d320 farmall
Bekanntes Mitglied
- Registr.
- 1 Januar 1970
- Beiträge
- 486
Hallo Zusammen,
da die momentane Lage es ja verlangt das man äußerst viel zuhause sein sollte hab ich mir gedacht ich führe in Nachhinein noch einen Restaurationsbeitrag über die Überholung meines 644 um mir und den Mitlesern die Zeit zu vertreiben.
Zu der Geschichte des Schleppers,
Erstzulassung März 1978, Stundenzähler stand bei 1200 Stunden, optischer Zustand war nicht sehr besonders, technisch war er anfangs gesehen noch im Rahmen was sich aber bei der Überholung nicht bewahrheitet hat.

Nach den ersten zwei Wochen fahren hat sich die Bremse bemerkbar gemacht, entweder war sie offen oder direkt zu, dazwischen gabs nix.
Also erstmal mit dem Schlepper ab zur Baywa in die Waschhalle, nach zwei Stunden abwechselnd abdampfen und einweichen war der meiste Dreck weg und siehe da, unter dem Dreck kam noch rote Farbe raus
Also kam er in die Werkstatt damit ich mir das Problem ansehen kann.



Bei der Gelegenheit wenn alles frei liegt hab ich direkt nach der undichten Hydraulik geschaut und alles frisch abgedichtet

Dort angekommen und aufgebockt hat sich dann schnell gezeigt das die Vorderachse auch einen Defekt hat, das Drucklager links war auch hinüber

Die Achse kam raus, der Sitz wurde aufgeschweißt und wieder ausgespindelt.
Zum Problem mit der Bremse, auf einer Bremsscheibe waren die Nieten lose und der Belag konnte auf der Scheibe wandern.
Als ich die Kotflügel vorne wie hinten abgenommen hab fiel mir schnell auf das dort auch Handlungsbedarf besteht, hinten waren sie gut verrostet und vorne waren auch mehr Schweißnähte als Blech vorhanden.


Vorne wurden neue Bleche gerundet und aus Flacheisen neue Halter gebogen


Die Vorderachse hab ich nach dem Schweißen komplett neu ausgebuchst, den Achsträger wieder eingebaut.
Da aus der Kupplungsglocke öl kam das auch den Anlasser von innen schön zugesifft hat gings ans Trennen


Nachdem der kleine getrennt war hab ich direkt ne neue Kupplung bestellt, die alte Scheibe lief schon auf den Nieten.
Diese eingebaut und alles wieder zusammengeschoben.

Nun hab ich die Winkel für die Anhängekupplung abgebaut, auch hier war ordentlicher Verschleiß sichtbar

Die zwei neuen hab ich aus Feinkornstahl gebogen, St 52 war mir zu heikel.

Der Hebel von der Zapfwellenkupplung war auch nur behelfsweise mit nem angeschraubten Blech zum Arretieren geflickt worden, hier hab ich nen neuen Halter aus Stahl gefräst.

Auch die Unterlenker waren an beiden Seiten ausgeschlagen, also auch hier beidseitig neue Enden drangeschweißt

Im gleichen Zug hab ich die Unterlenkerwelle dann auch frisch abgedichtet.
Nach den ersten vier Wochen in der Werkstatt wurde mir dann klar das an dem Schlepper mehr zu machen ist als zuerst angenommen, aber da musste ich jetzt durch.
Sowie ich Zeit hab werde ich den Beitrag fortführen. Ich hoffe ich kann den einen oder anderen zum Mitlesen begeistern.
Gruß,
Benjamin
da die momentane Lage es ja verlangt das man äußerst viel zuhause sein sollte hab ich mir gedacht ich führe in Nachhinein noch einen Restaurationsbeitrag über die Überholung meines 644 um mir und den Mitlesern die Zeit zu vertreiben.
Zu der Geschichte des Schleppers,
Erstzulassung März 1978, Stundenzähler stand bei 1200 Stunden, optischer Zustand war nicht sehr besonders, technisch war er anfangs gesehen noch im Rahmen was sich aber bei der Überholung nicht bewahrheitet hat.

Nach den ersten zwei Wochen fahren hat sich die Bremse bemerkbar gemacht, entweder war sie offen oder direkt zu, dazwischen gabs nix.
Also erstmal mit dem Schlepper ab zur Baywa in die Waschhalle, nach zwei Stunden abwechselnd abdampfen und einweichen war der meiste Dreck weg und siehe da, unter dem Dreck kam noch rote Farbe raus
Also kam er in die Werkstatt damit ich mir das Problem ansehen kann.



Bei der Gelegenheit wenn alles frei liegt hab ich direkt nach der undichten Hydraulik geschaut und alles frisch abgedichtet

Dort angekommen und aufgebockt hat sich dann schnell gezeigt das die Vorderachse auch einen Defekt hat, das Drucklager links war auch hinüber

Die Achse kam raus, der Sitz wurde aufgeschweißt und wieder ausgespindelt.
Zum Problem mit der Bremse, auf einer Bremsscheibe waren die Nieten lose und der Belag konnte auf der Scheibe wandern.
Als ich die Kotflügel vorne wie hinten abgenommen hab fiel mir schnell auf das dort auch Handlungsbedarf besteht, hinten waren sie gut verrostet und vorne waren auch mehr Schweißnähte als Blech vorhanden.


Vorne wurden neue Bleche gerundet und aus Flacheisen neue Halter gebogen


Die Vorderachse hab ich nach dem Schweißen komplett neu ausgebuchst, den Achsträger wieder eingebaut.
Da aus der Kupplungsglocke öl kam das auch den Anlasser von innen schön zugesifft hat gings ans Trennen


Nachdem der kleine getrennt war hab ich direkt ne neue Kupplung bestellt, die alte Scheibe lief schon auf den Nieten.
Diese eingebaut und alles wieder zusammengeschoben.

Nun hab ich die Winkel für die Anhängekupplung abgebaut, auch hier war ordentlicher Verschleiß sichtbar

Die zwei neuen hab ich aus Feinkornstahl gebogen, St 52 war mir zu heikel.

Der Hebel von der Zapfwellenkupplung war auch nur behelfsweise mit nem angeschraubten Blech zum Arretieren geflickt worden, hier hab ich nen neuen Halter aus Stahl gefräst.

Auch die Unterlenker waren an beiden Seiten ausgeschlagen, also auch hier beidseitig neue Enden drangeschweißt

Im gleichen Zug hab ich die Unterlenkerwelle dann auch frisch abgedichtet.
Nach den ersten vier Wochen in der Werkstatt wurde mir dann klar das an dem Schlepper mehr zu machen ist als zuerst angenommen, aber da musste ich jetzt durch.
Sowie ich Zeit hab werde ich den Beitrag fortführen. Ich hoffe ich kann den einen oder anderen zum Mitlesen begeistern.
Gruß,
Benjamin















































































