Restaurierung meines IHC 633 (2011 u. 2015) und Umbau auf Allrad (2019)

Du hast richtig gehört. Die Gummikeile gehören zwischen Ölwanne und Motorblock. Dort ist am Mittelsteg eine Phase , dothinein muß der Gummikeil. Tolle Arbeit, weiterso. Grüße vom Paylodoc.
 
Hallo ihr alle,

vielen Dank für eure guten Ratschläge. Ich weiß leider nicht mehr, ob ich bei meiner Motorüberholung an diesen Gummikeilen etwas gemacht habe. Ist schon doch schon eine Weile her. ich glaube allerdings eher nicht. Vermutlich Dichtmasse dran und gut wars.

@IHC_824_AS:

Die Kurbelwelle hat Axialspiel, das habe ich zufällig beim Montieren der Schwungscheibe festgestellt. Habe dann mit der Messuhr ein Axialspiel von 0,5mm ermittelt. Maximal zulässig sind 0,3mm. Ich habe bei der Motorrevision nur das Radialpiel der KW überprüft und das war noch einwandfrei. Das Axialspiel hatte ich damals überhaupt nicht auf dem Schirm. Da der Motor wahrscheinlich schon lange mit diesem Mehr an Spiel läuft, kommt es auf ein paar weitere Monate auch nicht mehr an. Aber da ich allein deswegen nochmal dran muss, werde ich dann auch den Undichtigkeiten nachgehen. Wahrscheinlich irgendwann im späten Sommer, da wird der Schlepper am wenigsten gebraucht.

Grüße, Markus
 
Jochen, vielen Dank für den Link, sehr interessanter Beitrag. Diese Gummikeile habe ich damals bei der Motorreparatur definitiv nicht ausgetauscht. Allerdings waren sie jetzt vom Allradumbau auch nicht betroffen.

Markus
 
Nun aber zurück zum Allradumbau. Die Vorderachse musste getauscht werden.

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Eigentlich ganz einfach, Fixierschraube auf und Achsbolzen raus. Doch die Schraube wollte mich ärgern. Ich hatte noch nicht mal richtig den Schhlüssel angesetzt, da hatte ich den Schraubenkopf mit ein paar Gängen schon in der Hand, leider ohne die restliche Schraube.

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Zum ersten mal war ich nicht froh, dass die Schlepperbauer in Neuss gutes Material verwendet haben. Die Schraube war extrem zähhart. Ich musste sie mühsam im Halbmillimeterabstand ausbohren und jeden Bohrer zwischendurch mehrfach nachschleifen. Etwa zwei Stunden später...

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Mit immer längeren Rohren wurde der Mittelachsbolzen herausgezogen.

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Achse ist weg.

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Die neue Achse lag schon bereit. Um sie gescheit einbauen zu können, wurde eine starre Strebe statt des Lenkzylinders eingebaut.

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Der Einbau war problemlos. lediglich eine passende Distanzscheibe musste ich anfertigen. Die verbauten konnten nicht verwendet werden. Es sind noch die 12,5-18 Reifen montiert, die aber nicht zum Einsatz kamen.

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Dann wurde der Hydraulikblock vom alten Getriebe abgebaut.....

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.......und auf das neue Getriebe mit neuer Dichtung aufgesetzt.

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Nächster Bauabschnitt: Die hydraulische Lenkung. Dazu musste die Einfachpumpe ab und eine Tandempumpe eingebaut werden, da die Lenkung einen eigenen Hydraulikkreislauf hat (bis auf den Ölzufluss).

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Alte Pumpe

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Die neue Pumpe

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Bevor die neue Pumpe angebaut wurde, habe ich noch die Dichtung des seitlichen Deckels bei den Stösseln getauscht. Sie war ziemlich undicht und nun kam ich prima ran.

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Auch hier noch alles in einwandfreiem Zustand.

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Dann war die neue vollhydraulische Lenkung dran.

