Allgemeines zum Thema "springt schlecht an"

Jochen4

Bekanntes Mitglied
Registr.
11 Oktober 2011
Beiträge
474
Ort
24966 Hardesby
Immerwieder liest man hier, dass das eine oder andere Baby, insbesondere bei Kälte, schlecht anspringt. Meinungen hierzu gibt es sehr viele. Teilweise wird sogar sehr emotional Argumentiert, um nicht zu sagen "beleidigt". Aus diesem Grund wage ich hier mal den Versuch, einen allgemeinen Thread auf die Beine zu stellen. Hierzu fange ich gleich mal an, meine Erfahrungen mit Euch zu teilen.

Grundsätzlich sollte natürlich mal alles in Ordnung sein und der Motor noch eine gute Figur machen. Das heißt, nicht zu sehr verschlissen sein. Denn ohne Kompression kann man Mehrmengen einspritzen bis der Tank leer ist oder vorglühen bis die Batterie leer ist - das bringt dann alles nicht so viel wie eine Überholung. Aber gut, wir alle haben keine Neumaschinen, so dass ein gewisser Verschleiß nunmal vorhanden ist. Ich selbst habe einen 844XL (Bj.87) und einen 644 (Bj.79). Der 844XL springt immer gut an. Egal ob Minusgrade, egal ob vorglühen, egal ob Mehrmenge! Wenn ich den Schlüssel drehe, ist der Motor da! Der Motor ist halt noch gut in Schuss. Der 644 jedoch mag niedrige Temperaturen gar nicht. Je weiter sich die Temperaturen von der 20°C Marke entfernen, desto länger braucht er zum anspringen.

Ich möchte mich hier mal im Speziellen zum Thema "Vorglühen" einlassen. Es gibt sicher noch viele andere Mittel, dem Baby auf die Sprünge zu helfen (Mehrmengen Einspritzung, Startpilot, Vorwärmer, Anschleppen, usw.). Doch ich möchte gern mal was zum Thema Vorglühen sagen.
Meiner Meinung nach ist das Vorglühen nämlich etwas überbewertet. Beim Vorglühen wird doch nichts anderes gemacht, als die Luft, die sich gegenwärtig im Ansaugkanal befindet, zu erwärmen. Das ist prinzipiell sehr gut! Warme Luft hilft sehr beim Anlassen! Doch wenn der Motor nicht SOFORT anspringt, dann ist die ganze Vorglüherei für die Katz, weil nämlich innerhalb einer Sekunde, schon nach ein, zwei Kolbenhüben, die gesamte vorgeglühte Luft bereits aus dem Ansaugkanal rausgesaugt wurde und der Motor wieder eiskalte Luft zieht.
Bei meinem 644 mache ich das folgendermaßen:
neben dem Schlepper liegt immer ein Heißluftföhn. Den stecke ich eingeschatet in den Ansaugkanal, starte sofort und nach 2 Sekunden brummt der Motor. Wenn ich nur vorglühe, dann muss ich ca. 8 Sekunden orgeln. Bei Minusgraden noch länger. Bei der Heißluftföhn-Methode braucht man nicht zu warten (einige glühen bis zu einer Minute vor, wie ich gelesen habe). Man kann sofort starten.
Auch das viel zitierte "Nachglühen" halte ich für wenig effektiv. Sozusagen der Tropfen auf dem heißen Stein. Die winzige Glühwendel ist sicher nicht in der Lage, die an ihr vorbeiströmenden Luft um auch nur einen Grad zu erwärmen. Außerdem läuft man Gefahr, den Starter bei laufender Maschine zu aktivieren, was dann mit einem lauten "KCCHHRRRRR" quittiert wird.

Was macht Ihr, um Eure Schlepper zu starten?
 
Hallo Jochen,

bei meinem D439 hilft nur Glühen.

Anders als du schreibst, habe ich die Erfahrung gemacht, daß langes Glühen doch hilft.

Wenn er bei den jetzigen Temperaturen und 30 sec. Glühen nicht sofort anspringt, Glühe ich 20sec, nach

dann funktioniert es immer.

