Überholung / Restauration 724 S

Hallo Markus,

jetzt habe ich auch den Zugang zum Forum. Das war seltsamerweise eine "schwere Geburt" . . . 

Dann bin ich mal sehr gespannt, wie es bei Dir weitergeht.  Meinerseits werde ich mich hier erst mal einrichten und auch Fotos hochladen.   

Die Chance TÜV für den 724 S zu bekommen wachsen zunehmend. Aktuell muss ich noch die Dieselpumpe abdichten und suche den passenden Dichtungssatz. 

Wir lesen uns -   mal sehen, wie wir uns hier auch "befreunden" können. 

nen Gruß 

Harald
 
Servus Harald, 

schön dass du nun auch den Weg ins Forum gefunden hast.

Bei mir geht zur Zeit nichts weiter am Traktor, hab zu viele andere Baustellen zu erledigen. Aber bald wird sich wieder etwas Zeit finden zum Weiterschrauben.

Also ich wünsch dir was und weiterhin gutes Gelingen bei deinen Arbeiten.

Gruß Markus
 
Hallo Leute, 

der Winter nähert sich mit großen Schritten... und Winterzeit heißt Schrauberzeit, zumindest für mich.

Es geht wieder weiter mit meinem Projekt. Den Sommer über hat sich gar nichts getan am 724. Hab ihn im Juni  aus meiner Werkstatt heraus gefahren und in die "Ecke" gestellt wo er bis letzen Montag stand. 

Da ich meine Baustellen ums Haus und in der Firma für dieses Jahr abgeschlossen habe, kann ich mich endlich wieder um das gute Stück kümmern, und da freu ich mich riesig drauf. Die Mängelliste ist ja noch recht lang...  d.h. also noch lange Freude am Schrauben.

Natürlich werde ich auch weiterhin berichten und euch mit reichlich Bilder versorgen und ich zähl auch auf eure Hilfe wenn ich nicht mehr weiter komme.

So nun steht er wieder im "Krankenzimmer" und hofft auf Hilfe...

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Und es geht auch schon gleich los.

Ihr erinnert euch bestimmt noch an den Undichten Kühler. Da geh ich als erstes ran. Er hat über Sommer ca 1,5 Liter verloren, geht eigentlich. Ich dachte er wäre leer. Aber so kann es trotzdem nicht bleiben. Also Wasser raus, Luftfilter ab und Kühler ausbauen...

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Das Netz ist nicht Kaputt das ist nur nass vom Regen.

Dann den Kühler auf die Werkbank gestellt und mal die Schadstelle Sauber gemacht.

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Da hat sich auch schon mal jemand daran versucht.

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Ich hab die Stelle erhitzt und das flüssige Zinn mit einer Stahlbürste entfernt und alls schön sauber und fettfrei gemacht, dann hab ich Lötpaste für Kupferrohre aufgetragen und alles wieder verlötet. Ging ganz gut...

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Hab den Kühler mal mit Wasser gefüllt auf der Werkbank liegen... bis jetzt ist die Stelle Trocken, Obs wirklich funktioniert hat wird sich zeigen wenn er wieder eingebaut ist.

Wünsche allen einen schönen Abend, in kürze gehts weiter.....Gruß Markus
 
Servus,

wenn der Kühler schon mal ab ist könnt ich doch gleich mal die einstellung des  statischen Förderbeginns kontrollieren da er im kalten Zustand schlecht anspringt. Also Lüfterrad abgebaut damit man gut die Skala auf der Riemenscheibe sieht und 1. Zylinder auf O.T. gedreht. Dann nochmal knapp 2 Umdrehungen bis 14° vor OT laut Werkstatthandbuch und die Makierung der Einspritzpumpe kontrolliert. Sieht alles gut aus.

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Leider unscharf aber der Zeiger steht genau auf der Markierung.

Dann hab ich mir mal den Filtersockel der Kraftstofffilter angesehen der war leicht undicht und sah auch etwas verbastelt aus.

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Filter abgeschraubt und die Leitungen abgemacht.

