Also, was länge wärt, wird endlich gut.
Ich wollte mal den alten Thread wieder aufgreifen und einen kurzen Erfahrungsbericht über den Mulcher schreiben, den ich mir dann letztendlich angeschafft habe.
Ist ein China Mulcher (Bowell BCRI 180) geworden. Bezug erfolgte über Ulli Lübber.
Ziel: Aufarbeiten von totalverwilderter Streuobstwiese in Hanglage, Wegrand, und Mulchen von Geäst welches beim Baumschnitt anfällt und wegen starker Verzweigung durch keinen bezahlbaren Häcksler geht.
So kam er an, in einer großen Kiste. Bedienaleitung eher dürftig. Aber viel falsch machen kann man auch nicht.
Wichtig ist es jede Schraube und zwar wirklich jede Schraube, nachzuziehen, weil mit Drehmomenten haben die es nicht so.
Öl war schon was drin. Mangels Ölstab muss man das Auffüllen aber irgendwie abschätzen.
Verabeitung ist ansonsten ok. Bischen Rost am Getriebe. Und unbedingt auf die korrekte Verlegung der Hydraulikschläuche achten.
Was ich unterschätzt habe: Den Aufwand für 2 DW Steuergeräte. Im Nachhineinen hätte ich das auch einfacher haben können. Aber was solls, so hab ich 2 DW mit Schwimmstellung auf dem Kreuzhebel und 2 SB1 DW u ein einfaches.
Mal zum Rangieren angehängt, Schläuch noch nicht ordentlich fest.
Erste Gehversuche
Bisher einziger Ärger: Schweißnaht am Bolzen ab - Bolzen fiel nach unten raus.
Was man damit klein bekommt:
Mein persönliches Fazit:
Für das Geld geht das Ding echt in Ordnung. Hatte mit davor viele gebrauchte angesehen - war aber alles nur Schrott.
Für meine Zwecke ist das völlig ausreichend. Ich hab inzwischen ca 1/2 ha 2 mal gemulcht, teils am Hang und teils wwirklich übelstes Gestrüpp.
Das schöne am Auslegemulchern ist, dass man Weißddorn, Ginster oder Schlehen einfach von oben runter schreddern kann. Geht besser als wenn die Dinger liegen.
Durch die Schrägstellung kann man so eine Hecke auch gut von der Seite dezimieren.
Meine Apfeläste verschwinden nach der zweiten Überfahrt völlig. Der Mulcher zieht das Zeug förmlich durch. Übrig bleibt nur ein bisschen dreckige Mondlandschaft.
Selbst ein paar fette Steine, die ich leider doch übersehen hatte, haben außer ein paar Macken auf dem Hammer keine nennenswerten Schäden hinterlassen.
Der Lack ist auch noch ok, abgesehen natürlich von ein, zwei Beulen durch Steinschlag.
Mein 724 kommt mit den 180 cm auch ohne Frontgewicht ganz gut klar. Lediglich am Hang ganz ausgefahren geht der Traktor dann manchmal seine eigene Richtung.
Kraft vom 724 ist locker genug selbst bein übelstem Gestrüpp, da würden bestimmt auch 2 m Arbeitsbreite gehen
Die Hydraulik ist ausreichend schnell um bequem zwischen den Obstbäumen ein und auszufahren.
Aufpassen muss man auf die Gelenkwelle - hab den Zapfwellenschutz schon ganz schön ramponiert weil die Welle im ganz ausgefahrenen Zustand am Gestell schleift.
Wünschenswert wäre:
Eine Gegenschneide. Die hat er nämlich nicht, gibts auch nicht als Zubehör. Schade.
Das Schreddergut knallt dadurch einfach nur gegen das Blech. Da werde ich mir noch was überlegen.
Damit ließe sich das Schnittbild bestimmt auch noch verbessern.