Jochen4
Bekanntes Mitglied
Immerwieder liest man hier, dass das eine oder andere Baby, insbesondere bei Kälte, schlecht anspringt. Meinungen hierzu gibt es sehr viele. Teilweise wird sogar sehr emotional Argumentiert, um nicht zu sagen "beleidigt". Aus diesem Grund wage ich hier mal den Versuch, einen allgemeinen Thread auf die Beine zu stellen. Hierzu fange ich gleich mal an, meine Erfahrungen mit Euch zu teilen.
Grundsätzlich sollte natürlich mal alles in Ordnung sein und der Motor noch eine gute Figur machen. Das heißt, nicht zu sehr verschlissen sein. Denn ohne Kompression kann man Mehrmengen einspritzen bis der Tank leer ist oder vorglühen bis die Batterie leer ist - das bringt dann alles nicht so viel wie eine Überholung. Aber gut, wir alle haben keine Neumaschinen, so dass ein gewisser Verschleiß nunmal vorhanden ist. Ich selbst habe einen 844XL (Bj.87) und einen 644 (Bj.79). Der 844XL springt immer gut an. Egal ob Minusgrade, egal ob vorglühen, egal ob Mehrmenge! Wenn ich den Schlüssel drehe, ist der Motor da! Der Motor ist halt noch gut in Schuss. Der 644 jedoch mag niedrige Temperaturen gar nicht. Je weiter sich die Temperaturen von der 20°C Marke entfernen, desto länger braucht er zum anspringen.
Ich möchte mich hier mal im Speziellen zum Thema "Vorglühen" einlassen. Es gibt sicher noch viele andere Mittel, dem Baby auf die Sprünge zu helfen (Mehrmengen Einspritzung, Startpilot, Vorwärmer, Anschleppen, usw.). Doch ich möchte gern mal was zum Thema Vorglühen sagen.
Meiner Meinung nach ist das Vorglühen nämlich etwas überbewertet. Beim Vorglühen wird doch nichts anderes gemacht, als die Luft, die sich gegenwärtig im Ansaugkanal befindet, zu erwärmen. Das ist prinzipiell sehr gut! Warme Luft hilft sehr beim Anlassen! Doch wenn der Motor nicht SOFORT anspringt, dann ist die ganze Vorglüherei für die Katz, weil nämlich innerhalb einer Sekunde, schon nach ein, zwei Kolbenhüben, die gesamte vorgeglühte Luft bereits aus dem Ansaugkanal rausgesaugt wurde und der Motor wieder eiskalte Luft zieht.
Bei meinem 644 mache ich das folgendermaßen:
neben dem Schlepper liegt immer ein Heißluftföhn. Den stecke ich eingeschatet in den Ansaugkanal, starte sofort und nach 2 Sekunden brummt der Motor. Wenn ich nur vorglühe, dann muss ich ca. 8 Sekunden orgeln. Bei Minusgraden noch länger. Bei der Heißluftföhn-Methode braucht man nicht zu warten (einige glühen bis zu einer Minute vor, wie ich gelesen habe). Man kann sofort starten.
Auch das viel zitierte "Nachglühen" halte ich für wenig effektiv. Sozusagen der Tropfen auf dem heißen Stein. Die winzige Glühwendel ist sicher nicht in der Lage, die an ihr vorbeiströmenden Luft um auch nur einen Grad zu erwärmen. Außerdem läuft man Gefahr, den Starter bei laufender Maschine zu aktivieren, was dann mit einem lauten "KCCHHRRRRR" quittiert wird.
Was macht Ihr, um Eure Schlepper zu starten?
Grundsätzlich sollte natürlich mal alles in Ordnung sein und der Motor noch eine gute Figur machen. Das heißt, nicht zu sehr verschlissen sein. Denn ohne Kompression kann man Mehrmengen einspritzen bis der Tank leer ist oder vorglühen bis die Batterie leer ist - das bringt dann alles nicht so viel wie eine Überholung. Aber gut, wir alle haben keine Neumaschinen, so dass ein gewisser Verschleiß nunmal vorhanden ist. Ich selbst habe einen 844XL (Bj.87) und einen 644 (Bj.79). Der 844XL springt immer gut an. Egal ob Minusgrade, egal ob vorglühen, egal ob Mehrmenge! Wenn ich den Schlüssel drehe, ist der Motor da! Der Motor ist halt noch gut in Schuss. Der 644 jedoch mag niedrige Temperaturen gar nicht. Je weiter sich die Temperaturen von der 20°C Marke entfernen, desto länger braucht er zum anspringen.
Ich möchte mich hier mal im Speziellen zum Thema "Vorglühen" einlassen. Es gibt sicher noch viele andere Mittel, dem Baby auf die Sprünge zu helfen (Mehrmengen Einspritzung, Startpilot, Vorwärmer, Anschleppen, usw.). Doch ich möchte gern mal was zum Thema Vorglühen sagen.
Meiner Meinung nach ist das Vorglühen nämlich etwas überbewertet. Beim Vorglühen wird doch nichts anderes gemacht, als die Luft, die sich gegenwärtig im Ansaugkanal befindet, zu erwärmen. Das ist prinzipiell sehr gut! Warme Luft hilft sehr beim Anlassen! Doch wenn der Motor nicht SOFORT anspringt, dann ist die ganze Vorglüherei für die Katz, weil nämlich innerhalb einer Sekunde, schon nach ein, zwei Kolbenhüben, die gesamte vorgeglühte Luft bereits aus dem Ansaugkanal rausgesaugt wurde und der Motor wieder eiskalte Luft zieht.
Bei meinem 644 mache ich das folgendermaßen:
neben dem Schlepper liegt immer ein Heißluftföhn. Den stecke ich eingeschatet in den Ansaugkanal, starte sofort und nach 2 Sekunden brummt der Motor. Wenn ich nur vorglühe, dann muss ich ca. 8 Sekunden orgeln. Bei Minusgraden noch länger. Bei der Heißluftföhn-Methode braucht man nicht zu warten (einige glühen bis zu einer Minute vor, wie ich gelesen habe). Man kann sofort starten.
Auch das viel zitierte "Nachglühen" halte ich für wenig effektiv. Sozusagen der Tropfen auf dem heißen Stein. Die winzige Glühwendel ist sicher nicht in der Lage, die an ihr vorbeiströmenden Luft um auch nur einen Grad zu erwärmen. Außerdem läuft man Gefahr, den Starter bei laufender Maschine zu aktivieren, was dann mit einem lauten "KCCHHRRRRR" quittiert wird.
Was macht Ihr, um Eure Schlepper zu starten?