Beim MAN (ein Direkteinspritzer) ist der Kaltstart wie bei allem M-Motoren ein heikles Thema.

Meine Vorwärmeinrichtung mit Benzinzerstäubung und Flammkerze ist nicht intakt. Es fehlen mir Teile.

Dem MAN habe ich eine Kühlwasserheizung verpaßt. Damit ist das Anspringen problemlos zu bewältigen.

Man muß nur je nach Außentemperatur 30-60 Minuten vorher die Heizung anschalten.

Gruß

Jörg
 
Hallo Jörg,

dein 439 hat Glühkerzen im Brennraum da ist das Vorglühen natürlich viel besser als bei der Glühwendel im Ansaugrohr der Direkteinspritzer, da kann ich Jochen nur recht geben die kalte Luft kühlt natürlich die Glühwendel schnell ab und der Motor saugt wieder kalte Luft an. Die Startübermenge bringt da meiner Meinung nach mehr.

Grundsätzlich sollte man bei schlechtem Startverhalten einige Dinge prüfen, so z.B. Batteriezustand, die Polklemmen auf Oxydation, Masseband Zustand und Befestigung am Fahrzeug, Pluskabel mit Anschluß am Anlasser.

Aus eigener Erfahrung sollte man auch mal nach dem Anlasser sehen, meiner drehte nur ganz Müde, als ich ihn ausgebaut habe und zerlegt stellte ich fest, dass die Kohlebürsten schon ganz am Ende waren und der Anlasser innen total mit Kohlestaub verschmutzt war, hier kann reinigen und neue Kohlen schon fast ein Wunder bewirken. In meinem Fall war allerdings der Anker auch Defekt. So hat sich diese Reparatur nicht mehr rentiert und ich hab einen neuen eingebaut.

Da unsere Schätzchen meistens ja schon ein arbeitsreiches Leben hinter sich haben ist ein mehr oder weniger großer Verschleiß des Motor normal. Ich habe mit der Calix Motorvorwärmung nur gute Erfahrungen gemacht, die kann man z.B. über eine Zeitschaltuhr ca. eine Std. vorher einschalten und der Motor springt super an und hat auch weniger Kaltlaufverschleiß.

Als weitere Maßnahmen sollte man auch mal die Ventilspiel Einstellung prüfen und bei Bedarf einstellen. Und wenn am Motor noch nie was gemacht wurde sollten auch mal die Einsprizdüsen ausgebaut und gepüft werden gegebenen Falls eingestellt oder erneuert werden. Bei dieser Gelegenheit ist es sinnvoll auch mal die Kompression zu prüfen um ein Bild vom Motorverschleiß zu bekommen.

Grüße aus dem Allgäu und Allzeit guten Start

Eugen
 
 Hallo Jochen,

keine schlechte Idee dieses Thema mal genauer zu beleuchten. Nur sollte man hier grundsätzlich die Vorkammer und Direkteinspritzer (wie deine beiden) unterscheiden.

Bei den Vorkammermotoren der D-Serie bringt, wie Jörg schon schrieb, das längere vorglühen in der Regel immer was. Vorraussetzung ist natürlich, dass die Glühanlage in ordnung ist. Je besser der Motor noch in schuss ist, desto weniger muss man glühen. Ich habe unseren 436 vor Jahren auf Stabglühkerzen vom TDI umgerüstet. Damit sprang der selbst bei -10°C nach 5-6 sec glühen an und wenn man dann noch 10 sec nachgeglüht hat, bei laufendem Motor, wurde der Lauf sofort ruhiger. Damit kann man einem altersschwachen Vorkammerdiesel wieder auf die Sprünge helfen, bis er dann letzendlich irgendwann ganz aufgibt :-)

