Technische Überholung Mc Cormick D320

tach zusammen,

ich konnte gestern ausprobieren, ob mein hdraulikanschluss funktioniert - und er tut es... also, eine gute, einfache und preiswerte möglichkeit, die doppeltwirkende hydraulik des d320/324 zu erweitern...

gruss micha
 
Hallo Micha,

wirklich ein toller und vorallem hilfreicher Beitrag... an den ich mich nun auch richten werde, denn ich bin nun auch seit 2 Wochen stolzer Besitzer eines 60er D-320. Er läuft wirklich gut, scheint auch nicht all zu viel gelaufen zu sein. Darum hoffe ich mal dass mir das mit dem Motor überholen erspart bleibt. Aber kurz zu meinem Anliegen bzw. der Frage an Dich. Du hattest am Anfang geschrieben, welche Symptome Du vorab festgestellt hast. Eins davon war folgendes:

- der ganghebel kann zuweit gedreht werden

Bei mir ist dies auch der Fall (beim einlegen des Rückwärtsgangs z.B.). Hier dreht er so weit, dass die ganze Glocke, die am Schaltarm hängt, sich mit dreht. Ich habe die Ursache bzw. die Behebung dieses Fehlers bei Dir nicht finden können (oder überlesen).

Kannst Du mir oder jemand anderes sagen, was die Ursache ist und wie sie zu beheben ist?

Und da ich versuche, denn ‘kleinen‘ sehr originalgetreu zu restaurieren, habe ich noch eine weitere Frage an Dich. Ist der originale Auspuff noch verfügbar :-)?

Ich werde mich zeitnah nochmal mit einem eigenen Bericht nochmal vorstellen. Auch wenn ich schon einen Schlepper habe (den musste ich jedoch noch nicht restaurieren, wird jedoch zum Holz holen, spalten etc genutzt... und für kleine Ausfahren mit meinem Sohnemann), so bin ich mit der Restauration eines Schleppers sehr jungfreulich... bisher habe ich dies nur an Autos, Motorrädern oder Rollern ausprobiert. Der Reiz war schon immer da, darum steht nun auch der D-320 vor der Tür.

Viele Grüße

Sascha
 
moin sascha,

kein problem, da helfe ich doch gerne. und du hast recht, so ganz ausführlich habe ich die reparatur des schalthebels nicht beschrieben. aber in meinem ersten eintrag (recht weit unten) findest du weitere infos dazu... ich hoffe, das reicht aus.

das problem, das du hast, ist wie folgt: die schaltglocke (untere teil des schalthebels) ist beidseitig ausgestellt (rausgedrückte rundungen), in die schaltstifte eingreifen. und diese stifte sind (wahrscheinlich) verschlissen. dadurch kannst du glocke drehen, ohne einen gang einzulegen; wenn du pech hast, kannst du sogar 2 gänge gleichzeitig einlegen und du hast u.u. nen satten getriebeschaden! da bei meinem schalthebel auch verschleiss in den ausstellungen zu finden war, habe ich unter die stifte einfach kupferringe als distanzstück gelegt - dadurch kann jetzt wieder wie am ersten tag sehr knackig geschaltet werden.

der auspuff ist leider defekt gewesen (dickes rostloch, das ich vorher nicht gesehen habe) und ist aus dem grund auf den schrott gewandert.

gruss micha
 
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich hoffe mal dass das Getriebe noch ok ist...wie merkt man einen Getriebeschaden? Worauf sollte ich beim Schalten achten? ... d.h., wohl besser nicht mehr viel fahren und gl. den Getriebedeckel mit Schalthebel ausbauen und reparieren. Wo bekommt man denn am Besten die Teile für die kleinen Cormicks her, kannst Du mir etwas raten? Wie gesagt, Schlepperrestauration ist wirklich neu für mich, hab dort bisher auch keinerlei Verbindungen zu Händlern oder ähnlichem. Vielleicht kannst Du mir ein paar Tipps geben.Nachdem ich deinen Bericht gelesen hatte war mir nur klar, dass ich mir hier etwas vorgenommen habe, was als ‘Neuling‘ nicht all zu leicht zu händeln ist (Motorräder sind da doch einfacher :-) ...), aber da beiße ich mich schon durch (zum Glück gibts ja das Forum).

Gruß, Sascha
 
hallo sascha,

hr. firlbeck kann dir eigentlich immer weiterhelfen - und das auch zu nem akuraten preis.

ansonsten kannst du auch zum case ih - händler in deiner nähe fahren - in der regel können die die teile für die alten cormicks noch bestellen...

gruss micha
 
merci...

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"Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden, der bequem darunter durchlaufen kann!"
 
