Es wird eine Restauration werden -- 745 XL --

Hallo Jungs und Mädels, wenns denn welche hier gibt,

die alten Wedi´s müssen ja noch raus bevor es wieder ans Zusammenbauen geht.

Um die Leckölfangringe ohne zu verbiegen herauszunehmen hab ich mir schnell ein Stück Rohr genommen, einen Schlitz hinein geflext und eine Mutter oben drauf geschweißt für den Gleithammer.

eup-1138290610-2c858ab91683ffc91269a4192bae7112-1767967352_big.webp

Mit dem Schlitz konnte ich das Konstrukt in den Rand des Ringes schieben und ihn vorsichtig mit leichten Schlägen mit dem Gleithammer rundum ohne Beschädigungen herausziehen.  

eup-1138290610-73cdca1e683dba9a3c2b377441ce7cd1-1767967352_big.webp

Ein Ring ist noch völlig in Ordnung, der Andere war ja schon beim letzten mal beschädigt eingebaut worden. Der kommt neu.

eup-1138290610-90f3557109b073e6e27154e6c3d5fd45-1767967352_big.webp

Nun geht es an den Wellendichtring. Mit der altbekannten Methode mit den Blechschrauben war er nicht zu überreden heraus zu kommen. Doch da fiel mir ein, das gleiche Problem hatte ich schon beim 724 und da hatte ich mir ein Werkzeug dafür gebaut.

eup-1138290610-1a150f382384f68565453a23c0469a77-1767967352_big.webp

Ich bin dann schnell mal in den Schuppen um die Kiste zu suchen mit den " IHC Spezialwerkzeugen" die ich mir im Laufe der Zeit so angefertigt habe. Solche Sachen werfe ich nie weg nach der Verwendung, auch wenn sie noch so primitiv sind, denn irgendwann braucht man sie wieder... So wurde ich auch schnell fündig.

eup-1138290610-99864b253b62fda969a11a1f82895932-1767968108_big.webp

Ich hatte mir damals diese Platte angefertigt die sich gerade so durch das Loch hinter den Wedi schieben ließ.

eup-1138290610-fa79146c67dea228265eb3405c654228-1767968421_big.webp

Somit konnte ich mit einer Gewindestange und einem Querriegel den Wedi spielend leicht herausziehen.

eup-1138290610-24ce39745818b361c1d5bc552f3d2c09-1767968108_big.webp

eup-1138290610-4455b0ed1d872c834d8679f1436a7e4f-1767968108_big.webp

Und mußte dann mit entsetzen feststellen daß der Sitz des Wedi beschädigt war. Diese Beschädigung war nicht bei mir entstanden, denn da hab ich peniebelst darauf geachtet. Aber es wundert mich nicht da die Leckölfangringe auch schon falsch montiert waren.

eup-1138290610-8fa366e0f47f32c4a098e3448a139a01-1767968688_big.webp

Was soll ich sagen, das war noch die gute Seite. Links sieht´s richtig böse aus...

eup-1138290610-6c6ee377abb448c82e2314641004760d-1767968973_big.webp

Erstmal so hingenommen und mit den Zwischenflanschen weiter gemacht. Bei der rechten Seite hat sich der Wedi ganz schön gewehrt heraus zu kommen aber als er raus war bin ich fast vom Schlag getroffen worden. Das ein Stück vom Rand abgebrochen war hatte ich schon bei der Demontage des Achstrichters gesehen, aber seht selbst...

eup-1138290610-4e1b648ca8c59814259bca38b1e0db9e-1767968973_big.webp

eup-1138290610-9f516683b8f4eb0a5325b3c335800233-1767968973_big.webp

Wer macht so was? Man muß sich doch irgendwas einfallen lassen bei der Demontage um den Sitz nicht zu beschädigen. Den Wedi kann man ja misshandeln wie man will, der wird ja erneuert aber auf die Dichtflächen muß man doch acht geben. Ich versteh sowas nicht. Da wundert es mich nicht daß Öl ins Bremsgehäuse gelangt ist... Achso und der Wedi war noch falsch herum eingesetzt...