Bei den Direkteinspritzern verhält sich das etwas anders. Grundsätzlich, einen intakten Motor vorausgesetzt, ist hier ein Glühen erst ab Temperaturen jenseits der -15°C nötig, da hier in der Regel höher Verdichtet wird. Hierbei ist aber eine gute Startdrehzahl und auch ein richtiger Förderbeginn das A und O. Passt eines von beiden nicht, wird es auch nichts mit dem Anspringen. Also bevor man sich an den Motor macht, sollte man von der Batterie über Kabel und Anlasser auch Förderbeginn und Einspritzdüsen prüfen. Als Beispiel habe ich da unseren 533. Als wir den bekamen musste der bei Temperaturen unter 10°C schon mit Startmenge gestartet werden. Aufgrund von Wasser im Öl ist der ganze Motor instandgesetzt worden. Danach war das Startverhalten immer noch nicht optimal. Habe dann festgestellt, dass der Förderbgeinn statt auf 10° v. OT auf fast 20° v. OT stand. Diesen habe ich korrigiert und seitdem hat er weder die Startmenge noch die Vorglühanlage gesehen, mal abwarten wie das jetzt bei tiefen temperaturen wird. Bei 0°C gehts noch super, ist sofort da. 

Wenn man nun den Schritt nicht machen möchte viel Geld und Arbeit in einen neuen Motor zu investieren, sind Maßnahmen wie Motorvorwärmung (was natürlich auch eine Verschleißminderung bei jedem Start mit sich bringt) oder Heißluftfön oder einen 9V Anker in den Anlasser baut, damit er schneller dreht, eine Alternative. Auch je nach Einsatzt, unser 533 wird meist viel gestartet, ist ein nachladen der Batterie ab und auch keine schlechte Idee.

 

Gruß Markus

 

 

 

 

 

 
 
Hallo MarkusD436 und andere,

Darf ich fragen was "Förderbeginn das A und O" bedeutet? Unter 10°C muss ich auch mit Startmengen starten. Ich finde es interessant den Förderbeginn zu prüfen (ist vielleicht nie untersucht). Ist es zu erklären, wie mann das machen? :-) Ich denke, dass den Ansatz von einem D-358´er Motor ist etwa gleich wie am D-155...

MfG, Morten
 
MarkusD436:

 Hallo Jochen,

keine schlechte Idee dieses Thema mal genauer zu beleuchten. Nur sollte man hier grundsätzlich die Vorkammer und Direkteinspritzer (wie deine beiden) unterscheiden.

 
Markus hat natürlich Recht! Wenn ich oben geschrieben habe, dass das Vorglühen überbewertet ist, dann gilt das natürlich nur für die Direkteinspritzer! Die Vorkammer-Motoren brauchen das Vorglühen unbedingt, denn sie würden ohne niemals anspringen! Zumindest nicht unter einer Kühlwassertemperatur von mindestens 50°C! Darum ist eine Motorvorwärmung immer eine gute und motorschonende Sache! Darum folgen nach meinem Referat über das Vorglühen nun ein paar Worte zum Thema Motorvorwärmung. Hierzu habe ich schonmal was geschrieben. Ich kopiere es hier mal mit rein, anstatt zu verlinken, damit dieser Thread nicht durch ständiges weiterklicken zerrissen wird.

Grundsätzlich gibt es, abgesehen von der eingebauten Standheizung, zwei verschiedene Systeme:

  • Den in den Motorblock eingebauten Tauchsieder (z.B. Calix)
  • Den "Durchlauferhitzer" mit Pumpe (z.B. OWL)
Zunächst liebäugelte ich mit dem einfachen Tauchsieder von Calix. Doch was mich abschreckt, ist die Tatsache, dass man trotz anderslautender Werbeversprechen (!) den Motorblock quasi aufbohren und mit einem Gewinde versehen muss. Außerdem hat der Tauchsieder, den Calix derzeit für meinen Schlepper anbietet, lediglich 750W (zu den Leistungsdaten später mehr). Dazu die Tatsache, dass keine Pumpe für eine gleichmäßige Verteilung sorgt... Ich weiß nicht recht.

Dann habe ich mal die Durchlauferhitzer von OWL unter die Lupe genommen. Jene Heizungen sind ziemlich verdächtig baugleich mit dem "HotFrog".

