Mccormick D326 drückt Kühlwasser raus und raucht schwarz

61er D324

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4 März 2022
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Hallo,  

mein erst kürzlich erworbener D326 macht Faxen! Habe heute 5 Ster Holz gefahren und am Hang fing er dann an schwarz zu qualmen, hat wie verbranntes Öl gestunken und die das ganze Hinterrad ist nun schwarz vom ruß. Was mir aber mehr sorgen macht ist das er Kühlwasser aus dem Kühlerdeckel gedrückt hat ( Kühlwasser wurde erst gewechselt). Möchte jetzt kein Fass aufmachen, könnte das an den Einspritzdüsen liegen? Der Kühlerdeckel sitzt auch recht locker drauf. Bitte helft mir weiter.

Grüße
 
Bei schwarzem Rauch würde ich zu allererst verdreckten Luftfilter vermuten.  Und das Wasser kann auch durch den zu lockeren Deckel entwichen sein. Da gibt‘s noch neue Dichtungen , oder gleich nen neuen Deckel. 
 
...ich glaube wenn jeder andere 26PS Schlepper umgerechnet 7 Raummeter* Holz einen Hang hinauf (wie Steil?) ziehen müsste, fängt er auch an zu rauchen, erst recht nach rd. 60 Arbeitsjahren! Als Rentner schleppst du auch nicht mehr wie mit 20, schoin gar nicht wenn körperlich, bzw. technisch nicht mehr alles so in Ordnung ist... 

Gruß ;-))

  • Zur Verrechnung (veröffentlicht von dem Verband der Holzwirtschaft):
  • 1 Festmeter = 1,4 Raummeter = 2,5 Schüttraummeter
__________________________
Gaggenau / Neuss / Forstern
 
Hallo, 

Sepp: Einspritzdüsen habe ich mit dem schwarzen Qualm in Verbindung gebracht, Luftfilter und der Schlauch vom Zylinderkopf in den Kühler sind Picobello. Aber ich habe den Übeltäter schon gefunden und zwar ist es die Kopfdichtung (Wie leider befürchtet),die bildet zwischen Kopf und Motorblock kleine Bläschen und eine bräunliche Soße rinnt den Motor runter. Jetzt hab ich halt schiss das es mit einer neuen Dichtung nicht getan ist denn man hört ja immer wieder von Rissen, krummen Zylinderköpfen, abgesackten Buchsen und allerlei anderen nicht so schönen Sachen. Abgesehen davon hätte ich weder das große Wissen noch das Spezialwerkzeug für die Reparatur. Nur Zeit da der Schlepper bis März definitiv nicht gebraucht wird und die Möglichkeit den Motor in einer Werkstatt reparieren zu lassen, also Rundumprogramm von Kolben+Buchsen bis Ventile weil Zugleistung und Startverhalten sind ja nicht mehr das beste. 

Grüße
 
Das ist mit einer neuen Dichtung wahrscheinlich nicht einfach so getan.  Denn eine kaputte Kopfdichtung hat oft eine Ursache, der man erstmal auf den Grund  gehen sollte. Bei mir waren es mal verstopfte, oder verschlammte Kühlwasserkanäle, die dann für zuviel Hitze sorgten. Wenn deine Kopfdichtung hinüber ist, dann schau dir die Sache ganz genau an, wenn der Kopf runter ist, da ist mit Sicherheit was faul. Hätte nicht gedacht das es doch so schlimm ist nach deiner ersten Beschreibung. 

Gruß Stefan 
 
Denke ich auch, der Kopf muss eh runter dann kann ich auch mal schauen wie die Kühlkanäle ausschauen aber daran wirds denke ich nicht liegen, Kühlwasser wurde regelmäßig gewechselt und allgemein ist der Gute in einem recht gepflegten Zustand mit knapp 9000 Stunden. Aber wie du schon erwähnt hast, es gilt herauszufinden warum die Kopfdichtung durchgebrannt ist oder nässt. Also Wasser verbrennt er auf alle Fälle weil stinken tuts danach und dann dieser schwarze Rauch, musste heute ja nochmal Holz fahren und es hat wieder angefangen zu rauchen.Habe im Gockel nach einem Beispiel gesucht und nur das hier gefunden, so in etwa sieht der Rauch aus, deswegen meinte ich evtl. Einspritzdüsen???

Diesel Rolling Coal on PEOPLE 2015 Compilation, COAL CAM - YouTube

Grüße
 
Ich meine evtl. das dieser Qualm im Zusammenhang mit der Kopfdichtung stehen könnte, evtl. auch überhitzung?
 
Hallo,

als ich am 320 wegen reingefallener Vorkammer den Kopf abnehmen musste, kam die Kopfdichtung nur noch in Fragmenten raus. Ein Wunder daß die so lange noch dicht hielt. Gut, ich musste Buchse, Ventile, Vorkammer  und den Kolben erneuern, das wars auch schon. Alles andere bleib am Paltz und verrichtet weiterhin seinen Dienst. Warum also unnöig Teile tauschen wenn der Traktor nur ab und zu im Einsatz ist?