eup-1138290610-35f51b9752295b793ea78d2ee0af0808-1767969163_big.webp

Ölablaufbohrung natürlich auch schön zugesetzt.

eup-1138290610-5f921b9748bc43033f786991e2f108fe-1767969163_big.webp

Mit einel Draht und Bremsenreiniger wieder frei gemacht.

eup-1138290610-831c8b08a6510fc446e4f6f975dea650-1767969163_big.webp

Der andere Zwischenflansch sah etwas besser aus, hier war zumindest der Dichtring richtig herum eingesetzt.

eup-1138290610-6702e47140daf255cd531dd5a63e36a8-1767969163_big.webp

Sagt mir bitte wenn ich falsch liege, aber die Dichtlippe mit der Feder dahinter kommt doch zur Ölseite?

eup-1138290610-20c5ed9dce3d770d7604fd009abf82dd-1767969225_big.webp

Hier waren die Beschädigungen etwas geringer.

eup-1138290610-1815aaf8e9f871232823efa839ab0292-1767969225_big.webp

So jetzt mal meine Frage an euch.

Ich habe vor, die erhabenen Stellen glatt zu schleifen und dann die Wellendichtringe mit Hylomar einzusetzen in der Hoffnung die beschädigten Stellen und den Ring so rundum abzudichten. Hylomar deshalb weil es dünn aufgetragen werden kann und nicht aushärtet, was bei einer eventuellen späteren demontage von Vorteil wäre.

Was meint ihr dazu?   Oder was ist das Mittel der Wahl?

Bis dann Gruß Markus
 
Hallo,

ich würde auf jeden Fall einen Wedi nehmen der komplett Gummi ummantelt ist, keinen der am grossen Durchmesser nur blankes Metall hat. Feder und Lippe zur Ölseite passt.

Gruss
 
Moin,

scheiße Aussehen tut das, ich glaube aber nicht, das das Einfluß auf das Abdichten hat. Mit dem Bearbeiten der erhabenen Flächen kannst du, solange du nicht zuviel abträgst, nichts verkehrt machen.

Die Wedis mit Dichtmittel einsetzten kann absolut kein Fehler sein.

Gruß

Frank
 
Ich hatte bei einem meiner Motorräder ein ähnliches Problem. Dort war auch der Sitz des Dichtrings der Getriebeausgangswelle vermackt, teilweise ausgebrochen und dadurch nicht mehr dicht. Ich habe den mit Flüssigmetall wieder aufgebaut und anschließend geschliffen. Der neue Wedi sitzt wieder ordentlich drin und Ist absolut dicht.
 
Hallo Jungs, danke für Eure Antworten,

Die Wellendichtringe hatte ich ja leider schon besorgt und die haben natürlich auch Metallringe wie die Alten.

Mit Flüssigmetall wäre evtl. eine Lösung aber dann müssen die Sitze wieder exakt ausgedreht werden was sehr aufwendig ist. Ich veruche es erst mal mit eindichten und hoffe daß es gut geht.

Nach dem schleifen der erhabenen Stellen hab ich dünn Hylomar auf den Ring und auf den Sitz aufgetragen und die Ringe vom Zwischenflansch auf der Presse eingedrückt. Das fand ich eleganter als hinein klopfen.

eup-1138291289-798cd76ddf2f6fc338105b9ee3d571d4-1768233526_big.webp

eup-1138291289-6d91c796fc6f31284c141c4a63e10f04-1768233526_big.webp

eup-1138291289-626a7fb59b12682f79b4061e6d4b5e5e-1768233878_big.webp

eup-1138291289-68acf225747b46933670d5362da7d5cf-1768233526_big.webp

Den Ölabstreifring habe ich danach von der anderen Seite eingesetzt. Ich wollte erst sehen ob sich nicht Dichtmasse in den Spalt vom Abstreifring drückt und den ihn festklebt. Es war ganz minimal und konnte gut entfernt werden.

