Langzeit Restauration 733A

Hallo Matthias

verfolge Deinen Bericht "im Stillen".

Aber ich möchte hier wegen Deines Schaltproblems gerne etwas beisteuern.  (s.Bild)

Dem Georg gebe ich vollkommen Recht; genauso (aufschweißen+ beiarbeiten) habe ich das bei

meinem 633 auch gemacht. Habe aber damals nicht die Halbschalen gewechselt; die kommen

jetzt bei der nächsten Restauration dran.

So und hier das Bild

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So sollte es neu aussehen.

In der Bucht werden die m.Meinung etwas "überteuert" verkauft; ich arbeite selber in der Drahtindustrie....!

Vielleicht hilft Dir das weiter.

Viele Grüße

Stefan
 
Hallo

Wenn die Schalthebel so verschlissen sind dann sind die Kunstoffstücke auch verschlissen. Um dieses zu überprüfen einfach mit dem Finger in die Kunstoffstücke fühlen, wenn da in der Aussparrung, seitlich wo der Ganghhebel drückt, Mulden sind, sind diese verschlissen. Mit neu aufgearbeiteten Heben

kann er aber auch trotz verschlissener Kunstoffteile noch eine Weile laufen. Ich würde diese aber neu machen dann ist Ruhe.

Waren wirklich zwei Gänge drin oder haben sich Aufgrund der verschlissenen Schaltstangen die Schaltung verhackt ?

Nach dem Verschleißzustand des Schleppers kann es aber sein das die schon beschrieben Sperre verschlissen ist.

MfG

Alwin
 
Hi,

Danke für die Einschätzungen und dem Bild.

Der Schlepper hat 13.000 Stunden im Kuhstall und im Misthaufen verbracht. Ich werde mir die Kunstoffstücke

anschauen. Einen Wechsel hatte ich auch angedacht, doch bei etwa 58€ das Stück werde ich mir erst mal

die Hebel verbessern.(Die Kiste muß erst mal ein wenig laufen)

Mit der Sperre und den Kugeln kenne ich ja vom 624, da sieht das ja so aus:

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Handelt es sich bei den 33ern um die Nummer 15?

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Kommt man überhaupt ohne Hydraulikblock Demontage ran? So ist das wie beim 624 ja eine

größere Nummer.

@Alwin: Beim Startversuch hat sich dem Motor kein Stück bewegen können. Wenn ich mich recht entsinne waren

zwei Schaltstangen hinten, bzw. halb auf den Weg nach hinten (Hebel demontiert). Nachdem beide wieder in der Mitte hatte, drehte der Motor

wieder.

Was passiert, wenn sich was verhackt?

Gruß Matthias
 
Hallo

Das Prinzip ist wie beim 624 mit dem Unterschied das die Schaltstangen beim 624 im Getriebegehäuse sitzen und beim 733 im Schaltdeckel.

Um an die Sperrkugel zu kommen kannst du am besten den kompletten Schaltdeckel wo die Schaltstangen mit den Schaltgabeln drin gelagert sind abnehmen, das ist einfacher wie der ganze Hydraulikblock. Dann kannst du auf der Werkbank die Stangen ausbauen und alles so drehen und wenden das man gut dran kommt.

Wenn die Schalthebel hacken hast du einen Gang drin und der Schalthebel sitz fest. In so einem Fall die Konsole mit den Schalthebeln abnehmen, aber nur die vier äusseren Schrauben heraus schrauben, unbedingt die mittleren Schrauben sitzen lassen damit die Schalthebellagerung zusammen bleibt.

Nun kann man mit einem Montiereisen/Schraubenzieher die Schaltstangen wieder sortieren. Bei der Stundenzahl und Mist laden sind bestimmt die Schaltstangen eingelaufen so das die Sperren keine vernünftige Funktion mehr hat.

MfG

Alwin
 
Hallo

58,-€ ??? welcher Anbieter ist das denn, ich habe die bei meinem 833 dieses Jahr neu gemacht, aber nicht diese hohe Summe, da muss ich mal schauen was ich dafür bezahlt habe

MfG

Alwin
 
Die Formulierung hätte sein sollen: ".. bis zu 58€".

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Habe gestern noch mal geschaut. Klötze müssen wohl doch mal neu. Arretierung und Sperre sind nicht mehr so pralle.

Das kommt aber erst später.

Erst mal die Achse fertig machen (Austauschteile aus Eitorf liegen schon da).

Noch Wapu tauschen, dann kann ich hoffentlich ein paar Meter fahren.

Gruß Matthias
 
Hi Taake,

ne die ist rot (Mußte erst mal schauen, was Du meinst).

Hier siehst Du es .....

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Die neue Nabe und der Nabenträger sind aber schwarz.

Gruß Matthias
 
Hi Zusammen,

es geht weiter, zumindest mit dem Berichten.

Habe schon mächtig was getan und fang mal an zu Berichten.

Kommen wir erst mal zu den Schalthebeln.

