Restauration 624 AS

Moin Moin....

Der Sitz ist von "Cramer" sowiel weiß ich jetzt. Ich werde da mal weiter die Augen offen halten, bis dahin muss der neue, nicht so bequeme erstmal hin reichen.

Zwischen Weihnachten und bis zum 10.01.21 habe ich die freien Tage genutzt und einiges geschafft........aber es ist kein Ende in sicht!!! Diese vielen vielen Kleinigkeiten fressen einfach unendlich viel Zeit
 
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Die neuen Kotflügel wurden in den Hohlräumen nochmal mit Hohlraumwachs versiegelt, damit diese nicht wie üblich von innen nach außen rosten.

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Das Cockpit, die Gehäuse der Blinker/Positionsleuchten und viele weitere Kleinteile sind fertig lackiert

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dann kam der Schlepper zumindest wieder auf die Hinterbeine.......

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Stecksose, Reflektoren und Leuchten sind auch alle montiert und der neue Kabelbaum ist größtenteils schon verlegt....

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Ein Forummitglied ganz in meiner Nähe konnte mir noch einen originalen und gut erhaltenen Batteriekasten und eine Abdeckung besorgen!

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die Verkabelung des Cockpit sieht schlimmer aus als es ist! Ich war sehr zufrieden mit dem Nachbau....großes Lob an Firma Hellmers!!! Da ich ja eine Farbsehschwäche habe hatte ich schon Angst das ich das nicht kann, aber es war ein super Belegungsplan dabei, naturlich farblich übereinstimmend mit dem original Schaltplan von IH, aber jedes Kabel war auch mit einem Aufkleber nummeriert und in einer Tabelle war jede Nummer einer anderen oder einem Steckplatz zugeortnet, quasi [BAD]ensicher! 

PS. die Elektrik hat sofort auf anhieb 100% funktioniert!

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Ich habe mich ja dann doch für das Original (links) mit der zweikammerleuchte entschieden...

Grund 1. Original ist Original.

Grund 2. der Nachbau mit Bremslicht (rechts) kommt sonnst wo her und hat ein Prüfzeichen im Glas, also bei einem aufmerksamen Tüvprüfer ein Problem!

Grund3. Ich hatte ja schon den neuen Kabelbaum Original bestellt und hätte diesen wieder öffnen müssen um eine weitere Ader für das Bremslicht einziehen zu können.

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Natürlich kam damit das nächste Problem auf den Plan! Ich stellte dann fest das bei meinem Schlepper schon das berühmte Hella-Relais für die Umschaltung Bremslicht/Blinker fehlte......und das ist definitiv nicht mehr lieferbar, somit blieb der Stecker erstmal leer..... Hier im Forum gibt es eine Anleitung wie man aus vier Arbeitsrelais diese Funktion nachbauen kann, dass war aber nicht so mein Ding, also habe ich nach langen Recherchen ein Nachbau im Netz gefunden!

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Sogar der Stecker ist der gleiche wie beim Hellarelais, allerdings Achtung Achtung!!!!!

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Die Belegung ist anders!!!! Aber das ist kein Problem, ich konnte die Flachstecker vorsichtig aus dem Steckergehäuse entfernen und so neu positionen wie sie richtig für das neue Relais passen.

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Das alte Blinkerrelais habe ich garnicht erst ausprobiert, und da diese runden Alubomben unverschämt teuer sind, habe ich an meinem Kabelbaum selber einen Stecker installiert der auf ein handelsübliches Blinkerrelais mit Blinkkontrolle für zwei Anhänger passt, denn diese kosten zwischen 10-15,-€

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Meine Lima habe ich nicht getestet und erstmal nur lackiert und eingebaut....ob sie funktioniert wird sich zeigen

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Dafür gab es aber einen Regler, dieser ist elektronisch und soll schon bei Standgasdrehzahl für vollen Ladestrom sorgen. Ich denke das ist von Vorteil, denn 11 Amp sind jetzt nicht so der Hammer um eine 120 Amp Batterie immer bei Laune zu halten, außer der Schlepper ist immer stundenlang nach jedem Start am laufen.

