Restauration 624 AS

Jupp.....soweit ich alles beurteilen kann funktioniert alles sehr gut. Wie die Leistung ist werde ich dann testen, hab schon Aufgaben geplan......die Agriomatik schaltest wunderbar auch beim Richtumgewechsel, nicht zu hart und mit kleiner Verzögerung......Technisch funk auch alles, Beleuchtung, Bremsen, Schalten geht auch super! Der Rest wird sich zeigen wenn er zugelassen ist. 

Mit den Spiegeln befürchte ich auch, das die zeitweise vibrieren werden. Mal gucken.....bei meinem 439 ist das auch ein Problem, jedoch nie beim fahren, nur im Standgas.....zu unruhiger Lauf. obwohl das zwischen der CM und der D Serie natürlich Welten sind. Der 624 läuft sowas von ruhig und rund, das macht wohl der Balancer im Motor.

gruss Mark 
 
Leider hat mein Motor nun doch wieder angefangen Motoröl aus der Entlüftung zu spucken. Es passiert immer wenn er was Leisten muss, dann kommen tropfen aus dem Entlüftungsrohr. Wenn er dann wieder im Standgas läuft wird es weniger und hört dann bals auf. Ja der der Motor hat einen Blowby, wenn er kalt ist fast garnicht und wenn er warm ist mehr. Im Standgas kann man den Daumen drauf halten und es baut sich kein fühlbarer Druckauf, bei voller Drehzahl ist es so, das nach 10 sekunden Daumen frauf sich schon ein gewisser Überdruck aufgebaut hat. Ich wollte nun mal wissen wieviel Öl da wirklich raus kommt und habe ein Gefäss unter die Motorentlüftung gemacht, nach 2 Stunden Fahrzeit (Gemischt: Straßenfahrten mit voller Drehzahl und Wiese abschleppen mit mittlerer Drehzahl) war soviel Motoröl im Gefäß:

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Das Öl ist recht sauber, ist ja noch relativ neu, es sind keine Spuren von Wasser zu sehen. Ich habe auch kein Öl im Kühlsystem, oder einen Wasserverbrauch, der Kühler ist ruhig, kein Blubbern oder starke Strömungen. Der Schlepper springt gut an und er qualmt auch nicht weiß oder bleu, alles normal. Die Motorleistung ist gut und alles spricht eigentlich für eine gute oder normale Kompression. Weil der erste Gedanke ist natürlich, dass Buchsen, Kolben und Ringe verschlissen sind. Gibt es noch andere Gründe warum der Motor da soviel Öl raus haut? Mein Ölstand ist auch nicht zu hoch, ich habe exakt die angebene Ölfüllmenge eingefüllt und der Peilstab war dann auch knapp unter maximun, also ist der richtige im Motor.

Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen habe ich die Kompression gemessen. Laut WHB sind werte zwischen 22-24 super, und die Verschleißgrenze wird mit 18 bar abgegebén und sollte nicht darunter liegen. Weiter wird eine maximale Differenz zwischen den einzelen Zylindern mit 2 bar im WHB definiert. Ich habe den Motor warm laufen lassen und habe dann den Test durchgeführt, allerdings hat mein Adapter nicht richtig wie erwatet gepasst und ich musste noch entwas basteln bis ich den Test durchführen konnte, der Motor war dann leider schon wieder etwas abgekühlt aber immer noch handwarm. Soweit ich weiß hat ein kalter Motor niedrige Werte als ein warmer. 

Raus gekommmen ist dann folgendes:

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Die Zylinder 2-3-4 haben alle 22 bar sind liegen damit im guten Bereich!

Der erste Zylinder liegt mit nur 19 bar kurz vor dem Grenzwert 18, allerdings ist die Abweichung zu den anderen drei Zylinder mehr al 2 bar und als kritisch anzusehen. Soll der erste Zylinder 1 tatsächlich für den Ölaustritt und dem Blowby verantwortlich sein? Mir ist das ehrlich gesagt zu schwammig und eigentlich nichts halbes und nichts ganzes.  
 
