D324 startet nach dem Abstellen nicht mehr

pho_e_nix:

Ah, heißt also wenn das Spaltmaß zu groß ist drocht sich der Kolben dort zu verkeilen, sofern er durch bloße Fingerkraft sich hin und her bewegen lässt.

Na ja ich habe ja so ein Bauch gefühl als müssten die neu, aber dann muss ich von unten drann. Ich weiß ja das ich nicht so gut vom Werkzeug ausgerüstet bin und das eine kleine PKW Garage nicht perfekt ist.

Mir graut es aber davor die Vorderachse zu demontieren um an die Ölwanne zu kommen um die Kolben aus zu bauen. 

Ich glabe spätestens hier werden mir die Grenzen auf gezeigt wo ich entweder aufgeben muss oder mir jemanden in der nähe suche, der das für überschaubares Kleingeld machen kann. Ich hab die "Flinte noch nicht ganz weggeworfen.

Fakt ist sicherlich:

  • Buchsen, Kolben/Ringe erneuern
  • Kopf prüfen/planen lassen
  • Ventielspiel überprüfen und einstellen lassen
  • Düsen überprüfen und einstellen lassen
Alles zusammen bauen und überraschen lassen.
Naja, bei den Kolben gibt es ja unterschiedliche Lastmomente,
- einmal wo die Kraft der Verbrennung in Drehrichtung über den Pleuel nach unten geleitet wird.
- einmal wo von unten über den Pleuel Kraft in Drehrichtung zur Verdichtung nach oben geleitet wird.

Bei beiden Situationen steht der Pleuel jeweils in einem anderen Belastungswinkel, das heisst der seitliche Druck auf die ganze Mechanik/Kolben/Zylinder wechselt permanent hin und her, wenn da Spiel ist, wird der Verschleiß noch begünstigt.

Zu den Fakten könnte noch was dazu kommen:
Wenn Du die Kolben ausbaust, wird Du einen Einblick auf Pleuellager kriegen.
Je nach dem wie die aussehen, bspw. bei meinem Hanomag so:
www.frockert.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/10/SAM_1206.geaendert.jpg

Hier ist die oberste Lagerschicht (silberfarben) weg und es sind Riefen zu erkennen.
Also Kurbelwelle raus...dann Sicht auf Hauptlager...

Und entsprechender Lagerstelle auf der Kurbelwelle:
www.frockert.de/wordpress/wp-content/uploads/2014/10/SAM_1200.geaendert.jpg

Ich will damit sagen das es ein gewisses Risiko besteht, das die Kurbelwelle gemacht werden muss + neue Lager.
Das wird man erst sehen wenn man mindestens eine Lagerschale eines Pleues runter hat.

Der Öldruck der Ölpumpe am Manometer könnte auch ne hilfreiche Aussage vorab geben.
Ist der Druck tendenziell unter 1 bar ist die Ölpumpe hin, oder die Lager der Kurbelwellen können aufgrund Verschleiß den Druck nicht halten.
Bei meinem D-322 ist nur ne Warnlampe montiert, ohne Werteanzeige.
Du hast ja nun den Kopf runter, Manometer anschließen und mit dem Anlaser orgeln ist nicht zielführend.
Hätte man vorher beim Motorlauf und unterschiedlichen Drehzahlen machen müssen.

Gruß
Arno
 
Ja, das mit dem Öldruck wollte ich ja auch im Vorfeld abklären. Die Anzeige war jedoch defekt. Als ich dann die Neue hatte war das Thema mit dem Wasser. Also habe ich den Motor geöffnet um nicht noch größeren Schaden an zu richten.
 
So, hier nun ein paar Bilder von den gesäuberten Flächen: 

Zylinderkopf und Rumpf sowie nochmal von den Innenseiten der Buchsen.

Ich hoffe das man hier etwas erkennt.

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Hier ist ein kleiner Riss zu erkennen, weiß nicht ob das jetzt schlimm ist und der Rumpfmotor eigentlich ganz hinüber ist.

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Das mit den "Überständen" der Buchsen ist bestimmt auch nicht richtig. Sicherlich muss das plan sein.

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Das ist der Zylinder wo das Wasser drin war. Die Inneseite ist zwar glatt und nicht wirklich stark verkratzt aber sieht angelaufen aus.

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Mittlerer Zylinder mit feinen Vvertikalen Riefen und auch diese Lauffläche sieht angelaufen aus.

Ich habe die Laufflächen mit einem Tuch und WD 40 versucht etwas zu säubern, aber diese "Flecken" gehen nicht weg.

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Auch hier feine vertikale Riefen und Flecken in der Ligierung.

So, das war die Ausbeute der Bilder.