Den Dichtring im Bremsgehäuse hab ich auf die gleiche Weise eingesetzt. Dazu hab ich Teil 2 meiner Dichtring ein- und auszieh Vorrichtung benutzt.

eup-1138291289-e33ef1692dd9e13eecdb8e20e8337edd-1768234319_big.webp

eup-1138291289-f9f9beac777eee7cc900d98f3d065416-1768234319_big.webp

eup-1138291289-0ad7de46b5718ad97580e7d84e3222c1-1768234319_big.webp

Und noch den Leckölfangring montiert, jetzt aber so wie er gehört, mit dem Loch nach unten.

eup-1138291289-4072c926ea11997d942d4363e77af9e3-1768234319_big.webp

Ich warte noch auf den bestellten Leckölfangring für die ander Seite, dann kann die auch fertig gemacht werden.

Dann gehts schon ans einsetzten der Bremsautomaten und montieren der Achstrichter.

Also dann bis bald...
 
Moin, moin,

dank dir Klaus für dein Lob, ich freu mich immer wenn´s gefällt. Wenn es vielleicht auch etwas viel Bremse ist, aber die ist ja bald fertig. Gibt mir Bescheid wenn ich es zu ausführlich mache. 

Also weiter gehts :-)

Ich hab mir ja zwei neue Bremsautomaten besorgt und wollte diese nicht einfach so einbauen ohne mal ins Innere geschaut zu haben. Also schnell die Federn ausgehebelt und die zwei Hälften begutachtet.

eup-1138292379-f8fbeda72ea33223b3d7f41169ac8495-1768662054_big.webp

Es hat mich schon sehr gewundert daß die Kugeln fast Trocken verbaut waren. Höchstens eine ganz dünne Ölschicht damit sie nicht rosten. Die Laufflächen der Kugeln waren mir auch etwas rauh. Zur Info die Teile der Bremse sind alle vom Landmaschinenhändler.

eup-1138292379-89684129e2f2599b49e62e51a5a38e58-1768662054_big.webp

Ich hab dann die Laufflächen etwas mit 600er Schleifpapier poliert bis ich sie für gut befunden habe...

eup-1138292379-74d834726cd3580247cf1fbdf89a5011-1768662054_big.webp

...und dann die Kugeln und die Laufflächen mit Molikote dünn eingecremt wie es im Werkstatthandbuch steht. Man wird immer wieder bestätigt sich nicht auf alles einfach zu verlassen.

eup-1138292379-bf781718025534effd8736874e25ff3c-1768662054_big.webp

Jetzt konnte ich die Bremsautomaten wieder guten Gewissens zusammensetzen.

eup-1138292379-a37063b66d2a70969bd4f93a47ea47bb-1768662566_big.webp

Die kaputte Achstrichterentlüftung hab ich mal abgeschraubt...

eup-1138292379-b6401fa04a1a765ba8282dd144137c0e-1768662566_big.webp

... die war völlig zugesetzt.  Ich glaub die wurden noch nie kontrolliert oder gereinigt.

eup-1138292379-0da7bfb3dc91c7f15e76b346a6c5b245-1768662566_big.webp

eup-1138292379-e353a159621f426c88f8c574737c0271-1768662566_big.webp

Die Andere war zwar noch an einem Stück, aber auch zugesetzt. 

eup-1138292379-e32362e698e6f5a0104136a4f90e9f9a-1768663096_big.webp

Ich muß mir zwei Ringlötnippel besorgen und ein Röhrchen und mach dann, glaub ich, beide neu.

Nun wird es Zeit die Bremse wieder zusammenzusetzten. Da bin ich wie folgt vorgegangen:

- Alle Dichtringe mit Getriebeöl eingerieben

- Alle Reibflächen der Gehäuseteile und vom Bremsautomaten gründlich entfettet

- Hinteren neuen Bremsbelag ins Gehäuse eingelegt

- Bremsautomat eingesetzt und mit dem Kopfstift unten am Bremshebel befestigt.

