Wie fährt man einen neuen traktor ein?

Keiser_1817

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12 März 2009
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Hallo,

wir haben einen neuzugang bekommen und zwar einen massey ferguson.
der traktor hat einen 3.3liter 3zylinder sisu-motor mit 70 ps.
wie behandelt man so einen schleppen am anfang richtif ran nehmen wie z.b tiefenlockern oder besser ein wenig grubben?

grüße aus der sonnigen pfalz
 
Schlepper neuester Generation brauche nicht mehr eingefahren werden. Sollte es bei dir anders sein hätte dein Händler was gesagt nehme ich an. Was steht denn in deiner Betriebsanleitung dazu?

mfg
 
Auch neuen Schleppern schadet ein Einfahren nicht......

Bewegende Teile wollen aufeinander eingespielt werden.

Fahre die ersten 20-30 Stunden gemäßigter....dann ist es auch schon okay. 500 Stunden einfahren ist Quatsch.

Ist das ein neuer aus der 3600er Serie? Was kostet so ein Schlepper und wie hast du den ausstatten lassen bitte?
Ich überlege ja auch noch, in den nächsten Jahren einen neuen, kompakten Allradler anzuschaffen.

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P1010057-1.jpg

Es gilt das © für meine Bilder!
 
Servus

Wir haben letztes Jahr unseren neuen K420 bekommen man sollte die ersten 100Stunden keine oder wenig Arbeiten machen wo man ihn plagt bis zum geht nicht mehr un die Motoren bekommen auch erst nach ca. 500bh ihre volle Leistung. Und mit nem 3 Zyl kann man ja sowieso nicht so Schwere Arbeiten verrichten auser man legt es darauf an.

Mfg Chris
 
Hallo!

Ich habe zwar noch nie einen neuen Schlepper gehabt, da aber das sensibelste Teil daran der Motor ist, kann das ja nicht viel anders sein als bei komplett überholtem Motor. Und den hatte ich schon. Auch wenn Hersteller und Verkäufer zum Teil behaupten, das sei heutzutage alles nicht mehr nötig, denke ich doch, dass ein wenig Schonung nicht schadet. Die wollen ja auch Teile verkaufen und dass ein Motor so robust sei, dass er keine Einfahrzeit benötigen würde, ist natürlich auch ein Verkaufsargument. Ich habe meinen Motor mit einem erfahrenen Altgesellen eines LAMA-Betriebs überholt. Der meinte anschließend, ich soll den die ersten 20 bis 30 Stunden so behandeln, als ob er kalt wäre, aber genau das (Kaltlauf) möglichst vermeiden. Danach ein Ölwechsel und dann ist er voll einsatzfähig.
Wie jeder weiß, sollte man kalte Motoren nicht zu hoch drehen und auch nicht das volle Drehmoment abverlangen. Also schön mittlere Drehzahl und Teillastbereich aber soviel, dass er warm bleibt. Ich habe einem Freund für seine Pflasterarbeiten das Material für den Unterbau gefahren. Nicht auf Höchstgeschwindigkeit und am Berg eher runterschalten. Das ganze mit dem FL breitgeschoben und schon waren meine 26 Stunden voll. (An 3 Tagen)
Die immer wieder gehörte Meinung, wenn man den Motor in den ersten Tagen nicht richtig rannimmt, bringt er hinterher keine Leistung, halte ich für absoluten Unfug.

Gruß Stefan
 
Hallo,

also in der betriebsanleitungist keine rede davon wie man den schlepper in den ersten betriebsstunden behandeln soll.

Ja es ist ein neuer ferguson der 3600 reihe und zwar der 3625 GE
zur ausstattung, er hat: allrad, höhenverstellbare unterlenker für seitenneigung (hydraulisch), starrstellung der unterlenker (hydraulisch), 24/24 gänge, getriebe 40km/h , klima, luftsitz, schnellhöhenverstellbares zugmaul, unterlenlerfanghaken kat2, 5 steuergräte hinten 4 zusatzsteuergeräte nach vorne, 1,17m breit arbeitsscheinwerfen hinten und vorne, 540 und 540E Zapfelle sowie 750er sparzapfwelle. für diesen schlepper muss man 38000 - 42000 rechen je nachdem

ich denke ich werde den schlepper erstmal gemach behandeln, wir spritzen ja jetzt erst einmal gegen unkraut und dann austriebsspritzung.

zum punkt 3 zylinder und keine schwere arbeit verrichten:
dieser motor wir bis 110 ps gebaut und ist auch in der neuen 200er vario serie verbaut.
unser alter eicher hatte auch nur 3 zylinder und der hat auf der straße besser gezogen als unser 654 naja hatte zwar auch einen turbo aber leistung bringen die kleinen motoren schon!

gruß andreas
 
Hallo Andreas,

wenn Du dein Gewissen beruhigen willst, kannst Du deinen Schlepper in den ersten paar Stunden schonen, nötig ist es aber wie bei fast allen neuen Kfz nicht mehr. Wer einmal bei der Werksführung eines grossen Nutzfahrzeugherstellers dabei war, weiss woven ich rede: Am Ende des Montagebandes werden zum ersten mal Diesel und Öle aufgefüllt, dann das Fahrzeug gestartet und sofort an den Drehzahlbegrenzer gefahren. Dem Motor macht die kurze Trockenlaufphase nichts aus, da die verwendeten Materialien mehr als ausreichende Notlaufeigenschaften haben. Auch bei der anschließenen Verladung wird das Fahrzeug meistens nicht gerade zimperlich gefahren (Zeit ist schließlich Geld)!

Im Lkw-Bereich würde es heutzutage keinem einfallen den LKW erstmal tausende von Km einzufahren. Ein nagelneuer Kipper kommt in die Kiesgrube, wird mit 25t Kies beladen und mit entsprechender Drehzahl mit Schwung wieder herausgefahren, da fragt niemand danach ob er nun einen Tag oder ein Jahr alt ist - im reinen Baustellenverkehr ist es noch weitaus schlimmer.

Wichtig ist es vielmehr die ersten Inspektionen nicht zu vernachlässigen, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen und Du hast lange Freude an deinem Schlepper!

@Stefan69:
Bei modernen Motoren werden zunehmend selbstlernende Steuergeräte verwendet, da passiert es durchaus, das der Motor mit der Zeit subjektiv "einschläft" und die Motorsteuerung wieder resettet werden muss. Beim Mercedes Actros mit Telligent Powershift-Schaltung muss z.B. auch desöfteren das Getriebe neu eingelernt werden, wenn es durch den Fahrer "versaut" wurde, da dessen manuelle Schaltgewohnheiten im Automatikmodus mitberücksichtigt werden.

MfG
Mario
 
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