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Einen neuen Bremslichtschalter gab es natürlich auch noch....

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so sieht der fertige Kabelsalat dann aus.....ein Elektroniker hätte das bestimmt etwas geordneter hin bekommen.

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Soweit plaziert, Batterie provisorisch angeklemmt und erstmal Hupe, Beleuchtung, Blinker, Warnblinker, Bremslicht, Fernlichtumschaltung und Cockpitkontrollleuchten getestet....alles funktioniert wie es soll!

 
 
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Weiter ging es mit der Hydraulik, der alte Schlauch war erstmal nur zum anpassen....

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für den freien Rücklauf sowie den einfach wirkenden Kipperanschluss musste dann erstmal ein Halter gebaut werden....

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Neue Schläuche anfertigen lassen und auf das doppeltwirkende und zweite einfachwirkende Steuergerät für den Frontlader sind erstmal Blindstopfen drauf gekommen.

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mein Pendellager welches gebuchst wurde und lackiert wurde nun auch wieder mit einer Aritierungsscharube versehen, damit der Mittelachsbolzen sich nicht mehr im Pendellager drehen kann!

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Nachdem alles vorbereitet war, konnte das Pendellager wieder in den Vorderachsträger eingebaut werden.

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Mit hilfe von passenden Distanzscheiben konnte ich auch das axiale Spiel beseitigen. Das Pendelager dreht sich schön saugend auf dem Mittelachsbolzen und weder vertikales noch axiales Spiel, perfekt!

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Die vier Außenschalen der Achsschenkellager habe ich zusammen mit den Dichtkappen vorab in des Achsrohr eingebaut. Für bessere Dichtigkeit gegen Feuchtigkeit habe ich die Spreitzscheiben mit einer Dichtungsmasse auf Silikonbasis eingesetzt und dann erst gespreizt.

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Das Achsgehäuse habe ich mit einem Rollwagenheben positioniert und dann mit dem Pendellager wieder verschraubt und das vordere Zugmaul montiert.

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Nun konnte auch der Kühler, Luftfilter und die Hupe montiert werden.

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für meinen Luftfilter musste noch ein neuen Staubbecher her, das war nicht so einfach, denn der original hat nicht gepasst, entweder gibt es zwei verschiedene oder bei mir wurde schon mal was umgebaut.

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Genau wie im Achskörper sind auch in die Achsschenkel neue Gleitlager (Buchsen) rein gekommen, da alle vier bereits eingelaufen waren.

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Die zwei Timkenlager vom Diff mussten auch neu....hatte euch ja die alten Lagerschalen gezeigt, diese hatten bereits Risse im Material.

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ansonnsten war der einzige Verschleiß im Differenzial die Gleitlager und Anlaufscheiben der Sternräder......übrigens habe ich nicht ein einziges Ersatzteil von ZF bezogen. Die Anlaufscheiben hatte ein IH-Händler und alles andere an Wellendichtringen, Gleitlager, Timkenlager etc...habe ich im Industriehandel bezogen, weil ZF es nicht auf die Kette bekommen hat nach fast drei Monaten überhaupt auf eine Anfrage zu antworten.

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Nach fertiger Montage noch das Flenkenspiel einstellen.....

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und rein damit....man das hat Gewicht, bis das drin war.......Muskelkater am nächsten Tag ;-))

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vorher musste noch fix ein Kreuzgelenk getauscht werden, war noch nicht schrott, aber es hatte schon ein leicht fühlbares Spiel, und wenn man schon mal dabei ist, na ihr wisst ja....

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Spurstange ist noch top, da war erstmal nichts zu machen, Gelenkwellen rein, Achsschenkel nebst Lager, etc....

jetzt war erstmal Stopp weil die grossen Wellendichtringe vom Planetengehäuse falsch geliefert wurden....sollen ja jeden Tag kommen, aber statt vor Weihnachten wie versprochen wurde es doch Januar.....
 
