Motor D 239 macht komische Geräusche

FuerPapa

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Hallo Forum.

Frage: Läuft ein D 239 mit gebrochener Kurbelwelle noch?

Wie komme ich darauf?

1. Macht der Motor seit dem ich ihn habe ein klopfendes Geräusch. Ich konnte bisher die Stelle noch nicht lokalisieren, hätte auch Getriebe sein können. Bei gezogener Zapfwellenkupplung wurde das Geräusch weniger.

2. Bei einem Bekannten ist im 744 die KW gebrochen, dadurch bin ich überhaupt drauf gekommen. Mitten in der Kurbelwange durch.

3. Die vordere Riemenscheibe eiert mehr als zu dem Zeitpunkt als ich den Wedi neu gemacht hab.

Was dagegen spricht.

1. Öldruck ist vorhanden. Bei hoher Belastungen für längere Zeit blinkt allerdings im Standgas die Kontrollleuchte im Takt. Bei leicht erhöhter Drehzahl geht dann die Lampe wieder aus.

2. Ich habe neulich Rundballen gefahren, ca. 6 Km Strecke. Hat er bei furchtbarer Geräuschkulisse aber gemacht. 

3. Springt super an, läuft aber klappert.

Gruß Jürgen
 
Moin.

Der Motor ist im 724. Soll wohl 14000 Stunden haben, wurden aber vor 2000 Stunden neue Kolben und Büchsen mit neuen Pleullagern verbaut.

Video versuche ich mal.

Gruß Jürgen
 
Hallo,

hast Du selber (machen lassen) die Motorüberholung gemacht oder hat Dir der Vorgänger gesagt, daß er das gemacht hätte?

Kai
 
Mahlzeit!

Der hat das selbe Problem glaube ich....

Ich find das nur sehr fraglich da deiner ja Geräusche macht und manchmal die Öldrucklampe aufleuchtet.. Wenn du Zeit hast schau dir mal das Öl genauer an..Das würd ich machen.

Gruß Tom.

Wer sein Fahrzeug liebt, der schiebt,
Wer sein Fahrzeug ehrt, Der Fährt.
 
Hallo

Es kann sein das die Balancerzahnräder fertig sind. Mit einer gebrochene Kurbelwelle kann er laufen aber 6 km fahren macht er nicht. Pleuelbuchse oder Pleuellager? Ventilspiel ist ok?

MfG

Alwin
 
Danke erstmal.

6 Km einfache Fahrt. Letzten Freitag 3 mal mit Vollgas und 6 Ballen hinten dauf. Das Video ist nach so einer Tour.

www.youtube.com/watch?v=4WLFJGUzOug&feature=youtu.be

Das Geräusch lässt sich nicht genau lokalisieren. Mal hört es sich an als käme es aus der Kupplungsglocke, dann mal wieder vom Motor. Gestern hörte es sich an als ob es von vorn kommt.

Hört erstmal selbst. Ich mache nochmal ein Video in dem ich einmal rum laufe.

Gruß Jürgen
 
Hallo.

Hier hab ich nochmal ein Video nach dem morgentlichen Kaltstart gemacht, da hört er sich noch normal an. Das Klappern fängt erst bei warmer Maschine an und wird um so schlimmer, je wärmer er macht.

www.youtube.com/watch?v=d-hlAyGRauQ

Das Klingeln was man hört ist der Hebel vom Frontlader.

Gruß Jürgen
 
Moin Jürgen,

so wie sich sich das anhört, ist das Klopfen doch immer im gleichen Rhytmus, also immer der gleiche Zylinder.

Hast du mal im warmen Zustand bei laufendem Motor nacheinander die Einspritzleitungen gelöst um zu testen,

ob sich das Geräusch dann verändert.

Gruß +Matthes+
 
Hallo,

Das Leuchten der Öldruckkontrollampe im warmen Zustand kann ein Hinweis sein, dass sich bei dir ein Kurbelwellenschaden anbahnt.

Dieses Problem hatten wir auch bei unserem 324. Das Ende vom Lied war eine so eingelaufene Kurbelwelle, dass sie nicht mehr geschliffen werden konnte, sondern ausgetauscht werden  musste. Bei noch längerem Betrieb wäre vielleicht irgendwann auch die Kurbelwelle gebrochen.

Das von euch beschriebene Klingelgeräusch kann auf ausgeschlagene Kurbelwellen- und Pleuellager hindeuten. Da diese Schäden teuer werden können, sollte die Ursache gesucht werden.

Auch wenn ich das Vorgehen um diesen Schaden an anderer Stelle schonmal beschrieben habe, mache ich es hier auch nochmal, um es möglichst vielen zugänglich zu machen.

Um ein Abfallen des Öldrucks feststellen zu können, muss der Öldruckkontrollschalter durch ein Manometer ersetzt werden. Es muss auch im warmen Zustand mindestens 1 Bar anzeigen. Andernfalls sind die

Um ein Spiel der Kurbelwelle(KW) festzustellen, kann man den Keilriemen entspannen und dann durch das Kurbelloch an der Riemenscheibe hebeln. Von der Seite sieht man, ob sich die KW bewegt. Dazu braucht man unter Umständen einen Helfer, der von der Seite guckt.