Da ein Kompressionstest nur die halbe Wahrheit ist, bin ich noch einen Schritt weiter gegangen und habe jeden einzelnen Zylinder abgedrückt und auch die Leckrate (Druckverlust) gemessen. Die ermittelten Werte würde ich jetzt nicht auf die Goldwaage legen, da ich kein Profigerät habe und dieses eventuell nicht geeicht ist. Aber die Tendenz ist ausreichent. Zur Info, der Hersteller gibt an, dass eine Verlustrate zwischen 10-40% gut ist, 40-70% wird als moderat definiert und über 70% als schlecht.

Ähnlich zur Kompressionsmessung sind folgende Werte raus gekommen:

Zylinder 2-4 haben ca. 10% also erstmal gut

Zylinder 1 hat 20-25%

Nun habwe ich mich gefragt, was ist den undicht, sind es die Kolbenringe? Ich habe bei Jeder Messung je einen Gummihandschuh über das Ansaugrohr, Abgaskrümmer, Motorentlüftung sowie Ölpeilstab gestülbt und bei letzteren mit einem Kabalbinder dicht befestigt.

Messung Zylinder 1

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Im Kurbelgehäuse baut sich kein Druck auf!

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Im Abgaskrümmer baut sich kein Druck auf! (Das Bild ist leider verwackelt)

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Im Ansaugrohr baut sich Druck auf und es sind eundeutig Strömungsgeräusche zu hören! Der Handschuh ist sogar abgeflogen, ich musste ihn festhalten!

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Ich schließe aus diesem Test, das der erste Zylinder 3bar weniger Kompression hat als die anderen, weil das Einlassventil nicht mehr dicht schließt. Könnte verbogen sein, Ablagerungen oder Metallfrass am Ventil, oder das gleiche am Ventilsitz. Wenn dieser Fehler behoben wird, vermute ich, dass der erste Zylinder ebenso seine 22-23 bar Kompression haben wird.

Aber jetzt weiß ich immer noch nicht WARUM der Motor Öl aus der Entlüftung tropfen lässt!

Das ergibt für mich alles keinen Sinn, hat von Euch einer eine gute Idee? Hat sowas schon einer von euch erlebt?

Gruß Mark 
 
Hallo, ich würde DEN erstmal 20,30h laufen lassen, weiter beobachten und dann entscheiden!? Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, denn Du hast an dem Schlepper schon sooo viel gemacht u. manches 2,oder 3x.... Hattest du den Motor jetzt auch komplett überholt, oder nicht? Im Zweifel muss der Kopf vielleicht wieder runter, im schlimmsten Falle die Buchsen ziehen...

Gruß

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Gaggenau / Neuss / Forstern
 
Den Motor hab ich nicht zerlegt, nur alle Dichtungen und Wedi erneuert, außer Kopfdichtung, er hat neue Einspritzdüsen bekommen, Ventile eingestellt, neues Thermostat, drei Ölwechse mit Filter, beim letzten mit ein zusätzlichen Spülung von LM um die Reinigung zu verstärken. Ich bin jetzt insgesamt 6 Betriebsstunden gefahren, bislang ist kein Wasser oder Ölverbrauch fest zustellen. Er sprang auch letztens bei -15 grad an, er Qualm weder weiß noch blau, nur beim beschleunigen etwas schwarz was beim erreichen den Nenndrehzahl sofort vorbei ist, die Kühlwassertemperratur Anzeige steht immer bei 70-75 grad bei härtere Leistungsabfrage auch mal 80-85 grad, Thermostat und Fühler sind neu. Er hat hervorragend Leistung und Kraft, fährt auch bei Steigung seine vollen 30 km/h. Auch beim Mistfahren war ich begeistert mit welcher Leichtigkeit er die vollen Wagen bewegt.

also keinerlei Auffälligkeiten im Bezug auf Motorverschleiß 
 
Hallo nochmal,

hab dir schon im Technik Teil des Forums geantwortet. Ohne Ventildeckel kann sich bei der Druckverlustmessung im Kurbelgehäuse kein Druck aufbauen, da ja das Kurbelgehäuse dann offen ist. Also entweder Deckel drauf, oder einfach mal ins Kurbelgehäuse rein hören, ob es rauscht. Aber ein bisschen Blow-by ist immer vorhanden, wenn es bei allen Zylindern gleichmäßig ist, sollte alles passen.