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In der Zwischenzeit habe ich mich mit meinen neuen Sitz befasst und aus Winkel- und Flachstahl eine Konsole als Adapter gebaut. Ziel war es möglichst wenig Höhe zu erreichen, mit nur 30mm war das zwar möglich, aber wie ich später bei einer Sitzprobe feststellte sitzt man trotzdem etwas zu hoch.

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zumindest passt das mit meinem freien Rücklauf in den Hydraulikblock ganz gut!

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und der Gruppenschalthebel geht auch ohne Probleme ganz zurück in die Rückwärtsgruppe.....

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in die Vorderachse hab ich schon mal ein 80W90 GL5 Öl (Hypoid) gefüllt.
 
Hallo Marc saugeiler Bericht. Macht richtig Spass beim Lesen. Kkann man alles richtig nachvollziehen .Erinnert mich an die eigene Aufarbeitung meines kleinen Roten vor 12 Jahrenn.

Weiter so. Lese immer gerne weiter mit.

Grüße vom Emslandschrauber Franz
 
Hallo Marc 

Lese den Bericht interessiert mit, habe in der ersten Januarwoche meinen Hanomag geteilt und die Allradachse zerlegt.

Sieht alles fertiger aus als bei deiner Achse, da waren absolute Grobmotoriker am ganzen Trecker Werk, nahezu alle größen Schrauben mit Meißeln geöffnet. Am Anguß der Ablassschraube der Achse fehlt unten ungelogen ca. 1cm Material, sah aus als wäre sie unten zugeschweißt weil die Ablaßschraube nicht mehr dicht war, die ersten paar Gewindegänge der Schraube sind untern zu sehen....   

Gestern Abend habe ich dann das Differential der Achse auseinandergebaut, da in der Schlonze beim Ablassen des Achsöls messingfarbene Stückchen dabei waren.Dank deinens Bericht war mir klar, daß die von den Ausgleichskegelrädern stammen müssen. Leider sehen die Teile an manchem Stellen nicht so gut aus wie bei dir. Vor allem der Ausgleichstern hat massive Riefen ist an mehreren Stellen richtig abgeschliffen, mit ersetzen der Buchsen und Lager ists nicht getan. Bei der Achse handelt es sich um die AL1550.

Wollte fragen ob die noch die Maße des Ausgleichsterns im Kopf oder sonst wo notiert hast, zur AL1550 sind kaum Teile zu finden. Auf deinen Bildern habe ich gesehen daß die Lager die gleichen sind und das Diffential die gleiche Größe haben müßte und deshalb evtl. die gleichen Teile verwendet wurden.

Danke schonmal 

Gruß Andreas
 
Moin Andreas,

ich habe eine APL 3050 ich weiß nicht ob die Teile gleich sind. Auf jeden Fall war der Stern noch Lieferbar, zumindest über ein IHC Händler. Wie gesagt ZF schein nicht so gut im Punkto Kundendienst aufgestellt zu sein. Ich habe aber einiger Händler für ZF Teile im Netz gefunden. Wenn ich morgen im Büro bin gucke ich mal und schreib dir eine PN

und noch mal vielen Dank an alle Leser für die positive Resonanz...
 
Für meine Batterie musste ich mir noch was einfallen lassen, denn die war leider etwas kleiner als der original IHC Batterierahmen und zwar ca. 3,5 zu lang und zu breit. Also habe ich mir erstmal aus Resten einer Siebdruchplatte eine Kiste gebaut, welche das ausfüllt und wo die neue Batterie genau rein passt.