- Da der vordere Bremsbelag jetzt so herausfallen würde, hab ich den Zwischenflansch mit zwei Schrauben und etwas Abstand vor das Gehäuse gehängt    und dann den Bremsbelag von der Seite hinein geschoben. Nun konnte ich ihn durch das Loch der Welle mit den Fingern auf Position halten und das        Zwischengehäuse in die Spannhülsen eintreiben. Die Spannhülsen hab ich zuvor aus dem Zwischenflansch entfernt und in das Bremsgehäuse                  eingetrieben da Dieses einen Absatz als Anschlag in der Bohrung hat aber im Zwischenflansch eine durchgehend große Bohrung ist. Da würde sich die      Spannhülse beim montieren evtl. komplett hinein drücken und hätte keine Funktion mehr.

- Differentialwelle gereinigt und die Flächen wo die Dichtringe laufen eingeölt und vorsichtig durch das Bremsgehäuse geführt. Mit leichten                            Drehbewegungen haben sich die Bremsbeläge schön in die Verzahnung eingefädelt.

Dichtmittel ist hier nicht erforderlich da an dieser Trennstelle kein Öl hinkommt.

eup-1138292379-4954e83ba1f008029ee8fe43de70cdde-1768663278_big.webp

eup-1138292379-db5279cab56ce955b21283d53909c8d4-1768663278_big.webp

eup-1138292379-62bdeb2e7e84f4d065e2f8672785b0b8-1768663278_big.webp

Nun konnten die Dichtflächen Achs- und Getriebeseitig gründlich gereinigt, und dünn Silikon Gehäusedichtmittel am Zwischenflansch aufgetragen werden. Den Achstrichter hab ich vorher schon in Position gebracht damit es nicht so lange dauert ihn anzusetzen. Bischen einfädeln und zusammen geschoben.

eup-1138292379-6149b051951c89389deee0aac6ae571e-1768663278_big.webp

eup-1138292379-81c52bbb6fe24fc62b5a8becca573b4a-1768663308_big.webp

Da ich im Werkstatthandbuch und in der Bedienungsanleiting keine Drehmomentangaben für die Achstrichterschrauben gefunden habe, habe ich sie mit 110 Nm angezogen. Ihr könnt ja mal schreiben ob das so in Ordnung ist.

Das gleiche Spiel noch an der anderen Seite und dann ist diese Baustelle bis auf´s Einstellen der Bremse erledigt.

Also dann ein schönes Wochenende und Gruß vom Saarschrauber...
 
Hey Jungs,

vielen lieben Dank für eure lobenden Worte, das hört man natürlich gerne. Wenn man etwas Feedback bekommt daß der Bericht gefällt führt man ihn auch gerne weiter.

Ich bin leider noch nicht sehr viel weiter gekommen da es einen Rückschlag gab. Den einen Achstrichter musste ich wieder abbauen, da mir nicht aufgefallen war daß noch etwas Restöl vorhanden war und ich die Ablassschraube beim montieren nicht offen hatte. So ist mir beim zusammenschieben etwas Öl aus dem Achstrichter über die entfettete Dichtfläche gelaufen und dort hat sich dann die Silikondichtmasse einfach zur Seite weggedrückt ohne zu haften. Was zur Folge hatte daß der Flansch undicht war und tropfte. Für mich bedeutete das, das der Achstrichter wieder runter musste. Daß sich dabei die Differentialwelle ein Stück mit herauszieht ist meistens unumgänglich und könnte dabei auch die Wellendichtringe beschädigen. Also hab ich, um auf Nummer Sicher zu gehen wieder 2 neue Wedi´s bestellt und die ganze Prozedur mit eindichten und so weiter noch einmal gemacht... Naja, Fehler passieren nun mal...  Jetzt ist alles wieder schön montiert, die Bremse ist grob eingestellt, das Feintuning kommt beim Bremsversuch wenn er die Werkstatt wieder verlassen kann. Bin gespannt...

