Riss im Block am Stehbolzen d324

Philipp123

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Hallo,

ich wollte eigendlich nur die Ölwanne wegmachen und hab dann festgestellt das schon wieder Wasser im Öl ist. Also Kopf runter und gucken was los ist. Der Schlepper war vor kurzem wegen einer defekten Kopfdichtung in der Werkstatt. Die haben den Kopf geplant und die Dichtung erneuert. Jetzt habe ich das ganze selber in angriff genommen und einen Riss entdeckt der mir nicht gefällt. Ausserdem stehen die Buchsen nicht über und sind zum Teil minimal tiefer wie der Block. Kann ich mir das weitere Demontieren der Buchsen sparen? Habe mal gelesen das ein Riss zum Bolzen hin irreparabel ist.

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Hallo

Das Problem bei Stegrissen ist das sich beim anziehen der Kopfmuttern der Block minimal verformt und dadurch trotz neuer Dichtung usw. keine Abdichtung mehr statt findet. Wenn der Motor keinen Buchsenüberstand mehr hat hält eine neue Dichtung sowieso nicht lange. Du wirst wohl den Block tauschen müssen. Technisch wäre so ein Block wieder zu reparieren aber das lohnt sich nicht.

MfG

Alwin
 
Stegrisse zwischen den Kolben sind bei der DD Motoren wohl normal. Anscheinend entstanden die sogar ab Werk beim Giessen der Blöcke.

Habe die Buchse rausbekommen. Es fällt mir schwehr den Block wegen so einem minni Riss zu entsorgen. Ich dachte ich bastel mir etwas um mal Zug auf den Bolzen zu bekommen und prüfe dann mit einem Haarlineal.

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Also ich war jetzt nochmal dran. Im Bereich des Risses ist wie cvxdriver schreibt eine Erhöhung. Ich habe die mit einem Ölstein entfernt und auf den Bolzen ca. 100 Nm Zug gegeben.

Ergebnis ist, das dann die Fläche wieder leicht erhaben ist. Allerdings sehr gering.

Mal sehen ob sich auf die schnelle ein anderer Block auftreiben lässt.
 
Hallo Philipp wie "Paylodoc" schon schreibt sind die Risse im Block nicht das Problem, diese Minihochwölbung wird von der Kopfdichtung ausgeglichen. Problem ist der zu geringe oder nicht mehr vorhandene Büchsenüberstand. Leider ist die Lösung mit Block nachfräsen und Einbau von Büchsen mit Übermaßbund nicht mehr möglich, da nicht mehr im Handel. Hier im Forum wurde schon von Reparaturen durch Einlegen von Stahlausgleichscheiben berichtet, aber kann Dir dazu leider keine Erfahrungen berichten. Wenn jemand dazu etwas ausführen kann, der kann es mal posten. Gruß vom "Linksdreher".
 
Hallo,

grundsätzlich müssen die Büchsen ihren vorgeschriebenen Überstand haben damit die Kopfdichtung auch dicht macht. Trotzdem kann über den Riss vom Stehbolzengewinde Wasser austreten und gelangt über die Stehbolzenbohrung im Zylinderkopf in den Ölkreislauf. Habe das selbst schon gehabt.

Konnte mit Dichtmasse im Stehbolzengewinde sowie um den Stehbolzen an der Planfläche unten (so dass das Loch der Zylinderkopfdichtung zum Stehbolzen abgedichtet ist) den Riss dicht bekommen. 

Einen Versuch wäre es Wert.

Gruß Thomas
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Linksdreher:

Hallo Philipp wie "Paylodoc" schon schreibt sind die Risse im Block nicht das Problem, diese Minihochwölbung wird von der Kopfdichtung ausgeglichen. Problem ist der zu geringe oder nicht mehr vorhandene Büchsenüberstand. Leider ist die Lösung mit Block nachfräsen und Einbau von Büchsen mit Übermaßbund nicht mehr möglich, da nicht mehr im Handel. Hier im Forum wurde schon von Reparaturen durch Einlegen von Stahlausgleichscheiben berichtet, aber kann Dir dazu leider keine Erfahrungen berichten. Wenn jemand dazu etwas ausführen kann, der kann es mal posten. Gruß vom "Linksdreher".

Hi, heißt dass, dass man die hier gezeigten Risse auch "vernachlässigen" kann sofern die Buchsen noch genug Überstand haben?  

Oder sind nur die Risse in den Stegen vernachlässigbar?

Gruß

Rik
 
Die hier gezeigten nicht. Die zwischen den Büchsen ja

Gruß Thomas
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Würth Silikon Spezial 250 Motorendichtmasse

Oder andere mit gleichen Eigenschaften. Was anderes wird nicht funktionieren. 

Gruß Thomas
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Hallo,

falls jemand vor einem ähnlichen Problem steht, wollte ich kurz erzählen wie die Sache mit den Rissen ausgegangen ist.

Nachdem ich den Kopf mit neuer Dichtung und neuen Zylindern montiert hatte habe ich ohne Ölwanne Wasser eingefüllt und es ist leider an den Ventilstößeln wieder raus getropft. Dicht zu bekommen war das ganze nur mit dieser Würth Dichtmasse unter der Kopfdichtung, an dem Steg zwischen Kühlwasser und Stößelkanälen.