Die Ventile hingegen sollten auf jeden Fall dicht sein und keine Luft rauslassen, wenn der Motor korrekt auf Zünd-OT steht. Stimmt das Ventilspiel? Wenn ja, dann wirds wohl am Ventil bzw. Sitz liegen.

Wie gesagt, kontrollier mal dieses Entlüftungssieb hinter dem Entlüftungsrohr und mach es ordentlich sauber.

Gruß Christoph
 
Moin, ach so...ja das Foto ist ein bisschen irreführend. Hab den Ventildeckel zwischendurch immer abgenommen um die Überschneidung zu sehen und den zu prüfenden Zylinder genau auf OT zu bekomme, hab vorsichtshalber immer noch an den Kipphebeln gewackelt um sicher zu gehen, das Spiel da ist und die Ventile auch geschlossen sind. Das Ventilspiel hatte ich ja erst kürzlich nachgestellt, vorher war es viel zu groß. Mit dem Blowby kann ich leben, auch die Kompression finde ich jetzt nichts so beunruhigen. Aber das Öl aus dem Rohr tropft schon, also so möchte ich eigentlich nicht auf öffentlichen Straßen fahren, besonders bei Regen reichen ja ein paar Tropfen und schon ist die Feuerwehr  alarmier. Das Entlüftungssieb hatte ich im Teilewaschgerät gespült und mit Druckluft ausgeblasen. Aber ich hab inzwischen ein neues bestellt, das teste ich jetzt noch mal, vielleicht ist es schon zu durchlässig und hält das Öl nicht genug zurück.

Ein richtigen Plan hab ich echt nicht, muß das echt erstmal ein paar Nächte drüber schlafen. Aber mit den aktuellen Erkenntnissen macht es für mich keinen Sinn den Motor jetzt überstürzt zu zerlegen.

Gruß Mark 
 
Hallo!  Hab jetzt nicht den ganzen Bericht im Kopf!

Habt ihr die Ventilschaftdichtungen schon erneuert?

Desweiteren hab ich immer gute Erfahrungen mit Desolite gemacht!

Ham das Zeug zu meiner Lehrzeit auch pur zu den Lufteinlässen zur Ventilspülung reingekippt.

Da kannste auch mal ein ganzes Liter in den Tank kippen, und danach mal richtig Arbeiten lassen!