Dann gab es noch ein Entlüftungsröhrchen für den Achtrichter zu bauen. Da ich keine Öse für eine Hohlschraube, wo man ein Röhrchen einlöten kann,  gefunden habe musste ich improvisieren. Ich hab mir eine Öse mit Schlauchanschluß besorgt und hab Diesen abgeschnitten...

eup-1138293888-a25826441d42223f4057562d29eaea95-1769188374_big.webp

eup-1138293888-c29a940c6e8acc3adc02a89a2d6632f1-1769188433_big.webp

...dann ein 6er Loch hinein gebohrt für ein 6x1mm Stahlröhrchen...

eup-1138293888-763c255f59446ba97b3c2073c326e8ad-1769188453_big.webp

Das Röhrchen noch zurecht gebogen 

eup-1138293888-862adf349ba68c74c4832ec84ef65207-1769188374_big.webp

und eingelötet

eup-1138293888-1724d5997bc42fda6ccd7f694916be69-1769188483_big.webp

Ich denke ist ganz gut gelungen

eup-1138293888-656f90ab8e1a5917a3e8dfb2efccbf74-1769189073_big.webp

Und passt. Fehlt nur noch ein bischen Farbe...

eup-1138293888-13928aeb584f51f6a9190e662eafb9fa-1769188483_big.webp

Die Kabine ist auch wieder festgeschraubt. Jetzt noch Öl auffüllen, Räder dran und Probefahrt.

Bis bald, Gruß Markus
 
Danke Jürgen, ich hoffe doch sehr daß sich der Aufwand gelohnt hat. Wird sich ja bald zeigen...

Heute hab ich noch schnell die Achtrichter mit Öl befüllt...

eup-1138294605-b41c3eaae18ca87cacddaf7f33f350f5-1769441715_big.webp

... und da dachte ich mir, wenn die Räder noch ab sind werfe ich grad mal einen Blick auf die Kardanwelle. Der Schutz war schon mal irgendwie komisch befestigt. Die obere Schraube hielt nur mit 2 Gewindegängen, hinten war überhaupt keine drin und unten war irgendwas gebastelt.

eup-1138294605-26d3792496ea87585487388c106a2af4-1769441715_big.webp

eup-1138294605-a52f9f54035200f7d9a0ac19285655ac-1769441715_big.webp

Hab dann noch das Gelenk vom Flansch abgeschraubt um mir die Verzahnung des Schiebestücks anzuschauen.

eup-1138294605-1ad19ebd03af5a3931d4755d6327b9fe-1769442112_big.webp

Die Verzahnung an der Welle war schon etwas eingelaufen...

eup-1138294605-2cc4722d8f3ad7bfae4bbac81eec3c4b-1769442112_big.webp

... und im Schiebestück war die Abnutzung erheblich. Die Flanken waren schon ganz spitz. 

eup-1138294605-7c5fdb7928c44e692fa6a53691cd2884-1769442232_big.webp

eup-1138294605-766258d0ce34004d08496f07044a97f1-1769442232_big.webp

Darüber war ich nicht sonderlich überrascht, ich wußte daß das Schiebestück verschlissen ist. Das konnte man schon erkennen wenn man an der Kardanwelle wackelte. Die muß überarbeitet werden. Wenn jemand eine Firma weiß, die Kardanwellen instandsetzt kann er mir gerne mal nennen. Die Kreuzgelenke fühlen sich noch recht stramm an. Aber ich glaub die werden dann auch gleich mitgewechselt.

Am Gelenkschutz sind anscheinend zwei Befestigungslaschen abgebrochen und stümperhaft geflickt worden. Laut Explosionszeichnung ist jeder Arm am Ende abgewinkelt zum festschrauben, genau wie an der Vorderachse auch. 

eup-1138294605-ed0259f3fa809a35497ed7892cd54524-1769442741_big.webp

Ich werde jetzt zuerst mal den Gelenkschutz reparieren.  

eup-1138294605-5bb651966d702eae9e3be35e327aa8c1-1769442741_big.webp 

Einfach zwei neue Befestigungslaschen stumpf dranschweißen wird wahrscheinlich auf dauer nicht halten und durch die Vibrationen wieder abbrechen. Ich mach mir mal ein paar Gedanken und berichte wie es weitergeht.

