Traecker25
Mitglied
Hallo liebes Forum,
ich lese schon länger hier im Forum mit und habe jetzt ein paar Fragen, zu denen ich noch nicht richtig fündig geworden bin
ich bin seit Sommer letzten Jahres Besitzer eines D432. Vom Vorbesitzer weiß ich, dass dieser die ZKD gemacht hat. Der Traktor lief auch, jedoch hab ich nach den ersten Fahrten gemerkt, dass er Druck auf dem Kühler hat. Genaugenommen, stieg der Kühlwasserstand beim Laufen (nachdem er warm war) und drückte so immerwieder auch Wasser durch das Ablassrohr (welches seitlich am Kühler heruntergeht). Der Wasserstand regulierte sich somit auf einem Pegel ein (durch das rausdrücken). Im ausgeschalteten Zustand war der Wasserstand dann allerdings so niedrig, dass man beim öffnen des Deckels kein Wasser mehr über den Lamellen sehen konnte. Also viel niedriger, als die im Handbuch beschriebene Füllhöhe. Nachgefülltes Wasser kam im Laufe der nächsten Fahrt natürlich wieder über das Ablassrohr heraus und somit hab ich mich auf die Suche nach dem Problem gemacht. Dabei hab ich auch hier im Forum einige Beträge nachgelesen.
Über Winter hab ich die Bremsen gereinigt und neu eingestellt, weil die zum verhaken neigte. Weil ich dann gerade dabei war, hab ich die Haube runter genommen und an den hinteren beiden Zylindern (3 und 4) die Kompression gemessen. An den vorderen beiden komme ich wegen der Einspritzpumpe nicht wirklich ran. Mit gebrochenen Fingern, vielleicht gerade noch so an die erste Bohrung der Glühkerze, aber die zweite sitzt genau hinter der Pumpe und der Adapter für mein Manometer ist trotz Winkel zu lang. Die gemessenen Werte lagen bei ca. 15bar. Wenn ich das hier im Forum richtig recherchiert habe ist das sehr schlecht und müsste mindestens 18 bis 20bar betragen.
Ich habe mich also kurzerhand dazu entschlossen, den Kopf runter zu nehmen. Dabei hab ich festgestellt, dass der Vorbesitzer die Kopfdichtung auch mit "ordentlich" Dichtungskleber verbaut hat. Soviel, dass dieser auch teilweise die Kanäle verschlossen hat. Ich schätze, dass diese ZKD nur 20 Stunden gelaufen ist und diese Maßnahme zeit und Geldverschwendung war, da sie eher nicht sonderlich fachmännisch durchgeführt wurde.
Ich habe vor dem reinigen folgende Bilder gemacht. Vielleicht erkennen die Profis die Zylinder, die nicht mehr richtig dicht waren.
Ich würde mir berufsbedingt zwar ein gewisses technisches Verständnis unterstellen, jedoch bin ich motorentechnisch eher ein Laie. (Ich komme aus dem Maschinenbau)
Ich würde mal tippen, dass der Zweite und der Vierte schlecht waren und der Dritte auch nicht so gesund. Der Erste sieht für mein Verständnis eigentlich ganz ok aus.
Vierter:

Dritter:

Zweiter:

Erster:

Ich habe nach der Demontage Kopf und Block gereinigt und alle Dichtungsrückstände entfernt. Mit Schleifvlies und WD40 gereinigt und fürs erste konserviert.
Um den Zustand zu beurteilen habe ich dann mit Haarlineal und Fühlerlehre mal versucht den Buchsenüberstand zu ermitteln (wenigstens fürs erste grob), da mir dieser sehr wenig vorkam. Beim ersten Zylinder kann ich auf der linken Seite (Einspritzpumpe) etwas mehr als 0,05mm ermitteln, auf der rechten Seite (Auslasskrümmer) knapp 0,05mm. Beim zweiten Kolben nimmt das dann schon ab. Hier gehen die 0,05mm nur noch links gerade so darzwischen. Beim dritten und vierten Kolben geht das eher gegen 0mm. Generell ist links etwas mehr Überstand als rechts.
