Anlasser funktioniert plötzlich nicht mehr

Hallo,

was empfiehlt denn dein Mechaniker Kumpel? Ich würde erst mal die Kohlen tauschen. Wenn die wirklich so kurz sind ist das ja ein offensichtlicher Fehler. Hatte das gleiche Problem letztes Jahr auch an nem anderen Fabrikat. Neue Kohlen rein und Ruhe war.

Gruss
 
Hallo Micha,

ist jetzt überhaupt auf Spannungsabfall geprüft worden ?

Sollten die Leitungen zur Pluskohle, noch unter der Feder geklemmt haben, müsste der Anlasser sicher Klacken und dabei dürfen die Kontrollleuchten nicht aus gehen.

" Wenn ich am Zugschalter ziehe, geht die rote Lampe aus, es tut sich aber sonst nix, danach geht sie wieder an. "

Der Anlasser hat zwar schon eine Kohlenlänge hinter sich, aber kaum verschleiß am Kollektor, so das er gereinigt und neu geschmiert noch lange arbeiten kann.

Kohlen mit Halter ca. 30€, wobei die Pluskohlen eingelötet werden müssen.

Gruß Demian
 
Moin

Auf Spannungsabfall wurde noch nicht geprüft.

Er will nochmal lang kommen, er sprach von eventuell verschlissenen Lagern, verzunderten Anzugsmagneten und anderem Zeug.

Gibt es denn jetzt auch Kohlen zum Anschrauben.

Wenn ich die original Nummer aus der ET Liste eingebe, kommen verschieden aussehende Kohlensätze raus.

Grüße Micha
 
Moin, 

ich würde mal Herrn Voß anrufen, siehe www.anlasser-lichtmaschinen-service.de

Der kann den Anlasser bewerten und auch überholen. Vermutlich kann der Anlasser noch einige Jahre seinen Dienst tun wenn er überholt worden ist. Die Kohlen sind am Ende, die müssen in jedem Fall ersetzt werden ...
 
Lieber überholen (gute Reinigung + neue Kohlenbürste, weiteres falls nötig) statt austauschen, der alte ‘‘Bosch, made in Germany‘‘ hat ja 40 Jahre gehalten, die neuen Nachbauten...?

Reparieren statt wegwerfen 😉

Grüße,
IHC 44er
 
Mal sehen, was mein Kumpel zum Zustand sagt.

Könnte man den kompletten Anlasser in ein Ultraschall Bad legen?

So könnte man den gesamten Dreck raus spülen ohne Gefahr zu laufen, die Wicklungen zu beschädigen.

Vorm Einbau natürlich gut trocknen lassen.
 
Der Anlasser ist aus der A-Familie der wohl umgebaut wurde, weil so wie er war würde er nicht passen weil Zähnezahl des Ritzel anders ist. Du hast 9, der Anlasser der A-Fam. 11 Zähne.

Bei der Ersatzteilbeschaffung würde ich mich nach der Nummer auf dem Anlasser richten, nicht nach deiner Ersatzteilliste zum Schlepper.

Die Stromversorgung kann man optimieren indem man die Minusklemme ordnungsgemäß montiert....ist nicht ganz drauf auf dem Pol
 
Hallo Micha,

wenn Du den Anlasser wieder nutzen willst, sollte er komplett zerlegt, gereinigt und mit neuem Fett/Öl wieder zusammengesetzt werden.

Wichtig, das Ritzel auf dem Steiggewinde gut mit Graphitfett schmieren.

Verschleißteile sollten neu, Lagerbuchsen, Kohlen, der Magnetschalter und das Ritzel, sollte eine zweite Runde schaffen.

Kohlen wären hier und es wären noch neue Federn dabei.

https://www.ebay.de/itm/285958660232

Lagerbuchsen nach Maß suchen.

https://www.old-germany.de/ecommerce/product_info.php?products_id=67

Kohlen gibt es in fast unzählige Varianten, so das es eventuell auch welche geben könnte, die geschraubt werden, Loch an der Wicklung ist vorhanden, da sollte das kabel der Kohle eingesteckt und verlötet werden.

Teile können gewaschen werden.

Gruß Demian
 
Mein Kumpel war nochmal da, er nimmt den alten Anlasser auseinander und macht ihn bei Gelegenheit wieder fit.

Soviel Zeit hab ich aber nicht.

Freitag früh den verlinkten Anlasser bestellt.

Samstag morgen stand das Paket vor der Haustür.

Heute rein gebaut..

