Treibstoffwechsel bei der Motorsäge

WFB842

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Hallo Zusammen,

ich habe zu Weinachten eine gebrauchte Motorsäge bekommen.

Es ist eine Stihl MS 260 Baujahr 2009 in einem super Zustand.

Bis jetzt wurde die Säge mit Stihl Motomix betankt.

Kann ich da ohne weiteres auf mein bisheriges 2 Takt-Motoröl unsteigen.

Mischung 1/50.

Mein Nachbar meinte, dass dies nich einfach gehe, weil die Säge mit Stihl eingefahren wurde.

Ich will ja nicht noch einen zusätzlichen Kanister mit in den Wald mitschleppen.

mfg Wilhelm

Deutz D30 S Bj. 1958
Unimog 406 Bj. 1975
John Deere Bj. 1978
Ehefrau Bj. 1979
IHC 633AS Bj. 1081
 
Hallo Wilhelm,

ein Wechsel von Benzolfreien Kraftstoffen zu selbstgemischten ist problemlos möglich.

andersherum ist es kritisch da sich im Betrieb mit selbstgemischten Kraftstoffen Ablagerungen im Brennraum bilden die sich durch die Lösungsmittel im Benzolfreien

Kraftstoff lösen und zu Kolbenklemmern führen können.

Ich würde Die aber trotzdem empfehlen Stihl Motomix, oder vergleichbares zu fahren, weil dieser Kraftstoff

1. Benzolfrei, also gesünder ist und nicht so stinkt,

2. der Kraftstoff länger lagerfähig ist und sich entmischt, der selbstgemischte sollte nur wenige Wochen gelagert werden, oder direkt verbraucht werden.

für gelegentliches schneiden hast du dann kein Problem mit der Lagerung,

bei Fragen schick mir einfach eine PN,

gruss aus Witten,

Guido
 
Hallo.

Also ich gebe Guido da vollkommen recht.

Ich würde weiter den Motomix fahren oder 

einen anderen fertig gemischten Gerätebenzin.

Bei uns ist schon eine Säge drauf gegangen wegen

dem selbst gemischten Zeug das ewig rumsteht und 

dann die Schmierung nicht mehr richtig gewährleistet ist.

Gruß Matthias
 
Nimm weiter den Motomix Kraftstoff oder etwas vergleichbares,zum Einen ist er besser für die Säge und was ganz wichtig ist, der Kraftstoff ist besser für die Gesundheit,laut BG ist Leukämie bei Forstarbeitern eine anerkannte Berufskrankheit,für die Krankheit wird der Kraftstoff verantwortlich gemacht,wenn Du einen Betrieb hast und in der BG bist,schreibt die den Kraftstoff auch vor. 
 
Hallo Wilhelm,

1:50 ist mir unbekannt, bei den alten Sägen war es 1:25 wenn ich mich nicht irre.

Aber:   Verwende dochj lieber den Fertigkraftstoff, Aspen od dergl.

Er ist zwar teuer aber Du tust dabei auch etwas für Deine Gesundheit und auch für die Umwelt.

Bei uns ist dieser Kraftstoff schon auf dem Holzkaufzettel expliziert vorgeschrieben

                                                      Gruß Harry
 
Zur Frage mit dem Mischungsverhältnis 1:50 oder 1:25 kann ich sagen

das Stihl vor Motomix/Aspen-Zeiten empfohlen hat den Kraftstoff 1:25 zu mischen,

es sei denn man verwendet original Stihl-Zweitaktöl, dann reicht 1:50, also weniger Öl,

gruss Guido
 
1:25 qualmt und stinkt zwar wie die Sau, ein anderes Mischungsverhältnis würde ich aber auch nie fahren aus Verschleißgründen! Selbst bei Chinageräten mit Zweitakt Motoren hatte ich bis heute damit noch nie einen Motorschaden. Lagerfähigkeit lass ich auch nicht zählen, vor Gebrauch ausreichend schütteln damit eine Durchmischung gegeben ist! In der Regel mach ich aber auch nur so viel an wie ich benötige. Hätte ich großen Bedarf würde ich aus Umwelt und Gesunheitsgründen aber auch zum Fertigmix greifen! Wer aber noch mit einer 028AV ohne Kettenbremse in den Krieg zieht, kann definitiv keinen großen Bedarf haben.....
 
Moin.

Mein Sägespezi hatte schon vor Jahren ein Glas mit Benzin im Regal stehen, wo sich einzelne Schichten abzeichneten. Dazu erklärte er mir, das Benzin kein Benzin mehr sei, sondern eine benziähnliche Chemikalie. Diese würde sich nach einer Zeit trennen und sich nicht mehr mischen lassen. Er nahm das Glas, schüttelte es und stellte es hin. Innerhalb kurzer Zeit trennten sich die Schichten wieder voneinander. Das soll so bei Super Plus allerdings nicht passieren.

