apemaster
Bekanntes Mitglied
Tach zusammen,
ich bin seit gut 2 wochen dabei, meinen mc cormick d320 von bj. 59 technisch wieder auf vordermann zu bringen. bedingt durch sein alter hat er mit mehreren inkontinenzen zu kämpfen, und dieser ungewollte ausfluss seinerseits ging mir tierisch auf den sack.
und nachdem ich im januar beim winterkonvent in warendorf war und meine schrauberlust erfolgreich angefixt wurde, bin ich kurz darauf angefangen, der ölerei ein ende zu bringen.
hier das opfer aka "jopp" aka d320 mit 8 gang getriebe und doppeltwirkender hydraulik...


geschraubt und malocht wird in meiner kleinen werkstatt - aber hauptsache die bude is trocken und warm!! mein roter helfer (welche farbe auch sonst) ist der hochhubwagen, liebevoll von mir nur "hub-bert" genannt. damit wird vieles sehr viel einfacher und vorallem leichter.
hub-bert, ich mog di!


folgende symptome bzw. krankheitsbilder wurden vorab festgestellt:
- starke inkontinenz der hinteren kurbelwellendichtung
- der lümmel rotzt derbe aus der kurbelwellenentlüftung
- der schalthebel der agriomatik sifft
- der ganghebel kann zuweit gedreht werden
- bremsen sind nicht mehr die besten - sagen wir doch mal eher mal [BAD]e


also, nichts wie ran an die arbeit. vorab räder runter, kotflügel ab. so kommt man doch sehr viel eleganter an die bremsen bzw. die deckel. rechte seite gereinigt und gefettet - kein thema und schnell erledigt. man sollte nur darauf achten, das man die beläge und die metallteile mit sehr groben schleifpapier anraut. ich habe 60er papier genommen. so gibt es mehr grip beim bremsen.
linke seite: na kacke, der simmering, der von innen im deckel sitzt, ist defekt und ölt die beläge voll.

und öl auf bremse weiss jeder: nix gut!!! also muss dieser wohl getauscht werden. dazu muss der einsatz, der den bremsdeckel hält, ausgebaut werden. hört sich einfacher an als es ist. dazu muss der kraftheber runter, damit man ans differential kommt. der linke achstrichter muss auch ab, damit das zahnrad raus kann. die zapfwelle sitzt dafür im weg und muss auch raus. ohne diese demontagen bekommt man den einsatz nicht raus.



und da isser auch schon draussen.




der simmering sitzt von innen in diesem deckel und kann deshalb nur so aufwendig demontiert und ausgetauscht werden. aber achtung: hier im forum gibt es eine anleitung, wo jemand (ich finde den link nicht dazu) mit einem fräser den vorderen anschlag des deckels aufgefräst hat. dann bekommt man den simmering auch von aussen ausgetauscht. wenn ihr selber mal vor dem problem mit dem defekten ring steht, seht zu, das ihr so einen fräser bekommt! das ist sehr hilfreich und arbeitserleichternd.
so sieht das ganze dann demontiert aus:

ausgetauscht wurde dann der simmering des deckels sowie der simmering der zapfwelle. danach erfolgte der zusammenbau in umgekehrter reihenfolge.
da dann doch noch einige dichtungen auf sich warten lassen (die dichtungen, die von unten den kraftheber abdichten, tausche ich direkt mit aus), ging es mit dem schaltdeckel weiter.
die beiden seitlichen führungsstifte, die feder, die dichtung, den haltering sowie den o-ring für den agriomatikhebel habe ich bereits bekommen.
also, runter mit dem kram. alle schrauben gelöst, leicht mit dem schraubendreher + hammer überzeugungsarbeit geleistet und dann ging es auch.
leider habe ich davon keine bilder gemacht - auch nicht von der eigentlichen überholung. sollte aber auch so gehen.
da der o-ring des hebels undicht war, musste diese welle komplett raus. dazu habe ich die 1ste schaltwelle demontiert. hier greift die welle der agriomatik in eine schiebemuffe ein und so findet die verschiebung der welle statt. da die aber bei der montage nur im weg ist und der ausbau anders auch wohl nicht möglich ist, raus damit. dazu die begrenzungsstifte IN RICHTUNG des schaltdeckels schlagen - keine angst, die kommen wieder. dann die spannstifte der muffe und der schaltgabel raus und dann können beide wellenstücke auch schon aus dem deckel geschoben werden. danach kommt man ganz ordentlich an die feder und dat andere zeugs ran.
auf dem bild ist schon die 1ste schaltwelle ausgebaut. das schiebestück "2" ist der jenige, der in die muffe der schaltwelle greift.