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Und den Sockel komplett abgebaut und alle Schrauben herausgedreht um neu abzudichten. Mir war gleich aufgefallen daß links eine Entlüftungsschraube mit Schlitz M6 eingebaut war und rechts eine M8 ohne Schlitz die zudem "ganz Fachmännisch" abgedichtet wurde oder auch nicht.

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3 zu große Kupferringe und Teflon Dichtschnur.

Da wurde das M6 er Gewinde aufgebohrt und ein M8 hinein geschnitten, nur leider nicht gerade.

Hab mal einen Gewindebohrer reingedreht um das Gewinde zu säubern. Kann ja nicht dicht werden mit Kupferringen.

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Mal sehen was mir da einfällt um das wieder richtig  dicht zu bekommen. Einfach Teflonband um die Schraube wickeln gefällt mir nicht so und ist umständlich beim entlüften. Vielleicht eine dicke Gummidichtung. Noch weiter aufbohren auf M10 geht glaub ich nicht mehr. Da ist so wie es aussieht ein Stahleinsatz in das Alugehäuse eingesetzt.  

Und da die Pfoten sowieso schon nach Diesel stinken dachte ich machste grad noch die Leitungen sauber bzw. mal mit Druckluft durchpusten. Neue Filter gibts sowieso. Hab dann mal den Absperrhahn der Leitung vom Tank geöffnet und dachte da kommt jetzt mit schmackes Diesel raus. aber denkste, es tropfte nur noch ganz leicht. Na gut also Tanksieb auch noch reinigen wenn wir schon dabei sind. Zu dumm daß noch ca 30 Liter Diesel im Tank sind, die müssen erst mal raus.

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Als der Tank weitest gehend leer war hab ich mal mit der Taschenlampe hinein geleuchtet und war entsetzt wie es darin aussah.

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Der untere Bereich ist schon ziemlich verrostet, kein Wunder das sich da das Sieb zusetzt. Ich denke der braucht eine Kur. Hoffentlich ist nicht schon zuviel Rost drin.

Wie macht Ihr das bei so einem Tank? Bin für jeden Tipp dankbar. Auf jeden Fall muß er ausgebaut werden. Damit gehts dann weiter.

Gruß Markus
 
Hallo Leute,

da der Tank ja raus muß hab ich als erstes das Lenkrad abgebaut. Mein lieber Mann, das hat sich ganz schön gewehrt. Da ja die besten Zeiten des Lenkrades schon lange vorbei sind brauchte ich nicht so zarghaft damit zu sein. 

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Dennoch wollte ich es nicht ganz zerstören durch aufschneiden oder so. Mit nem normalen Abzieher ging garnichts, rutschte immer ab. Also hab ich mir einen gebaut der unter die Speichen des Lenkrades greift und nicht abrutschen kann.

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Hab die Narbe vor dem Ansetzen des Abziehers etwas warm gemacht, den Abzieher angesetzt und auf Spannung gedreht, 2-3 mal auf die Platte geklopft und schon war es locker und ist ganz geblieben. Kann also noch zum Rangieren weiter verwendet werden bis ich ein Neues habe.

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Dann hab ich den Armaturenträger abgebaut. Das ging Ratz Fatz, 2 Schrauben und 4 Stecker, Traktormeterwelle war eh schon ab.

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Jetzt konnte ich den Tank losschrauben und abheben.

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Tank auf den Tisch und die Auslaufleitung mit Absperrhahn abgeschraubt. Der Ring in dem die Hohlschraube steckt war total zugesetzt. Wundert mich das er überhaupt noch lief.

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Hab dann noch den restlichen Schluck Diesel aus dem Tank entfernt und mit nem Lappen innen trocken gerieben.

Der Schlauch vom Absperrhahn zum Tank kommt neu, sieht nicht mehr so Vertrauenserweckend aus. 

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Der Absperrhahn ist noch völlig in Ordnung und wird wieder verwendet.

So das wars für Heute. Nächste Woche gehts weiter.