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Hinzu kam, das ich kein Original Spannband gefunden habe, witziger weise gab es überall nur noch welche für die Ausführung mit 2x 6Volt Batterien.

also hab ich mir bei Ebay von einem Iveco Dally III ein Dieseltankspannband für 13,-€ gekauft, die Länge könnte in etwa passen und an einer Seite ist bereits ein M8 Gewindebolzen dran.

das habe ich dann passend über deb original Batteriedeckel gebogen und zufälligerweise passte die länge perfekt, ich brauchte nur einen 8er Karosseriescheibe anschweißen um das zu befestigen. Holzkiste und Spannband dann noch schwarz lackiert und das ganze sieht jetzt so aus:

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vorsorglich habe ich gleich einen Festanschluss für mein Ctek-Ladegerät mit an die Pole der Batterie gebaut, somit kann man die Batterie problemlos laden ohne den Batteriedeckel abzuschrauben.
 
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da ja inzwischen endlich die großen Wellendichtringe für die Planetengehäuse da waren, konnten die auch montiert werden.

Die Lager im Backofen wieder auf 70 Grad 15 bis 20 Minuten erwärmt, damit sie einfach von Hand drauf zu stecken gehen.

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was mir bei der ZF Achse ein Dorn im Auge ist, das der Lagerzapfen für die Achsschenkellager ca. 1cm tief versenkt im Gehäuse sitzt. Dort bleibt immer Wasser und Schmutz drin stehen und kann nicht weg. Deshalb habe ich mir eine Kartusche "Seewasserschmierfett" besorgt, und das Loch damit zugespachtelt. Dann konnten die gerichteten Kotflügelhalter montiert werden. Hier sind die Schrauben wieder mit Metrischen Gewinde, weil ZF und nicht IHC. 

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Und endlich steht der Schlepper wieder auf allen vier Füßen....;-)

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So konnten auch die letzten Klotzen und Balken unter dem Schlepper weg und mein Schatz hat die die Auflagerflächen nachlackiert......

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In der Zwischenzeit haben wir die Haube anprobiert und die Stelle markiert wo der neue Schalldämpferanschlag angeschweißt werden muss. Problem ist gewesen, das der Schalldämpfer immer zu tief rutscht und die Schelle dann die Haube zerkratzt.

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Ein bisschen genervt hat mich natürlich, das mein Zugmaul schlackerig war, und ich bin mir auch nicht sicher wie da ein Tüvprüfer sieht. Ich hatte mir zuerst zwei neue Bolzen bestellt, das sind Kat2 Bolzen ca. 25mm, exakt sind diese 24,85mm. Diese haben aber garnicht in das Zugmaul gepasst, erst dann ist mir wieder bewusst geworden, das ich ja einen Deutsch-Amerikaner habe und nicht nur die Schrauben, sondern auch die Bolzen haben zöllige Maße, die originalen Zugnaulbolzen haben ca. 24,40mm zumindest jetzt, vielleicht neu etwas mehr.

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Somit war eine Lösung schnell gefunden! Mit einer verstellbaren Reibahle habe ich die zwei Löcher im Zugmaul und die Löcher im Aufnahmebock (Oberlenker-Zugmaulbock) auf exakt 25mm aufgerieben, somit passten die neuen großeren Bolzen, 0,15mm Luft für Fett und Leichtgängikeit und das Zugmaul sitzt wieder straff.

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Ich hatte Glück, das der Verschleiß noch nicht zu groß war. Wenn es mehr als 25mm ausgeschlagen ist, müsste es man noch weiter aufbohren/aufreiben, z.B auf 28mm und dann wieder Passbuchsen auf das passenden Bolzenmaß einpressen. Also mehr Arbeit, aber nicht unmöglich!
 
Mit meinem Hubweg war das leider nicht so einfach, der Plan war hier auch etwas aufreiben und Buchsen rein, aber die Löcher waren einfach zu groß ausgeschalgen. Die einzige Möglichkeit die ich sah, war die Löcher vorsichtig mit einem Schutzgasschweißgerät etwas zu zuschweißen und mühevoll mit einem Luftdruckdremel wieder in Form zu bringen, bis neue Bolzen durch passen.

