Zapfwelle dreht nicht mehr am 423

423-Ralf

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Hallo,

423 mit Agriomatik, ohne Doppelkupplung.

Hatte eben den Häcksler an der Zapfwelle um Hackschnitzel zu machen.

Bei einem arg dicken Stück ist er mit der Drehzahl in die Knie und abgestorben. Dann hab ich die Zapfwelle abgeschaltet und neu gestartet. Als ich die Zapfwelle wieder eingeschaltet habe war noch Kraft zu spüren, allerdings hat sich im Häcksler etwas verklemmt und ich hab die Kupplung gedrückt, mehr Gas gegeben und es nochmal versucht. Irgendwann hab ich dann festgestellt, dass die Zapfwelle nicht mehr funktioniert.

Wenn ich sie einschalte dreht sie sich zwar noch mit, hat aber Null Kraft mehr. D.h. ich kann den ZW Stummel festhalten indem ich nur ein Stück Holz dagegen halte.

[BAD]e verdammte!! Ich wollte heute eigentlich noch alles für den Winter häckseln.

Hat jemand ne Idee woran es liegen könnte?
Am Hebel sehe ich eigentlich nichts. Der ist ganz normal und fühlt sich eigentlich auch nicht seltsam an. Seltsame Geräusche höre ich auch nicht, fahren tut er auch noch ganz normal. Erst dachte ich ja es läge an der Kupplung, aber die funktioniert tadellos.

Bin für jeden Rat echt dankbar.

Grüße
Ralf
 
Moin,
hat es denn nicht gerumst oder gekracht? Ansonsten könnte ich mir vorstellen, daß das Schiebestück zum einschalten der Zapfwelle nicht mehr von dem Hebel betätigt wird. Springt die Zapfwelle im normalen Gebrauch bei Lastwechsel raus? Kontrolliere mal den Spannstift, mit dem der Hebel auf der Welle die ins Getriebe geht,ob der fest ist.
Grüße
Frank
 
Nein, war eigentlich nichts zu hören oder zu spüren. Aber es war ja auch sehr laut weil der Motor mit relativ viel Gas lief.

Das Schiebestück funktioniert noch einwandfrei. Wir haben es zu zweit getestet. Einer hat die Zapfwelle von Hand so hingedreht, dass der Hebel nicht eingerückt werden kann. Dreht man ein kleines Stück weiter geht der Hebel ganz normal auf Betriebsstellung. Ich hatte auch gehofft, dass es daran liegt, aber das ist es definitiv nicht.

Wenn die Zapfwelle eingeschaltet ist und ich hinten von Hand drehe ist ein nicht ganz gleichmäßiger Widerstand zu spüren. Dreht man ruckartig hin und her sieht man unten durch das Guckloch unter der Kupplung, dass die Getriebe Eingangswelle sich bewegt.
Ist die Zapfwelle ausgeschaltet kann man sie ganz leicht drehen, ohne einen Widerstand zu spüren - also ganz normal.

Ich denke, irgendwas hats da abgeschert.
 
Nach genauerem Studium des Werkstatthandbuchs denke ich, dass es fast nur an dem Schiebestück liegen kann. Vielleicht ist das einseitig irgendwie aufgeplatzt. Mit viel Pech hat es die Zähne auf der Welle die das Schiebestück mit der Zapfwelle verbindet abrasiert. Wobei ich mir das fast nicht vorstellen kann. Der 423 hat doch nur 40 PS und Traktoren mit doppelt so viel oder noch mehr PS haben ja die gleichen Zapfwellen. Die Zähne beim Schiebestück sind, so wie ich das auf den schlecht kopierten Zeichnungen, sehen kann ja im Prinzip ganz ähnlich oder gleich wie die auf der Außenseite. Die sollten doch mit den 40 PS kein Problem haben.
 
So, heute mal Zapfwelle und die Schaltmuffe ausgebaut.
Ergebnis: Sieht aus wie neu. Da sind sogar noch die Muster vom Fräsen zu erkennen.

Verdammt, jetzt bin ich mit meinem Latein echt am Ende. Was kann es noch sein?
Kupplung, Lamellenkupplung der Agriomatik, beide Gruppen und alle Gänge funktionieren einwandfrei.
Nur die Zapfwelle dreht völlig kraftlos bwz. kann von Hand festgehalten werden.