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Auch hier war der Umbau problemlos. Alte Lenkkonsole abbauen und die neue mit dem Lenkorbitrol (ZF-Modell) einbauen. Lediglich die Welle des Gasgestänges musste etwas modifiziert werden.

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Da die Lenkung aus einem Vierzylindermodell stammte, waren die Leitungen natürlich zu lang und auch der Verlauf passte nicht. Sie mussten gekürzt und umgebogen, teilweise auch neu angefertigt werden.

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Der Hydraulikfilter hatte auch einen Austausch nötig.

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Nebenher noch Öl in die Achse gefüllt. Dieses lief nur sehr langsam rein, so dass ich mir diese Hilfsvorrichtung gebastelt habe. Es mussten immerhin gute 5 Liter rein.

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So, der Umbau neigt sich so langsam dem Ende zu. Die neue Bereifung hinten und die komplett neuen Vorderräder mussten beschafft werden. Hinten habe ich die 28 Zöller behalten und Radialreifen der Größe 480/70 R28 aufziehen lassen. Für vorne gab es mit meinem Allradabtrieb mit i=38/45 eigentlich nur eine mögliche Wahl: 360/70R20. Die damit einhergehende Voreilung von 4% ist zwar relativ hoch, aber immer noch im Bereich des Zulässigen. Deswegen wurde die mitgelieferten 12.5-18 samt Felgen verkauft. Gebrauchte 20-Zoll-Felgen habe ich von einem Bundeswehrverwerter erwerben können.

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Sie waren in ordentlichem Zustand und hatten kaum Rost.

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Es reichte, die vorhandene Farbe gut anzuschleifen und sie dann zu grundieren und lackieren.

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Dann waren vorne neue Kotflügel nötig, weil die alten zu schmal waren (das Spenderfahrzeug hatte 9.5-24 drauf). Die Halter mussten auch abgeändert werden, damit der volle Lenkeinschlag möglich ist. Hier steht der Schlepper zum ersten Mal auf den neuen Reifen.

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Wie man beim nächsten Bild sieht, musste noch für eine Hinterradabdeckung gesorgt werden.

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Hierfür habe ich mir für wenig Geld einen handelsüblichen Kunststoffkotflügel besorgt, welcher ziemlich genau den Radius und die Länge meiner Kotflügel hatte und mir dann in der entsprechenden Breite die benötigten Teile abgesägt.

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An den Kotflügeln habe ich Halter aus Alu angeschraubt, auf welche dann die Kotflügel montiert wurden.

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Passen perfekt. Die Idee hatte ich hier aus dem Forum. Hatte einer von uns schon so realisiert.

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Zeit für die ersten Probefahrten, jeder darf mal fahren, auch der Finanzminister.....

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....welcher aus dem Staunen über die leichtgängige Lenkung nicht herauskam.

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Leider war noch kein Allradbetrieb möglich.Wir hatten überrascht bei der Montage festgestellt, dass die mitgelieferte Welle von einem Vierzylinder stammte und somit zu lang war. Wilfried hatte mir dann eine passende geschickt, was allerdings etwas gedauert hat.

Eine neue Lima war auch nötig, die alte hatte einen Lagerschaden. Bei einem Neupreis von 80,- Euro für eine neue habe ich auf eine Reparatur verzichtet. Irgendwann ist auch mal genug..........

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So, das war‘s eigentlich. Was noch aussteht ist eine neue Konsole für meinen Stoll-Frontlader. Die alte konnte wegen des Allradantriebs nicht mehr verwendet werden. Das wird noch ein paar Wochen warten müssen, im Augenblick restaurieren wir einen Anhänger. Ich stelle nachfolgend noch ein paar Bilder des umgebauten Schleppers ein. Sobald vorhanden, auch speziell von Allradeinsätzen.

