Mein D239 Motor muss repariert werden

 Hallo Hans-Heinrich ,

kannst Du mir als Dummie erklären , was damit gemeint ist mit dem Verdrehen der NW und was es bewirkt?

Gruß Tom
 
Moin.

Danke für den Tipp. Meinst du im Uhrzeigersinn wenn ich von vorne drauf gucke?

Können wir kurz mal den Schmierölkreislauf durch gehen?

Von der Ölpumpe geht das Öl zum Balancer. Wird der damit schon geschmiert? Oder geht das Öl nur durch und zum Filter. Von da zur Kurbelwelle und den Pleul. In einem weiteren Kanal zur Nockenwelle und weiter zur Kipphebelwelle.

Woher kommt das Öl für die Stirnräder? Da ist nämlich relativ viel Öl unterwegs. Ich hatte für den Probelauf die Hydraulikölpumpe nicht eingebaut, da kam sehr viel Öl aus dem Loch im Steuergehäuse.

Oben wird das Öl durch die Kipphebelwelle verteilt und tritt durch Bohrungen aus um die Kipphebel zu schmieren, richtig? Wenn ich jetzt die Welle verdrehe, was passiert da? Unterbreche ich die Zuführung in die Welle? Das heißt, wenn ich bei warmen Motor die Welle verdrehe und laufen lasse, kommt kein Öl ober raus. Wenn dann der Öldruck höher ist, wäre das ein Hinweis auf ausgelutschte Kipphebel, richtig?

Gruß Jürgen
 
@ Tom, es soll heißen Kipphebelwelle verdrehen. Der Öldurchfluß wird reduziert, der Druck steigt an.

@Jürgen, Ja im Uhrzeigersinn. Öl an der Kipphebelwelle muß nur Tropfenweise zwischen Kipphebel und Welle kommen, nicht aus der Bohrung auf dem Kipphebel herausschießen. Der Balancer wird vom Drucköl geschmiert. Grüße vom Paylodoc. 01603089666
 
Moin.

Ich hab erstmal ein neues Manometer bestellt, um Messfehler auszuschließen. Dann sehen wir weiter. Jetzt wird auch die Zeit wieder knapp, die Feldarbeit steht vor der Tür. 

Gruß Jürgen
 
Hallo Forum.

Kleines Update.

Ich habe die Kipphebelwelle verdreht so wie es Hans Heinrich empfohlen hat. Danach hab ich den Motor laufen lassen. Das Ergebnis war ernüchternd, der Ölfluß wurde nicht weniger. Darauf hin habe ich die Welle immer weiter verdreht, das Ergebnis sieht so aus:

eup-1136898533-130d01b68984d31345f80c2b050b3de7-1586890576_big.webp

Trotzdem lief das Öl noch so:

youtu.be/jknVGpYAU5U

Also, alles umsonst. Der Frust nimmt kein Ende, der Öldruck ging wieder runter auf 0,5 Bar bei Standgas. Bei Vollgas sind es 3 Bar. Zu allem Überfluss fängt beim 724AS jetzt die Einspritzpumpe das siffen an. Ich neige dazu den Motor jetzt einfach umzusetzen. Einfach mal gucken was passiert. Oder hat noch jemand eine Idee?

Gruß Jürgen
 
Hallo Forum.

Es gibt wieder was Neues zu berichten.

Ich habe mir eine andere Kipphebelwelle besorgt und eingebaut. Man sieht deutlich das weniger Öl aus den Lagerstellen fließt.

youtu.be/hf1jkSfvJ_o

Leider blieb der gewünschte Erfolg aus, der Öldruck ging bei diesem Versuch noch weiter runter. Im warmen Zustand, ohne Belastung, bei Vollgas 3 Bar, bei Standgas nahe Null. Ich glaube da geht was mit den mitgelieferten Lagern der Kurbelwelle schief, da werde ich mal nachsehen müssen. Das heißt alles von vorn. Naja, Buchsen und Kopf können sitzen bleiben.

Gruß Jürgen
 
Moin.

Ja, damit wollte ich testen. Wann das was wird steht allerdings in den Sternen. Irgendwie verliere ich auch allmählich die Lust nach diesen vielen Enttäuschungen.

Gruß Jürgen
 
Ich behaupte mal dein Öldruckproblem hat rein überhaupt nichts mit der Kipphebelwelle zu tun, so eine Ölpumpe hat schon einen gewissen Volumenstrom, so groß und ausgelutscht können die Lagerstellen im Bereich der Kipphebelwelle gar nicht sein dass dies auch nur ansatzweise eine so massive Auswirkung auf den Öldruck haben kann. Auch die Menge die ich da im Video sehe halte ich für unbedenklich zumal sie auch noch problemlos abfließen kann!

Dein Öldruck geht an einer anderen Stelle im Motor verloren, falsches Lagerspiel,Saugleitung der Ölpumpe,Lagersitz Nockenwelle etc
 
Moin.

Hab ich doch geschrieben, inzwischen glaube ich das ein Problem bei den Lagern der KW vorliegt. Die Rohre zur Pumpe und zum Balancer hab ich untersucht, ohne Befund. Die Pleul wurden beim Instandsetzer vermessen, KW geschliffen. Eventuell die Nockenwelle. Kann man den ohne den seitlichen Deckel laufen lassen?

Gruß Jürgen
 
Stimmt, hab ich jetzt erst gelesen dass du das geschrieben hast?

Welches Öl ist derzeit drin? wenn zb ein 10W40 drin ist so könnte an versuchsweise es mit einem 10W60 probieren,nur um zu schauen wie sich der Öldruck verhält, geht dieser dann höher dann geht es irgendwo durch zu großes Spiel mit dem 40er Öl verloren, welchers aber unter normalen Bedinungen völlig ausreichend ist, bleibt er unverändert gleich so sollte man sich evtl mal das Ventil was den Öldruck regelt genauer  betrachten.
 
Die Ölpumpe ist doch neu, da ist doch auch das Überdruckventil drin, dann kanns das doch fast nicht sein, oder?

Wird der Öldruck vor, oder nach dem Ölfilter gemessen? Ich glaube doch eher nachdem das Öl durch den durch Filter ist? Könnte es nicht sein, das ein Fehler im Ölfilter vorliegt, Produktionsfehler, ein Defekt, falscher Filter etc.?

Wenn da ein Druckstau vorliegt, haut der Öldruck auch übers Überdruckventil der Ölpumpe ab. Ich persönlich hab noch keinen IHC Motor erlebt, bei dem der Öldruck so niedrig lag, egal, wie ausgelutscht die waren,

Gruß Schorsch
 
Das mit dem Ölfilter wäre auch noch ein Ansatz, wobei das Öl dann aber im Normalfall einfach nur ungefiltert durch den Motor geht und der Bypass öffnet
 
Zurück
Oben Unten