Wasserführender Kaminofen

Ich kann das ;-)

ich hab einen Wohnzimmerofen von Droof, Model Treviso W. Das Teil war zwar nicht ganz billig aber es erfüllt seinen Zweck genau wie von mir gewünscht, er gibt 4Kw raumseitig ab und 7Kw wasserseitig. Wenn ich an einem gemütlichen Sonntag den Ofen morgens so um 8.00 Uhr - 9.00 Uhr anfeuer und den ganzen Tag am brennen halte hab ich abends meinen 1000L Pufferspeicher trotz permanenter Energieabgabe an die Fußbodenheizung auf ca. 80°C. Natürlich springt die Wärmepumpe bei Kaminofenbetrieb nicht einmal an.

Grüße
 
Hallo zusammen,

bei uns steht auch in den nächsten Jahren eine neue Heizung an. Deswegen habe ich mir auch schon ein paar Gedanken dazu gemacht. Mein momentaner Favorit ist ein wasserführender Kamin, kombiniert mit Solarthermie und im Heizungsraum einen Pufferspeicher.

Für die ganz kalten Tage oder wenn wir mal länger nicht zu Hause sind, habe ich an eine kleine Pelletheizung im Heizungsraum nachgedacht. Diese aber ohne großen Pelletspeicher, sondern von Hand mit Säcken befüllt. Da kann man im Alter immer noch was daneben bauen. Außerdem wird ja auch noch die ganze Regelung usw. benötigt, die dann durch diePelletheizung übernommen werden kann.

Zur Zeit heizen wir mit Kamin und Heizöl, davon will ich weg. Bedarf ca. 1600 Ltr. pro Jahr. 

Da wo jetzt die Tanks stehen, soll dann der Pufferspeicher hin. Übergangsweise könnte ich mir noch vorstellen, einen stehen zu lassen und die jetzige Heizung für den Notfall zu nutzen. Mal sehen.

ich habe mich letztens mit einem Kunden darüber unterhalten und er hat es genauso gelöst wie ich es vor habe. Ist sehr zufrieden und braucht kaum Heizöl als Notreserve (hat statt Pellet noch die Heizölheizung)

Heizt so gut wie alles über den Kamin, der Rest kommt von der Sonne.

Da mir das Holzen Spaß macht und ich den Bedarf weitestgehend aus eigenem Wald beziehen kann, wäre das auf jeden Fall eine Alternative. Mir würde auch ein Holzvergaser gefallen, aber da macht meine Frau nicht mit, sie hat keine Lust das Ding zu befüllen 😂

Gruß

Sascha
 
Tag zusammen,

dazu kann ich auch was beitragen.  Ich betreibe seit etwa 4 Jahren einen solchen Ofen zur Heizungsunterstützung. Es war damals schon eine Gasheizung mit 800l Pufferspeicher davon 160l Brauchwasser vorhanden. Daran habe ich einen Aquaflam 12 angeschlossen. 10kw Wasserleistung, 2kw Raumleistung. Dies hat  den Vorteil, dass der Aufstellraum (mein Wohnzimmer) nicht unerträglich warm wird wenn der Ofen betrieben wird. Der Ofen war ein nackter Einsatz den ich dann ummauert habe.

Die Vorteile sind eben das die Wärme besser im Haus verteilt wird und Warmwasser erzeugt wird. Nachteile sind, wie bei allen Öfen, Schmutz durch das Holz, Krabbeltiere die aus den Holzritzen kommen, Staub, manchmal etwas Rauch im Wohnzimmer beim Nachlegen.

Ich würde aber jederzeit wieder so einen Ofen einbauen um mein ständig anfallendes Holz zu nutzen.

Kosten vor 4 Jahren, soweit ich mich erinnere:

Ofeneinsatz Aquaflam 12 ca. 1250€

Pumpe Laddomat ca. 160€

Rauchrohre, Schieber  ca.60€

22er Kupfer für Vl+Rl, 15er Kupfer zur Versorgung der Kühlschlange.

Rauchgasthermostat, Anlegethermostat, Sicherheitsgruppe, Fittinge (alles günstig über Ibäi) 50er HT Rohr für Ablauf, Geruchsverschluss--> alles nicht teuer, ein paar Kabel, Verteilerdose..

Der Einbau ist für einen normal begabten Schrauber kein Problem, löten sollte man beherrschen, beim Zusammenklemmen der Pumpenelektrik etwas nachdenken, dann klappt das alles. Abnahme vom Schornsteinfeger war völlig problemlos.

Wenn ich nochmal so einen Ofen einbauen wollte, würde ich eventuell eine Nummer größer nehmen (Aquaflam17kw). Wenn es kalt ist, so ab -8 Grad reich die Ofenleistung nicht aus, sodass die Gasheizung mitläuft. Das hängt natürlich immer von der Haussituation ab (hier ungedämmte Wände)

Grüße, Lutz

I
 
Hallo

Ich hätte die Möglichkeit ca 70Grad Warmes Wasser von einer Biogasanlage in ca 2Km Entfernung Kostenlos zu Holen Eine Leitung ist zu Aufwändig (2 Auen);man könnte das Warme Wasser aber Mobil Transportieren (z.b. mit einem Isolierten Güllewagen) Hat jemand Erfahrrung damit?