Den Kopf mit dem Haarlineal längs und quer abgefahren ergibt folgendes:
Auf die Länge hin scheint er etwas "wellig zu sein. An der ein oder anderen Stelle bekomme ich die 0,05 bzw. an einer auch die 0,1er Fühlerlehre darzwischen. Auf die Breite gesehen, ist er etwas rund. Schätzungsweise im Bereich von 0,2mm.
Das war jetzt fürs Erste viel Text. Ich hoffe, dass ich hiermit keinen langweile. Mein Plan wäre jetzt jemanden zu finden, der mir den Kopf planen kann und dann würde ich mir noch gerne die Kolben und Büchsen, sowie die Lager der Pleuel anschauen. Für das Spiel zwischen Kolben und Büchse sieht das Werkstatthandbuch ja 0,3mm als Höchstspiel vor. Die Verschleißgrenze der Kolbenringe lässt sich ebenfalls durch ein Lehrmaß bestimmen. Für die Lager der Pleuel gibt es ja ebenfalls Grenzmaße.
Aus dem Ganzen Thema ergeben sich für mich folgende Fragen:
- Wie gehe ich mit dem Büchsenüberstand um, bzw. wie bekomme ich den wieder auf die 0,08 bis 0,18mm? Kann ich das mit Distanzringen unter (neuen) Büchsen ausgleichen?
- Wie gehe ich nach dem Planfräsen des Kopfes mit der ZKD um? Ist hier etwas zu beachten, weil die Kopf jetzt dünner ist? Muss die Maßdifferenz durch eine dickere Dichtung ausgeglichen werden?
Für mein Verständnis ändert sich ja eigentlich nicht viel durch das Planen. Die jetzt dichter liegenden Kipphebel müssen eh neu eingestellt werden. Die Ventile sitzen bei mir ca. 1,4mm tiefer als die Planfläche (nur ein Ventil, die anderen im Bereich von 1,2mm) Hier gibt es laut Werkstatthandbuch ein Grenzmaß von 1,5mm. Das sollte ja noch ok sein oder wird das schon grenzwertig?
Ich hoffe, dass das nicht zu viel Text für den Einstand war
ich lese schon länger hier im Forum mit und habe jetzt ein paar Fragen, zu denen ich noch nicht richtig fündig geworden bin
ich bin seit Sommer letzten Jahres Besitzer eines D432. Vom Vorbesitzer weiß ich, dass dieser die ZKD gemacht hat. Der Traktor lief auch, jedoch hab ich nach den ersten Fahrten gemerkt, dass er Druck auf dem Kühler hat. Genaugenommen, stieg der Kühlwasserstand beim Laufen (nachdem er warm war) und drückte so immerwieder auch Wasser durch das Ablassrohr (welches seitlich am Kühler heruntergeht). Der Wasserstand regulierte sich somit auf einem Pegel ein (durch das rausdrücken). Im ausgeschalteten Zustand war der Wasserstand dann allerdings so niedrig, dass man beim öffnen des Deckels kein Wasser mehr über den Lamellen sehen konnte. Also viel niedriger, als die im Handbuch beschriebene Füllhöhe. Nachgefülltes Wasser kam im Laufe der nächsten Fahrt natürlich wieder über das Ablassrohr heraus und somit hab ich mich auf die Suche nach dem Problem gemacht. Dabei hab ich auch hier im Forum einige Beträge nachgelesen.
Über Winter hab ich die Bremsen gereinigt und neu eingestellt, weil die zum verhaken neigte. Weil ich dann gerade dabei war, hab ich die Haube runter genommen und an den hinteren beiden Zylindern (3 und 4) die Kompression gemessen. An den vorderen beiden komme ich wegen der Einspritzpumpe nicht wirklich ran. Mit gebrochenen Fingern, vielleicht gerade noch so an die erste Bohrung der Glühkerze, aber die zweite sitzt genau hinter der Pumpe und der Adapter für mein Manometer ist trotz Winkel zu lang. Die gemessenen Werte lagen bei ca. 15bar. Wenn ich das hier im Forum richtig recherchiert habe ist das sehr schlecht und müsste mindestens 18 bis 20bar betragen.