Ein Gedicht, der dreht unangestrengter wie der alte.

Springt sofort an.

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Ansonsten habe ich nichts verändert.

Danke für eure Hilfe, Grüße Micha
 
Nach dem Masse-Stromversorgingstest würde ich ZUERST den Anlasser kurz schließen ob er dann ordentlich durchdreht und anspringt, und zwar durch überbrücken der beiden M10 Anschlüsse am Magnetschalter mit einem "geeigneten" Werkzeug. Keine Stromlieferung kann auch am Manetschalter liegen... der wird so umgangen... GANG RAUS!

Sorry, ich will kein Besserwisser sein, aber manchmal ist die Wortwahl etwas unglücklich. Das Wort "Anlasser" ist sehr zweideutig. Oft wird das ganze Gerät so bezeichnet, manchmal auch nur der Magnetschalter. Was Du meinst ist vermutlich der Kontakt des Magnetschalters. Es ist manchmal gefährlich Laien solche Informaltinen zu geben, da dort große Ströme fließen können und evtl. entspechende Leiter festbacken können.

Batterie... 5 Jahre alt.... prüfen macht auch Sinn, aber nicht nur mit einem Multimeter... auch wenn die Spannung okay ist, kann es sein das die Spannung Batterie trotzdem bei Belastung zusammen bricht. Ggfs geeignetes Prüfgerät beim freundlichen leihen, oder hinfahren.

Warum nicht mit einem Multimeter. Das ist das Gerät was evtl. vorhanden ist. Multimeter an der Batterie anklemmen und Leerlaufspannung messen. Dann Starten und Spannung am Multimeter beobachten. Sinkt sie kaum ab, ist ein Defekt auf der Masse- oder Plussleitung oder der Magnetschalter (wenn‘s nicht klackt) oder der Anlassermotor buw. Kohlen usw. defekt. Sinkt sie stark ab, ist am ehesten eine defekte Batterie zu vermuten oder ein zu hoher Strom (Anlassermotor klemmt oder el. defekt). Die anderen Prüfmethoden mit einem Multimeter (parallel zur Masse- oder Plusleitung wurden ja auch beschrieben). Wenn kein MM vorhanden ist, reicht u. U. schon eine Prüflampe für eine grobe Eingrenzung.
Frank

Übrigens: Bin selbst Laie und froh wenn mir hier geholfen wird. Der Text von Engelbart ist nicht die einzige Stelle, also nicht böse sein.
 
Schanks:

IHC - Engelbart:
Nach dem Masse-Stromversorgingstest würde ich ZUERST den Anlasser kurz schließen ob er dann ordentlich durchdreht und anspringt, und zwar durch überbrücken der beiden M10 Anschlüsse am Magnetschalter mit einem "geeigneten" Werkzeug. Keine Stromlieferung kann auch am Manetschalter liegen... der wird so umgangen... GANG RAUS!

Sorry, ich will kein Besserwisser sein, aber manchmal ist die Wortwahl etwas unglücklich. Das Wort "Anlasser" ist sehr zweideutig. Oft wird das ganze Gerät so bezeichnet, manchmal auch nur der Magnetschalter. Was Du meinst ist vermutlich der Kontakt des Magnetschalters. Es ist manchmal gefährlich Laien solche Informaltinen zu geben, da dort große Ströme fließen können und evtl. entspechende Leiter festbacken können.

Batterie... 5 Jahre alt.... prüfen macht auch Sinn, aber nicht nur mit einem Multimeter... auch wenn die Spannung okay ist, kann es sein das die Spannung Batterie trotzdem bei Belastung zusammen bricht. Ggfs geeignetes Prüfgerät beim freundlichen leihen, oder hinfahren.

Warum nicht mit einem Multimeter. Das ist das Gerät was evtl. vorhanden ist. Multimeter an der Batterie anklemmen und Leerlaufspannung messen. Dann Starten und Spannung am Multimeter beobachten. Sinkt sie kaum ab, ist ein Defekt auf der Masse- oder Plussleitung oder der Magnetschalter (wenn‘s nicht klackt) oder der Anlassermotor buw. Kohlen usw. defekt. Sinkt sie stark ab, ist am ehesten eine defekte Batterie zu vermuten oder ein zu hoher Strom (Anlassermotor klemmt oder el. defekt). Die anderen Prüfmethoden mit einem Multimeter (parallel zur Masse- oder Plusleitung wurden ja auch beschrieben). Wenn kein MM vorhanden ist, reicht u. U. schon eine Prüflampe für eine grobe Eingrenzung.
Frank

Übrigens: Bin selbst Laie und froh wenn mir hier geholfen wird. Der Text von Engelbart ist nicht die einzige Stelle, also nicht böse sein.