Grüße

Grüße
 
Hallo

Der Zylinderkopf sieht ja ordenlich aus, der Motorblock ist fertig und nicht zu reparieren. Der Riss zwischen den Zylindern ist kein Problem aber die 4 Risse an den Stehbolzenbohrungen

sind das Problem, beim anziehen des Kopfes gibt es hier Verformungen und die Kopfdichtung dichtet nicht mehr vernünftig ab und Wasser gelangt im Verbrennungsraum. Das erklärt

auch die Wasserspuren an den Zylindern. Es nützt auch nichts mit zusätzlichem Dichtmittel dauerhaft eine Abdichtung hin zu bekommen was sonst erfolgreich sein kann, da hier keinen halt für die Stehbolzen gibt 

MfG

Alwin
 
@Schmied Keitel

keine Ahnung. Den Traktor habe ich ja als nicht ganz vollendete Sache gekauft ( nicht Fahrtüchtig ) und dann einem Landmaschinen Meister für die Türe gestellt. Er sollte den Traktor zu ende schrauben, zum laufen bringen und TÜV en. Nach gut eine Jahrr und einiger versuche das zu tun hat er mir gesagt das die Kurbelwelle Ursache des Übels sei (siehe Thema D324 startet nach dem Abstellen nicht mehr).

Danach hatte ich den Traktor abgeholt und selber mal Ursachenvorschung betrieben.

Tja, da ist der Motor dann doch recht defekt.
 
Guten Morgen,

mein D 326 hat diese Risse leider auch. Zum Glück nur genau mittig im Steg. Ich wollte den Motor eingentlich auch erst selbt überholen aber je tiefer man in den Motor selbst vorgedrungen ist, desto schlimmer wurde es. Mittlerweile ist er komplett beim Instandsetzer. Das Paket wird rund 3.000 Euro kosten aber dann ist er wie neu.

 

Ich meine, dass in den Kleinanzeigen ein guter Motorblock wie du ihn brauchst, inseriert ist. Spätestens jetzt würde ich mir aber die Frage "lohnt es sich noch" stellen. Was hast du denn explizit mit dem Schlepper vor?

 

Sofern du dich nämlich für einen Abbruch entscheidest, ist er jetzt noch besser zu verkaufen als in 1.000 Einzelteilen.

 

Gruß und weiterhin viel Erfolg, ich drück dir die Daumen dass es doch noch was wird mit deinem Roten.
 
Hallo.

Das tut mir jetzt Leid für dich. Gerade als du dich entschieden hast es mal selbst zu versuchen den Motor zu richten solch ein Rückschlag. Gut das wir Alwin hier haben, ich hab das beim ersten Betrachten der Bilder nicht gesehen. Und er hat das nötige Fachwissen zu sagen das hier die Reise vorbei ist.

Jetzt kannst Du gucken ob Du das Projekt auf gibst, irgendwo einen laufenden Motor angeboten bekommst, oder dir einen Block besorgst der noch in Ordnung ist. Für letzteren Fall würde ich dann erstmal sehen welche Teile man von deinem Motor noch brauchen kann. Wenn z.B. die KW auch durch ist, wird es zu teuer und aufwendig.

Das Problem ist, wenn man erstmal Blut geleckt hat wieder damit aufzuhören.......

Gruß Jürgen

PS: Man kann ohne Trecker leben aber es macht keinen Sinn..... ;-)
 
Hallo

@ pho_e_nix  tut mir richtig Leid für dich und dein Projekt.  Da mein Motor auch so eine Überaschung für mich parat hatte kann ich gut mitleiden.

Meine Welle wird grad geschliffen und bekommt ein neues Zuhause. Der Kopf wird abgedrückt und dann sehe ich weiter.

Das Gute ist ....es gibt alle Teile noch...!

Wenn ich darf klinke ich mich noch einmal mit einer frage hier ein.

@ Alle Experten.

Die Nummer auf den Halbschalen der Kurbelwelle soll mit der Nummer des Motorblock übereinstimmen.

Aber wo finde ich die Motornummer ???

Am Block ist neben dem Ölfilter die Fahrzeugnummer eingeschlagen ...da stimmt aber nichts mit den Lagern überein.

Gruß vom Nils
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Wer Rechtschreibfehler findet ....darf diese gerne behalten
 
Hallo

Wer hat dir denn das erzählt, das habe ich noch nie gehört mit den Nummern das da etwas übereinstimmen soll.

MfG

Alwin
 
Hallo

Wer hat dir denn das erzählt, das habe ich noch nie gehört mit den Nummern das da etwas übereinstimmen soll.

MfG

Alwin
 
Hallo

Steht im Werkstatthandbuch

Die Zahl auf dem rechten Schenkel der Lagerkappe bedeutet die Herstellungsseriennummer, und daß die Lagerkappe nur zu dem Kurbelgehäuse

mit der gleichen Nummer verwendet werden darf.

