"Wiedergebrauchbarmachung" eines DIEDAM 6000DK

DoHuhn

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23 März 2015
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57572 Niederfischbach
Hallo zusammen,

Beim Erwerb unseres 654 haben wir mit dem vorherigen Eigentümer ausgemacht, dass wir zusätzlich einen seiner alten DIEDAM 6000DK bekommen, hierbei handelt sich um einen Dreiseitenkipper mit zwei 4 Tonnen-Achsen (8Tonnen ZGG).

So war dann der IST-Zustand

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Viel Rost, aber nichts wirklich gravierendes, nachdem dann der ganze Müll runter war und alles abgeflext war, was noch so dran hing (es war alles komplett unbrauchbar) haben wir erstmal zugesehen, ob er überhaupt noch kippt. Dies tat er natürlich nicht, der Fehler war schnell gefunden, das ?Kippwinkelbegrenzungsventil? war irgendwie nicht mehr gängig, weshalb wir dieses ERSTMAL mit einem Schlauch überbrückt haben, danach ging es ans Teile suchen, wir wollen ihn diesen Sommer untenrum entrosten und lackieren, um ihn einsetzen zu können aber vorher schon mal ordentliche Pracken bauen.

Beschläge dafür habe ich bei Archus Neumeier recht problemlos bestellt, jedoch waren mir die Originalen Aufstellscharniere (zum Breitstellen der Bordwände) da zu teuer, zumal ich so eine Funktion eh nicht brauche. Habe dann aus Rechteckrohr und Rundstahl selber welche "gebastelt"

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hier habe ich erstmal alles in Form und auf Länge gebracht, der Rundstahl ging zum Drehen (Anfasen für die Schweißnaht und Bohren für den späteren Bolzen), die Rechteckrohre gingen zum Fräsen, hier wurde im Durchmesser des Rundstahles ein Halbkreis eingefräst.

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Nach dem Fräsen habe ich die Recheckrohre dann noch 45° abgesägt, damit die Pracken weit genug öffnen, habe das erst nachher gemacht, weil ich keine zu großen Vibrationen an den Teilen provozieren wollte und weil mein Bekannter die Fase vergessen hat :D.

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Das alles hab ich schon letzten Sommer gemacht als es am 654 nicht weiter ging wegen Wartezeiten.

im Dezember hab ich dann über meinen damaligen Arbeitgeber noch 6 Stangen Winkelstahl besorgt, welche ich dann vor ca. zwei Wochen an drei Nachmittagen veredelt habe.

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nach der ganzen Arbeit dann noch etliche Schweißperlen entfernt und Schweißnähte beigeschliffen und dann alles demontiert und ab damit...

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... ins Zinkbad, eigentlich sollte der 654 die Fahrt übernehmen, aber das ging dann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht...
zwischenzeitlich hatte ich dann noch im Sägewerk in der Nähe Bretter schneiden lassen und diese gestrichen.

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Bevor es dann Freitag an die Endmontage ging.

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Ich finde das ganze kann sich schon recht gut sehen lassen!

Werde mir das Typenschild (es war tatsächich noch vorhanden und ist halbwegs leserlich) jetzt neu machen lassen, die Lampen hinten neu machen (es kommen LEDs ran) und dann mal versuchen die ABE wieder zu bekommen, er ist zwar beim KBA gelistet, jedoch können die mir nicht "mal eben" eine Kopie der ABE zukommen lassen..

Das war die Antwort vom KBA:
"Leider kann ich Ihnen in Ihrer Angelegenheit nicht behilflich sein.

  Ausnehmlich für Kleinkrafträder aus der ehemaligen DDR (vgl. Verkehrsblatt 1991 S. 736) versendet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ABE-Abdrucke.

  Es ist deshalb notwendig, dass Sie für Ihr Fahrzeug gemäß § 21 Satz 1 Straßen­verkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) die Betriebserlaubnis bei Ihrer Zulassungsstelle einzeln beantragen. Voraussichtlich wird hierfür auch eine Begutachtung durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen, a.a.S. (z. B. TÜV, DEKRA) notwendig.

  Es wird die Möglichkeit angeboten, einen Abdruck der ABE 9220 an die Zulassungsbehörde oder den a.a.S. (z.B. TÜV, DEKRA)  zu übermitteln, die mit der Betriebserlaubniserteilung befasst werden.

  In diesem Zusammenhang weise ich Sie darauf hin, dass die Zulassungsbehörde u. U. eine Unbedenklichkeitsbescheinigung verlangt.

  Abdrucke von Fahrzeugtypgenehmigungen werden in diesen Fällen somit nicht an den Fahrzeughalter erteilt."

Mal sehen wie ich das mache..

Dominik
 
Hallo, danke für euer Lob, das tut nach der ganzen Arbeit schon recht gut.

Habe vor ca. einer Woche die erste Fahrt mit dem guten Stück gemacht, habe Holz aus dem Wald geholt und bin noch immer erstaunt wie viel da drauf passt!

vorgespannt hatte ich den CS von einem Bekannten, da der 654 ein Löchlein im Kühler hatte.

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Als nächstes kommen erstmal noch ein paar rechtliche Sachen, das 25 km/h Schild, Folgekennzeichen, neue Beleuchtung.

Zudem bin ich dabei das Typenschild neu zu machen (bzw. machen zu lassen), das alte ist mir zu sehr verwittert.

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Wenn das alles fertig ist wollen wir mal ein Angebot holen zum Sandstrahlen und Grundieren des Gestells, wenn uns der Preis zusagt, dann lassen wir das machen, wenn nicht werden wohl ein paar Tage noch dafür draufgehen.

Und wenn dann alles fertig ist geht es zum TÜV zwecks ABE (wie schon beschrieben).