MFG

Kurti
 
Moin, den Kopf habe ich noch nicht weiter bearbeitet, alles alt geblieben. Mit den Ventilführungen, Verschlussdeckel bzw. Schaftdichtungen könnte vielleicht ein Problem sein. Blöd das man das nicht mit Abdrücken kann, weil die Ventile bei der Druckprüfung ja geschlossen sind. Wenn es eine Undichtigkeit bei den Einlassventilen gibt, würde er Öl reinsaugen und verbrennen, wenn die Ventilführungen der Auslassventile undicht sind, könnte da tatsächlich Abgas entweichen und den Druck im KWH verstärken. Mit der Reinigung dieser Teile habe ich mich auch schon gedanklich befasst. Ich habe ein Ventilreiniger bestellt, denn man bei laufenden Motor direkt in den Ansaugtrackt sprühen soll. Außerdem habe ich das Produkt " toralin anticarbon kolbenring-reiniger" bestellt. Also nicht den Ölzusatz, sondern das Spray welches direkt in den Verbrennungraum muss. Klar was verschliessen ist ist verschlissen, aber ich habe noch Hoffnung das es sich nur um Klemmungen und Verklebungen handelt. Dieses "Toralin" wird in Oltimerforen regelrecht gefeiert, teilweise soll es die Kompression enorm verbessern und Ölverbräuche bis zu 70% reduzieren. Die Anwendung beim Diesel Direkteinspritzer ist zwar aufwendig, weill man ein paarmal die Düsen aus ein einbauen muss, (Mit Zündkerzen ist das einfacher), aber ich versuche es mal. Es gibt unheimlich viele positive Berichte und Videos darüber im Netz. Ich werde mir die Mühe machen und danach noch einmal die Kompression messen, um zu dokumentieren ob es was gebracht hat. Was diesem Motor sicherlich nicht gut getan hat, ist das kein Thermostat drin war, er viel gestanden hat und nur unregelmäßig und sicherlich immer nur 0,5 - 2 Stunden zum Misten gebraucht wurde, und das schon einige Jahre. Der wird nie auf Betriebstemperatur gekommen sein und das was ich bislang vom Inneren des Motor gesehen haben spricht dafür, das alles verklebt und versüft ist. Ich habe Gestern den Motor noch einmal mit einem höheren Druck abgedrückt, man kann dann bloß nicht mehr die Leckrate ablesen, dabei kam dann moch raus, das auch beim dritten Zylinder das Ein- u. Auslassventil undicht ist, nicht so viel wie beim ersten aber halt auch nicht mehr absolut dicht. Also der Kopf sollte auf jeden Fall mittelfristig gemacht werden, Ventilsitze kontrolieren und vermutlich etwas nachfräsen, Ventile auf die Drehbank und dann alles wieder einschleifen, ist jetzt nicht so schlimm. Wenn der Kopf runter ist, kann man ja auch gut in die Laufbuchsen gucken. Aber das fange ich jetzt vorm Frühling nicht mehr an.....ist eher was fürn Herbst/Winter. 

Gruß Mark
 
In der Zwischenzeit habe ich über die Methode der Druckverlustmessung nachgedacht, dabei kam mir immer wieder die Frage, warum muss man diese laut Anleitung des Messgerätes umbedingt machen, wenn der Zylinder auf OT steht?!? Die einzige sinvolle erklärung ist, das in dieser Position sicher ist, das die Ventile garantiert geschlossen sind. Aber in diesem Zustand wird leider nur die Dichtigkeit der Kolbenringe in oberstert Stellung des Kolben gemessen. Aus anderen Beiträgen hier, habe ich erfahren, dass der Verschleiß der Laufbuchsen jedoch immer in der Mitte am größten ist. Also habe ich den ersten Zylinder wider auf OT gestellt, die Druckmessung angeschlossen und den Motor langsam weiter gedreht. Dieser Zylinder befindet sich nun im s.g. Arbeitstakt, d.h. Auf OT wurde das Treibstoff/Lufgemisch bereits verdichtet und ist exlpodiert, durch die entstandene Druckwelle wird ja nun der Kolben nach unten gepresst und in dieser Zeit sind die Ventile immer noch geschlossen, erst wenn der Kolben ganz unten angekommen ist und wieder nach oben geht, öffnet sich das Auslassventil, damit die Abgase entweichen können. In diesem Zustand der Abwärtsbewegung mit geschlossenen Ventilen habe ich beobachtet, das wie befürchtet die Verlustrate des ersten Zylinder auf fast 45% ansteigt und sich auch die Gummihandschuhe an der Motorentlüftung und dem Ölstab mächtig aufblähen........so, nun haben wie meinen Blowby!

Gruß Mark  
 
Meine Produkte für die Motorreinigung sind inzwischen alle eingetroffen, als erstes wende ich den Ventil- u. Ansaugsystemreiniger an. Dieser wird bei laufenen Motor entweder in den Luftfilter gespüht (Allerbings nur bei Trockenluftfilter, Ich habe ihn direkt in das Ansaugrohr gesprüht. Dabei ist ein Verlängerrungsschlauch mit einem Aufsatz der dafür sorgt, dass das Mittel seitlich an die Rohrwandungen gelangt. 30 Sekunden Anwendung wird empfohlen.

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das vorher noch sehr schwarz belegte Ansaugrohr scheint nun metallisch blank, ich hoffe das die Ansaugkanäle und Ventilsitze ebenfalls so gut gereinigt sind!