Gut - was brauche ich? OWL bietet derzeit 5 verschiedene Modelle an (OWL 1 bis 5). Die Modelle 2 und 3 sind im Prinzip die gleichen (1100W), wobei das Modell 3 etwas günstiger ist weil es ohne Anschlusskit kommt. Modell 1 unterscheidet sich von den Modellen 2 u. 3 dadurch, dass es eine etwas höhere Schalttemperatur (80°C gegenüber 60°C) haben UND bei jenem Modell schaltet die integrierte Pumpe NICHT ab wenn die Schalttemperatur erreicht wird. Und das wird auch explizit empfohlen für Motoren, die größer als 2 Liter sind. Es kommt sonst dazu, dass das Wasser, welches den Motor umgibt als erstes abkühlt, während das Wasser im Schlauch weiter länger heiß bleibt und so das Wiedereinschalten der Heizung verhindert. Und mehr als 2 Liter haben unsere Schlepper ja eigentlich alle. Doch das meiner Meinung nach größte Problem ist die Leistung! Ich hab mir nämlich Erfahrungsberichte durchgelesen und bezweifle stark, dass eines der eben genannten Modelle (OWL 1 bis 3) in der Lage ist, unseren Schleppermotor auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Die propagandierten Werbeversprechen bzgl. der Aufheizzeiten sind übrigens ALLE unglaubwürdig! In einem Forum schreibt der Besitzer eines Fiat Seicento (größter Motor 1,1L !), dass er bei einer Außentemperaturer von -5°C nach einer Stunde eine Motortemperatur von 52° (Infrarot-Messung) gemessen hat. Wie soll dann bitte so ein schwächliches Teil den 4,4 Liter Motor meines 844 wärmen können? Noch dazu sitzt mein Motor nicht kuschelig verpackt in einem Motorraum, sondern hängt quasi ohne jeden Kälteschutz in der Luft!

Aber OWL bietet ja noch zwei weitere Modelle an: OWL 4 und 5. Diese Modelle sind etwas anders als die ersten 3. Sie haben mehr Leistung (2000W und 3000W) und werden nicht in Reihe geschaltet, sondern parallel zum Kühlsystem. Die parallele Installation hat den Vorteil, dass es im Sommer durch den Durchflusswiderstand des Gerätes nicht zu Temperaturproblemen kommen kann. Gibt es in Form dieser beiden Modelle also doch eine Lösung für mich? Doch es gibt auch hier 2 Kinken: die Pumpe schaltet sich nach erreichen der Schalttemperatur ab. Und würde die Leistung von 2000W bzw. 3000W reichen?
Nun, die Leistung KÖNNTE genügen. Der Zuheizer des T4-Motors hat 3000W und schafft es angeblich in einer Zeit von 20 Min. von Null auf 50°C... Naja, aber auch der T4-Motor ist schön verpackt und auch noch keine 4,4 Liter groß. Aber "Zeit" wäre für mich auch nicht so sehr das Problem. Dann schaltet man den Vorwärmer eben ein und geht erstmal ausgiebig frühstücken. Doch auch hier schaltet die Pumpe nach erreichen der Schalttemperatur leider ab! Also wieder ein "no go"...

Zu guter letzt sind mir noch Berichte untergekommen, wonach Bastler sich selber halfen, indem sie sich aus dem Durchlauferhitzer einer Spülmaschine eine Motorvowärmung bauten. Jene Durchlauferhitzer bekommt man entweder umsonst aus Schlachtgeräten oder für 20€ gebraucht. Auch eine nette Idee!

Das wäre doch noch eine Marktlücke: Durchlauferhitzer für Schlepper. Mit mindestens 3kW und dauernd laufender Pumpe.
 
Hallo zusammen

da ich nicht alles neu schreiben will hier der link dazu: :-)

Ein ganz großes Problem ist auch ganz ganz oft der anlasser, besonders bei den 6 zylindern da ja die anlasser von 4 und 6 zylinder gleich sind....und ein 30-40jahre alter anlasser dreht irgendwann nicht mehr so als wie er mal neu war..

zu wenig drehzahl und der motor startet nicht da kann man machen was man will,

Habe schon einige auf 9volt anker umgebaut, mancher dreht dann schneller, hat aber deswegen auch nicht mehr kraft, also unterm strich wieder fast das selbe.

