Welcher Stahl ?

IhcD212

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19 Januar 2012
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moin leute,

ich wollte heute morgen die löcher von den seitenstreben von unserem d212 aufbohren ich meine die stangen die links und rechs neben die hubstagen kommen damit z.b. eine ackerschine nicht mehr nach links oder rechts schwenken kann (autoanhängerbetrieb) ja sie ist auch schon verdrehgesichert. so nun dachte ich mir nichts dabei ich musste die löcher von 24mm auf 26 mm aufbohen damit der bolzen rein passt ich glaube das ist kat 1 bin mir aber nicht sicher aufjedenfall dann den 26 er HSS bohrer in die bohrmaschine eingespannt die seitenstreben ab in den schraubstock und noch schnell die drehzahl ausgerechnet

ich bin von stink "normalem" baustahl ausgegangen aller st37 usw. also 40000/pie/26 = 489,70.. also bohrmaschine auf 450 eingestellt und los..

ich staunte nicht schlecht und hab mich richtig gewundert als sich der bohrer langsam selber auflöste.. erst brach ein kleines stück raus und dann ging nixmehr.. hab den dann neu angeschliffen exakt auf 118 grad hab es dann geschafft ein loch zu bohren aber musste 2 mal noch nachschleifen! 

was ist das denn bitte für ein stahl der da verwendet wurde? hab leider keinen hartmetall bohrer hab mal nachgeschaut so einer soll um die 700 euro kosten.. kann mir mal jemand helfen oder sagen wie ich das sonnst bohren kann ??

MFG
 
ein fehler hast du aufjedenfall drin, schnittgeschwindigkeit bei ST37, Vc = 20m/min

also nach der formel:

n= 20 * 1000
    (pi * 26)

n= ~ 244 U/min

ich würde das aber sowieso noch langsamer laufen lassen, vil so 180 U/min und ich würde die Bohrung vorher senken damit der Bohrer ordentlich geführt wird (weis jetzt niicht wie ausgeschlagen deine Bohrungen sind)

gruß Michael
 
Hallo,

deine Schnittgeschwindigkeit ist zu hoch, bei einem  HSS- Bohrer musst Du mit max. 20 m/min bohren also Drehzal ca. 250 Umdrehungen ( bei 26er Bohrer).

Das ist auch mit Sicherheit kein einfacher Baustahl ( ST 37 ), ich denk mal es ist ein ST 52 oder so.

Bin CNC- Fräser und kenne mich etwas mit diesen Sachen aus.

Viele Grüße

Werner
 
gibt auch bei baustahl unterschiede..  einmal Rm > 500 und RM < 500 hab ein blaues metalltabellenbuch da stehen alle vc drehzahlen drin allerdings müsste ich dazu auch wissen welcher stahl verwendet wurde..

also ich habe das buch:



und hier ist die seite zum bohren:

 
mit dem wert Vc 20m/min, bist du aufjedenfall auf der richtigen seite. Bin auch Zerspanungsmechaniker, weis wovon  ich rede ;)
 
Moin,

erschwerend kommt bei Dir hinzu, daß Du von 24mm auf 26mm aufbohren wolltest, da hat der Bohrer keine Führung. Am besten geeignet für solche Aktionen sind Nietlochreibahlen. Die hat man meist nicht greifbar, aber für Durchmesser, die man öfter braucht, lohnt es sich meines Erachtens in der Bucht nach solchen Dingern ausschau zu halten.

Grüße

Frank
 
Hallo,

Rm ist die Zugfestigkeit, die kannst du auch grob aus der Tabelle auf Seite 127 entnehmen.

St. 37 entspricht S235 und

St. 52 => S355.

Ich würde die Maschine wie schon beschrieben auf 200 bis max 250 U/min einstellen.