Grüße vom Saarschrauber
 
Hi Leute,

ich hab mal wieder ein wenig gebastelt und den Gelenkschutz der Kardanwelle aufgearbeitet. Da das stumpfe Anschweißen von Laschen wegen Bruchgefahr der Schweißnähte durch Vibrationen schon mal wegfiel und mir an den Haltearmen seitlich aufgesetzte, abgewinkelte Blechstreifen aus optischen und Originalitätsgründen nicht gefallen würde, fiel die Entscheidung auf den Neubau der zwei beschädigten Haltearme.

Also erstmal Material in entsprechender Stärke gesucht und zurechtgeschnitten.

eup-1138295250-aa838f8602b8ca6cd6050240a3a759dd-1769694053_big.webp

eup-1138295250-28d5a661690c94fd80cdd38a45836a6c-1769694053_big.webp

Dann gemessen, gekanntet und gebohrt...

eup-1138295250-cf53d886aeb662c49352e046886bfa61-1769694053_big.webp

... und das kam dabei heraus.

eup-1138295250-b84f44d84f3d017017b00d5e90e86f2b-1769694053_big.webp

Die beiden zu ersetzenden Haltearme hab ich dann vorsichtig herausgetrennt. Waren zum Glück nur an den kurzen Seiten geschweißt.

eup-1138295250-e749a3070cb40e286f1129d70a4af2b3-1769694212_big.webp

Vorher natürlich die Positionen markiert...

eup-1138295250-280654444e533aa16df9c6503fe673e8-1769694212_big.webp

... und angeheftet.

eup-1138295250-4a05d9141a5b5cc506d2e732e0a5a512-1769694212_big.webp

Nach Anprobe und einer kleinen korrektur...

eup-1138295250-57a80ea3eff4c36dd244a23c6a1fb21a-1769694476_big.webp

... konnten sie geschweißt werden.

eup-1138295250-0bf455d4bce2353f6068af3f0b6bf34a-1769694642_big.webp

Zum Schluß noch ein bischen Grundieung damit es nicht gleich rostet. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

eup-1138295250-d767da57c4ca23bfaa0ef1aa2f45a3a8-1769694642_big.webp

Solche Teile werden ich später sandstrahlen vor dem Lackieren. Aber erst muß der Traktor ja mal durchrepariert werden.

Warum jemand eine der Befestigungsschrauben abgeschnitten hat ist mir nicht ersichtlich, aber sie ist auf jeden Fall jetzt zu kurz. Und da es Zollschrauben sind hat man sowas auch nicht rumliegen, also muß man welche bestellen. Ich werde jetzt immer wenn ich was benötige ein paar Schrauben und Scheiben mehr bestellen, damit sich mit der Zeit ein kleiner Lagerbestand aufbaut.

eup-1138295250-af064841c42f6966454f4513cf32670a-1769694876_big.webp

Zum Thema Kardanwelle hab ich bei der Firma Bo -Tec in Radolfzell nachgefragt. War ein sehr netter Kontakt. Die wollen mir ein Angebot machen über eine generalüberholte Welle oder Aufarbeitung meiner Welle. Bin mal gespannt.

Hab vorne den Schutz mal abgeschraubt und den Handlungsbedarf an der Vorderachse zur Kenntnis genommen. Es gibt also noch viel zu tun bis alles repariert ist. 

eup-1138295250-7fbaf9eb4e4dab2a4d9fac8321e7465c-1769694876_big.webp

eup-1138295250-49ce18406846e4415360a71d0b008702-1769694876_big.webp 

Es wird mir hier so schnelll nicht langweilig und ich werde euch noch eine Zeitlang mit dem Fortschritt meines Projekts und vielen Bildern bombardieren.