Seit dem nehme ich Sonderkraftstoff für meine Geräte. Allerdings bin ich auch kein Brennholzer, sondern hab die Geräte um den Hof sauber uu halten. Das heißt ich nutze die relativ wenig. Einzige Ausnahme ist der Freischneider, den brauche ich im Sommer oft, den tanke ich mit selbstgemischten Gemisch, weil es günstiger ist. Immer 1:50, egal welcher Hersteller vom Öl. Bis jetzt hatte ich noch keinen kapitalen Motorschaden.

Geräte: Stihl FS55, Dolmar PS 6400, Dolmar PS 52 alt, und Mc Colloch CS 380.

Gruß Jürgen
 
Moin zusammen,

ich überlege auch auf Motormix etc. umzustellen. Habe mich wegen der Kosten bisher immer dagegen entschieden. Da ich aber nur so 20 RM pro Jahr verarbeite und Stämme bis 20 cm auch mit der Wippsäge kurzmache, liegt mein Verbrauch vielleicht bei max. 15 Liter pro Jahr. Dann sind die Kosten eigentlich auch wieder egal.

Am Samstag hatte ich dicke Stämme und habe die mit meiner MS 361 gesägt. Die Säge habe ich seit dem Sommer. Die macht doch deutlich mehr Abgase als meine MS 230 oder MS 181. Daher überlege ich jetzt umzustellen.

Jetzt meine Frage : Welchen Sonderkraftstoff verwendet Ihr? Wie sind die Erfahrungen?

 

Gruß Ingo
 
Moin.

Welchen du nimmst ist egal. Entscheidend ist in meinen Augen der Preis und die Verfügbarkeit. Ich hab bis jetzt Aspen 2T, werde aber auf Finke umsteigen, gibt es in einem anderen Markt günstiger.

Wichtig ist das du weißt das man die Säge darauf einstellen muss. Das hat bei meiner McCulloch lange gedauert bis die letzten Reste Gemisch mit weg waren.

Jetzt kommen auch wieder die Bedenken wegen der Ablagerungen die sich lösen. Damit hatte ich keine Probleme, auch nicht bei der uralten PS 52. Die läuft übrigens mit dem Sonderkraftstoff besser als mit Gemisch, warum auch immer.

Gruß Jürgen
 
ich verwende in allen 2t Geräten Aspen, Husqvarna oder Stihl Motomix. Was grad am billigsten ist.

Ja, das Zeug ist teuer. Aber die Maschinen laufen und es stinkt nicht! Die Klamotten stinken nicht, meine Nase und mein Schädel tun nicht weh! Darum nie mehr ohne! Wenn deine Säge dran stirbt gibts eben mal eine neue.
 
Hallo,

ich hatte mal eine Hitachi Tanaka Motorsense (Ealbro Vergaser) gebraucht gekauft, die mit dem Roten (Mieralischen) Stihl Mischöl betrieben wurde.

Ich mische immer mit dem blauen HP Ultra oder Husqvarna XP Öl. Innerhalb einer Tankfüllung mit meinem Gemisch war die Regelmembran völlig verhärtet. Hab vom Stihl händler ein Walbro rep. Kit gekauft (Die Membranen sind bei Stihl oft gleich, man brauch ja nur die Walbro rep. kit nummer) und der sagte, dass das wesentliche Problem SK umstellunge der wechsel von mineralischem zu (Teil)Synthetischem Mischöl zu sein scheint, welches ja auch im SK ist.

Bei Sonderkraftstoff ist noch zu beachten, dass das Gerät etwas magerer Läuft. Unter Umständen muss der Vergaser eingestellt werden.

Achja, da ich auch mal bei Vereinen helfe kriege ich dann schonmal einen Kanister Motomix als Aufwandsentschädigung. Das kippe ich dann halt auch einfach rein...keine probleme.

Max
 
Moin zusammen,

bei uns laufen sämtliche 2- Takter mit vollsytetischen Öl.

Da wir unsere Motorräder damit auch betanken fallen die Ölmengen für die Sägen oder Freischneider nicht so ins Geld.

Andreas
 
Hallo zusammen,

seit Montag betreibe ich meine MS 181 mit Motomix. Ich habe direkt auf von Mischung auf Motomix umgestellt. Ich habe den Kanister beim örtlichen Stihlhändler gekauft. Er hat mich darauf hingewiesen, dass Motorschäden entstehen können. Bisher hatten Sie in der Kundschaft bei der Spritumstellung noch keine Probleme. Habe jetzt die zweite Tankfüllung drin. Noch läuft alles super. Im kalten Zustand musste ich immer 5-6 Mal ziehen zu starten. Jetzt springt die säge beim zweiten Ziehen an. Das Startverhalten ist auf jeden Fall schon mal besser. Werde auch meine MS 230 und meine MS 361 auf den neuen Sprit umstellen, auch wenn ich einen Motorschaden riskiere. Aber nach und nach. Will nicht, dass alle gleichzeitig kaputt sind.