Was ist an dem Begriff  "Anlasser" zweideutig?
Ich hatte doch wohl eindeutig beschrieben, auf welche Weise das kurzschließen des Anlasser erfolgen sollte?
Batterieprüfung/ Multimeter: Ja genau, "grobe Eingrenzung", aber kein verwertbares Ergebnis um das als Ursache ausschließen zu können.
Ein professionelles Batterieprüfgerät misst die Kaltstartleistung der Batterie, die auf jeder Batterie in A (EN) angegeben ist. Und das ist enscheident für ein aussagefähiges Urteil.
 
Der Anlasser ist aus der A-Familie der wohl umgebaut wurde, weil so wie er war würde er nicht passen weil Zähnezahl des Ritzel anders ist. Du hast 9, der Anlasser der A-Fam. 11 Zähne.
Das war BLÖDSINN!

War davon ausgegangen das es sich um einem 844 handelte.... beim 633 (A-Fam.) steht der Magnetschalter immer nach unten
 
IHC - Engelbart:

Schanks:

IHC - Engelbart:
Nach dem Masse-Stromversorgingstest würde ich ZUERST den Anlasser kurz schließen ob er dann ordentlich durchdreht und anspringt, und zwar durch überbrücken der beiden M10 Anschlüsse am Magnetschalter mit einem "geeigneten" Werkzeug. Keine Stromlieferung kann auch am Manetschalter liegen... der wird so umgangen... GANG RAUS!

Sorry, ich will kein Besserwisser sein, aber manchmal ist die Wortwahl etwas unglücklich. Das Wort "Anlasser" ist sehr zweideutig. Oft wird das ganze Gerät so bezeichnet, manchmal auch nur der Magnetschalter. Was Du meinst ist vermutlich der Kontakt des Magnetschalters. Es ist manchmal gefährlich Laien solche Informaltinen zu geben, da dort große Ströme fließen können und evtl. entspechende Leiter festbacken können.

Batterie... 5 Jahre alt.... prüfen macht auch Sinn, aber nicht nur mit einem Multimeter... auch wenn die Spannung okay ist, kann es sein das die Spannung Batterie trotzdem bei Belastung zusammen bricht. Ggfs geeignetes Prüfgerät beim freundlichen leihen, oder hinfahren.

Warum nicht mit einem Multimeter. Das ist das Gerät was evtl. vorhanden ist. Multimeter an der Batterie anklemmen und Leerlaufspannung messen. Dann Starten und Spannung am Multimeter beobachten. Sinkt sie kaum ab, ist ein Defekt auf der Masse- oder Plussleitung oder der Magnetschalter (wenn‘s nicht klackt) oder der Anlassermotor buw. Kohlen usw. defekt. Sinkt sie stark ab, ist am ehesten eine defekte Batterie zu vermuten oder ein zu hoher Strom (Anlassermotor klemmt oder el. defekt). Die anderen Prüfmethoden mit einem Multimeter (parallel zur Masse- oder Plusleitung wurden ja auch beschrieben). Wenn kein MM vorhanden ist, reicht u. U. schon eine Prüflampe für eine grobe Eingrenzung.
Frank

Übrigens: Bin selbst Laie und froh wenn mir hier geholfen wird. Der Text von Engelbart ist nicht die einzige Stelle, also nicht böse sein.

Was ist an dem Begriff  "Anlasser" zweideutig?
Ich hatte doch wohl eindeutig beschrieben, auf welche Weise das kurzschließen des Anlasser erfolgen sollte?
Batterieprüfung/ Multimeter: Ja genau, "grobe Eingrenzung", aber kein verwertbares Ergebnis um das als Ursache ausschließen zu können.
Ein professionelles Batterieprüfgerät misst die Kaltstartleistung der Batterie, die auf jeder Batterie in A (EN) angegeben ist. Und das ist enscheident für ein aussagefähiges Urteil.
Hallo IHC-Engelbart,

ich denke wir unterscheiden uns ein wenig in einem Wortverständnis.

Angenommen ich habe eine Lampe und einen Schalter. Betätige ich den Schalter und die Lampe leuchtet nicht kann ich den Schalter kurzschließen (überbrücken) und schauen ob die Lampe leuchtet. Es hat keinen Sinn die Lampe kurzzuschließen. Ich kann natürlich schreiben, die Lampe kurzzuschließen indem ich im Schalter die beiden Anschlüsse überbrücke. So habe ich das Wort "kurzschließen" nie verstanden.