Wie ist das eigentlich mit dem Antrieb vom Messerbalken? Dreht der nonstop mit wenn der Motor läuft oder wird der auch über die Zapfwelle ein- und ausgeschaltet? Wenn ich das richtig sehe kann man den nicht abschalten.

Hat eigentlich jemand das Werkstatthandbuch in Farbe bzw. in richtig guter Qualität? Oder noch besser, ein paar Fotos vom Getriebe wären Gold wert. Auf meinen S/W Kopien des Werkstatthandbuchs ist nicht viel zu erkennen.
 
Hallo,
du hast doch eine Doppelkupplung. eine für Getriebe und eine für Zapfwelle,
Wahrscheinlich ist die 2 kupplung für die Zapfwelle hin.
Daß dein Gertieb noch geht hat mit der Zapfwellenkupplung nichts zu tun.
MfG Jürgen
 
@Jürgen:
Nein, der hat keine Doppelkupplung.

@Jörg:
Von da hab ich das Handbuch. Steht zwar alles drin, ist aber nur in S/W und in nicht sehr guter Qualität. Der im Original wohl farbig eingezeichnete Kraftfluss ist so z.B. überhaupt nicht zu erkennen.
 
Moin,
so wie das aussieht wirst Du wohl nicht umhinkommen, das Getriebe zu demontieren. Eigentlich kann der Kraftfluß dann ja nur noch in der Untersetzung unterbrochen sein. Dazu mußt Du den Schlepper hinter der Kupplungsglocke trennen. Das ist aber eine asige Schrauberei. Eigentlich kann der Fehler ja nur noch da im Vorgelege liegen.
Berichte mal woran es nacher gelegen hat.
Grüße
Frank
 
Hallo ralf
ich habe hier die Seiten aus dem WHB vom 439. Die sollten ähnlich sein. Vom Kraftfluß her wird die Zapfwelle vom vorgelege bzw agriomatik welle abgenommen. Wenn deine Ackergänge noch gehen ( also agriomatik eingeschaltet) sollte zumindest bis dahin die Vorgelegewelle noch ok sein.
Dann kann es noch die Schaltmuffe der Zapfwelle sein oder welle ( Vorgelege oder Zapfwelle) gebrochen.

Das mit ohne Doppelkupplung hatte ich überlesen /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif

MfG Jürgen
 
Danke für Eure Ratschläge.
Ich bin bis vor ner Stunde davon ausgegangen, dass die hintere Vorgelegwelle gebrochen sein muss. Konnte es mir zwar nicht wirklich vorstellen, da aber jede andere Möglichkeit nach und nach ausgeschlossen wurde blieb nur noch die Welle übrig.
Meine Freundin meinte gestern aufmunternd ich soll doch einfach wieder alles zusammenschrauben, dann gehts bestimmt wieder.

Ehmm, was soll ich sagen. Sie hatte nicht ganz unrecht.

Nachdem ich heute auch noch einen Schaden an der Welle ausschliessen konnte (hinten mit Schraubenzieher durch das Loch wo der Hebel reinkommt blockiert und vorne von Hand am Zahnrad wo der Messebalken angeflanscht wird gedreht - ging erst als ich die Blockierung hinten löste), war ich endgültig ratlos.

Dann hab ich mir den Hebel nochmal genauer angeschaut. Sah soweit einwandfrei aus. Nichts war erkennbar verbogen oder abgenutzt. Aber auf der Stirnseite des Bolzens der in der Schaltmuffe läuft waren ganz feine Riefen zu sehen die da eigentlich nicht sein sollten.

Fazit: Irgendwie muss der Bolzen aus der Nut der Schaltmuffe gerutscht sein. Beim Betätigen des Hebels hat es sich jedoch trotzdem so angefühlt als würde man die Muffe noch betätigen.

Also alles wieder zusammenbauen und freuen /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
 
Hi /styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
das sind die besten Reparaturen, bei denen es nur so aussieht als wenns kaputt ist.
MfG Jürgen
 
Tja, war wohl nix.
Beim ersten Einsatz ist die Zapfwelle wieder stehen geblieben. :-(

Hab mir inzwischen so eine Endoskopkamera gekauft und heute mal durch die hintere Geriebeölablassöffnung geschaut.
Zapfwelle, Schaltmuffe UND die hintere Vorlegewelle aus dem Getriebe drehen sich wenn die Zapfwelle eingeschaltet ist und man von Hand hinten dran dreht.
Vor dem Getriebe dreht sich die Welle auf der das Zahnrad für den Messerbalkenantrieb sitzt jedoch nicht mit.