So, kleiner Zwischenbericht von Jopp‘s aktuellem Gesundheitsstand.

Der alte Herr ist der Meinung, weiterhin undicht irgendwo im Bereich des Kurbelwellenausgang, also kupplungsseitig, zu sein. Mittlerweile so stark, das es gestern beim Holzsägen (ca. 3 Std bei 10 Rm) eine ordentliche Lache unterhalb des Blocks gegeben hat. 

Mein erster Verdacht: die Kurbelwellendichtung, die ich umgerüstet habe. Die Symptome von meinem Rentner passen nämlich exakt dazu - alles zugesaut im Kupplungsgehäuse, ordentlich verteilt durch die Schwungscheibe. Also, irgendwo dort liegt der Hase begraben....

So, Jammern nützt ja nix und genügend sein Revier hat er auch markiert - also muss abgedichtet werden. Da ich aktuell alle Arbeiten auf meinen Wiesen (striegeln, walzen, düngen) sowie im Holz erledigt hab und ich heute akute Langeweile hatte, habe ich heute morgen losgelegt.

Alle Strippen lösen, alle Leitungen ab, Diesel und Kühlwasser runter, Motoröl ablassen, Tank raus und dann mit meinem Kumpel Hub-Bert die Trennung von Vorderteil und Hinterteil durchgezogen. Nach gut 2 Stunden war das erledigt. 

Weiter gehts: Kupplungsautomat raus und dat schwere Biest an Schwungscheibe abgeschraubt. Und siehe da - der Simmering und die Kurbelwellendichtung sind vollkommen intakt und trocken. Mmmmhhhh, wo kommt das schwarze Gold dann weg. Siehe da, der Blindstopfen (ich hoffe, so heisst der wirklich) der Nockenwelle sifft rum. Dort läuft das Öl gepflegt raus, dann an die Schwungscheibe und wird dadurch sauber durch die Gegend geschleudert. Also das Übel ausfindig gemacht (der Stopfen war relativ lose in seinem Sitz). 

Und jetzt meine Frage an Euch: woher bekomme ich einen solchen Stopfen neu her? Und wie heisst der richtig? Ich hoffe, mir kann einer der Experten hier helfen.... 

Mfg Micha

Ps: Bilder kommen nach....
 
Moin,

nein, diesen Stopfen habe ich nicht gewechselt. Das war für mich eine Stelle, die ich nicht aufem Schirm hatte. Und beim Einsetzen der Nockenwelle habe ich die Spreizscheibe wohl in seinem Sitz gelöst. Hätte ich das mal gemacht, dann hätte ich wohl sein Nasenbluten verhindert.Aber gut, ist halt passiert und wenn es dann nur eine solche Kleinigkeit ist, dann ist es halt nur viel Schrauberei. Wie wird sp ein Deckel richtig eingesetzt? Rein ins gesäuberte Loch, und dann auf die Wölbung schlagen, damit diese durch das "Planieren" den Sitz abdichtet? Oder wie funktioniert das?

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Eins habe ich aber noch vergessen. Wenn ich mit Jopp fleißig bin, dann entstehen am Kühlerdeckel immer kleine Kühlwasserbläschen. Ich hatte den Verdacht, das evtl. meine Kopfdichtung an einer Stelle defekt ist und deshalb unnötigen Druck aufs Kühlsystem abgibt. Es befindet sich aber kein Öl im Kühlwasser und auch kein Kühlwasser im Öl. Von daher kann ich doch davon ausgehen, das die Dichtung in Ordnung ist, oder?

Ich vermute, das mein Deckel den Geist aufgegeben hat und nicht mehr schließt. Bedingt durch die Ausdehnung des Wassers bei Wärme entsteht ja immer ein gewisser Druck im Kühlsystem und nur bei Überdruck soll der Deckel öffnen. Scheinbar ist der aber immer offen und lässt so hochgespritztes Wasser als Bläschen raus.

Zur Info: der Kühlwasserstand ist ca. 5-10 mm über den Lamellen.

Habe ich eine mögliche Fehlerursache vergessen? Ansonsten bestelle ich nur einen neuen Deckel und beobachte das ganze weiter....

Mfg Micha
 
moin Micha,

also zum Überprüfen ob die Kopfdichtung noch gut ist, gibt es einen Verlustprüfer.eup-1119913900-e57ff3321a6284c60b2233498e91a486-1395077559_big.webp

Den kannst du an den Kompressor anschließen und der andere Schlauch wird mit einem passendem Adapter in die Gewindebohrung für eine Glühkerze geschraubt. Wenn man jetzt Druck rauf gibt, kann man testen: Ob Bläschen im Kühlkreislauf gedrückt werden. Am besten schraubt man das Thermostat dazu ab. Außerdem kann man testen wie weit der Motor verschlissen ist. Hatten das Gerät von einem Motorinstandsetzer ausgeliehen.