Gruß Markus
 
Hallo ihr Lieben,

der Tank ist in Bearbeitung. Hab gestern ein kleines Gestell auf die Trommel des Betonmischers geschweißt und den Tank daran fest geschraubt. Dann ein kleiner Eimer Pflastersplitt und ein kleiner Eimer groberen Splitt eingefüllt und ca 1 Ltr. Wasser. Und dann in verschiedenen Stellungen die Maschine laufen lassen. Muß morgen noch einmal umstellen und bin dann mal auf das Ergebnis gespannt.

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In der Zwischenzeit hab ich mal das Blech oben auf der Kupplungsglocke abgeschraubt und einen Blick hinein geworfen. Ist alles ziemlich verdreckt und den Zustand der Kupplung konnte man so auch nicht erkennen. Naja wird sowiso irgendwann noch getrennt und die Kupplung überholt.

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Hab dann mal den Handhebel der Zapfwellenkupplung eingestellt, kommt man ja so super dran. Der hatte ca 90mm Totgang und die und die Zapfwellenkupplung hat auch nicht richtig getrennt. Man konnte die Zapfwelle so garnicht ohne Geräusche einschalten. Laut Werkstatthandbuch soll der Totgang oben am Hebel 35mm betragen uns so ist sie jetzt auch eingestellt. Jetzt drückt sie schon etwas mehr. Mal sehen obs wieder funktioniert wenn er wieder läuft.

Die Fahrkupplung war auch falsch eingestellt. Die soll ca 40mm Totgang und einen Betätigungsweg von ca 100mm bis zum Bodenblech haben (Bei Zweifachkupplung). Mein Pedal hatte viel zu hoch gestanden. Um das Pedal einzustellen mußte ich erst eine neue Einstellschraube an dieses U- Stück, das am Pedal eingehängt wird, schweißen, denn bei der Alten war das Gweinde total vermurkst und lies sich nicht mehr einmstellen. War aber schnell erledigt.

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Jetzt hat das Pedal eine vernünftige Höhe. Vorher mußte man beim Kuppeln ja das Knie bis unters Kinn ziehen :-)

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Jetzt ist der Abstand 14cm vom Bodenblech, vorher war er 20cm. 

Das wars auch schon wieder... Bis dann... Markus

P.S.: Über Komentare, Kritik oder Tips bin ich immer dankbar....
 
Hi,

wo Du grade dabei bist, wieviel Spiel hat den dass Kupplungspedal zur Seite?

Du kannst jetzt den Bolzen demontieren und das richten.

Gruß Matthias
 
Hallo Mathias, vielen Dank für den Hinweis. Hab ich garnicht dran gedacht. Das Pedal ist schon ganz schön ausgenudelt. Werd ich mir gleich mal ansehen.

Gruß Markus
 
Hi Leute, wieder ein kleines Update.

Ich hab, nachdem mich Matthias darauf aufmerksam gemacht hat , mich gleich mal an das Kupplungspedal gemacht. Der Tank läüft ja so nebenher mit dem Entrosten, Darüber werd ich später berichten wenn er fertig ist.

Also wie gesagt, Kupplungspedal und Bolzen abgebaut.

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Der Bolzen war schon ganz schön eingelaufen.

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Und das Loch im Pedal war Oval. Das messen um 90° versetzt ergab einen Unterschied von fast 2mm.

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Laut WHB sollte eigentlich eine Buchse verbaut sein,... war aber nicht. Da hilft nur das Pedal ausspindeln, Bolzen überdrehen und Buchse anfertigen.

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wieder rund....

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Bolzen auf die Drehbank...

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auch wieder rund...

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Als Buchse hab ich mich für Kunststoff entschieden weil ich kein Bronze hatte. Wie lange die hält wird sich zeigen. Man hat die ja, wenn nötig, wieder schnell neu gemacht, aber ich bin zuversichtlich.

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Und schon eingepresst...

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alles wieder montiert und fertig....

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Ist super geworden. Ist jetzt fast spielfrei...kein vergleich zu vorher.