Ich habe von einem guten Freund einen neuen geliehen bekommen und meine Hebel aufgeschweißt:

Neu, Aufgeschweißt und  Alt:

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Fertig:

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Hier die Maße:

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Gruß Matthias
 
Dazu später weiteres,

kommen wir aber erst mal zu etwas anderen.

Das Mittelstück war ja, hinüber. Die beiden Lager des Schwenkgehäuses mußten wir erwärmen, um die geschraubten Bolzen zu lösen.

Mit dem ausgebauten Schwenklager mit der Gelenkwelle ging es dann auf die Werkbank.

Nabenträger und die Nabe sahen dann so aus:

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Jetzt hieß erst unsere Freunde, die Schlachter, zu kontaktieren und die Teile organisieren.

Wie ich lernte, gab es die Achse auch in Deutz und Fendt.

Fündig wurde ich in Eitorf.

Das Planetengetriebe war schon mit Getriebefett gefüllt, da hat schon mal jemand provisorisch

repariert. Hier kam viel Bremsenreiniger und eine Zahnbürste zum Einsatz.

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Zwischenzeitlich waren die Gabelwellen

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beim Schlosser und es wurde an der

Simeringstelle Material aufgeschweißt und abgedrecht.

Zu Hause habe ich dann festgestellt, das wohl ein Zentel Material zu viel

auf der Welle ist. Somit was überlegen, wie ich das ab bekomme ohne Drehbank.

Ich kam zu folgender Konstruktion:

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Besenstielstück und eine Gewindestange.

Mit Schleifpapier dann Material abnehmen. Das funktionierte ganz gut.

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Dann noch die Schwenklager auseinander. So habe ich es, zeitweise erfolgreich,

versucht:

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Voller freude, das es so geklappt hat, habe ich dann doch beim Zweiten die

Flex holen müssen.
 
@Achim-633: Schön das es interessiert!

Kleine Rückblende mit der Frage, wie transportiert man einen Frontlader?

Antwort:

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Nun weiter.

Nabenträger und Nabe waren ja organisiert. Die Messingbuchse im Nabenträger war noch in Ordnung,

doch nach so Geschichten in der Vergangenheit mit der Achse, ist die Buchse in der Achse austauschwillig.

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Also Sägeblatt raus und los. Leider ist hinter dem Büchsenplatz ein Überstand, den man

nicht beschädigen will, somit kann man nicht so richtig hantieren.

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Nach einer gefühlten Ewigkeit, Flüche und den Wunsch das einem doch einfallen sollte,

wie es besser geht, war er dann irgendwann raus.

Neue Büchse rein, dann erste Anprobe zusammen mit dem Schwenkgehäuse und dessen Lagern

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Zum Glück passte hier die Aufschweißung der Gabelwelle direkt in die neue Messingbuchse.

Zur Mittelung (Ich meine laut Alwin) des Schwenkgehäuses noch die Nabe drauf

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So richtig präzise ist das auch nicht, da die Welle in der Nabe doch recht viel Spiel hat. Aber bevor man gar keinen

Bezug hat ist es so besser.

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und dann Fetten und sichern.

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Ich habe die Auflageflächen, bzw. eigentlich das ganze Gehäuse, entrostet und die Auflageflächen abgeschliffen,

da  dort einige Materialveränderungen durch Rostbildung stattgefunden haben. Deshalb ist hier etwas grauer Sprühlack

zu sehen.

(Ich weis nie wann ich dazu komme weiter zu machen und eh man sich versieht, ist neuer Rost da)

Die neue Nabe wartet schon...

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Matthias
 
Hallo Matthias,

ein schönes Projekt und ein schöner Bericht dazu. Lese sehr gerne mit. Die Berichte mit vielen Bildern find ich immer Top. Deine Konstruktion mit dem Besenstiel und der Bohrmaschine ist klasse. Da sieht man mal wieder das man auch mit primitiven Mitteln ein ordentliches Ergebnis erzielen kann. Man muß sich nur Gedanken machen und improvisieren können. Daumen hoch von mir, weiter so.

Für dein Problem mit der Buchse hätte ich eine Lösung gehabt. Für dich jetzt leider zu spät. Aber evtl. stehst du ja wieder vor diesem Problem. 

Mein Tip: Nur anwendbar bei Stahlbuchsen. Du ziehst mit dem Schweißgerät, idealerweise Elektrodenschweißgerät da schlanker, eine Naht innen in der Buchse in axialer Richtung. Nach dem Abkühlen hat sich die Buchse etwas zusammengezogen und wird locker. Ggf. 2 gegenüberliegende Nähte ziehen. Diese Methode habe ich schon oft angewendet, auch bei großen Buchsen. 

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

Danke für die Worte.

Hier kam Dein Tip schon zur Anwendung ;-)

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Verwendet bei der unteren Lagerbuchse. Sollte nach den Abkühlen rausfallen.

Man konnte aber so wunderbar den Meißel ansetzen.
 
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