Man spürt beim Drehen jedoch deutlich einen Widerstand je achtel oder sechzehntel Umdrehung.
Die Vorlegewelle ist also tatsächlich gebrochen, und zwar direkt hinter dem Antriebszahnrad.
Verdammte Sche****

Würde sagen, wirtschaftlicher Totalschaden.
Die Reparatur kostet in der Werkstatt doch locker 2000 bis 3000 Euro.
Fraglich ob es die Welle überhaupt noch neu gibt.
 
Hallo Ralf,
auch wenn Dich meine Zeilen nicht richtig weiterbringen..... vielleicht ermutigen sie Dich doch ein wenig: es gab doch soooo viele 423, und es gibt schon gewiß einige "tote"423 mit noch guter Welle..... geh doch mal auf nen "Friedhof", bzw. zu nem Schlachter.
Ich kenn aber auch einige Leute mit "kleinem IH", deren Tod der Hackschnitzler war. Soll schlicht heißen die kleinen taugen nicht unbedingt zum "schnitzeln"!.... Ich selbst zweifle ob mein 833 dafür so gut geeignet ist..... .
Aber vielleicht findest Du ne gebrauchte Welle aus nem Alten...... die WHB´s hast Du ja schon...../styles/default/xenforo/smilies/fr/smiley4.gif
Grüße,
Manfred
 
Selbst machen würde ich mir handwerklich schon zutrauen. Nur zeitlich ist das leider völlig ausgeschlossen.
Der Händler/die Werkstatt, in der ich ihn reparieren lassen würde, handelt auch mit gebrauchten Schleppern und die haben auch viele Kontakte. Kann gut sein, dass die ne gebrauchte Welle auftreiben können. Mal schauen.
Nur vermute ich, dass die Arbeitskosten erheblich sein werden.

Eigentlich träume ich ja schon lange von einem 833er. Aber erstens fehlt mir dazu im Moment schlichtweg die Kohle (die Kisten werden ja wie Gold gehandelt) und zweitens, was mach ich dann mit dem 423? Den wegzugeben würde ich nicht übers Herz bringen.
Der Schlepper ist nur ein paar Jahre älter als ich, auf dem hab ich als Kind das Fahren gelernt und bis jetzt hat er mich nie im Stich gelassen.
Ne, da hilft alles nichts, der muss repariert werden - koste es was es wolle.

Hab mir dem ja schon viel gehäckselt. Das Problem war einfach, dass ich bei blockiertem Häcksler zu viel Gas gegeben habe und die Kupplung zu schnell kommen liess und das mehrmals hintereinander. Das war dann wohl zu viel für die Welle. Beim Häckseln selbst gabs ja kein Problem.
 
Hallo, ich habe noch ein Zerlegtes Getriebe von 453 liegen.
Das kannst Du für kleines haben.
Wie die Welle aussieht, kann ich nicht sagen, es hatte einen Lagerschaden
beim Umkehrrad für den Rückwärtsgang.

015158105065

Gruß Michael
 
Hallo Ralf,
wäre doch klasse wenn Du mit Michael einig wirst.... und die Welle passen würde.....! Vielleicht kannst Du gar nen Monteur auftreiben der Dir "für kleines Geld hilft" und ihr macht ne "Hau-Ruck"-Aktion am WE.... das wärs doch....? Wenn Du berücksichtigst, was Du dabei sparen kannst, dann wäre doch sogar ein bischen Urlaub gerechtfertigt? Gruß,
Manfred
 
Michael, ich ruf Dich morgen mal an. Wäre natürlich super wenn ich das Teil schon hätte vor ich überhaupt zu suchen begonnen habe.

@Manfred
Naja, um das Ding zu tauschen muss der Schlepper getrennt werden, Kraftheber runter und Achsen und Differential raus.
Ich bin selbständig und bis Ende Januar ist bei uns Halligalli. Da wirds zeitlich nicht einfach.

Mal schauen was die in der Werkstatt dafür haben wollen.
 
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