MarkusD436
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- 19 Januar 2006
- Beiträge
- 316
Hallo,
nachdem unser D-436 soviel Öl von sich gab, dass man einen Behälter zum auffangen drunter hängen musste, habe wir uns entschlossen die Kurbelwelle abzudichten. Gemacht wurde dies so wie es die Kollegen aus Bad Münder Kurbelwellendichtung D-Serie gezeigt haben.
Eins vorweg, er scheint dicht zu sein. Aber sehr viele Stunden hat er nach der Reparatur noch nicht gemacht (vielleicht 3-5h).
Die Teile hat ein Kumpel gefertigt, in einer Getriebebaufirma. Es ist eine CAD-Zeichung erstellt worden, und es ist kein Problem bei Interesse einen Satzt zu fertigen. Das wird auch keine 2000€ kosten. Den genauen Preis weiß ich allerdings noch nicht, kommt auch sicher auf die Nachfrage an. Wird aber sicher unter 400€ liegen.
So, nun zum Umbau.
Schlepper muss getrennt werden, vorher sollte man schon mal die Muffe der Antriebswelle durch diese Serviceklappe auseinanderschieben. Das Ausrücklager kann man dann auch schon runter ziehen.
Dann Kupplung und Schwungrad demontieren
Man sollte eine ausreichende Menge Bremsenreiniger oder sonst was zum Öl entfernen da haben. Ich habe fast 5 Liter gebraucht um alles wieder halbwegs sauber zu kriegen.
Jetzt den alten Lagerflansch abschrauben
Da ist der Überltäter
Nachdem alles schön sauber ist, eine neue Dichtung für den neuen Flansch einsetzen. Dies ist die Originaldichtunge von IHC. Ich habe sie auf beiden Seiten mit Hylomar eingeschmiert. Hier kann man auch eine andere Flüssigdichtung verwenden.
Jetzt wird der angefertigte Flansch montiert. Es werden die alten Löcher und Schrauben verwendet. Einzig, das obere Loch war zu niedrig, so das die Schraube hinter dem neuen Simmering gesessen hätte. Dies ist auf den Bildern der Treckerfreunde Bad Münder auch etwas anders. Es ist wahrscheinlich mal der Block geändert worden. Habe die Schraube einfach weg gelassen, da ich nicht in den Block bohren wollte. Zentriert wird der Flansch über den auf die Kurbelwelle geschobenen Zentrierring.
Nun wird der neue Simmering montiert. Größe ist 100x120x12/13. Hier darauf achten, dass der Simmering auch Hitzebeständig ist. Es gibt welche die können nur bis 80°C haben, das ist etwas wenig. Dieser hat was um 140°C habe den direkt bei IHC bestellt.
Nun wird der Dichtring auf dem Schwungrad montiert. Hierfür muss das Schwungrad abgedreht werden. Dies kann jeder Betrieb nach Zeichnung durchführen, der ne Drehbank hat. Die Löcher habe ich selbst gebohrt, da sie dort keine Fräse hatten. Die Schrauben habe ich mit Loctite eingesetzt, damit sie auch dicht sind. Die Flächen wieder mit Flüssigdichtung eingeschmiert.
Jetzt wird das Schwundrad mit dem Dichtring montiert. Hierbei wird der Flansch der Kurbelwelle auch mit Flüssigdichtung eingeschmiert, da hier jetzt auch gedichtet werden muss.
Danach das Schwungrad wieder montieren. Am besten mit 2 Mann, damit man den Simmering nicht beschädigt. Die Schwungradschrauben auch wieder mit Loctite einsetzten.
Dann den Schlepper wieder zusammenschieben. Ich habe in diesem Zug noch die Kupplung erneuert. Sonst ist nichts erneuert worden.
So ich hoffe das ist erst mal ein grober Überblick über die Aktion. Man muss schon gut 2 Wochen einplanen, da man das Schwungrad abdrehen lassen muss und nicht jede Firma das in 2 Tagen hin bekommt, wegen zu viel zu tun. Die kosten halten sich aber in Grenzen, je nachdem was man alles erneuert.
Wie gesagt, wenn Interesse besteht können noch Umbausätze gefertigt werden. Ich werde das jetzt erst mal weiter beobachten und wir haben noch 2 andere IHC´s die noch umgebaut werden. Weiß aber noch nicht wie die Kollgen so Zeit haben. Werde dann noch Berichten. So wenn Fragen sind fragt.