Bis dann... Markus

   
 
Tachchen alle miteinander, weiter gehts.

Wie versprochen will ich euch heute von meiner erfolgreich abgeschlossenen Tankentrostungsgeschichte erzählen.

Nachdem ich, wie weiter vorne schon erwähnt, den Tank auf dem Betonmischer ca insgesammt 6 h habe laufen lassen und danach den Brei von Rost Wasser und Steinchen wieder herausgespült hatte, war schon einiges an Rost weg und wieder schöne blanke Flächen zum vorschein gekommen. Aber in den Ecken hat diese Prozedur nicht wirklich viel weggenommen.

Das ganze sah dann so aus.

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So wie geh ich jetzt weiter vor?  Da ja immer noch eine, recht dicke, Kruste in den Ecken vorhanden war hab ich mich für eine Elektrolyse entschieden, ...wollt ich schon immer mal ausprobieren...

Also ab zum Rewe und 6 Flaschen DanKlorix gekauft. Das ist herkömmlicher Kloreiniger mit Aktivchlor.

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Hab dann erst mal 4 Flaschen mit ca.20 ltr. Wasser in den Tank gekippt und dann einen Halter für die Anode gebastelt.

Das ganze funktioniert so:

Man braucht ein Elektrolyt, in diesem Fall das Wasser- Kloreiniger-Gemisch, und eine Autobatterie oder ein etwas stärkeres Batterieladegerät. In meinem Fall letzeres. Dann muß man am Tank eine Stelle blank machen wo der der Miniuspol angeklemmt wird. Der Pluspol wird an einen Stab, ich hab einen 16er Gewindestab genommen, der in das Wasser eingetaucht wird, angeschlossen. Wichtig dabei ist dass der Stab keine leitende Verbindung mit dem Tank hat und ca 5 cm vom Boden des Tanks endet. 

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Dann eingeschaltet und mal so ne halbe Stunde gewartet. Danach sah der Stab dann so aus. Das ist weicher Rostschlamm.

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Den Stab hab ich dann abgewaschen und wieder in den Tank damit. Je dicker die Schicht am Stab wird, um so weniger Rost wird abgetragen. Der Rost wandert vom Minuspol zum Pluspol. Das ganze hab ich dann betimmt 7 - 8 mal gemacht bis sich micht mehr so viel am Stab ansetzte. Dann hab ich die letzten 2 Flachen in den Tank geschüttet und so hoch mit Wasser gefüllt wie rostige Stellen waren. Und das ganz noch so 2 mal 2 Stunden angeschlossen. Es setzte sich nicht mehr viel am Stab ab. Länger wollte ich es nicht machen, da mit der Zeit auch gesundes Material abngetragen wird.

Tank gründlich gespült und nach dem Ergebnis geschaut.

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Übrig blieb nur noch eine dünne Schicht, wie "Flugrost". Die muß aber auch noch weg. 

Da mir chemische Mittel wie Phosphorsäure oder Salzsäure nicht so angenehm waren, allein schon wegen der Entsorgung als Sondermüll nach der Behandlung, hab ich mich für reine Zitronensäure entschieden. Die gibts sehr preiswert im 5 Kg Eimer als Granulat bei Ebay.

Als Mischung habe ich pro 10 Ltr. Wasser 500g Granulat eingerührt (heißes Wasser damit es sich besser auflöst) und dann damit den Tank randvoll aufgefüllt. 

Ich hab erst versucht den Tank nur halb zu füllen und nach einem Tag zu wenden um Material zu sparen. Aber dass kanst du vergessen. Wenn du gewendet hast dauert es keine halbe Stunde und es hat sich wieder Rost an den blanken stellen gebildet. 

Also voll machen bis oben hin und um ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen die Luft die sich in der oberen Sicke des Tanks sammelt und nicht entweichen kann, weil der Einfüllstutzen ca. 5mm nach innen übersteht, mit einer Spritze mit einem stück Schlauch absaugen damit auch wirklich keine Stelle mehr vorhanden ist die nicht mit dem Wasser in Berührung kommt.