Ich möchte diesen Woche noch die Bremse testen und richtig einstellen.

Gruß Markus
 
Servus Leute und danke traktorist2222,

heute hab ich die Räder draufgesteckt und mal eine Probefahrt gemacht zwecks einstellen der Bremse. Ja was soll ich sagen, ich bin mit dem Ergebnis ehrlich gesagt nicht ganz zufrieden. Die Bremswirkung ist echt gut, aber egal wie ich einstelle, mal bremst er schön gleichmäßig und mal zieht er nach einer Seite. Mal nach rechts und mal nach links oder halt gleichmäßig und manchmal macht es ein Klopftgeräusch. Und das Bremspedal lässt sich mal weiter drücken und mal greift die Bremse schon relativ weit oben. Es ist um Welten besser als vorher, aber nicht so wie ich es haben will. Bei meinem 724 gehen die Bremsen immer schön gleichmäßig.

Das genügt nicht meinem Anspruch und muß da nochmal ran. Aber woran könnte das liegen, es ist ja alles neu... Ich hab da evtl. einen Verdacht der mir am plausiebelsten erscheint. Und zwar haben die Bremsgehäuse ja diese 3 Führungsnocken für den Bremsautomaten. Diese Nocken hatten auch schon Verschleißspuren, denen ich aber keine Beachtung geschenkt hatte weil ich dachte es wäre nicht relevant und im Whb auch nichts zur Prüfung darüber stand. Die Flächen waren auch leicht wellig wenn man mit dem Finger drüber fuhr. 

Jetzt meine Theorie, mal angenommen der Bremsautomat bleibt manchmal an dieser, nicht mehr ganz ebenen Fläche hängen und drückt dann nur nach einer Seite gegen die Reibfläche, wäre folglich die Bremswirkung auf dieser Seite geringer und würde auch den verkürzten Pedalweg erklären da der Bremsautomat dann nicht so weit öffnet.

Was meint ihr zun meiner Theorie? Vielleicht habt ihr noch eine Andere Idee oder jemand hatte das gleiche Problem schonmal gehabt? 

Schreibt mal eure Meinung dazu.   

Gruß Markus
 
Bei diesen Bremsen habe ich die Auflagen neben den beiden Zugstangen im Gehäuse immer mit einer Halbrundfeile und Schleifpapier bearbeitet damit keine Riefen mehr spürbar sind. Ebenfalls sind die Kanten an der Gegenauflage an den Bremsautomaten abzurunden damit der Automat gut gleiten kann. Ich verwende nur originale Bremsscheiben und baue diese immer trocken zusammen. Fett (egal welches) bildet zusammen mit dem Abrieb mit der Zeit immer eine klebrige Paste. Das letzte Mal im 2021 an meinem 745-S gemacht. Diese funktionieren einwandfrei.

745-S...heisst der Spass
 
Hi,

ja, Jürgen und Dani B, es ist für mich zunächst mal etwas greifbares da ich ja weiß das diese Flächen von den unteren Nocken nicht ganz Plan sind und wie Dani B schon geschrieben hat, würde sich das Abrunden der Kanten am Bremsautomat auch positiv auf das Gleiten auswirken. Wenn ich mich recht erinnere waren die Kanten von den neuen Bremsautomaten relativ scharfkantig. Wieviel Spiel darf den der Bremsautomat radial am Umfang zwischen den Nocken haben? Dieses Spiel wird ja mit der Zeit wegen der Abnutzung und dem Bearbeiten der Nocken auch immer größer. 

Ich muß in den nächsten Tagen noch eine Reparatur an meinem Auto machen, danach werden die Bremsen wieder geöffnet.

