Neues im Hause Lef.

Hallo,
nach dem Telefonat mit dem Spezialisten taten sich noch weitere Punkte auf, die ich kontrollieren wollte.

So ist das Differential bzw. die Lager nur nach links abgestützt.

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Damit sich die Kraft, die beim Antrieb nach links wirkt auf beide Lager verteilt,
muß ich nicht nur den Formschluß links, sondern auch rechts einstellen.

Also habe ich den rechten Haltebügel abgeschraubt, um mit der Fühlerlehre den
Spalt zwischen Lager und Anschlag zu messen....  0,8mm.

Zwischen Lager und Differentialgehäuse waren 2 Passscheiben eingebaut.
Also habe ich das Lager abgezogen, die beiden Scheiben gemessen.... je 0,4mm.

Das paßt.
Also habe ich das Lager ohne Passscheiben wieder montiert, und diese zwischen Lager und Sicherungsring eingebaut.

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Dadurch liegt das Lager jetzt sauber am Anschlag an.

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Jetzt muß ich nur noch die Lücke auf der linken Seite füllen.

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Gruß
Jörg
 
Hallo,
das Getriebe ist bald fertig.
Danach soll die Hinterachse fertig gemacht werden.

Um das Getriebe von meinen fahrbaren Montagetisch zu heben, werde ich meinen
Werkstattkran einsetzen.
Da mir die Ausleger auf dem Boden in der engen Garage zu lang sind, habe ich aus dem
Kran ohne die Ausleger einen stationären Kran gemacht.

Durch die Mauer habe ich eine 16mm-Gewindestange gesteckt.
Daran einen kräftigen Winkel mit Ringschraube.
Mittels Schäkel und Spannschrauben habe ich den Kran gegen hinteres Abheben gesichert.
Dabei war der Adapter für die 3-Punkthydraulik sehr gut geeignet.

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Bevor ich das Getriebe damit vom Montagetisch hebe, werde ich allerdings noch einen
Belastungstest machen. Dafür wird der Motorblock mit dem Frostriss herhalten müssen.
Ich überlege noch, ob es nötig ist, den Kran unten gegen Wegrollen von der Wand zu sichern.

Gruß
Jörg
 
Hallo,
ich habe weitere Passscheiben bekommen.

Ein MAN-Kollege hat sie mir gestanzt.
Ich habe die Scheibe aus Dichtungspapier durch eine neue ersetzt.
Paßt perfekt.

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Gruß

Jörg
 
Hallo,
es wird Zeit sich mal wieder zu bewegen. Die Weihnachtsfutterei macht bequem.

Nachdem ich den Wandkran zusammen mit Dieter auf Haltbarkeit getestet habe,
(Wir haben uns bei voller Ausladung vorne drangehängt) habe ich das Getriebe auf den
Haken genommen.

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Das ging ohne Knacken und Knirschen.... wie geplant.

Jetzt kommt die Hinterachsbrücke dran.

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Die Konstruktion ist etwas anders als wir es von den IHC kennen.
Die Brücke wird über das Differential geschoben und ans Getriebe angeschraubt.
Die Steckachsen werden später von außen durch gesteckt.
Nach hinten kommt ein Deckel drauf, auf dem das Zugmaul montiert ist.
Getriebeöleinfüll und -ablaßschraube befinden sich in diesem Deckel.

An der Brücke sind nur Reinigungsarbeiten zu machen.
Nur die Feder für die Differentialsperre muß ich neu einhängen.

Gruß
Jörg
 
Hallo,
nachdem ich vom Lack- und Dreckabkratzen genug hatte, habe ich mir die
Steckachsen mit den Bremsen geschnappt.

Die Radnabe sitzen bombenfest.
Da sie sich aber drehen läßt, vermute ich, das die Nabe auf der Bremswelle
fest gerostet ist.
Ich habe alles mit Rostlöser getränkt, heiß gemacht und warte bis der Rostlöser tief eingedrungen ist und
seine Wirkung hat. Das kann dauern....

Mir ist noch etwas aufgefallen.

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In der Nabe sind 4 Löcher, da scheint irgend etwas wie ein Deckel zu sein.

Bei der einen sind M14-Gewindebohrungen zu sehen, bei den anderen sind sie verdeckt.

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In Bautzforum habe ich nach dem Sinn und Zweck dieser Bohrungen angefragt.
Ich kann mir darauf keinen Reim machen.
In der ETL ist kein Deckel vermerkt.

Gruß
Jörg
 
Hallo,

bei den MANlern habe ich erfahren, daß die Gewindebohrungen zur Befestigung eines Abziehers vorgesehen sind.

