So mal ganz nebenbei....
Thorsten, wieso warst Du Dir bei Deinen ohne Zweifel erfolgreichen Ratschlag eigentlich so sicher, dass es sich hier um eine Pumpe MIT manuel zu betätigender Startmenge handelte?
An meinem 844 Bj. 80 gibt‘s wohl definitiv keine Startmenge zu betätigen, das macht die VE(??)-Pumpe wohl selbst.
Konkret: Wie bitte kann man VE- und VA-Pumpen zweifelsfrei unterscheiden?
Weiß das jemand?
Und ist es wirklich so, dass VE-Pumpen die Starmenge immer automatisch einstellen?
Wenn ja, wie machen sie das denn?
Hier noch einen Schwank aus meiner Jugend zum Thema "Ausreichend hohe Anlasser-Drehzahl ist wichtig, damit Motor bei tiefen Temperaturen anspringt!!"
Ich habe mein Studium durch ein kleines Transportunternehmen finanziert, mein zweiter Transporter war ein Mercedes D 406, ein 4,5-Tonner Kastenwaegn, wie ihn die Deutsche Post als Paketwagen in den 1970er Jahren nutzte.
Das Teil hatte einen Vorkammer-Diesel aus den MB-PKWs, vom 220er, mit 60 PS.
Hatte dieser Motor im Winter älteres Mehrbereichsmotoröl z. B. der Viskosität 10W-30 drin und die VI-Verbesserer des Öls waren schon etwas hinüber, war das Zeugs ab 10 Grad Minus abwärts so zäh, dass der Anlasser den Motor zwar locker durchdrehte, die Drehzahl aber wegen der "Bremswirkung von dem Honig" in den Gleitlager nicht zum Starten reichte.
Klingt seltsam, aber ich habe im Schnee liegend das Motoröl abgelassen, 20W20-Einbereichs-Winteröl eingefüllt, die Batterie geladen, und die Mühle - mit höherer "Anlasser-Start-Drehzahl"- sprang an als wäre nie was gewesen.....
Inwieweit zähes Motoröl die Anlasserdrehzahl bei IHC-Motoren beinträchtigen kann, weiß ich nicht zu sagen.
Die heutigen Mehrbereichsmotoröle sind etwas grundlegend Anderes als die aus den 1970ger Jahren!!
Aber mein obige Erfahrung spricht evtl. für einen 9-Volt-Anker, und für alle anderen Maßnahmen, die dem Anlasser zu blitzsauberer Strom-Versorgung und damit zu ausreichend Drehzahl verhelfen!