Nach den ersten 10h einfahren waren immer noch ein paar Wasserperlen am Ölstab zu finden und er hat ganz leicht aus dem Öleinfüllstutzen gedampft. Nachdem er etwas gelaufen ist war dieses Wasser allerdings verdampft.

Ich habe dann im Warmen Zustand den Kopf mit 130Nm nach geknackt, Ventilspiel eingestellt und nochmal Öl gewechselt.

Seit dem läuft der Motor problemlos, keinerlei Anzeichen mehr von Wasser im Öl usw.
 
@ Linksdreher,Hallo Dieter. Das nachfräsen der Laufbuchsensitze wurde beim Cummins KT 1150-C der im 560 Lader verbaut war gemacht wenn Buchsen abgesackt waren. Diese wurden dann durch sogenannte Feuerringe (dünne Stahlscheiben) in verschiedenen Stärcken unter dem Buchsenrand verbaut.Die Fräse wenn ich mich nicht irre wurde durch eine Bohrmaschine angetrieben. Diese Arbeiten wurden auf der Baustelle gemacht. Der Liebherr Bagger 699 hatte diesen Motor auch verbaut. Dieser Motor hatte 18,8 Ltr Hubraum und 421PS/2100UPM.Grüße vom Paylodoc.

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Hallo Paylodoc,

sind dir ähnliche Probleme am Motor dt358 auch bekannt? Wir haben auch Probleme mit dem Büchsenüberstadn und wissen nach wie vor nicht, ob der Motor hält, da Kühlwasser aus dem Überlauf gedrückt wird. Mir hatte jemand aus dem Forum schonmal Unterlagen dazu geschickt, aber ich möchte gerne mal hören, wie gängig das Problem ist.  Bislang ist unser Block seit etwa 300h mit neuen Buchsen und der Kopfdichtung in Betrieb und er verliert nach wie vor etwas Wasser. Es wird auch scheinbar nicht mehr.

Wodurch sacken Buchsen eigentlich ab? Entsteht das durch Vibrationen zwischen Buchse und Block?

Gruß
 
Hallo Christian, schön was von Dir zu hören,freut mich. Nun zum Thema.  Motoren, wie Du als Maschinenbau Student weist unterliegen Thermischen Schwankungen,defekte Thermostate,leckagen, unsachgemäße Fahr oder Arbeitsweis und unsachgemäße Reparaturen.z.B Kopf nicht planen,Zyl-Kopfschrauben (Dehnschrauben) wiederverwenden,Gewinde des Blockes und der Kopfschrauben nicht nachschneiden, um nur ein Parr Dinge aufzuzählen. Dann ist es noch wichtig einen funktionierenden Drehmomentschlüssel zu verwende. Nich umsonst hat Deutz lange Jahre mit Gradschlüssel gearbeitet um die Köpfe genauestens auf Spannung zu bringen. Zu diesem Thema könnten wir ein Abendfüllendes Programm erstellen. Fast vergessen, wird der Kühlwasserspiegel weniger? Du weist ja 6 Liter wasser dehnen sich bis Betr-Temperatur um 1 Ltr aus.  Ich hoffe Dich einigermassen zu Deiner Zufriedenheit informiert zu haben.Liebe Grüße Hans-Heinrich.
 
@Paylodoc, Hallo Hans-Heinrich, wenn sich bei den Vorkammermotoren der D-Linie die Büchse gesetzt hatte und kein Büchsenüberstand mehr vorhanden war, dann war Wechsel der Kopfdichtung vergebliche Liebesmüh. Kein Büchsenübersatand=kein Erfolg. Händler konnten im EZL Heidelberg einen Fräser (anhängendes Bild) ausleihen, den Sitz nachfräsen und Büchsen mit Übermassskragen einbauen. Nachdem diese Lösung nicht mehr gegeben ist, halte ich den Einbau der von Dir erwähnten Feuerringe für die beste Alternative. Jeder Gebrauch von Chemie, Flüssigdichtung oder Zweikomponentenkleber bringt hier m.E. nichts. Die Risse bei den Stehbolzen haben wir mit gutem Erfolg so behandelt: Stehbolzen ausbauen, das Sackloch mit Brustleier und 90° Senker vorsichtig ansenken, Sacklochbohrung säubern, Stehbolzenschaft blank schmirgeln, Stehbolzen einbauen, passenden O-Ring drüber, der in die Aussenkung passte, Kopfdichtung drauf, Kopf montieren. Hat in 99% der Fälle gefunzt und den Kunden einige D-Mark erspart. Lege mich bitte aber keiner auf die O-Ring Größe fest. Ist über ein Vierteljahrhundert her, dass ich das zum letztenmal gemacht habe. Gruß vom "Linksdreher". Dieter. 
 
Also mein Motorenbauer sagt. Block oben schleifen lassen und dann den Buchsensitz nachfräsen damit der Büchsenüberstand wieder stimmt und die Buchse wieder sauber aufliegt. Sollte dann der Kolben zuweit hoch kommen, wird dieser leicht überplant an der Drehmaschine. Das vertragen diese Motoren. Die Rede ist aber von ein paar 1/10mm nicht gleich den Buchsensitz 1mm tiefer fräsen lassen.

Außerdem soll unter dem Buchsenrand ein Dichtmittel, da sonst hier immer Wasser hochkommt. Die Buchse blank dichtet hier überhaupt nicht richtig ab.
 
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