Hier nochmal der Schlepper vor allen Maßnahmen:

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Und hier aktuelle Bilder:

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Ich danke euch für‘s Interesse und das Mitlesen. Solltet ihr Fragen haben, dürft ihr mir diese gerne stellen, hier oder auch per PN. Sofern ich kann, werde ich sie gerne beantworten.

Herzliche Grüße

Markus
 
Servus,

das ist auch meine Frage.

So wirkt der Allradantrieb ja nicht einmal halb so gut.

Gruß, Gerhard
 
Moin.

Schöner Schlepper und sehr gute Arbeit, Respekt.

Mit den Reifen hab ich früher öfter gesehen. Das wurde speziell für Frontladerarbeiten gemacht, damit man besser rückwärts aus der Miete kam.

Gruß Jürgen
 
Danke für die Komplimente!

Zur Höchstgeschwindigkeit 30 km/h: Da ich ein 30er-Getriebe von einem 733er habe, ist das kein Problem. Der hat ja von Haus aus die großen Bremsen mit Ø178mm verbaut. Grundsätzlich war meinem TÜV-ler nur wichtig, dass lauter Originalteile dieser Schlepperbaureihe verwendet werden und diese dann zu den neuen Eigenschaften (z.B. erhöhte Endgeschwindigkeit) passen.

Wegen den "falsch" montierten Reifen. Gerhard hätte natürlich recht, wenn ich vorwiegend Ackerbau betreiben würde und immer die volle Zugleistung beim Vorwärtsfahren bräuchte. Aber ich habe nicht mal einen Acker, nur Weiden und Obstwiesen, wo der Schlepper vorwiegend zum Mulchen gebraucht wird. Da ist das mit den so montierten Reifen kein Problem.

Anders sieht es bei dem von Jürgen erwähnten Frontladerbetrieb aus. Hier verlagert sich mein Gewicht beim Laden mehr auf die Vorderachse und um mit beladener Schaufel rückwärts zu fahren (bei mir geht es beim Mistladen sogar leicht hangaufwärts) ist diese Reifenmontage viel besser. Aber nicht zuletzt bei unserem Haupteinsatzgebiet, dem Holzmachen, ist es wichtig. Wir wohnen in einem Tal, alle Wälder sind am Hang und wenn es Rückegassen gibt, sind die so schmal und steil, dass man am Ende der Gasse nicht wenden kann. Man kann nur rückwärts hochfahren und dann nach dem Ziehen vorwärts runter. Hier habe ich dann mit dieser Reifenmontage deutlich bessere Karten. Ebenfalls bei der Holzabfuhr; beim Hochfahren mit dem leeren Hänger ging das ja auch schon ohne Allrad. Aber dann beim Runterfahren der Steigen mit 8Rm Holz auf dem Hänger und eingeschaltetem Allradantrieb wirkt auch hier beim Bremsen das anders montierte Profil viel besser. Ich habe die Reifenkombi bei meinem Unimog schon seit 15 Jahren erfolgreich so im Betrieb.

So, das war jetzt ziemlich ausführlich, aber da ich immer wieder auf das Thema angesprochen werden, bitte ich mir das nachzusehen.

Grüße, Markus
 
Sehr schön geworden dein Schlepper.

Für meinen Geschmack, würde ich lieber den originalen Schalldämpfer nehmen, anstatt diesen Edelstahlpott.

Gruß Alex

IF IT AIN´T RED, LEAVE IT IN THE SHED
 
Der originale war mir zu laut, vor allem das Pfeifen bei Last. Da habe ich mich halt günstig bei den Pkw-Tunern bedient, es gibt mit Sicherheit Schöneres. Aber meine Ohren sind mir den Makel wert. Habe inzwischen erfahren, dass es später einen leiseren Dämpfer gab, der etwas anders aussieht, aber ich konnte bisher keinen finden.

Grüße, Markus
 
Hallo,

sehr schön geworden dein Schlepper und super Bericht dazu gefällt mir sehr.

MFG Basti
 
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