Gruß Nils
 
Die Streben bestehen aus allen, nur nicht aus Baustahl. Das Zeug ist schweinezäh. Was es genau ist, weiß ich nicht, aber definitiv etwas höherwertiges als Baustahl ala ST37. Auch ST52 ist es nicht - das weiß ich, weil ich mir neue Unterlenker aus ST52 gebaut habe und die lassen sich noch gut Bohren.

Ich denke mal langsame Drehzahl, gut schmieren und Geduld sind angesagt.
 
Hallo,

es besteht doch auch die Möglichkeit den 26mm-Bolzen gestuft ab zu drehen.

Im Bereich der Unterlenker auf 26mm lassen, den Rest auf 24mm abdrehen.

Gruß

Jörg
 
also ich als Elektroniker würde sagen zu großer Vorschub bei zu großer Drehzahl, dadurch ist die Schneide ausgeglüht/weggebrochen, danach hat sich das zu bohrende Material erwärmt und sich gehärtet. Ich hab vor ca 10 Jahren mal einen Unterlenker geschweißt (844xl )und würde vom schweißen her sagen das es sich um irgendwas oridinäres handelt. Anhand des Bohrens kann das keiner so richtig sagen, da sich zähe Werkstoffe immer ein bischen bescheiden bohren (vgl. 4301 vs sj235, obwohl das st härter ist lässt es sich leichter bohren...)
 
naja habs mit 100 umdrehungen probiert an der 2 ten strebe mit ordentlich schneidöl! ging nur bis zur hälfte dann war der bohrer auch wieder hin.. naja also feilen feilen feilen...
 
was isn das für ne aussage schmiert viel zu viel . das hab ich in meine laufbahn von 23 jahren als bauschlosser noch nie gehört ;-))))) alter wie geil . scheinst echt absolut null ahnung zu haben von metall und seine bearbeitung . meiner erfahrung her ist es eh schwirieg ein loch aufzubohren wenn du eh mim bohrer fast nur noch mit den flanken schneidest . hättest du jetzt 20 mm und wölltest auf 26 aufbohren ging besser . hab ich schon so oft gemerkt . bei 2mm kommen ja nur noch die flanken in berührung mit dem metall und dafür ist ein bohrer eigendlich nicht gemacht . er soll mal mindestens wenns sehr gut gehen soll ab der hälfte von der schneiddurchmesser net mehr genommen werden . wenn ihr es net glaubt . bohrt ein loch mit 16mm und bohrt das mal mit 17 auf . da merkt ihr das . und wenn der stahl noch eine höhere güte hat wirds immer schwirieger und die flanken brechen sofort ab oder glühen , weil sie nur reiben aber keinen ansatz findet die schneide wo sie den spann anheben kann. gerade bei größeren bohrlöchern merkt man das gravierend. bis 12 mm fällt es eigendlich net so richtig  auf . das müsten die gelernten zerspanner aber eigendlich wissen . aber sehe das bei uns im betrieb sehr oft das bei den jungen kerlchen die ausgelernt haben das praktische wissen fehlt . die werden ja nur noch sporadisch an manullen maschienen angelernt und lernen nur noch an den knöpfchendrücker maschienen. das merkt man später wenn sie selbständig arbeten müssen sehr heftig wenn mal was kommt wo man überlegen muss und handwerkliches wissen gefragt ist um die richtigen knöpfe zu drücken fürs prg.  denke mal mehr als st52 wirds net sein . st37 bestimmt aber net zu weich und zugfestigkeit zu gering für die kräfte . aber ein feinkornbaustahl wie st62 wird bestimmt net sein . ausser bei den neuen schlepper mit 10 to hubkraft vieleicht . es wird sicher an den flanken liegen wie oben beschrieben. ich hab schon mal bei edelstahl versucht von 20 auf 23 aufzubohren. 10 mal schleifen war gar nix und fast keinen druck ausgeübt im vorschub und das durch 20 dicke . was hab ich geflucht hier daheim bei mir . ohne richtiges schneidöl WAS GUT SCHMIERTE ABER NICHT ZU VIEL ;-))))) WÄRE ES ÜBERHAUPT NET GEGANGEN !!!
 