Ich halte euch auf dem Laufenden, Gruß Markus
 
Hallo Leute,

ich melde mich nach ein paar Wochen mal wieder zurück. Der 745 stand die ganze Zeit schön brav in der Werkstatt und wartete auf weitere Zuwendung während ich noch eine Baustelle am Haus zu erledigen hatte. Doch jetzt kann es wieder weitergehen. Priorität dabei hat für mich erstmal die Bremse. Bevor die nicht so funktioniert wie ich es haben möchte, will ich nichts anderes angehen. 

Heute habe ich wieder mit Zerlegen angefangen und eine Seite der Bremse mal geöffnet. Bis zum Abnehmen des Achstrichters ging es recht schnell da ja die nötigen, gebastelten Teile zum Abstützen der Kabiene schon vorhanden waren. Aber der Achtrichter hat es mir nicht einfach gemacht. Da die inzwischen durchgetrocknete Silikondichtmasse zwischen Achstrichter und Zwischenflansch richtig stark klebte, weil die Dichtflächen ja mit größter Sorgfalt gereinigt wurden, hat sich statttdessen der Ring mit dem Innenzahnkranz gelöst.

eup-1138305562-61c7ebc85cdb025f8b5d75231cb5a2f1-1773677866_big.webp

Letztendlich konnte ich den Zwischenflansch dann doch noch dazu überreden loszulassen und den Achstrichter abnehmen. Jetzt muß diese Stelle auch wieder neu abgedichtet werden. Ich bin schon am überlegen ob es nicht sinnvoller wäre den Zwischenflansch mit einer nichtaushärtenden Dichtmasse abzudichten. Wäre auf jeden Fall bei der Demontage einfacher.

Hat da Jemand Erfahrung damit?

Aber nun zum eigentlichen Problem. Die Vermutung ist ja daß die Gleitflächen der drei Nocken im Bremsgehäuse die Verdächtigen sind. Dieser Meinung bin ich nach erneuter Begutachtung immer noch. Schaut sie euch an und sagt mir wie ihr das seht.

eup-1138305562-22e0f3edabf6538cdbea5958cefe3a6b-1773678429_big.webp

eup-1138305562-63c243f2579960e7e5e8ba1cd7d282d6-1773678429_big.webp

eup-1138305562-5baab1a42050b2f4cfb0792bfba9fcc9-1773678429_big.webp

eup-1138305562-00947b0e83155931c0e459d2bd3d8e2d-1773678429_big.webp

eup-1138305562-38b6ae78e20d259f3e6999f1448b4eb8-1773678448_big.webp

Die Flächen haben Riefen sind scharfkantig und der hintere Teil ist spürbar höher als der vordere Teil.

Ich möchte jetzt die Flächen ebnen und die Grate entfernen, zudem auch noch die Kanten an den Bremsautomaten abrunden und beim Einbau etwas Kupfer- oder Keramikpaste auf die Gleitflächen auftragen.

Was mir jetzt noch Kopfzerbrechen bereitet ist folgendes. Wenn der Bremsautomat lose im Bremsgehäuse liegt und noch nicht mit dem Bremsgestänge verbunden ist kann ich ihn ca 5mm in Drehbewegung hin und her bewegen bis er jeweils am vorderen oder hinteren Nocken anliegt. Desweiteren hat er ca 3mm Spiel zum oberen Nocken wenn er auf den beiden unteren aufliegt. Die Frage ist jetzt ob das funktionsbeeinträchtigend ist oder nicht. Was meint ihr dazu?

Dann noch etwas. Mein Teilehändler meinte wenn ich den Bremsautomaten einbaue, solle ich darauf achten daß das Gabelstück das den Automat mit dem Bremshebel verbindet oben schräg nach hinten steht, was sich ändert wenn man den Automat umdreht. So hab ich es auch eingebaut. Auf dem Bild kann mann es gut erkennen. Achtet da von euch auch jemand darauf beim Einbau?

eup-1138305562-df6191febd9731b3760985704f27296f-1773679675_big.webp

Schreibt mir mal bitte eure Meinung dazu.

Das wars für heute bis dann Markus
 
Zurück
Oben Unten