Hatte den Winter über immer wieder mit Kopfschmerzen zu tun. Was ich sonst nicht kannte. Habe das aber nie mit dem Sägen in Verbindung gebracht. Zurück betrachtet trat das aber immer auf, wenn ich gesägt habe. Das war am Samstag noch so. Jetzt mit dem Motomix keine Kopfschmerzen.

Alleine das ist mir der höhere Preis wert. Und auch einen evt. Motorschaden. Die Gesundheit ist mehr wert als eine neue Säge!!!

Ich werde weiter über das Experiment "harte Umstellung" berichten.

 

Gruß Ingo
 
Hi,

Ich nutze in meinen Sägen (550xp und 572xp) nur Sonderkraftstoff, es stinkt weniger und ist besser für die Gesundheit.

Im privaten Bereich sind die Mengen nicht all zu groß, da finde ich die Kosten nicht so schlimm.

Dabei nutze ich eigentlich alle Hersteller quer beet, mal Storz, Husqvarna 2 XP, Aspen, Hoesch und jetzt das vom Reiffeisen, dass kommt wohl von Kaiser.

Das vom Reiffeisen hat jetzt 3,20€ pro Liter gekostet, was in Ordnung finde.

Bisher hatte ich keinerlei Probleme, mische teilweise die Hersteller untereinander, bzw. wenn der Kombikanister noch mit etwa 1l Hoesch gefüllt ist und man möchte in den Wald,

dann fülle ich den einfach mit dem was da ist auf.

Gruß Florian
 
Kleines Update

Meine MS 181 hat ca. 4 Liter Motomix bekommen. Hat bis zum vorletzten Abstellen super gelaufen. Beim letzten Starten sprang die schon schlechter an und hatte weniger Power und lief unruhig. Habe die Säge dann reparieren lassen. Der Vergaser musste gereinigt werden und ist wieder neu eingestellt worden. Laut Händler läuft sie jetzt wieder optimal. Werde das heute Abend mal testen.

Die MS 361 läuft bis jetzt noch ohne Probleme.

Gruß Ingo
 
Auch wenn der Thread schon älter ist, folgende Anmerkungen:

Umstellung von Sonderkraftstoff SK (Motomix, Aspen 2T etc) auf Selbstgemischt ist recht problemlos. Vergaser etwas magerer Stellen, falls möglich oder nötig, und gut ist.

Allerdings schlecht für die eigene Gesundheit, und das Gemisch ist nur ein paar Wochen verwendbar. Bei längerer Standzeit Tank leeren und Vergaser leer fahren.

Umstellung Selbstgemischt auf SK ist etwas problematischer, wenn vorher lange Selbstgemischt gefahren wurde.

Einmal ist SK etwas leichter als Benzinmischung, die Vergasereinstellung ist dann zu mager. Sollte man wenn möglich korrigieren, bei Einsteigersägen oft nicht möglich, bei Profisägen mit elektronischem Vergaser nicht nötig.

Dann entzieht das Benzin im Selbstgemischten den Membranen und Dichtungen in Vergaser und Motor die Weichmacher. Gerade bei älteren Maschinen ein Thema wegen der verwendeten Materialien damals. Fährt man weiter Benzinmischung, ersetzen flüchtige Stoffe im Benzin die Weichmacher und die Dichtungen halten dicht. Stellt man aber auf SK um, fehlen dort diese Bestandteile, und die Dichtungen und Membranen können verhärten uns spröd werden. Dann zieht der Motor falsche Luft und der Vergaser arbeitet nicht mehr richtig. Folge ist zu magerer Lauf. Dadurch verbrennt der Brennstoff im Zylinder zu heiß. Dazu kommt, dass zu wenig Schmierstoff in den Motor gelangt. Folge sind Kolbenreiber und dann Kolbenfresser.

Wenn also eine alte Säge, die jahrelang mit Benzingemisch gefahren wurde, auf SK umgestellt werden soll, ist es ratsam, alle Gummiteile im Motor und alle Dichtungen und Membranen im Vergaser zu wechseln.

Das wären Sprit- und Impulsschlauch (soweit vorhanden) sowie der Spritfilter, die Wellendichtringe, Pumpen- und Regelmembran im Vergaser samt zugehöriger Dichtungen. Der Ansaugstutzen zwischen Zylinder und Vergaser ist meist robuster, sollte aber von Zeit zu Zeit überprüft werden.

Lässt man das vom Händler machen, ist es oft ein wirtschaftlicher Totalschaden. Kann man aber selber machen, hab ich auch binnen kurzer Zeit gelernt.

Noch besser ist es natürlich, wenn man den Zylinder zieht und die ggf. vorhandenen Ablagerungen vom Mischöl aus Zylinder und Kolben entfernt. Wer aber nicht zu fett gemischt hatte, sondern 1:50, dürfte da keine so großen Probleme mit haben. Die 1:40 oder gar 1:25 Fraktion dagegen könnte da eher Probleme bekommen.

Aus Sicht des Gesundheitsschutzes und der anschließenden Langlebigkeit der Maschinen ist die Umstellung auf SK in jedem Fall zu empfehlen.

Fröhliches Schaffen

Josef
 
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