Erfahrungen mit Rapsöl

MarkusD436

Bekanntes Mitglied
Registr.
19 Januar 2006
Beiträge
316
Hallo Leute,

ich habe nen D436 und überlege ihn mit Rapsöl zu fahren. Gibt es hier jemanden der schon Erfahrungen damit gemacht hat. Es muss kein pures Rapsöl sein kann schon mit Diesel gemischt werden. Was für Mischungen kann man fahren. Muss was an der Kraftstoffanlage geändert werden. Habe keine Vorförderpumpe an der ESP. Wie ist das mit dem Motoröl? Reagiert das irgendwie unschön bzw schädlich wenn es mit unverbranntem Rapsöl in berührung kommt? Wäre schön wenn mir jemand ein paar Erfahrungen mitteilen könnte.

Gruß Markus
 
ich würde beim alten diesel bleiben.

ich habe das auch schon von mehreren gehört, dass der normale diesel besser ist für die motoren.
 
IHC Motoren sind nicht Rapsöl tauglich, das Thema wurde übrigens schon 1000000 mal behandelt.

Bei Rapsöl brauchst du zusätzliche Filter, zusätzliche Förderpumpe, evtl. Vorwärmer für Winterbetrieb etc.

Hinzu kommt das Rapsöl die Ventile verkorkt und sich der Motor von allein nicht mehr freiblasen kann wie es normal üblich ist.

Desweiteren geht das rapsöl in normale Motoröl und wird da durch mehr, was ständigen ölwechel zurfolge hat.

Auf deutsch gesagt:

LASS ES!!!!!!!!!!!!!! Das is Blöldsinn und nur bei heutigen modernen Motoren möglich !!
 
genau, stimme tobias zu.

die nachteile überwiegen noch.

die einzige alternative ist SUN-diesel.

soll die gleichen eigenschaften wie diesel haben, nur das er aus pflanzen gewonnen wird.

habe mal ein vortrag drüber gehört.
 
erstmal kannst du rapsöl (kein bio diesel, reines rapsöl oder andere öle (aldi lässt grüßen) im sommer auf jedem diesel fahren, nur 1 gild es zu beachten, der motor sollte permanent vollast laufen und am bessten is wenn du zum anlassen und abstellen ca. 5 min mit normalen diesel fährst, also nichts für nen cormick der d serie
 
Rapsöl gehört in die Friteuse, und nicht in den Tank.

Lasst die Finger von dem Zeug bei älteren Motoren.

### Bitte lest euch genau die Hinweise der Spezialisten durch, da steht einiges an Wissenswertem drin !

http://www.ihc.de
 
Vergess Dein Vorhaben!

Hatten Die Rapsölanlage Mit 2 Tanksystem Am 1056xl ! Das Funktioniert Nur Dann -Und dann Auch Noch Schlecht Nur Bei Viel Vollgas! Da Verbrennt Das rapsöl Nämlich Fast Sauber! Im Teillastbereich Ist Dies Nicht Der Fall Und das Hat Zur Folge Gehabt Das Unser Motoröl Mehr Wurde Und Wir Fast Nen Motorschaden Gehabt Haben Weil Sich Das Nichtverbrannte Rapsöl Ins Motoröl Zog ! Die Anlage Ist Wieder Anwechgeschraubt Und Soll Nun Verkauft Werden! Außerdem Ist Das Bei So Einen Alten Schlepper Sowieso Humbug! Lohnen Tut Sich So Eine Anlage Meist Auch Nur Dann Wenn Der Schlepper Mindestens 500 -600 Stunden Macht ! Und Das Dürfte Ja Wohl Nicht Der Fall Sein! Da Müssen Schlepperhersteller Und Die Einspritzpumpen Hersteller Sich Noch Eine Menge Gedanken Zu Machen Das Diese Technik So Funktioniert Als Wenn Man Diesel Tankt!
 
Also ich habe eigentlich gute Erfahrungen gemacht mit Rapsöl.

Fahre damit im Sommer meinn 744

Man muß allerdings einige Dinge beachen.

Wie hier schon gesagt muß der Motor fast ausschließlich im Vollastbereich fahren da es sonst zu Olansammlungen im Motoröl kommt.

Auch wird das Rapsöl im Teilastbereich oder standgas nicht vollständig verbrannt.