Also habe ich mir mal den "Deckel" angesehen, bei dem die Löcher verdeckt sind.

Auch dem habe ich mit reichlich Rostlöser versehen, und mit einer Eisenstange und einem
Hammer versucht ihn so zu verdrehen, bis die Löcher frei sind.

Es ist gelungen.

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Da sich die Nut für die Bremswelle mit gedreht hat, stellt sich die Frage,
ob nicht die Antriebs/Bremskraft über den Deckel übertragen werden.

Das wiederum würde bedeuten, daß in die Gewindebohrungen Schrauben gehören.
Ansonsten dreht der Deckel und nicht das Rad.

Gruß
Jörg
 
Hallo,
mein Sohn hat einen Abzieher aus seinem Lehrbetrieb geholt.

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Ich habe ihn mittelprächtig angezogen. Nichts passiert!

Die Bohrungen sind auch nicht gut untergebracht. Der Winkel ist schlecht.
Der Zug verläuft nicht parallel zur Welle. Die Schraubösen drücken innen mächtig auf den Deckel.

Ich werde den Druck nicht erhöhen, weil ich befürchte, daß ich die Gußteile zerstöre.

Da ich ja 2 Nabe zu demontieren habe, habe ich neben der Methode der sanften Gewalt auch
die der schlagenden Argumente aufgebaut.

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Ich habe unter 6 der 8 Radbolzen Holzklötze gelegt, und mit einem Spanngurt gegen Verrutschen gesichert.
Die Achsmutter habe ich bis auf ein paar mm aufgeschraubt.
Da das Gewinde nicht lang genug ist, habe ich Scheiben bis zur Bündigkeit mit der Mutter eingelegt.
Die Hammer schläge auf die Mutter habe ich mit einem Stück Hartholz abgedämpft.

Aber auch hier.... nix.
Also Rostlöser nachtanken und warten.

Gruß
Jörg
 
Moin,

und wenn Du einen etwas massiveren Abzieher an den Radbolzen befestigen würdest? Oder mit dem vorhandenen Abzieher unter Spannung setzten und mit zwei Hammern von den Seiten prellen, wie beim Konus einer Spurstange? Nur mal so als Gedanke. Sind die Radnaben mit einem Konus befestigt? Hast Du da eine Sprengzeichnug von?

Davon mal ab, lese ich Deinen Bericht total gerne. Mach weiter so und einen guten Rusch!

Grüße

Frank
 
Hallo Frank,

die Naben stammen offenbar nicht von Bautz. Bautz hatte keine mit den Bohrungen.

Die ETL-Skizze sieht so aus:

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Meine Welle hat eine Paßfedernut und nicht wie auf de Skizze zu erkennen eine Keilwelle.

Ob die Welle am Ende konisch ist, kann ich nicht sagen.

Das Draufschlagen mit 2 Hammern wie bei den Spurstangen habe ich nicht versucht.

Bei einer Materialdicke von 18mm muß man schon ganz ordentlich draufkloppen um einen

Effekt zu erzielen. Davon werde ich absehen, zu groß ist die Angst etwas zu zerstören.

Für´s Vorankommen ist es nicht wichtig, daß die Naben kurzfristig ab gehen.

Ich kann also warten... wie beim Handbremshebel des MANs.

Ich hoffe nur, daß es dieses Mal keine 3 Monate dauert.

Mich freut´s, wenn Dir mein Bericht gefällt. Mir macht das Schreiben und die Reaktionen darauf auch Spaß.

Ich wünsche Dir einen guten Rutsch und Zufriedenheit für 2013

Jörg
 
Hallo Jörg,

deine Geduld mit der Rostlöser Methode hab ich schon beim MAN bewundert. Ich würde versuchen die Nabe vorsichtig mit dem Schweißbrenner zu erwärmen ( nicht zu heiß) und dann mit Wasser abschrecken, hat manchmal schon kleine wunder gewirkt.

Deine Beiträge sind immer spannend zum lesen. Dann wünsch ich Dir einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr und den Bautz kriegst Du sicher hin.

Grüße aus dem Allgäu

Eugen
 
Hallo Eugen, danke für die Blumen!

Ich habe keinen Schweißbrenner. Ich werde zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht mit den schweren Teilen losrennen,

um sie woanders warm zu machen. Das kann ich immer noch machen, wenn ich die Teile brauche um

voran zu kommen.

Der Trecker ist übrigens ein Ritscher, der das Bautzgetriebe hat, weil Ritscher kein geeignetes im

Sortiment hatte. Die waren zu schwer.

Der 412 ist einer der wenigen Ritscher, die nicht mit eigenem Getriebe ausgerüstet waren.

