Überholung / Restauration 724 S

Hallo Jungs,

ich hab mal mit dem Zerlegen des Kippers begonnen. Zuerst die Bordwandaufsätze und Bordwände demontiert, was auch schnell erledigt war.

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Also die Brücke ist echt in die Jahre gekommen und hat mächtig Rostfras. Naja nach 60 Jahren im Freien darf ich nicht meckern. Ich glaub einmal wurde in dieser Zeit das Bodenblech erneuert.

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Nun ging es an das Abheben der Brücke, was schwieriger war als gedacht, denn die Bolzen der Drehpunkte sind total festgerostet und (noch) nicht heraus zu bekommen. Es blieb mir nichts anderes übrig als die Drehpunkte an der Brücke abzuschneiden, wohlgemerkt in Zwangshaltung mit der großen Flex. Mehr als die Räder abmontieren konnte ich nicht tun um mehr Platz zu bekommen.

Hab die Brücke mit dem Lader etwas angehoben damit der Schnitt nicht klemmt.

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Danach konnte ich die Brücke abheben.

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Die kommt komplett zum Schrott.

Hier die abgeschnittenen Drehpunkte.

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Ich hoffe das ich die Blozen irgendwie heraus bekomme sonst muß ich die Drehpunkte komplett neu konstruieren.

Das Fahrgestell sieht noch erstaunlich gut aus. Es hat keinerlei durchrostungen, ist nur etwas angerostet. Da reicht entrosten und neue Farbe.

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Der Kippzylinder muß neu abgedichtet werden, der ist ganz schön versifft und markiert stetig sein Revier.

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Dann war Dreck abkratzen angesagt und ein gründlicher Waschgang. Danach sieht´s doch schon gleich besser aus. Und ab damit in die Werkstatt.

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Hab dann noch die Beleuchtung und verkabelung abgebaut (kommt alles neu) und noch weiter Teile wie Bremsgestänge, Hydraulikleitung und die Räder.

Als nächstes werd ich mir die Bremsen anschauen und die Radlager überprüfen. Ein Radlager hat erhebliches Spiel.

Das wars für heute, bis die Tage...

Gruß Markus
 
Da hast du ja ganz schön was vor. Wir haben daheim einen JF Kipper von 1975 der ist aber noch etwas besser Ist aber auch viel Arbeit.
 
Hallo Leute,

@ IHC 654 Allrad: Ja ist ne Menge Arbeit, macht aber Spaß und das meiste Material hat mein Vater schon vor Jahren besorgt, so das sich die Kosten stark in Grenzen                                halten.

So ich hab dann mal die Bremstrommeln geöffnet und mir die Sache betrachtet und folgendes festgestell:

- Radlager links defekt, wie schon vermutet

- Bremsbeläge insgesammt schlecht, rechts schon auf den Nieten gemremst

- Bremstrommel rechts total wellig

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Alles schön gereinigt und ein neues Radlager und Bremsbeläge bestellt.

Die Gewinde bzw. die Muttern des Bremsgestänges waren total verrostet und mußten mittels Hitzeeinwirkung gelöst werden. Danach das Gewinde wieder nachschneiden und neue Muttern montieren.

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Jetzt kann man die Bremse wieder vernünftig einstellen.

Die wellige Bremstrommel mußte ich ausdrehen.

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Also auf die Drehbank damit und ausrichten.

2 Durchgänge und sie war wieder schön. Insgesammt wurden 0,6mm ausgedreht.

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Und wenn ich schon mal grad an der Drehbank zugange war hab ich noch schnell 2 neue Druckscheiben für die Radlager gedreht. Die Alten sahen echt mitgenommen aus.

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2 mal neu...

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Morgen gehts weiter. Bis dann...

Gruß Markus
 
Saarschrauber:

Hallo Leute,

@ IHC 654 Allrad: Ja ist ne Menge Arbeit, macht aber Spaß und das meiste Material hat mein Vater schon vor Jahren besorgt, so das sich die Kosten stark in Grenzen                                halten.
Da kann ich dir nur zustimmen.
 
Moin.

Der Kipper ist doch super, da kann man auch noch mal was reinstecken. Ich wäre froh..... 

Wenn es dann soweit ist, kannst du dann mal Bilder vom Kippmechanismus machen? Ich hab noch einen alten Miststreuer mit Triebachse, den möchte ich irgendwann mal als Kipper umbauen. Da suche ich noch Inspirationen.

Gruß Jürgen
 
Moin zusammen . . . 

Nachdem die Postings hier gerade wieder auf "Hochtouren" laufen wollte ich mich mal wieder melden . . . 