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Als nächstes habe ich den Reiniger für die Kolbenringe benutzt......

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Die Anwendung ist bei einem Direkteinspritzter ohne Glühkerzen etwas aufwendig. Normal geht am über die Zündkerzen beim Ottomotor oder über die Glükerzen beim Diesel rein, diese sind schnell raus und ein reingedreht.....

Schritt1: Motor warm laufen lassen, sollte aber nicht heiß sein.

Schritt2: Düsen raus und das Mittel ebenfalls mit einem Schlauch, welcher eine spezielle Düse hat ca. 5 Sekunden in jeden Zylinder sprühen.

Schritt3: Düsen wieder rein und festziehen, damit das Mittel nicht vergast, sondern im Zylinder seine Wirkung entfaltet und 20 Minuten warten.

Schritt4: Düsen wieder raus, auf jedes Loch im Kopf ein Tuch legen und den Motor 5-10 sekunden mit dem Anlasser drehen lassen.

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Das ist dann der erste grobe Schmutz der direkt aus dem Motor kommt.

Schritt5: Düsen wieder rein und den Motor mit erhöhter Drehzahl 15-20 Minuten laufen lassen, die restlichen Ablagerungen sollen nun verbrennen. Es wird vor einer extremen Rauchentwicklung gewarnt. Mein Schlepper hat nicht so extrem gequalmt aber es hat seltsam gerochen.

Da ich ja grundsätzlich nicht an Wunder glaube, habe ich nach dieser Anwendung wieder alle Düsen aufgebaut und meine Kompression erneut gemessen und war wirklich erstaunt!!!!

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Der erste und schlechteste Zylinder hat nun 2 Bar mehr!!! Von 19 auf 21 angestiegen!

der zweite ist bei 22 beblieben....komisch

der dritte ist von 22 auf 23 angestiegen

der vierte ist von 22,5 auf auf 23 angestiegen

Also tatsächlich eine positive Wirkung......und mit diesen Komprssionswerten kann ich leben.

Was macht jetzt mein Blowby!?!

Ich habe alles wieder zusammen gebaut und den Schlepper mit 1900 Umdrehungen laufen lassen.....ein Blowby ist nach wie vor vorhanden, je höher die Motortemperatur, desto mehr Gase kommen aus der Entlüftung. Nach ca. 15-20 Minuten mit Hoher Drehzahl kommt auch der erste Öltropfen aus der Entlüftungleitung und dann alle 30 Sekunden ein weiter Tropfen. Gefühlt ist die Situation etwas besser geworden, aber immer noch problematisch.

Ach, ja....dann viel mir ein, das ich ja ein neues Filtersieb bestellt hatte, dieses habe ich jetzt noch getauscht und auffällig ist, das dieses anders aufgebaut ist!!!!

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Das alte (Originale) Filtersieb, hier links, ist eine seitlich verschlossende Kapsel, es gibt nur einen Weg.....durch das Sieb durch, vom Motor in das Entlüftungsrohr. Theoretisch soll ja der Öldampf am Metallgefelcht kondensieren un dim Motor bleiben. 

Das neue Sieb, hier rechts, hat umlaufend mehrere Löcher aus dem Öl quasi wieder aus der Kapsel raus könnte!! Gab es da tatsächlich mal ein Update wegen dieser Probleme?!?

Ich habe das neue Sieb eingebaut.....aus der Motorentlüftung kommt logischerweise die gleiche Menge an Dampf wie vorher, ich habe den Schlepper dann noch mal 20 Minuten mit 1900/2000 Umdrehungen laufen lassen, dann habe ich das Handgas auf 1000 Umdrehungen zurück gestellt und ein paar Minuten lang immer wieder Vollgasstöße gegeben. 

Also was soll ich sagen, das Entlüftungsrohr ist am Rohrende Ölfeucht, aber es kamm die ganze Zeit nicht ein einziger Tropfen raus!!!