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Natürlich waren die Gewinde der Hubstreben total fest gerostet, Ich habe die Schmiernippel entfernt und außer direkt an die Gewinde auch in die Schmiernippelbohrungen reichlich Rostlöser gesprüht, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag vorsichtig mit Gas/Sauerstoff gewärmt und immer wieder mit einem Montierhebel hin und her gedreht, immer ein Stück weiter und nicht zu viel damit die Gewinde nicht abreißen. Irgendwann ließen sie sich dann ganz runter drehen.

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Bei den Gelenkstücken der Hubstreben war es glücklicherweiße noch Möglich, diese mit einer Reibahle zu weiten um dort passende Buchsen (Gleitlage) einzupressen.

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Enenso ging das bei den Hubarmen am Hydraulikblock....

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Der Bolzen (Drehpunktbolzen) der den Zugmaulbock mit dem Oberlenkerbock verbindet wurde ebenfalls durch einen größeren in 25mm ersetzt und die Löcher passend vergrößert

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da der Oberlenkerbock aber auch so extrem viel Luft hatte, habe ich eine U-Scheibe seitlich angepunktet um das Spiel auf nur noch 1-2mm zu begrenzen.

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Nächste Baustelle, die Unterlenkerbolzen....verbogen und ebenfalls eingelaufen....da gehen nur neue.....

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Zuerst habe ich die Schweißnaht auf der Rückseite zurückgeschliffen....

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Dann den Unterlenkerbolzen auf der Vorderseite abgeflext und ein 22mm Loch durchgebohrt.....

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das sind die Neuteile....

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Die neuen Bolzen habe ich auf der Vorder und Rückseite verschweißt.....

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Bei den Unterlenkern war nicht mehr zu retten, teilweise sind schon die Kugel raus gefallen.....

Ich habe mich dann kurzfristig entschlossen, gleich auf Kat2 Fanghaken umzurüsten.

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Wichtig beim Anschweißen der neuen Köpfe ist die Flächen anzufasen und die Schweißnaht lagenweise als Wurzelnaht aufzubauen, damit möglichst ein stabiler Verbund zwischen den Materialen entsteht!

Für diese Schweißarbeiten habe ich mich für eine Elektrodenschweißgerät entschieden, da mein Schutzgasschweißgerät dafür zu klein ist. Geschweißt habe ich mit Phönix Blau 3,25mm Elektroden und 140 Amp Leistung, weil es schon sehr dicke Materialien sind.

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Habe nicht jeden Schritt fotografiert, insgesammt sind das je 3-4 Schweißlagen

Die vier (zwei) Löcher in den Unterlenkern wo später die Hubstreben mittels Bolzen verbunden werden waren auch oval ausgeschlagen, auch diese habe ich aufgeschweißt und mit dem Dremel wieder in Form gebracht.

Leider kein Foto gemacht......

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Dann geht die Lackiererei wieder los.....
 
Moin Mark,

Respekt, das ist wirklich eine spitzen Restauration. Ich müßte mal einen meiner IHC‘s zu Dir auf Kur schicken!

Gruß

Frank
 
Moin ,...Ja respekt und Anerkennung !!!!!! Das sieht mega aus , der richtige Farbton . kein wenn und aber ...wirklich top !!!!!!! Weiter so !

Gruß Jürgen 
 
Hi,

sehr anschaulich.

Ich traue mich ja kaum zu fragen, aber was ist mit dem Spiel der Hubarme an der Hubwelle?

Hast Du da eine Lösung?

Gruß Matthias
 
Moin, vielen Dank!