Dominik
 
wo läst du das Typenschild machen? hatte mal nen angebot bekommen von 100€ war mir dann zu fett. da mann ein universal schon für nicht mal 10€ bekommt.

mfg der Henry
 
Hallo Henry,

ich hab heute ein Angebot erhalten, dieses ist zwar nicht ganz so hoch wie deins, aber dennoch geht es in die Richtung. 

Mit Steuer und Versand liege ich da bei um die 50€...

ABER

wenn ich zehn Leute zusammen bekomme, die ein solches Schild haben wollen, dann würde der Stückpreis auf knapp 30€ sinken. Für Gewerbetreibende sogar noch tiefer, da ich selber Gewerbe angemeldet habe und die Schilder mit ausgewiesener MwSt. weiterverkaufen könnte.

Hier ein Bild, das mir die Firma als "Testgravur" zugeschickt hat.

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Daten des Typenschildes

Alu Typenschild Farbe Schwarz

Lasergravur weiß

Tiefgravur Silber

Größe  12,5x7 cm, Stärke 1 mm

Die eingeschlagenen Zahlen könnten zudem direkt tiefgraviert werden

Nochmal der Aufruf:

Wer Interesse an einem solchen Typenschild hat, der möge mir dies bitte mitteilen, gerne auch per Mail an dominikhuhn@gmx.de!
Bereits bei 5 Interessenten (2 habe ich bereits) sinkt der Preis auf ca. 40€ pro Schild!

Dominik
 
Sooo,

Das mit dem Typenschild habe ich jetzt erstmal hinten angestellt.

Dafür habe ich jetzt zwei neue Keile, Stahl - verzinkt, die vorne an der Bordwand ihren Platz gefunden haben.

Das vorgeschriebene 25km/h Schild hat ebenfalls seinen Platz gefunden.

Sonntag habe ich mich dann mal um die Lampenhalterung(en) bekümmert. Lampen, Rückstrahler und Nummernschild hatte ich mir schon besorgt.

Da die alten meiner Meinung nach nicht mehr zu retten waren habe ich mich entschlossen aus den Resten Winkeleisen, die ich von den Bracken hatte, komplett neue Halterungen zu bauen.

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So sah der eine nach der Demontage aus, habe ihr als Muster genommen

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und anschließend Teile für beide Seiten zugeschnitten

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und verschweißt, im Schrottregal hab ich noch ein Stück Flacheisen gefunden, dass ich für die Steckdose hinten benutze.

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Gestern hab ich dann die Nähte beigeschliffen und Schweißperlen entfernt und alle Löcher angezeichnet und gebohrt. zu guter letzt noch alles grundiert und abends "lackiert"

Heute dann erstmal alles montiert, mir gefällt es :)

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Die Steckdose fehlt noch, wollte eine andere wiederverwenden, die ich noch hatte, aber die stellte sich als defekt heraus, eine neue ist bestellt.

Habe die beiden Einheiten dann noch montiert, jedoch noch nicht verkabelt, das kommt erst wenn die Steckdose da ist.

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Dominik
 
Ich dachte mir, es wäre nochmal an der Zeit hier etwas zu schreiben, viel hat sich jedoch nicht getan, der Kipper hatte noch ein paar Einsätze, jetzt will ich mich erstmal noch weiter um die Technik kümmern, ehe es an das Farbkleid "untenrum" geht.

Aufgrund einer Schulterop aufgrund eines Unfalls bin ich nur leider stark gehandicapt noch bis Mitte September.

Erstmal geht es an die Handbremse, der Hebel ist komplett verbogen, der Zahnkranz verzogen und abgenutzt und das Gestänge ist verbogen.

Von einem alten Güllefass muss ich die Handbremse noch demontieren, diese ist grade und unverzogen und dient somit als Vorbild, um die alte zu reparieren.

Am Bremshebel werden neue Flacheisen angeschweißt und die Druckfeder wird erneuert.

Das Zahnsegment habe ich schon in CAD gezeichnet, muss nur noch mit der unverzogenen Handbremse überprüfen, ob das alles so passt, dann wird das Teil bestellt.

das Gestänge wird gerichtet oder ggf. sogar erneuert, dazu werden an den Stellen, wo es mit Bolzen verbunden ist die Löcher aufgebohrt und es werden durchgängige Buchsen eingeschweißt, aktuell ist das Gestänge (Rundrohr) dort nur platt gehauen.

Eigentlich wollte ich noch Fotos anfügen, da die aber immer komisch verdreht waren lasse ich das erstmal :D.

Dominik
 
Moin,

die Handbremshebel kann man problemlos nachkaufen, die gibt‘s noch. Kosten um und bei 80€ plus Steuer. Dann ist das Zahnsegment zwar geschlossen, aber die Löcher für die 8mm Schrauben passen.

Warscheinlich wirst Du das aber schon viel besser erledigt haben.

Gruß

Frank
 
Hallo Frank,

danke für den Tipp, habe die fertigen Hebel natürlich auch gesehen und auch beim Händler angefragt, aber der wollte fast 100€ für ein Originalteil haben, daher hatte ich mich entschieden es selbst zu bauen.

bin auch recht weit, habe alles nötige schon vorbereitet, da ich noch Probleme mit der rechten Schulter habe und somit größtenteils einhändig arbeiten muss, nächste Woche sollte ich aber wieder beidhändig einsatzbereit sein, dann wird verschweißt und probiert. es fehlen nur noch die Brennteile, sprich der Zahnkranz.

Ohne Arbeitszeit zu berechnen (wer macht das schon :D) habe ich dann keine 30€ für alles ausgegeben.

Grüße
Dominik
 
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