Du schreibst den Anlasser kurzschließen und beschreibst die Kontakte des Magnetschalters. Somit ist das Wort Anlasser doch nicht eindeutig, da es ja wie Du schreibst unmissverständlich das ganze Gerät ist. Vielleicht bin ich da einfach etwas empfindlich.

Natürlich ist ein Batterieprüfgerät optimal, da es eine definierte Belastung simuliert und damit eine Aussage treffen kann. Das Gerät war aber nicht vorhanden und somit hätte man sich in erster Annäherung auch mit einem Multimeter behelfen können. Z. B.: Multtimeter auf die Batterie und Leerlaufspannung messen, dann Fernlicht ein und Spannung beobachten -> sollte kaum abfallen.

Beim TÜV im Ort sagt der Prüfer bei abgeschaltetem Motor: Fernlicht an und Warnblinker betätigen. Blinkt der nicht mehr oder nur noch wie eingeschlafene Füße sagt er man sollte mal nach der Batterie schauen. Ist auch eine Methode.

Nichts für ungut.

Schönen Tag

Schanks
 
Einigt euch auf das Wort " überbrücken ", überbrücken der Kontakte, ich denke das ist unmißverständlich. Wobei normalerweise jeder der ein bischen Ahnung von der Materie hat weiß was mit " den Kontakten kurzschließen " gemeint ist.

Gruss Klaus
 
633klaus:

Einigt euch auf das Wort " überbrücken ", überbrücken der Kontakte, ich denke das ist unmißverständlich. Wobei normalerweise jeder der ein bischen Ahnung von der Materie hat weiß was mit " den Kontakten kurzschließen " gemeint ist.

Gruss Klaus
Hallo 633klaus,

Ja, so verstehe ich es auch: kurzschließen=überbrücken.

Nur dann hieße es ja im Text "den Anlasser überbrücken" und damit sind wir bei meiner Anmerkung.

Ich habe von Anfang an verstanden was Engelbart meint (!). Nur hatte ich geschrieben, dass genau das: "Anlasser überbrücken" verstanden werden könnte (von einem Laien).

Jetzt habe ich im Netz die KI gefragt was ‘sie‘ unter "kurzschließen" beitragen kann. Hier die Antwort:

Elektrotechnik: In der Elektrotechnik bezieht sich "kurzschließen" auf einen Zustand, bei dem zwei Punkte eines elektrischen Stromkreises durch einen sehr niedrigen Widerstand miteinander verbunden werden. Dies kann zu einem hohen Stromfluss und damit zu Überhitzung oder Schäden an Bauteilen führen.

Also Engelbart hatte also Recht mit den zwei beschrieben Punkten (Magnetkontakt), nur damit schließt man m. E. halt nicht den Anlasser kurz.

Ich will es damit gut sein lassen.

Nebenbei bemerkt:

Ich komme aus der Eifel und bin im Dialekt groß geworden. In unserem Dialekt gibt es den Genitiv nicht, alles wird im Dativ ausgedrückt. In meiner Jugend hatte ich das (wie viele andere auch) ins Hochdeutsche übernommen. Bei der Bundeswehr (vor ca. 50 Jahren) in Norddeutschland wurde ich damit ganz schön aufgezogen. Vielleicht bin ich seit dem sprachlich etwas empfindlich geworden.

Allen einen schönen Abend. Viel Spaß beim Schrauben und ich warte was mich nach dem Abdrücken meines DU-111-D-Zylinderkopfes erwartet. Ergebnis in meinem eigenen Thread.

Viele Grüße

Schanks
 
Moin

Der weiter vorn verlinkte Kohlenhalter ist gerade ausverkauft.

Was muß ich alles entfernen, das ich den Rotor aus dem Anlassergehäuse gezogen bekomme?

Die Gabel vom Zugmagneten auf jeden Fall.

Ich würde gern zum reinigen weiter auseinander nehmen und stell mich zu doof an.

Grüße Micha
 
Hallo Micha,

der Magnetschalter muss ab, dann kann die Wicklung mit Gehäuse entfernt werden, die beiden Stehbolzen müssen gelöst werden, Schraube von der Schaltgabel entfernen, so das der Anker mit der Schaltgabel gezogen werden kann.

Gruß Demian
 
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