuen Automaten sparen, weil der Belag der neuen Kupplungsscheibe in kürzester Zeit genau so einläuft wie dein alter Belag.

Soweit ich weiß haben die originalen Kupplungsscheiben einen Sinterbelag, welcher zwar sehr hohes Drehmoment überträgt aber zum Nachteil auch die Anlauffläche der Schwungscheibe angreift.

Alternativ gibt es da organische und MCC- Beläge.

Beim abdrehen der Schwungscheibe muss unbedingt auch der Stirneinstich in dem der Kupplungskorb zentriert und verschraubt wird um das gleiche Maß nachgesetzt werden. Damit die Vorspannung der Kupplungstellerfeder erhalten bleibt.

Außerdem gibt es auch ein Mindestmaß das du beim abdrehen einhalten musst. Soweit ich noch weiß wird es von der Anlauffläche Schwungrad zu Anschraubfläche Kurbelwelle gemessen. Genaueres müsste im Werkstatthandbuch stehen.

MFG

Andi
 
Hallo, überall wird immer geschrieben vom Schwung absetzen nach dem Abdrehen, gibt es dazu auch Daten oder macht das jeder wie er denkt, bei meinem 1455 fanden wir auch nirgends Daten. haben uns dann langsam rangetastet. Ist viel Arbeit und dauert...

mfg
 
Habe eben doch noch ein paar bilder gemacht

zunächst mal die Schwungscheibe (Samstag kommt sie ab)
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wegen den zu sehenden Riefen war ich nicht sicher, ob die Scheibe noch zu retten ist

und noch Bilder der Fahrkupplung, des Kupplungsautomaten und des Zahnkranzes
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img_7493u1s4m.jpg


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ich bin ja kein Fachmann, aber ich denke lange hätte die nicht mehr mitgemacht :D

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Hallo

Das mit dem grauen Öl ist zu 99% nicht die Zylinderkopfdichtung. Die Schwungscheibe hat ja richtig Hitze gehabt wegen den kleinen Rissen vom schleifen lassen der Kupplung aber mit allrad und Frontlader kommt das vor. Wenn die Reibfläche abgedreht ist mußt die Fläche wo die 12 Gewindebohrungen sind nachgesetzt werden das heißt soweit abdrehen bis diese Fläche 2 mm tiefer ist wie die Fläche wo die Kupplungsscheibe anliegt auf keinen Fall weniger eher einen 1/2 mm mehr.

MfG

Alwin
 
Lang war es still, aber bald geht es weiter!
Gestern haben wir die Schwungscheibe vom Abdrehen wieder bekommen, ist meiner Meinung nach sehr gut geworden!
Kupplung kommt vorraussichtlich Dienstag, Lager und Dichtungen liegen schon bereit, das heißt bald wird er sehr wahrscheinlich wieder auf eigenen Reifen stehen, danach geht es an den Motor!
 
Das Wochenende war recht erfolgreich, der Gute ist wieder am Stück, diese Woche kommt ein bekannter und hilft beim Abbau des Kopfes, wir hoffen im Moment noch, dass es wirklich nur die Kopfdichtung ist und nicht mehr (so wie Alwin vermutet)

hier erstmal noch ein paar Bilder:

Die Schwungscheibe, grad abgeholt, den äußeren Rand hat er nicht mit abgedreht, jedoch ist dies meiner Ansicht nach auch weniger wichtig, solang der "Lochkreis" das passende Maß zur Reibfläche hat.







Die Ausrückeinheit wurde äußerlich grob gereinigt, zerlegt (hierfür habe ich mir eine Abziehhilfe für die Hohlwelle bauen lassen) und mit neuen Lagern bestückt, der direkte Vergleich der Lager hat deutlich gezeigt, dass es dringend notwendig war diese zu wechseln!!!



Die ganze Ausrückeinheit wurde dann wieder eingebaut und geschmiert, auch wenn es nicht zu erkennen ist, auch der Ausrückmechanismus (Wellen und Hebel) hab ich gereinigt :D
ein bisschen Farbe für das Kupplungsgehäuse gab es auch noch!

Was nicht zu erkennen ist, habe natürlich auch die Wellendichtringe von Kurbelwelle und zum Getriebe hin erneuert, wobei ich den der Kurbelwelle um 1,5mm versetzt habe (wie im Handbuch beschrieben)



der Blick auf die neue Kupplung

das war es schon wieder.

habe heute allerdings angefangen das Armaturenbrett auseinanderzunehmen, werde alle Teile die Tage reinigen und den Kabelbaum erneuern.

Dominik
 
Hallo

Das sieht ja alles schön aus, habe da aber noch einen Tip um doppelte Arbeit zu sparen. Die Kupplungscheibe muß gedreht werden, die Nase muß zur Schwungscheibe zeigen.

MfG

Alwin
 
Guten morgen,

danke für den schnellen Tipp!

und ich war mir so sicher, dass die Nase in die "Bohrung" der Schwungscheibe kommt, ich glaube fast es war sogar so...

Aber da vertraue ich mal auf euch, sind ja nur ein paar schrauben, die man lösen muss solang nichts anderes angebaut ist, aber wäre ja auch langweilig wenn alles auf Anhieb richtig ist

Gruß
Dominik
 
Hallo,

normalerweise ist die Kupplungsscheibe auch markiert mit der Aufschrift "Fly Wheel Side" ( Schwungradseite ). Die Seite sollte dann zum Schwungrad hin zeigend eingebaut werden.

MfG Eike
 
Hallo

Ja es gibt aber auch Scheiben die haben nur einen Aufkleber und wenn der ab ist dann geht das Rätzelraten los.

MfG

Alwin
 
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