Gruß Markus
P.S. Die Bilder sind in meinem Profil, wenn sie sich jemand zusammenhängen anschauen möchte, sind auch noch 1-2 mehr.
nachdem unser D-436 soviel Öl von sich gab, dass man einen Behälter zum auffangen drunter hängen musste, habe wir uns entschlossen die Kurbelwelle abzudichten. Gemacht wurde dies so wie es die Kollegen aus Bad Münder Kurbelwellendichtung D-Serie gezeigt haben.
Eins vorweg, er scheint dicht zu sein. Aber sehr viele Stunden hat er nach der Reparatur noch nicht gemacht (vielleicht 3-5h).
Die Teile hat ein Kumpel gefertigt, in einer Getriebebaufirma. Es ist eine CAD-Zeichung erstellt worden, und es ist kein Problem bei Interesse einen Satzt zu fertigen. Das wird auch keine 2000€ kosten. Den genauen Preis weiß ich allerdings noch nicht, kommt auch sicher auf die Nachfrage an. Wird aber sicher unter 400€ liegen.
So, nun zum Umbau.
Schlepper muss getrennt werden, vorher sollte man schon mal die Muffe der Antriebswelle durch diese Serviceklappe auseinanderschieben. Das Ausrücklager kann man dann auch schon runter ziehen.
Dann Kupplung und Schwungrad demontieren
Man sollte eine ausreichende Menge Bremsenreiniger oder sonst was zum Öl entfernen da haben. Ich habe fast 5 Liter gebraucht um alles wieder halbwegs sauber zu kriegen.
Jetzt den alten Lagerflansch abschrauben
Da ist der Überltäter
Nachdem alles schön sauber ist, eine neue Dichtung für den neuen Flansch einsetzen. Dies ist die Originaldichtunge von IHC. Ich habe sie auf beiden Seiten mit Hylomar eingeschmiert. Hier kann man auch eine andere Flüssigdichtung verwenden.
Jetzt wird der angefertigte Flansch montiert. Es werden die alten Löcher und Schrauben verwendet. Einzig, das obere Loch war zu niedrig, so das die Schraube hinter dem neuen Simmering gesessen hätte. Dies ist auf den Bildern der Treckerfreunde Bad Münder auch etwas anders. Es ist wahrscheinlich mal der Block geändert worden. Habe die Schraube einfach weg gelassen, da ich nicht in den Block bohren wollte. Zentriert wird der Flansch über den auf die Kurbelwelle geschobenen Zentrierring.
Nun wird der neue Simmering montiert. Größe ist 100x120x12/13. Hier darauf achten, dass der Simmering auch Hitzebeständig ist. Es gibt welche die können nur bis 80°C haben, das ist etwas wenig. Dieser hat was um 140°C habe den direkt bei IHC bestellt.
Nun wird der Dichtring auf dem Schwungrad montiert. Hierfür muss das Schwungrad abgedreht werden. Dies kann jeder Betrieb nach Zeichnung durchführen, der ne Drehbank hat. Die Löcher habe ich selbst gebohrt, da sie dort keine Fräse hatten. Die Schrauben habe ich mit Loctite eingesetzt, damit sie auch dicht sind. Die Flächen wieder mit Flüssigdichtung eingeschmiert.
Jetzt wird das Schwundrad mit dem Dichtring montiert. Hierbei wird der Flansch der Kurbelwelle auch mit Flüssigdichtung eingeschmiert, da hier jetzt auch gedichtet werden muss.
Danach das Schwungrad wieder montieren. Am besten mit 2 Mann, damit man den Simmering nicht beschädigt. Die Schwungradschrauben auch wieder mit Loctite einsetzten.
Dann den Schlepper wieder zusammenschieben. Ich habe in diesem Zug noch die Kupplung erneuert. Sonst ist nichts erneuert worden.
So ich hoffe das ist erst mal ein grober Überblick über die Aktion. Man muss schon gut 2 Wochen einplanen, da man das Schwungrad abdrehen lassen muss und nicht jede Firma das in 2 Tagen hin bekommt, wegen zu viel zu tun. Die kosten halten sich aber in Grenzen, je nachdem was man alles erneuert.
Wie gesagt, wenn Interesse besteht können noch Umbausätze gefertigt werden. Ich werde das jetzt erst mal weiter beobachten und wir haben noch 2 andere IHC´s die noch umgebaut werden. Weiß aber noch nicht wie die Kollgen so Zeit haben. Werde dann noch Berichten. So wenn Fragen sind fragt.
Gruß Markus
P.S. Die Bilder sind in meinem Profil, wenn sie sich jemand zusammenhängen anschauen möchte, sind auch noch 1-2 mehr.