Da die Riemenseite die minderbeanspruchte Seite ist, muss sich ein KW-Schaden nicht unbedingt an dieser Seite zeigen.

Da an der Abtriebsseite des Motors die größere Belastung auftritt, tritt hier auch der größere Verschleiß auf.Aus diesem Grund ist ein KW-Schaden hier früher und auch leichter erkennbar. Hierfür muss der Wartungsdeckel der Kupplung abgenommen werden (an der Unterseite gelegen) und die Schwungmasse mit einem Montiereisen hoch gehebelt werden. Dazu soll zwar Kraft nötig sein, aber keine Gewalt angewandt werden. Schäden zeichnen sich durch eine deutliche vertikale Bewegung der KW aus. Ich will mich jetzt hier nicht auf ein Spiel festlegen, aber Gleitlager brauchen einen gewissen Platz um ihre Funktion zu erfüllen. Ein zu großer Spalt führt aber dazu, dass das Öl aus dem Schmierspalt entweichen kann und keine Öl-Reibung mehr auftritt, sondern  Lagerschalen und KW aufeinander reiben, was den Verschleiß rapide beschleunigt. Neue Gleitlager sitzen satt und passen sich relativ schnell auf das passende Spiel ein. Deswegen würde ich ein normales Spiel mit 0,5mm beschreiben. Aber das soll nur ein Richtwert sein.

Ein erfahrener Landmaschinenmechaniker hat so etwas im Gefühl und sollte bei deutlichen Indizien mit zu Rate gezogen werden.

Neben dem Spiel deutet auch Öl zwischen Motor und Schwungmasse kann auf einen kaputten Grafitring hinweisen, der  durch das zunehmende Spiel der KW in Mitleidenscaft gezogen wird.

Sind diese Hinweise gegeben, sollte man sich gewiss werden, dass es unumgänglich sein wird, die KW zu Kontrollzwecken auszubauen.

Da das den Ausbau den Motors erfordert, sollte vorher noch die Kompression der einzelnen Zylinder gemessen werden, was einen gesamteindruck vom Zustand des Motors liefern kann.

Nach einer gründlichen Reinigung der Maschine muss der Motor ausgebaut werden. Hierbei hilft das Werkstatthandbuch. Daraus kann auch das Vorgehen zum Ausbau der KW entnommen werden.

Ist man bis zur KW vorgedrungen, ist es ratsam sich mit einem Fachbetrieb in Verbindung zu setzen, welcher Kurbelwellen Instand setzt.

In meinem Fall fiel die Wahl auf Motoren Michaelis. Dort wird sowohl die KW auf Risse, Maßhaltigkeit und Oberflächenhärte überprüft(relativ kostengünstig), als auch auf das nächste mögliche Untermaß geschliffen und gehärtet. Weiterhin liefert die Firma auch die richtigen Lagerschalen mit. Man findet sie mit google, oder auch bei ebay. Weiterhin kann man von der Firma auch die Dichtungen für den Motor beziehen.

Auch wenn das wie Werbung wirkt, möchte ich nur meine Erfahrungen mit euch teilen. Ich war damit sehr zufrieden. Google liefert aber auch andere Aufbereiter, wenn man Kurbewelle schleifen eingibt.

Nach dieser Reparatur sollte das Klopfen und Klingeln verschwunden sein.

Selbstverständlich sollten im gleichen Atemzug auch die anderen Lagerstellen im Motor kontrolliert werden z.B. Balancer- oder Ausgleichswelle.

Auch wenn dieser Eintrag ein wenig lang ist, hoffe ich doch, dass er so manchem helfen kann.

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freunldichen Grüßen
 
Hallo,

mach die Ölwanne ab, dann die Pleueldeckel und schau Dir die Lagerschalen an, besonders die oberen. Wenn er mit zunehmender Betriebstemperatur immer lauter wird, ist das Öl dünnflüssiger und die Lager haben (noch) mehr Spiel.

Gerne werden vor dem Verkauf noch kurz neue Lagerschalen eingebaut, das hilft aber nicht lange wenn die Kurbelwelle schon zu eingelaufen ist oder sonst einen Macken hat. Solch einen Motor hab ich mal als Ersatz gekauft, da konnte ich alle "Neuteile" gleich wieder entsorgen.

Tschüß,

Bernd
 
Moin.

Danke erstmal. 

Ich hatte ja mal den Vorbesitzer angerufen. Der hatte den Schlepper die letzten 20 Jahre und hat ihn nur abgegeben weil die Agriomatik nicht mehr ging. Der hat vor 10 Jahren und 2000 Stunden neue Buchsen und Zylinder und neue Pleullager einbauen lassen weil der Motor schlecht ansprang.

Klackernde Geräusche sind ja meistens Pleullager.

Jetzt muss ich zur Arbeit, schreibe nachher weiter.

Gruß Jürgen
 
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