Überholung / Restauration 724 S

Hi Leute,

nachdem die Lieferung mit dem Bremsband angekommen war, konnte ich mit der Überholung der Bremsen beginnen.

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Das Bremsband gibts als Meterware und muß zugeschnitten werden.

Doch zuerst wurde der alte Belag von den Backen entfernt. Nieten aufbohren und weg damit.

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Dann hab ich den neuen Belag zugeschnitten, mit Cripzangen auf der Backe fixiert und von hinten durchgebohrt. Anschließend mit einem Zapfensenker die Löcher für die Nieten angesenkt.

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Das alles mal 4, dann konnten die Beläge aufgenietet werden in gleicher Vorgehensweise wie bei den Traktorbelägen.

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Die kurzen Enden wurden noch etwas schräg angeschliffen und die Backen waren fertig zum Einbau.

Das Radlager war auch schon da, somit konnte ich die Bremsen und Trommeln wieder montieren.

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In die eine Trommel mußte noch die neue Lagerschale eingesetzt werden. Dies hatte ich mithilfe der alten Lagerschale und leichten Hammerschlägen schnell erledigt.

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Radlager fetten, Trommeln aufsetzen und die Radlager einstellen. Schnell noch die Reifen montiert und den Anhänger nach draußen gefahren.

Als nächstes steht schleifen des Fahrgestells an. Da hält sich meine Begeisterung für in Grenzen. Aber nutzt ja nichts, muß gemacht werden.

Bis dann Markus
 
Moin Markus, 

Du hast mal wieder ansteckende Wirkung. Ich sehe schon, dass ich den Roten auseinander nehme um die Tropfsteinhöhle Achstrichter samt Bremsen in Angriff zu nehmen. Bislang habe ich mich gescheut dafür den halben Trecker dafür auseinander zuschrauben. Deine Beschreibungen geben mir den Mut es anzugehen. DANKE Dir dafür !!!

Ich werde mich hier melden - wenn mich der Virus zur Tat schreiten lässt. Entweder mit einem strahlenden Gesicht - oder verzweifelt - wenn es in die Sackgasse geführt hat

PS: drei Fragen an die Gemeinde hier:
1. kennt jemand diesen Sitz? Hat viele Federn und Einstellmöglichkeiten. Müsste in Stand gesetzt werden, da er auch hart "durchschlägt"
2. die Seitenleisten am Motor sind offensichtlich nicht Original - hat jemand noch welche rumliegen?

3. Ich habe noch eine überarbeitete und lackierte Vorderachse übrig - jemand Interesse?

Schönes Wochenende allen

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Harald, das wird schon...

Ich hab auch wieder was geschafft.

Zuerst hab ich mal neue Bolzen für den Drehpunkt angefertigt. Dazu habe ich eine 35mm Kolbenstange, die noch von einer Baggerreparatur übrig war zugeschnitten. Kolbenstangen gibt es recht günstig als Meterware, eignen sich ideal als Bolzen und haben sich in den letzten Jahren bei mir bestens bewährt.

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Schnell noch einen Anschlag angeschweißt und ein Loch für den Sicherungssplint gebohrt. Fertig sind die Bolzen.

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Hab dann noch das Fahrgestell im Freien entrostet, entfettet und für die Grundierung vorbereitet.

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Anschließend wurde die Grundierung aufgetragen.

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Gruß Markus
 
Hallo Jungs, es gibt wieder was zu erzählen.

@ IHC 654 Allrad:  Ja ich werde Kunstharzlack verwenden.

So, den Zylinder hab ich auch schon mal abgeschliffen und grundiert.

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Desweiteren habe ich schon für die Kipplager die Hülsen gedreht, die später an die Brücke kommen.

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An die Hülsen werden später noch die Stege geschweißt die bis unter den Rahmen gehen.

Nun geht´s endlich los mit der Brücke. Zuerst das Material zugeschnitten und grob zurechtgelegt.

