Hallo,
Wenn Späne im Öl sind, dann ist es wahrscheinlich schon zu spät.
Vorher sind Riefen auf der Kurbelwelle zu erkennen, die durch die Lager entstehen.
Das liegt am Aufbau eines Gleitlagers. Es besteht aus einer Tragschale aus Stahl, auf die die Lagerschichten aus Kupfer und weichen Weißmetallen aufgetragen sind. Ihr Verschleiß sorgt dafür, dass sich das passende Lagerspiel einstellt und ermöglichen die Notlaufeigenschaften der Lager.
Weil die Lager langsam verschleißen, bilden sich keine Späne, sondern Metallabrieb. Er schlägt sich im Öl nieder.
Um eine gerochene Kurbelwelle festzustellen, empfiehlt es sich im eingebauten Zustand eine Seite festzusetzen und dann an der gegenüberliegenden Seite mit einem Montiereisen Dreh- und Nickbewegungen hervorzurufen. Ist die Welle gebrochen, dann kann wie von paylodoc beschrieben nicht jede Bewegung übertragen werden. Zu zweit sollte es möglich sein, den Unterschied in der Bewegung festzustellen.
Wenn die Ölwanne demontiert ist, und eine Pleuelschale abgenommen wurde erkennst du den Verschleißzusatnd an den Krbelzapfen und den Lagern. erkennst du nur das Weißmetall und die darunterliegenden Kupferschicht, dann sind die Lager noch gut. In diesem Fall sollte auch der Kurbelzapfen noch eben sein und keine Riefen haben. erkennst du die tragschale aus Stahl als silberne Flecken unter der roten Kupferschicht, dann sind die Lager verschlissen. Zeichnet sich dann auch die Form des Lagers auf der Kuebelwelle ab, ist unter Umständen die Härteschicht weggelaufen und eine Überarbeitung ist unumgänglich.
Wie schon vorangegangen von anderen geschrieben ist es anzuraten, nicht nur die Lager zu tauschen. Besser ist es die Kurbelwelle überareiten zu lassen, sodass wieder eine Härteschicht und die nötige Rundheit gegeben ist. Dann verschleißt auch das Lager und nicht die Kurbelwelle.
Mit freundlichen Grüßen