Mfg
 
Moin moin,

ich habe zwar keine direkten Erfahrungen, war aber neulich bei einem Kumpel der diese Art Heizung betreibt.

Ich sagte so aus Spass:

wenn mal der Strom ausfällt und meine Gasheizung dann aus ist und wir alle frieren dann ttreffen wir uns alle an

Mutters Küchenherd wieder. Oder ich komme zu dir.

Da sagte er nur ich bräuchte nicht kommen da ohne elektr. Umwälzpumpe der Ofen nicht betrieben werden kann

und ein Sicherungsschalter den Ofen "ausschaltet" damit er nicht überhitzt.

Das war mir bis dahin auch noch nicht so bewußt.

Gruß

Bernd
 
Hallo, also den mobilen Transport von Warmwasser zu Heizzwecken halte ich nicht für sinnvoll.... Rein rechnerisch, wenn Du 70 Grad warmes Wasser bekommst, und es zuhause in der Heizung bis auf ca.40 Grad nutzt bzw. abkühlst, transportierst Du mit einem 6000ltr. Tank die Energiemenge, die in etwa in ca. 22ltr. Heizöl drinsteckt....bei aktuellem Preis also ca. 11,-€. Das lohnt sich nicht wirklich....

Gruß Mike
 
Hi

Da ich am Renovieren bin sind noch alle Möglichkeiten offen Das "" Transportwasser dachte ich für eine Wandheizung unter Lehmputz (Vorlauf höchstens 40 Grad) zu nutzen

Mfg
 
Hallo, ein Wasserführender Kaminofen kann evtl. auch ohne Strom betrieben werden, aber dann muss der Pufferspeicher höher als der Ofen stehen und die Leitungen müssten mit Steigung verlegt und größer dimensioniert werden....funktioniert dann nach dem Schwerkraftprinzip....

Gruß Mike
 
Also den "Warmwassertransport" halte ich für wenig sinnvoll.

Ich bin zwar kein Heizungsfachmann aber jedes ab- und zupumpen stellt eine Möglichkeit da

das Schmutz in die Leitung kommt. Das "Transportfass" müßte dann ja auch richtig sauber sein,

evtl. ein alter Milchtank oder so. Außerdem da wo du das warme Wasser abziehen willst ist ja

eingentlich ein Kreislauf, nimmst du 6000l raus müssen auch wieder 6000l rein. Bei ca. 2€ je 1000l

sind das wieder zusätzliche Kosten. Oder willst du das Wasser wieder zurückbringen?

Und wenn nicht wo läßt du das dann? Wie oft müßtest du den Wassertransport durchführen?

Alle 3 Tage?

Gruß

Bernd
 
Hallo zusammen,

ich habe aus einem normalen Kaminofen einen wasserführenden gebaut. Dazu habe ich die gusseiseren Rückplatte im Brennraum gegen einen aus Edelstahl gebauten Wärmetauscher mit Staustufen getauscht. Den Zulauf und Ablauf habe ich durch den Fußboden in den darunter liegenden Heizungskeller geleitet und mit einer seperater Umwälzpumpe in den Heizkreislauf eingebracht. Wenn ich den Kamin in Betrieb nehme, schalte ich die Pumpe zu. Ich arbeite nicht mit einem Puffer. Nach anfänglichen Problemen mit Luftblasen funktioniert jetzt alles seit ein paar Jahren einwandfrei.

Bei Bedarf kann ich Bilder einstellen oder Fragen beantworten. Alles zusammen hat es ca Euro 1.000 gekostet.

LG

Kai
 
Hallo zusammen,

man kann sich mit einem Wechselrichter und einer Traktor/Autobatterie relativ einfach eine "Notstromversorgung" für die

Umwälzpumpe(n) bauen. Je nach Leistungsaufnahme der Pumpe und Kapazität der Batterie reicht das bis zu mehreren Tagen.

Man muß allerdings ein paar Dinge im Vorfeld beachten. Habe selbst 2 solcher Anlagen in Betrieb. Bei Interesse gebe ich gerne

Auskunft.

Gruß +Matthes+
 
Hi

Der Güllewagen müsste mit einem Wärmetauscher ausgestattet sein.Also die6000Liter dienen als Wärmespeicher(Medium) Es soll besser mit

Parafinwachs funtionieren wegen der Änderung des Zustandes von Fest auf Flüssig bei Wärmeaufnahme und von Flüssig auf Fest bei Wärmeabgabe

Mfg
 
Hallo Heiko, die Transportgeschichte rechnet sich halt einfach nicht. Bei einem Einsatz eines Tankwagens als Latentwärmespeicher mit Paraffinfüllung erhöhst Du die Wärmespeicherkapazität etwa um das doppelte im Verhältnis zu Wasser. Wenn ich meine erste Überschlagsrechnung mit Wasser auf Parraffin und die Wandheizung mit einer Rücklauftemperatur von ca 20 Grad umrechne, komme ich auf etwa 55 ltr. Heizöl je Tankwagenladung. Das Ergebnis steht in keinem Verhältnis zum Aufwand. Aber technisch sehr Interessant. Einfacher wäre es, darüber habe ich auch schon mal nachgedacht, sich selbst eine kleine "Mini"-Biogasanlagee zu bauen und nur die Abwärme zu nutzen.

Gruß Mike
 
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