Es kam nur am Anfang einmal zum Verstopfen das Dieselfilters.

Ich fahre im Sommer 100% Rapsöl und sobald es kälter wird mische ich bis zu 30% Diesel bei.

Gruß Ernst
 
Hallo Leute,

erst mal schönen Dank für die zahlreichen Antworten.

Das es ein gewisses Risiko darstellt auf so einem alten Diesel Rapsöl zu kippen ist mir schon klar. Ich habe ja auch nicht an 100% Rapsöl gedacht sondern schon an eine Mischung wo ich max. 50%-50% mischen würde. Gut das das Rapsöl bei leerlauf und halblast nicht vollständig verbrennt ist das größte Problem, da der Schlepper bis auf ein paar mal im Jahr ja nicht voll ausgelastet wird. Ich werde mir das nochmal reiflig überlegen.

Gruß Markus
 
In der letzten Oldtimer Traktor war ein sehr schöner Artikel über Pöl in Traktoren. Lesenswert!

In Kürze: bei Maschinen mit alten Bosch-Reiheneinspritzpumpen kann man Problemlos Pöl zumischen, Faustregel Temperatur + 40 = Pöl-Zumischung in Prozent. Bei 10°C kann man also 50% Rapsöl fahren. Hab ich probiert, klappt bei meinem 323 problemlos. Allerdings muss man charakterfest sein: das Ding riecht wie eine Frittenbude...

Grüsse aus Rheinhessen,

Michael
 
Ne du, mein 323 soll schön nach Diesel riechen, und nich das die leute denken der Fritz mit der Pommesbude kommt durchs Dorf geschaukelt....

Grüße Tobias
 
Ich arbeite bei Siemens, ehemals VDO, wir stellen Kraftstoffpumpen, Dieselpumpen, Einspritzpumpen etc. her. Die wenigsten Pumpen sind Rapsöltauglich, weil der Sprit aggressiver ist als der herkömmliche Diesel. Dichtungen werden vom Rapsöl schlichtweg zerfressen, bis Du das merkst, ist es zu spät und dann wird es richtig teuer. Ein Bekannter meines Vaters hat einen case mit Rapsöl gefahren, das ging 4 Monate gut, dann kam das große Erwachen, Förderpumpe und Einspritzanlage waren fertig, der Schaden war 4 stellig, und das nicht zu knapp.

Also Finger weg vom Rapsöl, gerade bei den Oldies.

Viele Grüsse aus Hessen

Frankie
a063.gif
www.schlepperfreunde-reilos.de
 
Hallo!

Ich habe auch mal Rapsöl probehalber im 743 gefahren. Läuft wirklich tadellos!

Aber ein Motorenspezialist hat mir gesagt das größte problem sei die Einspritzpumpe.

Die heute meist verbauten Verteilereinspritzpumpen werden über den Kraftstoff geschmiert und dafür reicht die Schmierwirkung vom Rapsöl nicht aus.

Anders sieht das bei ner Reiheneinspritzpumpe aus, die wird zentral geschmiert.
 
Wenn man bedenkt was so ein Umbausatz für Rapsöl kostet muß der schlepper schon einiges an stunden im jahr laufen um die kosten wieder reinzuholen, dabei sind noch nicht einmal der umbau der einsprizpumpe und ein höheren ölwechselintervall gerechnet.

Bei CCM mühlen oder häckslern ist das eine feine sache, ständig vollgas und immer den Motor auf betriebstemperatur, da lohnt sich so etwas auf jeden fall schon.
 
Hallo Leute,

also zum Thema Rapsöl, ich fahre beruflich einen LKW, Mercedes Benz Actros MP II 2541, mit einem 12 Liter V6 Motor und 410 PS, Baujahr 4/2004.

Das Fahrzeug ist mit einer Elsbeth Rapsanlage ausgerüstet. Der Umbau erfolgte bei 180000 Kilometern, das war im Juli letzten Jahres, in unserer Firmenwerkstatt. Da ich immer wissen will, was mit meinem Laster geschieht, wenn die Mechaniker dran arbeiten, hab ich mir angewöhnt, mich immer in den Blaumann zu schmeissen und mitzuarbeiten, auch wenn ich mal ein Wochenende dafür opfern muss.