Hallo,

ich bin erst jetzt auf diesen Eintrag gestoßen.

 

Also zur Drehzahl bei so einer Bohroperation:

LANGSAM. Wenn die Bohrmaschine darüber verfügt, rate ich sogar das Vorgelege einzuschalten.

Vom Gefühl her würde ich die Drehzahl so um max. 100 U/min. wählen.

Dabei ist es (fast) egal, welche Zugfestigkeit der Werkstoff hat. Entscheidend hierbei ist einfach, dass der Bohrer über eine "unzureichende" Führung bzw. zu wenig Schnittdruck, der dem Vorschubsdruck natürlich entgegenwirkt, verfügt.

Übertrieben gesagt ist es fast wie beim Gewindeschneiden, weil wie schon erwähnt nur die Seele des Bohrers, welche für die Führung zuständig ist, den Bohrdurchmesser vergrößert. Der Bohrer zieht sich quasi von selbst durchs Loch und dabei werden die eigentlich Schneidkanten auf einer zu kurzen Fläche belastet, was diese natürlich aufgrund der zu hohen Punktbelastungen und dadurch zu frühzeitigem Ausbrechen und/oder Ausglühen bringt.    

Ein gleichbleibender "verharmter" Vorschub ist ebenfalls anzuwenden unter Verwendung von genug Bohremulsion bzw. Schneidöl. Zuviel gibt es hier nicht!

Ein kleiner Tip:

Für solche Operationen verwende ich einen Bohrer, wie ich ihn für Messing verwenden würde. Dabei schräge ich bewusst die beiden Hauptschneiden etwas ab, also eigentlich, dass er etwas stumpfer wird, damit der Bohrer nicht so viel reißt.

 

PS. Es ist vollkommen egal, welches Tabellenbuch man benutzt. Meins ist aus dem Jahr 1978 und ich garantiere, das dort auch alles genauso drin steht und genau so richtig, wie in dem abgebildeten neuem. Mag sein, dass da einige Sachen "mehr" drin stehen. Ob die aber so von nöten sind.... lass ich mal dahin gestellt. 

Es wäre schön, wenn die heutigen "Auszubildenden", wenigstens über die wichtigsten und Fundamentalen Dinge ihres/ihrer Berufs/Berufe bescheid wissen würden. Jedoch sage ich auch immer:

Ein Lehrling ist nur so gut, wie sein Ausbilder. Und auch dort sehe ich immensen Nachholbedarf.

Mir scheint es bald so, dass heutzutage keiner mehr etwas können brauch, Hauptsache auf dem Papier kann er etwas vorweisen. Das macht uns eines guten Tages fertig!

 

Und wenn ich mich anschließen darf:

Torsten Retemeier

gelernter Dreher im Handwerk. Seit 23 Jahren im Beruf.

 

Gruß

Torsten 

 
 
Hallo,

da es schwierig ist vorhandene Bohrungen minimal größer zu bohren, stellt sich doch die Frage, ob es Sinn macht, sie vorher

zu zu schweissen.

Wenn man dann die Mitte gut trifft, sollte es doch möglich sein das Loch ohne Bohrerbruch zu bohren.

Alternativ kann man aber auch solche Bohrer, die einen verstellbaren Durchmesser ermöglichen und mit HM-Plättchen versehen sind.

Damit kann man das Loch ausspindeln.

Leider fällt mir die Bezeichnung für die Bohrer nicht ein.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

 

ja man kann natürlich so eine Bohrung eleganter ausspindeln.

 

Dazu braucht es aber min. eine Fräse. Ich bin bei dem Beitrag nur von einer Bohrmaschine ausgegangen.

 

Viele Wege führen nach Rom...!

 

Wer die Möglichkeit hat, macht die elegante Lösung, wer nicht macht es mit dem Bohrer wie beschrieben.

Möglich ist beides.