Nachdem meine "Renovierungsarbeiten" im letzten Jahr zum TÜV-Erfolg geführt hatten, war der 724 im intensiven Arbeitseinsatz. Ein Teil des Kopfsteinpflaster sollte wieder "geebnet" werden. Es war natürlich viel mehr Arbeit als zunächst gedacht. Jetzt sind wir auf der Zielgeraden.  

Der Frontlader war dabei eine richtig große Hilfe.

Im Arbeitseinsatz haben sich einige "Schwachstellen" gezeigt. Noch immer markiert der 724 sein Revier (der Ausdruck hat mir sehr gut gefallen Markus  ;-)   Unterhalb der Ölwanne sammelt es sich und tropf so vor sich hin. Die zweite Baustelle liegt im Bereich der Hinterachse. Muss ich erstmal prüfen, wo das Motoröl und Hydrauliköl herkommt.
Hauptthema sind wohl die Bremsen. Irgendwann gab der "Handbremshebel" auf ???  Verlor einfach seine Innereien - und kann jetzt nicht mehr festgestellt werden. Wenn ich es richtig sehe, funktioniert auch die linke Bremse nicht mehr richtig. Da ist wohl eine grössere Aktion von Nöten.

Hast Du Markus noch eine ungefähre Angabe was die Überholung der Bremsen gekostet hatten? Wäre natürlich super, hättest Du auch eine Teileliste bzw. wo Du eingekauft hattest.

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Der Großteil des Kopfsteinpflasters sind inzwischen verlegt. Auf der rechten Seite haben wir eine "Autobahn" gelegt. Es war den Bewohnern wichtig, dass man gut über den Hof gehen - bzw. (hoffentlich nicht auch mal mit dem Rollstuhl) fahren kann.
Bis Anfang September sollte die kleineren Restarbeiten auch erledigt sein.

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IHC 654 Allrad:

Da hast du ja ganz schön was vor. Wir haben daheim einen JF Kipper von 1975 der ist aber noch etwas besser Ist aber auch viel Arbeit.
Moin,

Ein JF? Du meinst sicher die "roten mit den weißen Felgen". Kannst du mal Bilder hochladen? Oder, ist das nur ein Miststreuer?...

Gruß.

Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt,
Wer sein Fahrzeug ehrt, Der Fährt.
 
der hat Ähnlichkeit mit dem Deutz Hydrokipper..

Markus melde dich mal per pn hab da paar Bilder von
 
XLIH844:

IHC 654 Allrad:

Da hast du ja ganz schön was vor. Wir haben daheim einen JF Kipper von 1975 der ist aber noch etwas besser Ist aber auch viel Arbeit.
Moin,

Ein JF? Du meinst sicher die "roten mit den weißen Felgen". Kannst du mal Bilder hochladen? Oder, ist das nur ein Miststreuer?...

Gruß.

Hier sin ein paar Bilder:eup-1136413936-8f0ffa897f5e698f4b2029148b7f7b56-1533981760_big.webpeup-1136413936-edd2b99bcb79fa7616f91a1ea222ee9e-1533981760_big.webpeup-1136413936-944a95588d97feec525c13716bed0546-1533981781_big.webpeup-1136413936-d3287abc5cab4b84c94aa41f4fa40996-1533981924_big.webpeup-1136413936-0dd613ced777a156b3c2907501f896e9-1533981881_big.webp

Der Kipper wurde 1975 neu gekauft. Leider ist kein Typenschild mehr vorhanden. Die Auflaufeinrichtung müsste eine Peitz AVE57 sein. Ähnlich Vestas SLT 54.

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Hallo Jungs,

@ Jürgen: 

Ja ich find den Kipper auch super und sehr wendig. Freu mich schon wenn er fertig ist. Die Ausführung der Kipplager wirst du natürlich hier auch bebildert zu          sehen bekommen, sind jetzt nicht so aufwendig da es ja nur ein Rückwärtskipper ist, aber das reicht mir völlig aus.

@ 624 S-Kruezen:

Hallo Harald schön mal wieder was von Dir zu hören. Kanst ja bald als Pflasterer dein Geld verdienen :-)   Schön daß dein 724 mal ran mußte. Zu deinen Undichtigkeitsproblemen vermute ich vorne den Kurbelwellensimmerring Getriebeseitig. Diesen Problem hab ich auch, das Öl kommt aus den Schlitzen unten in der Getriebeglocke heraus und tropft an der Ölwanne ab. Um dies zu beheben mußt du den Schlepper trennen. Diese Reparatur steht bei mir noch auf der Liste, aber nicht ganz oben, da es sich noch in Grenzen hält. 

Hinten  kannst mal die Achstrichter/Bremsgehäuse untenrum zum Getriebe schön sauber machen und danach beobachten. Wenn Öl aus einer kleinen Öffnung unten Bremsgehäuse/Getriebe herauskommt oder am Zwischenflansch/Achstrichter dann sind die Simmerringe deiner Achse hinüber. Aber wenn du die Bremsen evtl. neu machen möchtest mußt du diese Simmerringe sowieso tauschen.. Das kann auch der Grund für die schlechte Bremswirkung sein wenn die Beläge verölt sind.