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Ach so, hätte ich fast vergessen...

als ich den Tank nur halb gefüllt hatte und der so ein paar Stunden Stand war es plötzlich naß auf meinem Tisch. Beim näheren hinschauen sah ich wo das Wasser her kam. Seitlich am Tank war ein ca 5cm lange Scheuerstelle. Dort hat vermutlich das schmale Seitenblech gescheuert und der Tank war an dieser Stelle nur noch hauchdünn.

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So eine Kacke, dachte ich, was machste jetzt?

Erst kam mir schweißen in den Sinn. Dann dachte ich aber: " Wenn du da ein Loch rein brutzelst kriegst du den Tank nicht mehr dicht".

Also hab ich mich fürs Löten entschieden. Hat auch wirklich gut funktioniert und über Tage die Dichtheitsprüfung bestanden.

Hier ist der Haarriss schwach zu erkennen.

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gelötet, verschliffen und wieder dicht...

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Jetzt konnte es endlich weitergehen mit dem finalen Restrost beseitigen mit Zitronensäure.

Hab die Brühe ca. 2 Tage einwirken lassen und dann die Säure mit etwas Waschpulver neutralisiert und über die Kanalisation entsorgt. 

Jetzt den Tank gründlichst ausgespült. Erst mit dem Gartenschlauch danach noch mit heißem Wasser.

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Und dann, ganz wichtig, sofort von innen trocknen. Am besten mit einem Heißluftfön.

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Als er trocken war hab ich noch die letzten kleinen Krümel mit dem Staubsauger heraus gesaugt und 2 Ltr. Diesel mit 2-Taktöl gemischt und den Tank damit ausgeschwenkt damit er nicht gleich wieder Flugrost ansetzt. Denn bis er wieder eingebaut und mit Diesel gefüllt wird werden noch ein  paar Tage vergehen.

So dann will ich euch auch das Ergebnis präsentieren.

Tataa...

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Hier war die Diesel- Öl- Mischung schon drin

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Ich würde sagen die Sache hat sich auf jeden Fall gelohnt, wenn´s auch ziemlich Zeitintensiv war, aber ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Zum vergleich nochmal zwei Bilder wie das Teil zu Beginn aussah.

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So das war mein Tank- Entrostungs- Marathon..., sehr aufwendig aber dafür auch recht günstig. Hat mich jetzt gerade mal 30 € gekostet. 

Es gibt bestimmt andere Methoden die einfacher und schneller gehen und auch zum gewünschten Ergebnis führen. Ob die Elektrolyse nötig war weiß ich nicht. Vielleicht bekommt die Zitronensäure auch dickere Rostschichten weg. Auf jeden fall war die Sache für mich sehr interessant, hat Spaß gemacht und dümmer bin ich dabei auch nicht geworden.

Einige von Euch werden sich sicher fragen, warum hat der den Tank nicht noch anschließend versiegelt? 

Das hatte ich anfangs auch vor. Aber da ich bei meiner Recherche des öfteren von Haftungs- und Trocknungsproblemen, unter Anderem durch Pfützenbildung, gelesen hatte war mir nicht so wohl bei der Sache, denn der Tank ist von seiner Bauart so konstruiert dass selbst am tiefsten Punkt in der Mitte wo die kleine Ablaßschraube sitzt wieder eine Erhöhung durch die eingelötete Gewindemuffe entsteht. Zudem ist dann das Gewinde durch das ablaufende, überschüssige, Material mit Harz versaut und ich hatte keinen passenden Gewindebohrer um es wieder frei zu schneiden (nicht Metrisch). Sollte sich dann nach einigen Zeit die Beschichtung lösen, habe ich ein größeres Problem als mit dem Rost. Da dies dann nur noch Chemisch zu reinigen ist.

Da mein Vater ja noch den 633 hat und der in etwa den gleichen Tank montiert hat, habe ich mir den mal von innen angeschaut und ich muß sagen der ist mit seinen fast 40 Jahren immer noch Blitzeblank. Also hoffe ich dass meine Entscheidung richtig war und ich auch ohne Versiegelung wieder lange Zeit damit Ruhe habe.

