Wildkrautbürste für Pflasterreinigung

Hallo,

wollte den Beitrag nochmal nach oben holen.

Ich hab meinen Kollegen nicht überzeugen können das wir eine Maschine zum Schieben beschaffen. Die Variante zum anhängen an den Schlepper gefiel uns beiden einfach besser da wir beide große Flächen ohne Verwinklungen haben, allerdings liegen die Kaufgeräte in einer Preisliga das es sich nicht lohnen würde.

Also haben wir angefangen eine Maschinen zu bauen die eine Welle mit Wildkrautbesatz hat und gleichzeitig mit wenigen Handgriffen zur Kehrmaschine umgebaut werden kann.

















Ich denke mal das Ergebnis kann isch durchaus sehen lassen. Die Teile wie Winkeltrieb, Hydromotor, Zylinder, usw. sind alle vom Schrottplatz, somit waren die Kosten sehr überschaubar.

Gruß,

Benjamin
 
Wow Benjamin,

da halte ich mich jetzt mal ganz diskret zurück und beobachte interessiert den Fortgang eures Projekts. Ne Walze in der Breite mit Zopfbürstenbesatz hat aus gutem Grund m.W. bisher noch kein Profi-Hersteller gebaut.

Aber ich will da kein voreilige Beurteilung abgeben. Eine Frage sei gestattet: Habt ihr mal gerechnet, wieviel Zopfbürsten in eure Maschine reingehen und was die kosten und wie lange die halten? Vermutlich nicht! Oder flechtet ihr die auch selbst?

Hoffentlich berichtest du weitgehend objektiv über eure Ergebnisse.

Viel Erfolg!

Beste Grüße

+Matthes+
 
Hallo Matthes,

bei meiner Suche im Internet hab ich zwei Hersteller gefunden die Wechselsysteme in ihre Kehrmaschinen anbieten. Ob die Maschine zu hundert Prozent unsere Erwartungen erfüllt werden wir erst bei der Jungfernfahrt herausfinden. Der Teller der als Seitenbesen dient hat uns zuerst zu Testzwecken gedient um ewas Erfahrung zu sammeln bezüglich der Seilstärke und wie Starr/Flexibel das Drahtseil sein muss. Die Zöpfe werden aus 18mm Drahtseil hergestellt das freundlicherweise von einem Kranhersteller hier aus der Nähe auf dem Schrottplatz entsorgt wurde. Verpresst wird das ganze mit einem Rohr Dm. 21x1,5 sowie einem Schlauch der das aufspleißen des Seiles verhindern soll. Die Vorrichtung zum pressen hab ich die letzten Tage hergestellt, sobald die beiden Nocken zum Verpressen vom Härten wieder da sind gehts ans Eingemachte. Zu den Kosten pro Zopf, das Rohr, das Seil und der Schlauch belaufen sich auf 58 cent pro Zopf so wie wir alles gekriegt haben, insgesamt sind 240 Zöpfe verbaut mit dem Seitenbesen, also kommen wir auf grob 140€ für die komplettbeschickung der Bürste. Arbeitszeit für die Herstellung geschätzt ca. 1 Tag zu zweit. Die Haltbarkeit der Zöpfe wird sich mit der Zeit zeigen.

Hier noch zwei Bilder der Pressvorrichtung beim Herstellen:





Und noch der Link zum Video von der großen Arbeitsbreite:

www.youtube.com/watch?v=qPTtV0B8VvA

Aber mich würde deine Meinung/Erfahrung interessieren welche Bedenken du zu der großen Arbeitsbreite hast. Bin für Kritik/Anregungen offen.

Gruß,

Benjamin
 
Hallo Benjamin + Co. :-),

bitte ausschließlich als Anregung betrachten! Eine Kritik steht mir nicht zu und ich bewundere eure Kreativität, Tatkräftigkeit und Möglichkeiten. Ich kann mich momentan aus gesundheitlichen Gründen auch nur kurz fassen, daher stichwortartig:

Eine Wildkrautbürste/Beborstung muss ca. 5 mm in die Pflasterfuge/Pflanzenstengelbereich "runter" können, denn da wohnt der "Feind". Immer nur das Blattgrün an der Pflasteroberfläche zu entfernen, regt die Pflanze zu umso stärkerem Wachstum an.

Eure geplante Zopfbeborstung ist dazu viel zu dicht und zu hart, sowohl beim Tellerbesen, als auch bei der Besenwalze. Dadurch kommt ihr zum einen nicht in die Fugen zum anderen ist keine/äußerst wenig Bodenanpassung möglich. Ein gleichmäßiges Kehr/Reinigungbild wird schon bei einer ansonsten unsichtbaren Fahrspur im Pflaster sichtbar, was durch die große Arbeitsbreite der Hauptkehrwalze stark verstärkt wird. Die geplante Beborstung ist sehr agressiv, IMHO zu agressiv für Betonpflaster!

Also probiert es aus! Bei dem von mir prognostizierten Ergebnis, erst mal 2/3 tel der Zöpfe raus, dann wird die ganze Sache weicher/besssere Bodenanpassung. Keine "Stützschläuche" über die Zöpfe. Das nicht weiter tragische Aufspleißen der Zöpfe begünstigt Agessivitätsminderung und Bodenanpassung. Bei der Kehrwalze kann ich nicht erkennen, wie die "Sterne" auf der Welle befestigt sind. Muß ich auch gar nicht wissen. Nur: Ordnet die Sterne so an, daß sich bei der Walze seitlich gesehen eine Spiralform ergibt, keine Zopf-/Borstenreihe, sonst fängt die Walze wahrscheinlich an zu hüpfen.

Soviel zunächst mal von mir.Ich wünsche euch gutes Gelingen und viel Erfolg und wenn euch mal langweilig wird, wüßte ich da was.........

Beste Grüße

+Matthes+
 
Hallo,

nach langer Zeit der  Tüftelei kann ich wieder ein paar Fortschritte melden. Mittlerweile war die Bürste im Einsatz und macht ihren Dienst. Allerdings hat es nicht auf Anhieb geklappt, es war ein langer Weg bis die Bürste funktioniert hat. Das Herstellen der Zöpfe war ein ziemlicher Kraftakt da die ganzen Rohre und Schläuche vor dem Pressen auf das Seil geschoben werden mussten.

So sah das ganze dann montiert aus:



Beim ersten Testlauf wurde dann schnell klar das die Kette die Belastung nicht aushält. Also ersmal eine andere suchen, es wurde eine Doppelkette.

Gestern hab ich dann den zweiten Anlauf gemacht, die neue Kette dehnt sich zwar, aber sie hält.

So sah der Rote nach kurzer Zeit aus, mit dem Staub müssen wir uns noch Gedanken machen



Also im großen und ganzen bin ich wirklich zufrieden, das Unkraut wird zu 95% entfernt, allerdings braucht es 2 Überfahrten, eine längs und eine quer, dann wird es optimal.



Hier noch der Unterschied vorher nachher



Gruß,

Benjamin
 
Hallo,

das ist doch ein sehr gutes Ergebnis! Die Mühe hat sich gelohnt.

Ich hätte da auch noch eine Frage: Habe ein Westermann Radialbesen

mit Benzinmotor. Kann man den wohl umrüsten auf das von Westermann

angebotene Wildunkrautbürste oder geht das nicht und muß eine

eigene Maschine sein? 

Weiß da jemand etwas darüber?

Gruß Casi
 
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