Wenn die Bremsautomaten noch in Ordnung sind brauchst du nur neue Beläge, Simmerringe, Stützringe (ich würde auch neue Kugeln und Federn in die Automaten einbauen) und neues Achsöl. Das waren bei mir kosten so um die 250,- € beim Lama ohne Bremsautomat.

Gruß Markus
 
Servus,

während der Wartezeit auf Radlager und Bremsbeläge hab ich mir mal den Kippzylinder vorgenommen. Ich dachte erst den kann man gar nicht auseinander bauen da Fuß und Kopf verschweißt sind und oben kein Deckel oder somst was verschraubt ist, wie ich dass von den Baggerzylindern her kenne. 

Nach ein wenig probieren hab ich dann bemerkt dass man die Kolbenstange einfach nach oben herausziehen kann. Das heißt die Kolbenstange hat keinen Kolbenboden der oben gegen Anschlag fährt sondern kann im ungünstigsten Fall beim kippen nach oben heraus gedrückt werden. Deshalb ist an der Brücke auch ein Anschlag verbaut. 

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Es sind 2 Stangendichtungen hintereinander verbaut die ich auswechseln werde.

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Ich bin am überlegen ob ich nicht ein Hubbegrenzungsventil einbauen soll als immer gegen Anschlag zu fahren.

Dann hab ich mich noch um die Bolzen gekümmert. Nach einer Wärmebehandlung mit dem Brenner und ein paar beherzten Schlägen mit dem Vorschlaghammer haben sie dann schließlich nachgegeben und ihren Platz nach 60 Jahren verlassen.

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Jetzt kann ich schon mal neue Bolzen anfertigen.

Gruß Markus
 
An deiner Stelle würde ich ein Hubbegrenzungsventil einbauen, nicht dass der Zylinder zu weit hochfährt und noch einer verletzt wird.
 
Moin.

Jetzt ist es 40 Jahre gut gegangen, warum sollte jetzt was passieren? ;-)

Aus meiner Dorfschmieden Zeit kenne ich die Sicherung mit einem fetten Stahlseil. 

Gruß Jürgen
 
Moin Markus, super Berichte über Deine Restaurationen.Kann man nur den Hut ziehen.

Da ist vermutlich eine sehrgut ausgestattete Werkstatt vorhanden und eine fundierte Mechaniker Ausbildung.

Weiter so ,ich lese Deine Berichte gerne.

Frohes Schrauben vom Emslandschrauber Franz
 
@ Jürgen und IHC 654 Allrad: 

Ja bisher gab es nie Probleme mit dem Kippzylinder, wobei man schon am unteren Anschlagpunkt eine leichte Verformung der Quertraverse erkennen kann. Ist nur ganz leicht und macht mir auch keine bedenken, aber eine 70er Kolbenstange mit 180 Bar drückt schon ne Menge. Mal sehen wie ich es mache, hab ja noch ein wenig Zeit zum Überlegen.

@ Franz:

Vielen Dank für Dein Interesse an meinem Bericht und die lobenden Worte. Also über meine Werkstattausstattung kann ich mich nicht beschweren. Aber du weißt ja wie das ist, egal wieviel Werkzeug man hat, man kann immer noch irgendwas anderes gebrauchen. Eine fundierte Mechaniker Ausbildung kann ich leider nicht vorweisen. Ich bin gelernter Industrieelekrtiker (Energieelektroniker Anlagentechnik) im Schaltschrankbau und hab mich auch schon in der Lehrzeit immer für die Mechanik interessiert. Dazu kam mir noch die Grundausbildung Metall während meiner Ausbildung zugute. Da mein Vater Schlosser von Beruf ist und ich ihm oft bei Reparaturen an unseren Landmaschinen helfen mußte oder durfte, hat mir das auch nichts geschadet. Heute sitzen die Jugendlichen mit ihren Handys im Zimmer - ich hab mit 15 schweißen gelernt.

Vielleicht geht es manchen von euch auch so, ich würde lieber in eine kleinere Wohnung ziehen als in eine kleinere Werkstatt :-) Grins.

Also in diesem Sinne... de Saarschrauber. 
 
@ IHC 654 Allrad:

Das ist sehr lobenswert und freut mich immer wieder wenn es doch noch Jugendliche gibt die sich in ihrer Freizeit mit was anderem beschäftigen als mit der Virtuellen Welt. Dann mach weiter so, denn das reale Leben macht auch Spaß. Daumen hoch von mir.

@ Anton:

Danke für den Link. Ja so in etwa hab ich mir das gedacht.
 
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