Diese Nummer finde ich aber nirgends.

Gruß vom Nils
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Hallo.

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube du hast da einen Gedankenfehler. Bei den Nummern handelt es sich mit Sicherheit nicht um die Herstellungsnummern im Block, sondern eine Kennzeichnung der Lagerböcke zu den Lagerbockdeckeln. Wie schon gesagt, so einen Treckermotor hatte ich noch nicht in den Fingern, aber einige andere.

Der Block, hier besonders die Hauptlagergasse sind natürlich im zusammengebauten Zustand bearbeitet. Wir reden hier von Genauigkeiten im 1000stel mm Bereich. Die Lagerböcke müssen dafür sogar mit dem richtigen Drehmoment angezogen sein, sonst passt das hinterher auch nicht. Das man da dann nicht einfach Deckel von einem anderen Motor einbauen kann ist doch klar. Man darf noch nicht einmal die Deckel untereinander vertauschen, deshalb sind dort Zeichen eingeschlagen, normalerweise Nummern von 1-X, je nachdem wie viele Hauptlager der Motor hat. Meistens sitzen die Nummern einseitig, so das man auch gleichzeitig die Einbaurichtung mit gekennzeichnet hat. Ich denke diese Nummern sind hier gemeint, kann mich aber auch irren.

Wenn du also einen intakten Block gefunden hast, müssen die passenden Böcke dabei sein! Wenn nicht, kann man beliebige Lagerböcke draufschrauben und die Hauptlagergasse neu spindeln lassen. Ob das bei deinem Motor geht und vor allem ob es dafür dann auch noch die richtigen Übermaßlager gibt, kann ich dir allerdings auch nicht sagen.

Da sind wir wieder bei den Qualitäten der Arbeiten bei einem überholten Motor. Normalerweise sollte bei jeder Überholung die Hauptlagergasse durchgemessen werden. Die Lagerstellen schlagen manchmal auch oval aus. Das sind 1000stel mm, so genaue Messwerkzeuge hat man normalerweise nicht zuhause. also wird das oft nicht gemacht, einfach neue Lager rein und gut. Pleullager neu aber die Buchse für den Kolbenbolzen meist nicht. Neu auswinkeln?, sieht doch noch gut aus, usw.

Gruß Jürgen (dem es davor graut das der D 179 auch gemacht werden muss) 
 
Hallo

Hab die Nummern gefunden......

Es ist so Simpel das es schon peinlich ist....

Die Nummern stehen exakt wie im Handbuch abgebildet in der Dichtfläche eingeschlagen unter der Ölwannendichtung.

Ich dachte das es im Handbuch nur zur Illustration so abgebildet ist. (wer kloppt schon Schlagzahlen in eine Dichtfläche) !

Gruß vom Nils
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Hallo

Hier die gewünschten Bilder....

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Gruß vom Nils
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Hallo liebe IHC Gemeinde und ein frohes 2016.

Ich melde mich nun nach längerer Zeit zurück. Mein Projekt hatte ich etwas auf eis legen müssen. Ich habe in der Zwischenzeit einige Traktorentreffen bei mir in der Umgebung ab gegrast, allerdings ohne einen Erfolg meinen Traktor wieder zum laufen zu bringen. Diejenigen die ihre "Schätzchen" am laufen haben sind selber froh einen zu kennen der wieder jemanden kennt der dann hilft und geben diese Adressen nicht gerne preis. Die paar Landmaschienen - Schlosser hier in der Umgebung sehen darin kein Geschäft und weisen einen wie mich eher ab, sei denn ich wäre Landwirt und hätte einen Großen Hof.

Fehlerbild: Traktor lief aber nicht rund. Nach herunternahme des Zylinderkopfes war zu sehen das Wasser im vorderem Zylinder stand und auch Wasserspuren in den anderen (siehe auch Bilder aus meinen Beiträgen). Risse an den Stehbolzen sind auch zu erkennen, sowie zwischen den Zylindern. 

Hier nun meine Frage: wer kann mir entweder einen Motorblock ohne Risse für einen D324 anbieten oder aber repariert mir meinen kleinen D324. Ich habe mitlerweile verstanden das durch die Risse an den Stehbolzen an meinem Motorblock hinüber ist und das ersetzen einer Zylinderkopfdichtung nicht das Problem behebt sondern immer wieder auftaucht.

Daher meine Bitte um Hilfe. Wer kommt aus der Nähe von Erftstadt / Köln und kann mir den kleinen wieder Reparieren. Ich müsste lügen wenn ich sage ....Geld spielt keine Rolle...... Die reparaturkosten sollten die "Kirche schon im Dorf" lassen aber mir wird schon klar sein dass dies was kostet. 

Möglicherweise kann mir jemand einen Vorschlag machen. 

Vorerst die Beste Grüße  
 
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