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Danach alle Maße kontrolliert, die Rechtwinkligkeit hergestellt und alles schön verspannt. Jetzt konnte der Rahmen geheftet werden. Die Auflageflächen habe ich vorher parallel zueinander ausgerichtet damit die Konstruktion nicht von vornherein schon Windschief zusammen geschweißt wird.

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Das Grundgerüst steht schon mal. Die Ausführung ist dem Original größtenteils nachgebaut. Jetzt mußte das Material für die Streben zugeschnitten und angepasst werden. 10 Stück an der Zahl. Das hat etwas Zeit in Anspruch genommen, da alle ausgeklinkt werden mussten.

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Nach dem Anpassen und Anreißen der Positionen wurden die ersten Streben eingesetzt und angeheftet.

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Mein Vater greift mit seinen 79 Jahren immer noch gerne zum Schweißgerät. Solange er es noch kann und gerne macht, lasse ich ihm natürlich den Vortritt. Und da er Jahrelang im Maschinenbau arbeitete, bringt er auch die entsprechende Erfahrung mit. Was mir letztendlich auch nicht schadet. Man lernt immer dazu. Daddy freut sich immer wenn ich irgendein Projekt am Laufen habe bei dem er mir etwas behilflich sein kann.

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Die anderen Streben folgen Schritt für Schritt.

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Die Konstruktion wird zuerst komplett zusammengebaut und geheftet. Erst dann wird erst alles geschweißt.

So ist der Stand von heute. Hier mal noch ein Bild vom Muster. In der Mitte ist auch Anlauffläche des Zylinders zu sehen mit dem Festanschlag.

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Ich mach dann mal weiter... bis dann... Markus
 
Danke,

Schmiernippel kommen noch rein. Kann die Position aber erst nach der Anprobe bestimmen. Die Alten waren ja ohne Nippel, deshalb gingen sie auch so gut raus :-)
 
Schöner Bericht 

Ja Vatti ist der Beste nur machen lassen . Die generation hatt noch augenmaß .

Ich sollte bei meinem Nachbarn ( Schlosser seit 50 Jahren ) eine Tür Absägen 

also rüber mit meiner Festol Säge und Schiene .

Es sollten 2,3 cm Abgeschnitten werden er legt die Schine drauf und sacht schneid ab .

Ich habe mich beim nachmessen Lächerlich gemacht es waren 2,3 cm .

Das ist Erfahrung und Augenmaß .

 Grüße 
 
Toll, mach weiter so...

Ich bin schon was neidisch auf deine Dreh- und Fräsbank ;-)

Was könnte ich da alles machen! Wenn Kinder träumen....

Na ja, ist bisher auch so gegangen und meine Garage ist nicht aus Gummi, das ich die mal eben verlängern kann :-)

Gruß

Ede
 
Danke Ede, ich geb mir Mühe.

Das mit dem Platz ist immer das Selbe. Kaum hat man mal ne freie Ecke, wird sich gleich wieder was angeschafft um sie zu füllen.
 
Hallo Forum, in den letzten Wochen musste der Kipper ruhen da ich andere Dinge zu erledigen hatte. Aber jetzt geht es endlich wieder weiter.

Die Querstreben sind alle eingesetzt und auch schon alles verschweißt. Dazu musste die Pritsche mehrmals gedreht werden.

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Als das erledigt war hab ich mich um die Konstruktion der Drehpunkte gekümmert. Die Lager waren ja schon angefertigt. Die Stützen habe ich aus einem Doppel- T- Träger angefertigt. Dazu die Rundung der Lager ausgefräst.

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Passt und kann verschweißt werden

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Dann die erste Anprobe der Brücke und fixieren der Kipplager.

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Sieht schon wieder ein bisschen nach Anhänger aus:-)

Kipplager anpassen und anheften. Dann Brücke wieder abheben, umdrehen und zurück in die Werkstatt.