Ich denke die Verbessung insgesammt ist eine Summe von allem nicht von einer einzigen. Erstmal bin ich erleichtert und der Gedanke an eine komplette Motorüberhohlung ist erstmal wieder in eine ganz weit entfernte Schublade gepackt. Selbstverständlich muss ich das jetzt noch einmal beobachten wenn er richtig arbeitet. Plan B ist es, wie wohl mehrere es tun, die Motorentlüftung nach oben drehen und mit zwei Winklen wieder nach unten führen, und zur Not muss da halt immer ein Behälter sein, der den einen oder anderen Tropfen auffängt. 

Gruß Mark

Und noch mal Danke für die vielen Tipps und Hinweise!
 
...das allein kann´s aber doch nicht gewesen sein!?

Mit anderen Worten: entweder er drückt Verbrennungsdruck aus der Entlüftung, oder nicht!

Sorry, aber ein simples Drahtsieb kann da m. M. nach höchstens im ersten Moment abhilfe schaffen.

Das Problem liegt da tiefer, obwohl die guten Kompressionswerte eigentlich für einen gesunden Motor sprechen.

Trotzdem dürfte er aus dem Röhrchen niemals so "rausrotzen"

Und wenn Du ihn nicht komplett überholt hast, kann sich da eigentlich auch nichts mehr einlaufen!

Trotzdem mein Rat: Erstmal abwarten, fahren u. beobachten....

