Tag zusammen,
nach längerer Zeit kann ich nun wieder etwas Neues berichten. Zuletzt stand die Instandsetzung der Hydraulik an. Erst sollte nur der Wellendichtring für die Verstellwellen der Heckhydraulik gewechselt werden, da hier schon eine größere Undichtigkeit vorlag.
Beim Ausbauen habe ich dann schnell festgestellt, dass es sich für mich einfacher darstellt, wenn ich die innenliegende Mechanik auseinander baue und die Wellen inklusive Rohr herausnehme. Zunächst noch leicht gegen gesträubt, da ich auch kein Fachmann bin, aber nach ein wenig Überlegung war mir dann schnell klar, dass es nur eine mögliche Zusammenbauposition geben kann, weshalb Fehlerquellen in dem Bereich doch eher gering sind. Also habe ich dann diesen Teil demontiert, das Öl zum Teil abgelassen, infolgedessen mir dann direkt der Gedanke kam, dann gleich alles zu zerlegen und neu abzudichten. Wieder eine Nacht drüber geschlafen und dann den Entschluss gefasst. Also alle Steuergeräte abbauen, alle Leitungen ab und schließlich nur noch den "nackten" Heckkraftheber draufsitzen gehabt. In Bild 3 noch einmal der Anblick unter dem Deckel. Während der Demontagearbeiten habe ich auch immer schon Stück für Stück alles gereinigt, die Gelegenheit bekommt man sonst so schnell nicht wieder.
Neu gekommen sind:
Die Flächendichtung, auf der der Heckkraftheber auf dem Getriebe sitzt;
Die Korkdichtung, die den Hydrauliktank (sprich Heckkraftheber) zum Getriebe abdichtet. Ich hatte auch schon vermutet, dass hier schleichender Ölverlust zum Getriebe hin stattfindet, aufgrund von Getriebeölvermehrung;
Die Korkdichtung für den kleinen Deckel oben drauf;
Die Dichtringe inkl. Stützringe für die Hubarmwelle;
Sämtliche O-Ringe in den Steuergeräten, sowie ein Hebelelement, aus dem Öl heraussiffte;
Der besagte Wellendichtring, sowie die zwei O-Ringe für die Heckhydraulikverstellung und viele viele Kupferringe;
Den Hydraulikölfilter habe ich dank des Tipps von IHC 44er auch gewechselt, ohne das Gehäuse zu zerstören
Das Herabnehmen des Heckkrafthebers haben mein Vater und ich mit einer selbst gebastelten Hebezeugkonstruktion bewerkstelligt.
Hier noch einmal der Blick in das gerade freigelegte Getriebe. Sieht soweit schüssig aus. Ab hier ging es wieder in Richtung Zusammenbau.
Der grüne Pfeil zeigt hier noch mal auf den neuen Hebel für das einfachwirkende Steuergerät.
Hier noch mal zwei Bilder vom Endergebnis.
Ich denke die Arbeit zu investieren hat sich gelohnt, um diese Baustelle erstmal abschließen zu können. Alles in allem habe ich aufgrund mangelnder Zeit (wie könnte es anders sein) doch mehrere Monate hieran gearbeitet.
Wünsche noch einen schönen Sonntag.
Gruß Henrik