Er sagt auch, dass auf dem Külsytem immer ein gewisser Druck herrschen muss, damit sich keine Luftbläschen an den Wänden des Zylinderkopf´s bilden.

Gruß Martin
 
1455&1056:

Er sagt auch, dass auf dem Külsytem immer ein gewisser Druck herrschen muss, damit sich keine Luftbläschen an den Wänden des Zylinderkopf´s bilden.

Gruß Martin
Moin Martin,

das deckt sich ja auch mit meinem Verständnis vom Kühlwassersystem - durch die Ausdehnung bei Wärme entsteht zwangsläufig ein gewisser Druck auf dem Kühlsystem. Und dieser Druck kann durch den defekten Deckel nicht entstehen, da er sofort abgelassen wird... 

Also läuft es erstmal auf einen neuen Deckel hinaus, das ist vorab die einfachste Variante....

Und klatsch - auf die Augen gibt es auch noch was. Das Resultat von gestern in ein paar Bildern - wie bereits gesagt, hat gut 2 Stunden gedauert (Übung macht den Meister ;-)...)



Und dort sieht man ganz gut, wo und wie die Plempe rausläuft...



Sacksuppe 2.0





Und an der Schwungscheibe und der Dichtung ist so erstmal nix zu sehen... Gott sei Dank!



So, für heute soll es das erstmal gewesen sein. Sobald es an den Rückbau geht, gibts natürlich nen kurzen Bericht darüber, wenn Interesse besteht...

Gruss Micha
 
Moin moin zusammen,

gestern ging es wieder an den Zusammenbau. Allerdings ist es so, das man diesen verflixten Deckel nirgends bekommt und ich so auf Plan "B" zurückgreifen musste. Ich hab den alten Deckel mit Dirko abgedichtet und eingesetzt; nachher habe ich die Stirnfläche ebenfalls noch versiegelt. Ich denke, das sollte reichen...

Der weitere Zusammenbau ist ja mittlerweile schon Routine und auch das zusammenschieben klappt alleine auch ganz gut.

Nur bei meiner meiner Hydraulikpumpe habe ich [BAD]e gebaut. Beim Anschrauben der Druckleitung habe ich wohl die Überwurfmutter der Leitung schief angesetzt und wie sollte es anders sein - ich hab mir natürlich den Gewindestutzen auf der Flanschplatte der Pumpe versaut. Da die Pumpe aber noch wirklich top arbeitet und Kraft ohne Ende erzeugt, sträube ich mich eine komplette Pumpe zu kaufen.

Deshalb meine Frage(n): Gibt es eine Möglichkeit, diesen Stutzen auszutauschen? Oder gibt es diese Flanschplatten als Einzelteil zu kaufen? Oder hat vielleicht jemand noch so eine Platte zu Hause, die er mir überlassen kann?

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen...

Gruss Micha
 
Moin Lukas,

danke für das Angebot - aber ich habe es vorhin reparieren können. Ich hab den alten Stutzen abgeflext, und nen Neuen drangeschweißt...

Vorhin habe ich dann auch den Rest aufgefüllt und angeschraubt und nen kurzen Probelauf durchgeführt - löpp. Und jetzt schauen wir mal, ob alles dicht ist und funktioniert.

Sollte wieder ein ungeplanter Boxenstopp eingelegt werden müssen, gibt es natürlich hier wieder ne Info.

So long

Micha
 
was ist das für eine Deckel wos da raussabbert?

eine Montageöffnung oder so was?

Warum fängt das Teil einfach an zu siffen? das muss doch einen Grund haben

öldruck ?

 

schöner Bericht immer noch :-)

das mit der H Pumpe ist typisch

Du operierst am offenen Herzen aber kniest dem Patienten dabei im Gesicht, dass er erstickt ist ...
 
Moin, 

der Deckel ist aus meiner Sicht nur eine Art Blindstopfen - anders hätte diese Stelle nicht zerspant werden können, um einen richtigen Sitz der Nockenwelle zu erreichen. Da ich ja den Motor komplett zerlegt habe (bis auf diesen Deckel), werde ich wohl beim Einbau der Nockenwelle mit dieser den Blindstopfen aus seinem Sitz gedrückt haben. Öldruck herrscht an dieser Stelle meines Wissens nach nicht.

Naja, egal, sowie es momentan ausschaut, ist alles dicht. 

Gruss Micha
 
Hallo,
ich habe mal eine Frage, und zwar, hast du den Dichtring, der auf der Differentialsperrwelle sitzt und an eine Feder angeheftet ist auch ausgetauscht?
 
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