Tschüß,

Bernd
 
Servus Bernd,

Das sehe ich genau so,nicht gleich das große Fass aufmachen.

Kopf runter ,Ventile überprüfen evtl. einschleifen, Düsen abdrücken, neue Dichtung, Kopf drauf und fertig.

Hatte das gleiche bei meinen 439 beim Holz holen,auf einmal schwarzer Rauch und keine Leistung mehr.

Hab dann nur die Dichtung getauscht sonst nix.

Den Schlepper hab ich vor dreisig Jahren für 1600,- DM gekauft und bin damit ca. 3000 Stunden gefahren,

auser der Dichtung wurden nur die Glühkerzen gegen Schnellglühkerzen getauscht.

Gruß Sepp
 
Ist halt die GUTE ALTE D- Serie, wo viele sagen die Motore taugen nichts, aber vom Alter das sie haben und früher die ganze Arbeit machen mußten, die heute 200 und noch mehr Ps. haben  machen spricht niemand.

Gruß E. Wirth
 
Hallo, 

werde mir mal eine Zylinderkopfdichtung und den Dichtsatz oben bestellen, den Zylinderkopf und die Einspritzdüsen zum IHC-Mechaniker bringe nund dann gucken wir mal weiter. 

@E.Wirth: Diesen schlechten ruf haben die D- Mccormicks hier überall weg, ich denke die Motoren wurden einfach dauernd überlastet, überhitzt oder mit purem Wasser gefahren. Das Risse schon ab Werk im Motorblock waren kann ich mir schwer vorstellen denn die wären damals so durch keine Kontrolle gekommen bzw. wäre nach Reklame sofort ein Rückruf in kraft getreten. 

Grüße
 
Hallo "quattronaut"

das ist jetzt natürlich Off Topic, aber wenn du einen Hanomag hier erwähnst:

In meinem elterlichen Betrieb hatten wir einen Hanomag Granit 500 und einen Cormick D432 im Einsatz.

Der Hanomag ist ein guter Trecker, leicht zu fahren (lenken und schalten) und flott unterwegs in der Schnellgangversion, und auch durch seine lange Motorhaube toll anzusehen, und ich bin den echt gerne gefahren, aber;

Im Vergleich zum Cormick war die Leistung vor allem an der Zapfwelle gefühlt immer schlechter als der D432, trotz der mehr-PS, ich meine das waren 38 zu 32.

Auch am Pflug war mir der Cormick lieber, aber natürlich auch wegen der Regelhydraulik, die der Hanomag leider nicht hatte.

Auch in der Wendigkeit auf dem Hof und im Wald hatte der Cormick klar die Nase vorn.

Ein schlechtes Image hat der Cormick bei mir also nicht - deswegen habe ich mir auch genau diesen Trecker wiedergekauft :-)

Aber wenn ich mal zuviel Geld, Zeit und Platz habe, kommt auch wieder ein Hanomag Granit zu mir ;-)

Gruß Markus 
 
markusonlein:

Hallo "quattronaut"

das ist jetzt natürlich Off Topic, aber wenn du einen Hanomag hier erwähnst:

In meinem elterlichen Betrieb hatten wir einen Hanomag Granit 500 und einen Cormick D432 im Einsatz.

Der Hanomag ist ein guter Trecker, leicht zu fahren (lenken und schalten) und flott unterwegs in der Schnellgangversion, und auch durch seine lange Motorhaube toll anzusehen, und ich bin den echt gerne gefahren, aber;

Im Vergleich zum Cormick war die Leistung vor allem an der Zapfwelle gefühlt immer schlechter als der D432, trotz der mehr-PS, ich meine das waren 38 zu 32.

Auch am Pflug war mir der Cormick lieber, aber natürlich auch wegen der Regelhydraulik, die der Hanomag leider nicht hatte.

Auch in der Wendigkeit auf dem Hof und im Wald hatte der Cormick klar die Nase vorn.

Ein schlechtes Image hat der Cormick bei mir also nicht - deswegen habe ich mir auch genau diesen Trecker wiedergekauft :-)

Aber wenn ich mal zuviel Geld, Zeit und Platz habe, kommt auch wieder ein Hanomag Granit zu mir ;-)

Gruß Markus 

Hallo Markus,

cool das Du auch etwas ausholst und von Deinen Erfahrungen mit einem Hanomag berichtest. Kann da auch etwas über meinen Hanoamg R217E berichten.

Off-Topic:

Der hat nur 19PS aus zwei Zylindern und ist warscheinlich vergleichbar mit einem Mc Cormick D219.

Hatte vor damit einen 5000 Liter Traubenwagen zu ziehen was nicht funktioniert hat, er ist vorne einfach zu leicht und hebt die Nase egal wie sanft man anfährt, fahren ist undenkbar, kann maximal 3000L befüllen und dann hat der Einachser inkl. 1100Kg Eigengewicht gut 4000Kg Gesamtgewicht, damit lässt es sich halbwegs entspannt fahren, zumindest im Flachland(!)