Werd ihn auch immer, gerade bei längerer Standzeit, volltanken.

So genuch gelabert..., bald gehts weiter...und schöne Grüße vom Markus.

     
 
Hallo Tankreiniger Experte.

Hut ab!

Mit viel Sachverstand Ausdauer und Chemie, gepaart mit Ausdauer Kenntnis im Umgang mit Chemikalien,ein beeindruckendes Ergebnis erzielt..

Wenn Dir mal langweilig wird,kannst Du ja für die Mitglieder im Forum einen Tankreinigungsservice anbieten!! ??

Schönes Wochenende vom Emslandschrauber Franz
 
Moin. Sieht wieder gut aus. Ich habe schon öfter gelesen das der Tank hinterher mit Bleischrot gefüllt wird und dann wieder tagelang am Mischer geschwenkt wird. Soll eine dünne Bleischicht ergeben, die vor Korrosion schützt.

Gruß Jürgen
 
Hey Franz, Jürgen und Sexzylinder, vielen Dank für die lobenden Worte.  

Franz, ich glaub so schnell kommt noch keine Langeweile bei mir auf. Das kann ja jeder auch ganz einfach selbst machen. Man braucht halt nur Geduld. Stehe aber jedem gerne für Fragen zur Verfügung.

Jürgen, das mit dem Bleischrot hab ich auch schon gehört. Aber woher soll ich soviel Bleischrot nehmen und ich weiß nicht ob meine Nachbarschaft so froh mit mir ist, wenn der Betonmischer Tagelang läuft. Die Ecken werden bestimmt auch nicht richtig mit Blei beschichtet, wurden ja auch nicht entrostet. Aber cool wärs schon wenn irgend ein Rostschutz vorhanden wäre. Werd das Ganze mal beobachten wie es sich auf Dauer verhält. Bin ja noch für alles offen.

Schönen Sonntag Euch allen...

Gruß Markus
 
So schnell rostet da nichts wieder.

Ich mußte an meinem 633 mal im Tankboden ein Blech einschweißen.

Der Tank war an der Lenkung durchgescheuert.

Das habe ich ohne jede Nachbehandlung vor 10-15 Jahren gemacht.

Ist bis heute dicht.  !!

Ich tanke allerdings ausschließlich Diesel ohne Bio-Anteil. Das Zeug ist mir zu agresiv.

Gruß Jürgen / Jogi633
 
Ja, ich bin da auch sehr optimistisch. 

Das Schlechteste für den Tank sind lange Standzeiten bei niedrigem Füllstand. Da bildet sich jede Menge Kondenswasser, Zu vergleichen mit einem Trapezblechdach ohne Anti-Tropfbeschichtung.

...Markus
 
Hallo Freunde,

mit dem Bleischrot ist eigendlich recht einfach. Ich bin nebei noch Vorderladerschütze und wir schießen auch Tontauben (neu deutsch Wurfscheibe) und dafür kaufen wir kiloweise Bleischrot. Also einfach zum Waffenhändler und loses Bleischrot bestellen 1Kg sollte so 10,- € kosten. Oder zum örtlichen Schützenverein gehen und den Luftgewehrstand kehren das ist auch sehr hochwertiges Blei das man dort finden kann. Was auch noch geht, zum Dachdecker gehn und ein Stück Walzblei besorgen und kleinhacken.

Gruß Alexander
 
Hallo, sieht nicht gut aus mit den Böcken auf den Holzboĺen, würde ich seidlich auf den Beton stellen und unter dem Motor ein Kantholz  legen, ist für deine Sicherheit. Viel Spaß  beim vorrichten, Gruß  Mchorsti.
 
Meinen größten Respekt, selten gesehen dass jemand so viel Aufwand für sowas investiert. Aber das Ergebnis entlohnt dich ja dafür.

Gruß Pascal
 
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