Das ganze kostet auch geld, und für 240€ bekommt man einen nagelneuen anlasser mit mehr Leistung und die kiste springt an,

Kleiner Tipp bei schlechtem Startverhalten bei Kälte !!

PS: Ein neuer Anlasser kann natürlich auch keinen verschlissenen Motor zum laufen bringen, das der motor I.O. sein muss damit er auch anspringen kann dürfte jedem bewusst sein denke ich

Motorvorwärmung ist keine schlechte sache als zusatz option da es den motor schont, Meiner meinung nach ist es aber käse wenn man auf das ding angewiesen ist.

Meine Schlepper (844s u.1046) müssen egal bei welcher kälte selbst bei -20C° anspringen, und tuen das auch ohne zu zögern

mfg Manfred
 
Hallo -IHC1046-

Vielen danke für die Erklärung, dann verstehe ich die Startschwierigkeiten (bei Kälte) besser! Sonst kennst du die Einstelldaten des ESP´s einer 955XL?

MfG, Morten
 
Hallo Manfred,

Ich habe hier Schlechter Kaltstart im 743 XL

drei Startversuche meines 955 XL mit Videos gezeigt, und deinen Rat über Förderbeginn der ESP bei Lama zu überprüfen wiedergeholt; Vielen Danke für deinen Rat :-)

Es konnte sein, dass die Einspritzung meines 955 XL´s ein bischen zu spät ist. Wie klingt der Motor wenn die Förderbeginn zu spät ist?

MfG, Morten
 
zum thema direkteinspritzer muss ich sagen, dass mein 744 ohne glühen schon bei plus 5 grad fast nicht anspringt. glüht man aber 30 sekunden vor springt er sofort nach 2 sekunden an auch ohne startmenge
 
+955XL+:

Hallo Manfred,

Ich habe hier Schlechter Kaltstart im 743 XL

drei Startversuche meines 955 XL mit Videos gezeigt, und deinen Rat über Förderbeginn der ESP bei Lama zu überprüfen wiedergeholt; Vielen Danke für deinen Rat :-)

Es konnte sein, dass die Einspritzung meines 955 XL´s ein bischen zu spät ist. Wie klingt der Motor wenn die Förderbeginn zu spät ist?

MfG, Morten
Der motor spricht erstens nicht so schnell bzw bissig aufs gas an und läuft leiser ohne das typische Dieselnageln. wenn du ihn früher stellst falls nötig wirst du sofort einen unterschied merken dass der motor ein besseres ansprechverhalten hat

Und noch was, hab mir die videos angesehen, also wenn deine Batterie, Kabel zum Anlasser usw I.O. ist dann dreht meiner meinung nach dein anlasser viel zu langsam,

Genau so hat sich das bei mir damals auch verhalten, kann gerne mal ein video vom starten meines 1046 machen dann merkt man den unterschied vom anlasser.

mfg Manfred
 
Ich möchte sehr gerne einen Startvideo deines 1046 anschauen, Manfred :-)

Meine Batterie ist nicht super, glaube ich. Nachdem einer Ladevorgang, geht die Spannung schnell (ein par tagen) von 12,8 V bis 12,2 V. In meinen Auto ist die Spannung nach ein par Wochen (ohne fahren) etwa 12,5 V.

Der Anlasser ist maximum 4 Jahre alt. Ich habe nicht die Marke untersucht.

Hat dein Anlasser 9V Anker eingebaut?

Glaubst du, dass der Kabel zum Anlasser zeitweise abgenutz oder beschädigt werden können?

MfG, Morten
 
ok dann werde ich mal ein video machen, nein mein anlasser hat keinen 9 volt anker, er hat mehr leistung als die damlas eingebauten anlasser.