Grüße

__________________________
Gaggenau / Neuss / Forstern
 
Ja da bin ich voll bei Dir! Für mich gibt das alles auch keinen 100% Aufschluss.......also nach meiner Einschätzung sprechen die Kompressionswerte auch für noch einen brauchbaren Motor, sicherlich nicht Top aber auch nicht total augelutscht. Einen Blowby hat er er ja nach wie vor, aber es ist tatsächlich etwas weniger geworden. Ich habe inzwischen mit so vielen Leuten darüber gesprochen, meistens wird gesagt, ist normal, haben diese Motoren alle, natürlich sollte kein Öl direkt raus kommen, aber Motordampf ist wohl so. Jetzt ist bei bei diesem Modell die Entlüftung auch etwas unglücklich angebracht. Von Vorteil ist sicherlich, so wie bei moderneren Motoren die Entlüften oben am höchsten Punkt (Ventildeckel) oder kombiniert vom Kurbelgehäuse eine Schlauchverbindung zu einer weiteren Entlüftung am Ventildeckel. Aus umwelttechnischen Gründen, kam ja dann einige Jahre später diese Lösung bei allen PKW, LKW und Schleppern, Entlüftung mit Ölabscheider und die Entlüftung weiter in das Ansaugsystem zu führen, so dass die Ölgase gleich wieder verbrand werden. Sicherlich eine gute Maßnahme um Ölaustritt zu verhindern, führt aber auch zu einer noch stärkeren Verschmutzung des gesamten Ansaugsystem einschließlich Einlassventile. Nicht umsonst habe die modernen Motoren von Heute ständig Probleme mit undichten Ventilen, Abgasrückführungen etc.....aber zu meinem Problem, ich vermute das alles ein bißchen seinen Teil dazu begetragen hat, die vielen Ölwechsel und die Spülung, welche ja auch schon verspricht verklemmte Kolbenringe zu lösen, dann die Ansaugsystem / u. Ventilreinigung, sowie die Kolbenringreinigung von Toralin, alles in Summe hat ja tatsächlich was bewirkt, deshalb habe ich ja auch mir die Mühe gemacht die Kompression erneut zu messen und die Veränderungen zu dokumentieren. Wenn ein Motor tot ist, dann ist er tot, verschließene Kolben/Ringe/Buchsen kann keine Chmemie wieder herstellen, aber ich kann nur jedem empfehlen bei änlichen Problemen es mit diesen Mittel wenigstens einmal zu probieren, das war jetzt eine kleine Invenstion von lächerlichen 35,-€ Euro und einen langen Nachmittag an Arbeit. Wenn das alles nichts hilft, war es wenigstens ein Versuch wert, bevor mann einige Tausend für eine komplette Motorinstandsetzung ausgibt. Das mit dem Ölfiltersieb ist echt schon komisch, man sucht ja für sich selber immer für alles eine logische Erklärung. Das einzige was für mich einen Sinn ergibt ist folgene Theorie: Das bei mir noch verbaute Ölsieb wird sicherlich original aus den 70er Jahren sein. Ich hatte es damals ausgebaut, gespült und ausgeblasen, ob es wirklich richtig sauber war, sei dahin gestellt. Ein neuer Motor mit kleinem Blowby kommt vermutlich damit zurecht, außerdem war vor 50 Jahren es sicherlich nicht der Rede wert, wenn ab und zu mal ein Tropfen Öl auf die Straße tropft. Da das neue Sieb, welches ich ja nach der Original IHC Ersatzteilnummer aus dem Katalog von 1967 bei meinem Case Händler bestellt habe, technisch verändert ist, nämlich 8 x 6mm Löcher umlaufend im Kapselgehäuse, gehe ich mal davon aus, das man irgendwann mal darauf reagiert hat, um den eventuellen Ölaustritt mit technisch minimalen Aufwand zu reduzieren. Logisch für mich ist, das bei der Geschlossenen Kapsel das kondesierte Öl aus dem Blowby nicht wieder zurück kann, der Druck der aus dem Motorgehäuse kommt kann es nur gerade durch das Metallgeflecht ins Rohr drücken, von dort aus gibt es keinen Weg zurück. Das Neue Sieb hat ja nun diese Löcher so das auch die Möglichkeit besteht, dass Öl und Rauch seitlich aus dem Gehäuse ausdringen kann. Die Kapsel sitzt ja hinter dem Prallblech im Blechdeckel, welcher die Nockenwelle abdeckt. Dieses ist seitlich offen zum Kurbelwellengehäuse, wo das flüssige Öl theoretisch wieder in den Motorblock zurück kann. Aber wie gesagt, nur meine eigene Theorie als Erklärung für eine Möglichkeit. Hier im Forum sind ja auch jede Menge ehemalige IH-Mechaniker oder sogar ehemalige Werksarbeiter aus Neuss, vielleicht weiß einer von Ihnen, ob es hier mal eine Interne Mitteilung diesbezüglich gab und das neue Filtersieb eingeführt wurde. Ich weiß leider noch nicht, ob mein Problem jetzt endgültig vom Tisch ist, mehr als im Stand bei Hoher Drehzahl konnte ich ja noch nicht ausprobieren, es wird sich zeigen, wenn das Wetter besser ist und ich den Schlepper noch mal richtig einsetzten kann, zum Beispiel Wiesen abschleppen, und spätestens beim Wiese mähen. Ich denke ich werde vorest das Gefäss wieder unter der Leitung befestigen, damit ich es genau vergleichen kann, ob und wie viel Öl aus der Entlüftung kommt. Ich bin gespannt, aber auch erstmal erleichtert.....

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden halten!

Gruß Mark 
 
Moin.

Ich glaube nach wie vor das diese Menge Öl nicht aus kondensiertem Öldampf kommt. Da kommen irgendwelche seltsamen Faktoren zusammen das dort Schleuderöl in großen Mengen in die Entlüftung gelangen. Ich würde das große Abdeckblech so lange manipulieren bis das besser wird. Zum Beispiel das Abschirmblech innen nach beiden Seiten verängern, dann kann der Dampf immer noch durch und das Öl bleibt wo es hin gehört. 

Gruß Jürgen
 
Moin, kurze Zwischenbillanz:

ich bin jetzt seit dieser Maßnahmen 9 Betriebsstunden gefahren und es kam kein einziger Tropfen Mötoröl mehr aus der Motorentlüftung. Dampf kommt trotzdem, es handelt sich hier aber nur noch im reinen Wasserdampf. In der Flasche hat sich eine kleinere Menge Wasser abgesetzt. Das muss ich zwar im Auge behalten, bzw. mein Kühlwasser regelmäßig kontrollieren, denn es ist ja auch ein bekanntes Problem, das die Zylinderlaufbuchsen durch kleine Korrosionsschäden undicht werden und somit Kühlwasser in den Motor kommt. 

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