feder zurückdrücken, haltescheibe für den federring zurückschlagen und dann sollte der ganghebel auch schon rausgezogen werden können. die stifte, die seitlich in den ganghebel greifen, sind meistens stark verschlissen. also raus damit. um verschleiss in der führung der schaltglocke zu kompensieren, habe ich zusätzlich zu den neuen stiften noch kupferringe unter diese beim einbau gelegt. klappt wunderbar.
der einbau ist ein bisschen fummelig, geht aber aber mit geduld.
ich habe mir geholfen, in dem in die feder mit kabelbinder zusammengebunden habe. so ist die montage des neuen federringes wesentlich einfacher. auch wichtig: das röhrchen, das innerhalb der feder sitzt, muss mit der schräge zum ende des ganghebels schauen!
danach kann alles wieder zusammengesetzt werden. ganz wichtig: ruhe und zeit und fluppen - zumindest habe ich das dabei ge(b)raucht!
zuerst die zahnräder zu den schaltgabeln positionieren, dann den deckel vorsichtig aufsetzen. immerwieder kontrollieren mittels taschenlampe und schraubendreher und irgendwann sitzt das ganze wieder. war auf jeden fall bei mir so.
so, für heute war es das erstmal. in den nächsten tagen geht es weiter!!!
ich bin seit gut 2 wochen dabei, meinen mc cormick d320 von bj. 59 technisch wieder auf vordermann zu bringen. bedingt durch sein alter hat er mit mehreren inkontinenzen zu kämpfen, und dieser ungewollte ausfluss seinerseits ging mir tierisch auf den sack.
und nachdem ich im januar beim winterkonvent in warendorf war und meine schrauberlust erfolgreich angefixt wurde, bin ich kurz darauf angefangen, der ölerei ein ende zu bringen.
hier das opfer aka "jopp" aka d320 mit 8 gang getriebe und doppeltwirkender hydraulik...


geschraubt und malocht wird in meiner kleinen werkstatt - aber hauptsache die bude is trocken und warm!! mein roter helfer (welche farbe auch sonst) ist der hochhubwagen, liebevoll von mir nur "hub-bert" genannt. damit wird vieles sehr viel einfacher und vorallem leichter.
hub-bert, ich mog di!


folgende symptome bzw. krankheitsbilder wurden vorab festgestellt:
- starke inkontinenz der hinteren kurbelwellendichtung
- der lümmel rotzt derbe aus der kurbelwellenentlüftung
- der schalthebel der agriomatik sifft
- der ganghebel kann zuweit gedreht werden
- bremsen sind nicht mehr die besten - sagen wir doch mal eher mal [BAD]e


also, nichts wie ran an die arbeit. vorab räder runter, kotflügel ab. so kommt man doch sehr viel eleganter an die bremsen bzw. die deckel. rechte seite gereinigt und gefettet - kein thema und schnell erledigt. man sollte nur darauf achten, das man die beläge und die metallteile mit sehr groben schleifpapier anraut. ich habe 60er papier genommen. so gibt es mehr grip beim bremsen.
linke seite: na kacke, der simmering, der von innen im deckel sitzt, ist defekt und ölt die beläge voll.