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Und verschweißt. Jetzt fehlen noch die Verstärkungsbleche damit es auch Stabil wird. Diese werden 12 x 80mm und werden rechts und links am Kipplager vobei zum Mittelrohr gesetzt und verschweißt. 

Bis dann Markus...
 
Puh, zum glück geht es weiter.

Gut so!

Sag mal, was nimmt man denn als Material für die Buchse und die Bolzen?

Hab noch so eine Baustelle an meinerm Frontlader und bin Ahnungslos.

Bolzen aus Meterware machen wäre sehr günstig, da muß man aber auf das Material 

selber achten.

Gruß Matthias
 
Für die Bolzen nehme ich meiist Kolbenstangen, da günstig, gut, verchromt und maßhaltig. Die Buchsen habe ich aus EC 80 gedreht. Lässt sich gut schweißen.
 
Servus, wieder ein Stückchen weiter...

Hab noch bei den schräg geschnittenen U- Profilen die Stege verschlossen, verschweißt und verschliffen.

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Weiter hab ich mich um die Rollenführung des Hubzylinders gekümmert. Am Ende der Kolbenstange ist eine Rolle befestigt die beim Kippen über ein schräg unter dem Mittelrohr angebachtes Flacheisen rollt und die Brücke nach oben drückt. Diese Rolle und auch der dazugehörige Bolzen waren sehr viel eingelaufen, so das die Rolle nicht mehr richtig rollte sondern nur noch am schieben war. Zuerst mal einen neuen Bolzen gedreht. Hatte keine passende Kolbenstange mehr, aber dafür noch einen alten Bolzen der etwas dicker war. Also aus einem eingelaufenen 40er Bolzen einen neuen 35er Bolzen gemacht.

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Dann war die Rolle dran. Das Loch etwas größer ausgedreht damit ich eine Buchse einsetzen konnte. Die eingelaufenen Seitenflächen plan gedreht. Und gleich noch eine passende Buchse angefertigt.

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Die Buchse hab ich ca 5 Hundertstel größer gemacht als das Loch der Rolle. Die Rolle hab ich dann aufgeschrumpft damit sich die Buchse später nicht mit dreht. Dazu hab ich die Rolle schön erwärmt und die kalte Buchse eingesetzt. Nach dem Abkühlen alles wieder auf die Drehbank und die Buchse innen  auf Maß ausgedreht. 

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Noch schnell 2 Distanzscheiben angefertigt und die Sache war auch erledigt.

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Hier im Einbauzustand.

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 Bis die Tage...Gruß Markus...

 
 
Hallo Ihr Lieben,

heute war wieder mal Anprobe und ausrichten des Anschlages für den Zylinder und festlegung des Kippwinkels.

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Kippwinkel schön steil, so soll es sein.

Desweiteren wurde vorne noch die Auflage der Pritsche in der richtigen Position angeheftet. Danach das ganze wieder zurück in die Werkstatt.

Die Schräge wo der Hubzylinder anläuft konnte fertig verschweißt werden.

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Vorne hab ich noch 2 Einweiser angeschweißt um die Pritsche beim Absenken in ihre Position zu bringen und zu halten. In der Mitte wurde noch ein Flacheisen mit einem Loch angebracht um später evtl. mal einen Bolzen zum Sperren der Pritsche einstecken zu können damit sie sich beim Verladen des Minibaggers nicht ungewollt anhebt.

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Und zum Schluß noch die Verstärkungsbleche der Drehpunkte angeheftet.   

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Die werden morgen noch verschweißt und dann kann das Teil wieder umgedreht werden. Dann gehts weiter mit dem Kipperboden.

So Feierabend....bis bald... Gruß Markus
 
Hallo Markus, bin auch ein eifriger Mitleser von deinem Bericht. Alle Achtung, die Arbeit die du zeigst ist absolut super: durchdacht, präzise und richtig professionell.

Gruss Klaus
 
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