Gruß Torsten
 
hmm, viele gute Ratschläge....

ich fasse mal zusammen:

so langsam wie möglich, bei 26mm reichen locker 80 umd/min auf keinen Fall mehr als 250... die Werte in den Tabellenbücher sind Maximalwerte unter guten Bedinungen. hast Du keine optimalen Bedingungen, bleibt Die nichts anderes übrig als darunter zu bleiben.

gut kühlen, Schneidöl ist nicht schlecht, aber reichlich Wasser tuts auch.... also nicht nur Tropfen, richtig fließen lassen.

das galt fürs Bohren grundsätzlich....

und nur kommt das "Aufbohrproblem"

Du mußt dafür sorgen dass der Vorschub klein bleibt.....

Da Du das warscheinlich nicht mehr mit der Handbohrmaschine schaffst, es sei denn Du bist ganz wild auf gebrochene Hände in Kombination mit Karusellfahrten .....

bleibt eigendlich nur eine Standbohrmaschine, die hat meist so ein Hebelkreuz für den manuellen Vorschub...

hier ist es einfacher wenn Du vorsichtig am oberen Hebel mit der Hand ziehst und gleichzeitig an dem daruterliegenden mit dem Unterarm bremst oder stützt.

Damit bekommst Du das sicher hin.... um mal eine Größenordnung zu beziffern 1/10mm pro Umd reichen völlig.... ab etwa 3/10 will sich der Bohrer selbst hineinziehen, ist also zuviel....

2 Dinge dabei bitte beachten,

Werkstück gut festspannen, es darf sich nicht bewegen, auch wenn der Bohrer "einharkt".

Die letzten 1-2 mm mit besonderer Vorsicht bohren, erhöhte Gefahr, dass der Bohrer "einharkt".

 

Und was allgemeines:

Ich find es wenig hilfreich über die Qualität der Auszubilden von heute zu lamentieren....

auch wir haben (manchmal) was gelernt, aber sicher unumstritten das meiste erst nach der Ausbildung. Denn die Praxis ist immer noch der beste Lehrmeister!

Also gebt den jungen Leuten eine Chance und wenn sie nicht weiterkommen seid Ihr ja noch da und könnt zeigen wie es besser geht! Das ist doch viel besser für alle.

Danke,

L.G. aus dem Norden
 
@ Malfer:

 

Ich gebe dir Recht.

Meine Äußerung zu den Lehrlingen von heute sind deffamierend und anmaßend!

So wie ich es geschrieben habe liest man es, als wenn ich damit alle Lehrlinge von heute meine.

Dieses will ich aber gerne korrigieren und es auf meine persönliche Erfahrung im Umgang mit unseren AZUBIS auf der Arbeit beziehen.

 

Es werden sicherlich Auszubildende geben, die nicht nur auf der Arbeit "abhängen" wollen, sondern die ernsthaft Spaß an dem Beruf haben und deswegen lernwillig und pünktlich erscheinen.

 

Gruß Torsten
 
Hallo Torsten,

auch wenn wir jetzt vom Thema abschweifen...

ich finde es sehr gut wie Du Deine Aussage berichtigt hast.....

und ich denke Du hast auch damit recht, dass es immer wieder mal welche gibt, die eigendlich nicht wissen was so eine Ausbildung bedeutet und ohne Ehrgeiz und ohne Einsatz einen "lauen Lenz schieben", das regelt sich dann aber irgendwann von selbst, glaube kaum dass die im Beruf bleiben, ist denen viel zu anstrengend.... ich hatte mal einen Boss (Getriebebau) , der hatte eine Faustformel: wenn Du nicht jeden Tag mindestens 1 Tonne an Teilen produziert hast, stimmt was nicht.... schaff das aber mal wenn Du kleine Alugehäuse ausdrehst oder an kleinen Ritzeln die Verzahnung fräst......

ja so ist das Leben, entweder Du machst was, oder nix passiert, dann ist es aber auch nix mit Knete....

 

L.G.

Michael
 
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