und öl auf bremse weiss jeder: nix gut!!! also muss dieser wohl getauscht werden. dazu muss der einsatz, der den bremsdeckel hält, ausgebaut werden. hört sich einfacher an als es ist. dazu muss der kraftheber runter, damit man ans differential kommt. der linke achstrichter muss auch ab, damit das zahnrad raus kann. die zapfwelle sitzt dafür im weg und muss auch raus. ohne diese demontagen bekommt man den einsatz nicht raus.



und da isser auch schon draussen.




der simmering sitzt von innen in diesem deckel und kann deshalb nur so aufwendig demontiert und ausgetauscht werden. aber achtung: hier im forum gibt es eine anleitung, wo jemand (ich finde den link nicht dazu) mit einem fräser den vorderen anschlag des deckels aufgefräst hat. dann bekommt man den simmering auch von aussen ausgetauscht. wenn ihr selber mal vor dem problem mit dem defekten ring steht, seht zu, das ihr so einen fräser bekommt! das ist sehr hilfreich und arbeitserleichternd.
so sieht das ganze dann demontiert aus:

ausgetauscht wurde dann der simmering des deckels sowie der simmering der zapfwelle. danach erfolgte der zusammenbau in umgekehrter reihenfolge.
da dann doch noch einige dichtungen auf sich warten lassen (die dichtungen, die von unten den kraftheber abdichten, tausche ich direkt mit aus), ging es mit dem schaltdeckel weiter.
die beiden seitlichen führungsstifte, die feder, die dichtung, den haltering sowie den o-ring für den agriomatikhebel habe ich bereits bekommen.
also, runter mit dem kram. alle schrauben gelöst, leicht mit dem schraubendreher + hammer überzeugungsarbeit geleistet und dann ging es auch.
leider habe ich davon keine bilder gemacht - auch nicht von der eigentlichen überholung. sollte aber auch so gehen.
da der o-ring des hebels undicht war, musste diese welle komplett raus. dazu habe ich die 1ste schaltwelle demontiert. hier greift die welle der agriomatik in eine schiebemuffe ein und so findet die verschiebung der welle statt. da die aber bei der montage nur im weg ist und der ausbau anders auch wohl nicht möglich ist, raus damit. dazu die begrenzungsstifte IN RICHTUNG des schaltdeckels schlagen - keine angst, die kommen wieder. dann die spannstifte der muffe und der schaltgabel raus und dann können beide wellenstücke auch schon aus dem deckel geschoben werden. danach kommt man ganz ordentlich an die feder und dat andere zeugs ran.
auf dem bild ist schon die 1ste schaltwelle ausgebaut. das schiebestück "2" ist der jenige, der in die muffe der schaltwelle greift.

feder zurückdrücken, haltescheibe für den federring zurückschlagen und dann sollte der ganghebel auch schon rausgezogen werden können. die stifte, die seitlich in den ganghebel greifen, sind meistens stark verschlissen. also raus damit. um verschleiss in der führung der schaltglocke zu kompensieren, habe ich zusätzlich zu den neuen stiften noch kupferringe unter diese beim einbau gelegt. klappt wunderbar.
der einbau ist ein bisschen fummelig, geht aber aber mit geduld.
ich habe mir geholfen, in dem in die feder mit kabelbinder zusammengebunden habe. so ist die montage des neuen federringes wesentlich einfacher. auch wichtig: das röhrchen, das innerhalb der feder sitzt, muss mit der schräge zum ende des ganghebels schauen!
danach kann alles wieder zusammengesetzt werden. ganz wichtig: ruhe und zeit und fluppen - zumindest habe ich das dabei ge(b)raucht!
zuerst die zahnräder zu den schaltgabeln positionieren, dann den deckel vorsichtig aufsetzen. immerwieder kontrollieren mittels taschenlampe und schraubendreher und irgendwann sitzt das ganze wieder. war auf jeden fall bei mir so.
so, für heute war es das erstmal. in den nächsten tagen geht es weiter!!!
















