Diesen Wagen entleeren wir per Zapfwelle die eine Förderschnecke antreibt und diese wiederum eine nachgeschaltete große Exzenterschneckenpumpe (80mm) mit dreht. Das Drehen selbst also beim Pumpvorgang ist auch schon recht leistungsbedürftig aber das nötige Losbrechmoment am Anfang, wenn die Pumpe anfängt zu drehen ist sehr(!) hoch.

Ein anderer Schlepper (Schmalspur mit 3,2L 4 Zylinder Turbo und 80 PS) geht da manchmal fast aus wenn man nicht ruckartig einkuppelt. Mit dem Hanomag funktioniert das trotzdem tatsächlich auch!!!! Muss auch einigermaßen ruckartig einkuppeln (also ich lasse nicht komplett springen aber schon gut kommen) und dann dreht sich die Pumpe, da hat er dann gut zu kämpfen mit seinen nur 19 PS zumal ich ihn nur knapp über Standgas laufen lasse damit die Traubenmaische schonend abgeladen wird, aber es funktioniert.

Da ich jetzt einen 844S habe braucht er sich dafür nicht mehr anstrengen sondern wird nur noch zur Ausfahrt solo oder mit "Funzelwägelchen" (Personenanhänger) benutzt. :)

Wie sich ein Mc Cormick D219 da anstellen würde kann ich nicht sagen, würde mich aber sehr interessieren!

Es gibt ja auch den Spruch: Bisschen Farbe bisschen Lack, fertig ist der Hanomag :D aber das sind schon solide Dinger :). Hanomag hatte übrigens eine geniale Regelhydraulik (Pilot- Regelhydraulik) die es beim Granit 500/600 auch gab.

Gruß

Dominik
 
Hallo,

Hanomag sind super Dinger, bin selber schon welche gefahren ( 401E, C224, Granit 500) und war begeistert. Die haben wenigstens keine Stegrisse, Hehe :) 

Nee, Spaß beiseite, habe heute damit angefangen alles abzubauen um an den Zylinderkopf zu kommen den ich Morgen ausbauen werde, bin gespannt was mich erwartet. Hätte hier jemand Tipps und Tricks wie ich den Kopf wieder dicht bekomme? Die Anzugsdrehmomente und das Anzugschema wenn das jemand hätte wäre sehr nett. Sollte man dann gleich mehr wie 120 NM  anziehen damit er wirklich dicht wird, also beispielsweise 130 oder 140 NM? Hoffe es ist mit einer neuen Kopfdichtung getan aber ich hab irgendwie das Gefühl dasda mehr ist,... Wo sollte man am besten die Kopfdichtung kaufen? Reinz, Granit oder direkt bei Case IH?

Grüße
 
Die Düsen lasse ich mal abdrücken und eventuell den Kopf + Ventile schleifen, fräsen etc. lassen. Dichtsatz für oben ist schon bestellt aber bei der Kopfdichtung soll es gute Qualität sein.
 
Hallo, 

ursache gefunden - der Entlüftungsschlauch war doch dicht!!! Habe mich getäuscht!!! Ein Propf aus Kesselstein, Kalk und Rost blockiert alles. 

Grüße
 
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Motorblock, Zylinderkopf

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Was bedeutet "78"? Müsste nicht eigentlich irgendwo 87,2 eingeprägt sein? 

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Der Buchsenüberstand ist denke ich zu wenig, habe jetzt leider auch nicht das richtige Messinstrument zur Hand. Man spürt mit dem Fingernagel eine kleine erhöhung.

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Der "Propf"!

So, hier sieht man nun den Zustand von Motorblock und Zylinderkopf. Einen Stegriss habe ich entdeckt und die 3 Vorkammern sind bis zur Hälfte gerissen ansonsten gibt es keine Risse, schlimmer ist der ganze Rost/Kesselstein im Kühlkreislauf, wurde wahrscheinlich die letzten Jahr"zehnte" nicht gewechselt oder was weiß ich. Die Kopfdichtung ist wahrscheinlich durchgebrannt weil die Entlüftung verstopft war. Werde nun einen neuen Schlauch verbauen und alles "freistochern" oder aufbohren und dann alles mit Essig oder Soda auskochen wenn er (hoffentlich) wieder läuft. 

Leider bereitet mir der Buchsenüberstand sorgen, man fühlt eine kleine Erhöhung mit dem Fingernagel aber ich weiß nicht ob das noch ausreicht, 0,08mm sind ja die untergrenze aber ohne Messwerkzeug alles nur Spekulation. Ich habe mal etwas recherchiert und herausgelesen das es eine dicke und dünne Kopfdichtung geben soll, denke das hier eher die dünnere angebracht wäre. Vielleicht könnt ihr was mit den Fotos anfangen, hier siind ja einige die schon viel Erfahrung haben.

Grüße

(EDIT) Tut mir leid das die Bilder verdreht sind.
 
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