Ich habe mich also kurzerhand dazu entschlossen, den Kopf runter zu nehmen. Dabei hab ich festgestellt, dass der Vorbesitzer die Kopfdichtung auch mit "ordentlich" Dichtungskleber verbaut hat. Soviel, dass dieser auch teilweise die Kanäle verschlossen hat. Ich schätze, dass diese ZKD nur 20 Stunden gelaufen ist und diese Maßnahme zeit und Geldverschwendung war, da sie eher nicht sonderlich fachmännisch durchgeführt wurde.
Ich habe vor dem reinigen folgende Bilder gemacht. Vielleicht erkennen die Profis die Zylinder, die nicht mehr richtig dicht waren.
Ich würde mir berufsbedingt zwar ein gewisses technisches Verständnis unterstellen, jedoch bin ich motorentechnisch eher ein Laie. (Ich komme aus dem Maschinenbau)
Ich würde mal tippen, dass der Zweite und der Vierte schlecht waren und der Dritte auch nicht so gesund. Der Erste sieht für mein Verständnis eigentlich ganz ok aus.
Vierter:
Dritter:
Zweiter:
Erster:
Ich habe nach der Demontage Kopf und Block gereinigt und alle Dichtungsrückstände entfernt. Mit Schleifvlies und WD40 gereinigt und fürs erste konserviert.
Um den Zustand zu beurteilen habe ich dann mit Haarlineal und Fühlerlehre mal versucht den Buchsenüberstand zu ermitteln (wenigstens fürs erste grob), da mir dieser sehr wenig vorkam. Beim ersten Zylinder kann ich auf der linken Seite (Einspritzpumpe) etwas mehr als 0,05mm ermitteln, auf der rechten Seite (Auslasskrümmer) knapp 0,05mm. Beim zweiten Kolben nimmt das dann schon ab. Hier gehen die 0,05mm nur noch links gerade so darzwischen. Beim dritten und vierten Kolben geht das eher gegen 0mm. Generell ist links etwas mehr Überstand als rechts.
Den Kopf mit dem Haarlineal längs und quer abgefahren ergibt folgendes:
Auf die Länge hin scheint er etwas "wellig zu sein. An der ein oder anderen Stelle bekomme ich die 0,05 bzw. an einer auch die 0,1er Fühlerlehre darzwischen. Auf die Breite gesehen, ist er etwas rund. Schätzungsweise im Bereich von 0,2mm.
Das war jetzt fürs Erste viel Text. Ich hoffe, dass ich hiermit keinen langweile. Mein Plan wäre jetzt jemanden zu finden, der mir den Kopf planen kann und dann würde ich mir noch gerne die Kolben und Büchsen, sowie die Lager der Pleuel anschauen. Für das Spiel zwischen Kolben und Büchse sieht das Werkstatthandbuch ja 0,3mm als Höchstspiel vor. Die Verschleißgrenze der Kolbenringe lässt sich ebenfalls durch ein Lehrmaß bestimmen. Für die Lager der Pleuel gibt es ja ebenfalls Grenzmaße.
Aus dem Ganzen Thema ergeben sich für mich folgende Fragen:
- Wie gehe ich mit dem Büchsenüberstand um, bzw. wie bekomme ich den wieder auf die 0,08 bis 0,18mm? Kann ich das mit Distanzringen unter (neuen) Büchsen ausgleichen?
- Wie gehe ich nach dem Planfräsen des Kopfes mit der ZKD um? Ist hier etwas zu beachten, weil die Kopf jetzt dünner ist? Muss die Maßdifferenz durch eine dickere Dichtung ausgeglichen werden?
Für mein Verständnis ändert sich ja eigentlich nicht viel durch das Planen. Die jetzt dichter liegenden Kipphebel müssen eh neu eingestellt werden. Die Ventile sitzen bei mir ca. 1,4mm tiefer als die Planfläche (nur ein Ventil, die anderen im Bereich von 1,2mm) Hier gibt es laut Werkstatthandbuch ein Grenzmaß von 1,5mm. Das sollte ja noch ok sein oder wird das schon grenzwertig?
Ich hoffe, dass das nicht zu viel Text für den Einstand war