Mittlerweile habe ich mit dem Stern knapp 120000 Kilometer ohne Probleme zurückgelegt. Leistungsmässig kann ich nichts negatives sagen, er zieht wie eh und je, der Verbrauch ist etwas zurückgegangen, da Rapsöl im gegensatz zu Diesel Sauerstoff enthält, was die Verbrennung nochmals fördert. Die Geruchsbelastung ist relativ gering, und mir fällt sie eigentlich gar nicht mhr auf,Sehr wichtig ist, das du wachsam bist, dein Auto genau kennst, um reagieren zu können, wenn etwas nicht stimmt. Es muss z.B. ca alle 10000 Kilometer der Rapsfilter gewechselt werden, denn wenn dieser verstopft, (das geht dann innerhalb von Stunden), dann saugt er stattdessen das teure Diesel. Dann musst du halt am nächsten Parkplatz raus, Führerhaus hoch, Filter wechseln, und 15 Minuten später bin ich wieder auf Reiseflughöhe.

Desweiteren muss der Ölwechsel von 100000km auf 25000km reduziert werden, und genauestens eigehalten werden, da das Motorenöl, wenn man überzieht, dann innerhalb kurzer Zeit umkippt, und ein Motorschaden die Folge wäre, und so ein Motor kostet halt seine 25000€.

Ausserdem werden regelmässig Ölproben gezogen, und an eine Firma in Wolfratshausen geschickt, die dann spezielle Ölzusätze liefert, um die Ölwechselinterwalle irgendwann wieder strecken zu können. Desweitere habe ich mir ein Buch angelegt, bei dem über alle vorkommnisse, (Ölwechsel, Filterwechsel, wann und wieviel Diesel getankt wurde, besondere vorkommnisse und alles andere), genauestens Buch geführt wird, um alles in der Werkstatt, bei der regelmässigen Durchsicht mit den Mechanikern besprechen, und evtl. beseitigen, oder verbessern zu können.

Zum Umbau: Das Fahrzeug erhielt als erstes einen Kühlwasserwärmetauscher, zusätzliche Filter für Diesel und Rapsöl, einen Kühlwasserwärmefühler, Druckschalter, einige Relais für die Bordelektronik und eine Menge Kabel. Einen 2. Tank hatte er als Neufahrzeug bereits drauf, da ich vorher zum Tanken nach Österreich gefahren bin, und meine 1000l geholt hab.

Gestartet wird mit Diesel, und wenn das Kühlwasser bei 60 Grad ist, schaltet die Anlage, welche ich vorher aktiviert habe, auf Rapsöl um, wenn ich die Handbremse einlege, schaltet die Anlage über einen Druckschalter sofort auf Diesel um, wegen Leerlauf. Zur Rapsölförderung ist eine elektrische Zahnradpumpe eingebaut, um eine sichere förderung zu gewährleisten. Weiterhin wurde die serienmässige Dieselpumpe durch eine elektrische ersetzt, welche den Dieselkraftstoff in einem Kreislauf zirkulieren lässt, um die Einspritzanlage, (EDC), die durch das Rapsöl ja stärker belastet wird zu kühlen. Ich bin mit dem Fahrzeug den ganzen Winter durchgefahren, ohne jegliche Probleme,ich fahre nur Nachts, und wir hatten teilweise Temperaturen bis zu -27 Grad, dazu kommt noch der Fahrtwind, der das ganze noch um einiges abkühlt.

Was man nicht vergessen darf, ist es die Anlage so etwa 10 - 15 km bevor man das Fahrzeug abstellt, die Anlage auf Diesel umzustellen, (kleiner Schalter am Armaturenbrett, dient auch zum aktivieren), damit die Leitungen gespült werden, vergisst man das, und das ganze kühlt ab, hat man ein Problem, denn alle Leitungen und Filter müssen raus und gereinigt, oder ersetzt werden, da das Fahrzeug nicht mehr anspringt, von den Ausfallzeiten des Fahrzeugs, und den damit verbundenen Folgekosten ganz zu schweigen.

Ihr seht also, das das Thema Rapsöl Fahren gar nicht so einfach ist, und ich es mir gut überlegen würde würde in meine Schlepper Rapsöl zu kippen, denn ob die ersparnis am Anfang, die eventuellen Schäden nachher wert sind!

Deshalb schöne Dieselgrüsse

Schorsch
 
Zurück
Oben Unten