Ich lese gerade das Ritscherbuch. Es war schon ein interessanter Zeitgenosse, der Karl Ritscher.

Der Zufall will es, das ich in meinen ersten 2 Lebensjahren ca. 2km von den ehemaligen Werken

im HH-Moorburg gewohnt habe, und ihm vor 18 Jahren quasi nachgezogen bin, und jetzt

ca. 7km vom Sprötzer Werk entfernt wohne.

Wer durch den Elbtunnel Richtung Norden fährt, kann kurz vorm Tunnel das neue große Kohlekraftwerk sehen.

Da standen die alten Ritscherwerke.

Gruß und alles Gute für 2013

Jörg
 
Hallo,
irgendwie habe ich es mit Rissen/Fehlstellen im Guß.

Die Hinterachsbrücke hat diese Stellen:

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Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es Risse sind, oder ob es sich nur um einen schlechten Guß handelt.

Man kann überall erkennen, daß die Kerben im Grund nicht spitz zulaufen.
Das deutet mach meiner Meinung eher auf einen schlechten Guß hin.

Was meint ihr?

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg,

sowas habe ich schoneinmal bei einem Fleischwolf gesehen, ich persönlich würde auf "grobe Gussfehler" tippen.

Dennoch sage ich mal: Angaben ohne Gewähr!

Ich kann es nicht eindeutig erkennen.

Du selbst müsstest dich doch auskennen, da bei deinem MAN doch die Kupplungsglocke gerissen ist.

Vielleicht könntest du daraus einen Vergleich erstellen.

Gruß Done
 
Moin,

das sieht mir auch ganz danach aus, das er das schon von "Geburt" an hatte. Öl scheint da ja auch nicht durchzusuppen. Außerdem sind die Stellen ja übergeschliffen worden, das ist sicherlich bei der Herstellung gemacht worden. Ich denke auch mal, das Du Dir da keine größeren Gedanken machen brauchst.

Grüße

Frank
 
Hallo Done,

beim MAN war es eindeutig ein Riß, der offenbar durch den harten EInsatz des Baggers entstanden ist.

Da ging es darum eine weitere Rißbildung zu vermeiden.

Das Schweißen war dabeisicher nicht so wichtig wie das Durchbohren der Rißenden.

Die Belastung auf das Bauteil wird nie wieder so sein. Inzwischen habe ich ein Ersatzteil

liegen, falls sich der Riß wieder zeigt.

Hallo Frank,

ich habe mit die Stellen noch einmal mit meiner Extremlesebrille angesehen.

Alles deutet auf einen schlechten Guß hin.

Zusätzlich habe ich Bremsenreiniger in die Stellen gefüllt, um zu sehen, ob der "Riß"

durch geht. Geht er nicht.

Also werde ich die Stellen mit Knetmetall füllen (dann kann ich besser sehen, ob´s nicht doch reißt)

und alles normal lackieren.

Gruß

Jörg
 
Moin Jörg,

ich habe heute in deinem alten MAN- Beitrag gestöbert. Ich hatte es konkret auf die Anschluss- Konstruktion für den Werkstattkran an den Trecker abgesehen.

Ein Kran fehlt mir noch, möchte ich aber anschaffen. Für meine Zwecke so einer wie deiner. Ich hab noch von einem alten IHC Schubrechenwender n Unterlenker- Anschlussbock liegen, der einfach zu nem Gerätedreieck erweitert werden kann.

Dazu hab ich mir mal deine Konstruktion angeschaut.

Viele Grüße, Matthias
 
Hallo Matthias,

der Kran mit Adapter ist mir immer wieder eine große Hilfe.

Ich habe bei der Konstruktion darauf geachtet, daß ich die Struktur des Kranes nicht

durch Bohrungen oder Schweißnähte beeinfluße.

Ich denke, daß das Teil aus China grenzwertig ausgelegt ist, und jeder Eingriff zum Bruch

führen kann. Der hat ca. 170 Euro gekostet.

Wenn du noch weitere Details brauchst, kann ich sie dir gerne zuschicken.

Im MAN-Forum hat ihn auch schon jemand nach gebaut.

Der ist (wie ich) vom Nutzwert begeistert.

Viel Erfolg bei der Umsetzung.

Gruß

Jörg
 
Ich habe auch schon über einen solchen Umbau nachgedacht.

Der Kran der mir zur Verfügung steht ist ein Erbstück meines Opas.

Leider kann ich keine genauen Angaben machen.

Beim letzten Einsatz ist mir auf jeden fall aufgefallen, dass der Hydraulikzylinder leckt. 

Meint ihr in diesem Fall würde sich noch ein Umbau lohnen?

Gruß Done
 
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