Wasser im öl 423

Daniel423

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4 Januar 2014
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Hallo gibt es bei den 423 Schwächen wo das wasser ins öl gelangt oder ist meistens nur Kopfdichtung? 
 
Sehr oft sind es die O Ringe an den Laufbuchsen. Das hatte ich bisher beim 724 D439 und 423. Allerdings beim Fendt 610 auch.

MfG Jürgen

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Wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten!!!!
 
Hallo

Wasser im Öl kommt bei diesen Modellen nicht durch die Zylinderkopfdichtung, entweder oder meistens sind es die O-Ringe der Zylinderlaufbüchsen oder ein Froststopfen ist oben auf dem Zylinderkopf unterm Ventildeckel durchgerostet. Einfach Ventildeckel abbauen und Druck auf das Kühlsystem geben, kommt da nichts dann die Ölwanne abbauen und von unten schauen ob da Wasser kommt bei aufgebauten Druck im Kühlsystem.  Hast du den graue Ölsuppe drauf oder ist das eine allgemeine Frage?

MfG

Alwin
 
Hallo Daniel, diese Motoren sind mit Schäden an der Kopfdichtung viel weniger betroffen als die Motoren der D-Linie. Es treten oft Schäden an den Laufbüchsen aussen auf. Google mal "Kavitation", das ist der Fachausdruck dafür. Ich hab Dir mal ein Bild angehängt wie die Laufbüchsen dann von aussen aussehen. Durch die entstehenden Löcher dringt Wasser ein und läuft innen an eup-1123535807-a2cfc38661936f26ad6c84c75a1b9642-1424595150_big.webpder Zylinderinnenwand ins Motoröl. Großen Einfluss auf das Auftreten dieses Schadens hat die Qualität des verwendeten Kühlwassers. Gruß vom "Linksdreher".
 
Also ich habe grauschlamm im öl also quasi besteht das öl aus grauschlamm. Habe mit einem bekannten alten Ihc schrauber gesprochen und der meint das kann nur die kopfduchtung sein denn die motoren sind unverwüstlich sagt er.
 
Hallo

Das passt nicht zusammen, einen alten IHC Schrauber und die Meinung das das von der Kopfdichtung kommt. Bei diesen Serien kommt der Ölschlamm nie durch eine defekte Kopfdichtung. Die Möglichkeit gibt es bei vielen anderen Motoren ob Schlepper, Auto oder LKW aber nicht bei diesem Modell. Ölwanne abbauen Kühlsystem auf Druck ca. 0,5-1 bar und dann schauen wo das Wasser weg kommt. Die Motoren sind unverwüstlich da hat dein Bekannter recht aber alles was sich dreht und wendet geht auch mal kaputt. Habe schon zig Motoren repariert von D-Serie bis Maxxum 5150 und hatte Fälle die standen in keinem Lehrbuch und habe öfters Leute geholfen die das gleiche Problem haben wie du die aber erstmal die Kopfdichtung gewechselt haben weil das allgemein so gedacht wird. Ich will hier jetzt nicht den Oberlehrer spielen finde es aber immer Schade wenn Geld in unnütze reparaturen versenkt wird.

MfG

Alwin
 
Hallo, die Zylinderbüchsen "rosten" nicht durch, sondern das sind Kavitationsschäden, welche durch Schwingungen der Büchsen  auftreten. Es kommt zum Platzen von Dampfblasen und steten Ausschwemmungen an besonders anfälligen Stellen. Bei Steyr-Motoren hat man dieses Problem durch polieren dieser Flächen (bei neuen Büchsen) in den Griff bekommen, weil auch besondere Wasser-Frostschutzmischungen nicht den erhofften Erfolg gebracht haben. Mir ist noch eine falsche Bezeichnung aufgefallen: als "Froststopfen" werden Kernlochverschlüsse irrtümlich bezeichnet. Ein Kernlochverschluss ist eine durch den Guss bedingte Öffnung, welche bei der Herstellung im Gussverfahren notwendig ist und wird diese nachher mittels Messing- oder verzinkten Pfropfen verschlossen. In meiner über 40-jährigen Tätigkeit im Landmaschinenwesen ist mir kein durch Frost herausgetriebener Kernlochverschluss untergekommen.Somit tippe ich ebenfalls auf schadhafte O-Ringe oder Kavitationsschaden.

Verzeiht mir meine "Oberlehrersprache", aber Terminus Technicus bleibt eben dieser.

In diesem Sinne "Gut schraub" !