Kabel sind oft an den anschlusstellen wo die batterieklemmen angeschraubt bzw gepresst sind total oxidiert, auch wenn man die isolierung vom kabel entfernt sind meist ein paar cm vom kabel ganz grün und vergammelt.

kabel hab ich bei meinen schleppern auch neu gemacht, diese am besten gleich etwas größer vom querschnitt her nehmen als die originalen. größere kabel sind nie verkehrt, wenn das kabel zu klein ist kann der anlsser seine volle leistung nicht entwickeln da nicht genug ampere durch kommen.

mfg Manfred
 
Hallo IHC1046,

Vielleicht ist der Anlasser ein bischen zu klein. Ich habe hier (Technische Daten) http://ihace.de/50_heidelberg/10_prospekte/510_515_GER_30_F2.pdf gesehen, dass ein 6,3 PS Anlasser (24V) eingebaut wurde (Jahr 1977). Frühere Machinen hatte 12V-System und einen 4 PS Anlasser eingebaut. 

Im Ersatzteilkatalog des 1255XL habe ich gesehen, dass einen 3,6 kW (4,9 PS) Anlasser (Bosch KB) eingebaut ist. Ich weiss leider nicht, ob diese Anlasser mein D-358 passt. Wie viele PS hat deinen Anlasser? Grössere querschnitt des Kabels und einen grössere Anlasser wäre gut - und einen Batterie mit 800 A kaltstartstrom.

Ich möchte gerne einen Kaltstartvideo deines 1046 sehen :-)

MfG, Morten
 
werde das video die tage machen hatte noch keine zeit :-) mein anlasser glaube ich hat 3,1KW.

Batterie mit viel kaltstartstrom ist auch von vorteil das stimmt.
 
Hallo Frank,

interessant dass du da jetzt nach fragst, habe meinen Vater vorgestern die selbe Frage gestellt da er den in den letzten Tage öfter benutzt hat. Er hat bis jetzt weder Startmenge noch Glühanlage benutzt und er springt auf Schlag an. Alles andere würde mir auch zu denken geben. Allerdings hat im Sommer die Batterie aufgegeben, die habe ich getauscht, und die wird auch ab und zu mal nachgeladen.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,

nachdem heute morgen mein IHC 824 nicht angesprungen ist (-2 °C) und wir dann mit dem Auto in den Wald gefahren sind, treibt mich das schlechte Anspringen mal wieder um. Alle Jahre wieder wenns kalt wird...

Trotz reichlich vorglühen (ca. 40 Sekunden) war nichts zu machen. Allerdings dreht der Anlasser sehr sehr langsam, von dem her glaube ich, dass das Problem eher ein andere als die oben beschriebenen ist. Zwar scheint der 12 V Anlasser generell nicht der schnellste zu sein, aber bei normalen Temperaturen dreht er deutlich schneller. Von demher wundert mich auch nicht, dass er nicht anspringen mag.

Aber was ist die Ursache? Vor zwei Wochen war er noch problemlos im Einsatz. Ich werd jetzt noch mal versuchen die Batterie frisch zu laden, aber das hat letztes Jahr bei einstelligen Temperaturen auch schon nicht geholfen.

Da das extrem langsame Drehen des Anlassers erst bei Temperaturen < 10 °C auffällig wird kann es ja eigentlich nicht an verschmutztem Anlasser oder schlechten Kabelverbindungen liegen (Massleitung habe ich erst letztes Jahr frisch gemacht).

Kann es sein, dass das Motorenöl (15W40) zu dick für den Wintereinsatz mit dem 824 wird, oder ist es einfach nur die Batterie, die die Kälte nicht (mehr?) verträgt?

Gruß

Andreas
 
"Trotz reichlich vorglühen (ca. 40 Sekunden) war nichts zu machen. Allerdings dreht der Anlasser sehr sehr langsam"

Hier sehe ich schon mehrere Probleme, der Glühwendel im Ansaugtrakt (keine Glühkerze) glüht wirklich erst richtig nach 60 Sec.

Bitte überprüfen, sonst ist wahrscheinlich der Kontakt im Zünschloss defekt

Langsam drehender Starter, reinigen auch den Anker bisschen abschmirgeln und reinigen

Bei neuen Starter ist dann natürlich die Stromversorgung zu Prüfen

MfG.
 
Zurück
Oben Unten