Sepp
 
Hallo Benzinbruder

das mit der Kavitation ist natürlich vollkommen richtig  und das mit den Froststopfen ist auch richtig ich habe auch noch nicht gehabt das so ein Stopfen beim Frostschaden heraus gedrückt ist aber weil das allgemein so geredet wird habe ich diese Stopfen so genannt. Aber was ich schon öfters gehabt habe war das diese Stopfen bei den IHC/CASE Motoren durchgerostet waren vor allem seit die Produktion von Neuss nach England verlagert worden ist. Mit diesen Motoren haben wir viele Problem das diese von innen im Wasserkreislauf total verschlammen und dann diese Stopfen durchrosten oder das sich die Kühler von innen dicht setzen,, Ölkühler vom 856 durchgerostet usw. Ob die da einen anderen Guss verwendet haben? Bei den Motoren die in Neuss gebaut worden sind kenne ich das Problem nicht. Habe gerade bei meinem 833 BJ 1985 eine Motorüberholung vorgenommen derhatte absolut keinen Dreck im Wasserkreislauf. Weiß du warum das so ist.

Mfg

Alwin
 
Hallo Alwin,

danke für die Blumen. Bzgl. Schlamm im Kühlsystem habe ich die Vermutung, dass entweder der Guss innen so rauh ist und sich deswegen nicht ordentlich reinigen lässt, bzw. bei der Reinigung zu wenig sorgfältig gearbeitet wird. Alle Gussteile werden grundsätzlich vom Gusssand gereinigt, d.h. der Gusssand wird ausgeschwemmt. Wenn die Kornabstufung vom Gusssand zu viele Feinteile enthält kann es sein, dass sich diese in der Oberflächenstruktur festgesetzt haben und sich erst im Betrieb langsam loslösen. Durch die Strömung im Kühlsystem kann es zu einer mechanischen Belastung der verzinkten Kernlochverschlüsse kommen, d.h. ein Abschliff der Zinkbeschichtung wie etwa beim Sandstrahlen. Wenn der Stahl einmal blank ist und saures Wasser im System vorhanden ist, dann rostet es frisch und fröhlich dahin. Deshalb würde ich durchgerostete Verschlüsse durch welche aus Messing ersetzen. Ich habe bei meinem 574er das Kühlsystem mit Speisesoda gereinigt und nachher ordentlich gespült, da war vieleicht eine dunkle Brühe drinnen.

LG Sepp
 
"Großen Einfluss auf das Auftreten dieses Schadens hat die Qualität des verwendeten Kühlwassers."

Was für ein Kühlwasser hat gute Qualität? Leitungswasser - destilliertes Wasser - Regenwasser?

Gruß, Jochen!
 
Hallo Jochen,

ich dachte früher immer, bloß kein Dest.-Wasser.

Jetzt habe ich bei meinem D212 die Kühlflüssigkeit gewechselt und als Frostschutzmittel Glysantin genommen - die grüne Variante für Gußmotoren.

Da steht dabei, dass man die Kühlflüssigkeit mit Glysantin und Dest.-Wasser ansetzen soll. Und so habe ich es dann auch gemacht.

Und so würde ich auch gutes "Kühlwasser" erklären:

Kühlmittelkonzentrat ("Fostschutz") in korrektem Verhältnis mit entsprechendem Wasser nach Vorschrift angesetzt.

Viele Grüße

Holger
 
Hallo Daniel,

Als Wasser verwendet man am besten Regenwasser und dann ist es eben ganz wichtig, daß immer genügend Frostschutzmittel drin ist.(ruhig auf -35° einstellen)

 Es schützt nicht nur vor Frost sondern vorallem auch vor Korrossion. Manche denken auch es sei gut übern Winter das Wasser abzulassen(wenn man den Schlepper

nicht benötig) sie machen dabei einen großen Fehler, denn dann rosten Motorblock u. Buchsen  erst richtig.

Nun mußt Du eben rausfinden wos herkommt. Die Zylinderkopfdichtung wäre noch die einfachste Lösung.

Bevor Du alles zerlegst würde ich es nochmal mit Kühlerdichtmittel versuchen.

                                                                             Gruß Harry
 
Hallo Harry,Wasser ablassen über Nacht steht sogar in meiner Bedienungsanleitung drin....Naja. Frostschutz war wohl damals für nen Landwirt ein Fremdwort?Viele GrüßeHolger
 
Hallo leute,

Ich habe einen d-324 und da war auch Wasser im Öl.

Mein Mechaniker sagte zu mir das die O-Ringe an den Zylinderlaufbuchsen kaputt sind.

Es war aber nur die Kopfdichtung.

Jetzt meine Frage, was dichten die O-Ringe ab?

Oder für was sind die?

LG Alex
 
Hallo

Die O-Ringe dichten den Wasserkreislauf zum Kurbelgehäuse ab. Bei den D-Serie Motoren kann Wasser im Öl durch die Kopfdichtung gelangen

MfG

Alwin
 
Die O-Ringe unten an den Buchsen trennen den Ölkreislauf vom Kühlwasserkreislauf, sonst nichts. Das reicht aber auch, denn die müssen so einiges ab können.

Gruß, Matthias
 
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