ja die Hubarme selber haben leider etwas spiel. Ich hatte ja den HydraulikBlock schon ziemlich am Anfang auseinander uns alle Dichtungen und auch die Distanzbuchsen an der Hubwelle erneuern. Zusätzlich habe ich bei der Montage der Hubarme je eine Distansscheibe mit zwischen gelegt, so das zumindest das seitliche Spiel auf der verzahnten Hubwelle und den Armen fast null ist. Eigentlich gehört da nichts hin. Damit keine oder wenig Reibung entsteht habe ich die Flächen gefettet. was jetzt noch an Spiel ist, kommt durch die Luft in der Verzahnung Hubwelle/Hubarm. Da würden nur Neuteile helfen, denn nach 50 Jahren Lebenszeit wird man auch gebraucht nichts besseres finden. Ich denke ich habe das auf ein Minimum reduziert, deshalb auch die Mühe mit den ganzen Bolzen und Löchern vom Hubarm bis runter zum Unterlenker, den in Summe waren das gleich mehrere Zentimeter spiel. 
Froh war ich, das ich in der Nachbarschaft noch günstig eine Feder und den Bolzen für die Regelhydraulik bekommen habe, ohne nennenswerten Verschleiß, jetzt warte ich noch auf die Bolzenplatte für eine starre Seitenstrebe für die Unterlenker, dann ist die Heckhydraulik erstmal soweit fertig. 

Aber es gibt schon neue Probleme! Ich habe jetzt bemerkt, das meine Motorhaube eine andere Befestigungstechnik hat, als die alte. Ich werde wohl an meine vordere Tankhalterung was schweißen müssen. 

Noch schlimmer, ich hab das falsche Verdeck, es würde nicht passen und zu weit hinten sitzen.....aber egal wird sich schon was finden. Mein 439 habe ich auch ein paar Jahre als Cabrio gefahren. Also ich hoffe spätestens im Februar soweit fertig zu sein, um zum TÜV zu fahren. Dann wollte ich erstmal alles auf Herz und Nieren testen.....ein bisschen Mist weg fahren, und statt mit dem 439 kommt dann der 624 für mein Kreiselmähwerk und die Rundballenpresse, wenden und schwarten darf der 439 weiterhin. Wenn die Heuernte gut überstanden ist und alles funktioniert und vorallem nichts undicht ist, dann werde ich mich erst an die Frontladerkonsolen, Frontlader und die GFK Türen machen......wäre blöd wenn das alles wieder ab müsste weil noch mal was abgedichtet werden muss. 

Bis alles komplett fertig ist, wird wohl noch mindestens ein 3/4 Jahr vergehen......
 
Moin.

Super Arbeit bis jetzt, Daumen hoch.

Welche Befestigungen für die Haube hattest du an der alten Haube? Noch die mit den 2 Schrauben von unten? und die Neue hat die Riegelstangen von vorn? Oder anders herum?

Wie auch immer, die Gegenstücke sitzen eigentlich an den weißen Seitenblechen, nicht am Tankhalter. Ich könnte da ein paar Bilder machen. 

Und dein Verdeck? Es gibt doch für die Fritzmeier Verdecke die Langen Streben (Knochen), hast du das schon recherchiert?

Und wenn ihr alle unbedingt die Hubarme spielfrei haben wollt, mien 523 von 65 hat welche die geklemmt sind, nicht einfach aufgesteckt. Vielleicht gibt es da noch mehrere von, so das die jemand verkaufen möchte.

Gruß Jürgen
 
Moin Jürgen.....also auf meinem 624 war die Haube mit den Verriegelungen an den Seitenblechen, diese haben aber gefehlt und hatte ich mir erst besorgt. Ich hab da deshalb garnicht drauf geachtet. Die relativ beulenfreie Haube die ich gebraucht gekauft habe wird mit zwei Gewindestangen in der Nähe des Diesetank befestigt. Ich werde da zwei Winkeleisen mit einen Loch anschweißen. Denn die Haube ist ja schon fertig gespachtelt und lackiert .....nicht so schlimm denke ich 😅
 
Mit dem Verdeck ist es so, da ich mir bereits die GFK Türen inkl Mittelstück besorgt habe, brauch ich ein Verdeck mit eine gewölbten Scheibe. Dabei war eins von Peko mit gerader Scheibe. Das war eh schon abgebaut weil die Plane fehlt. Also von Fritzmeyer fallen schon mal das M210 und M214 mit der geraden Scheibe raus.....weil das nicht mit der runden Form zu den GFK Türen passt, dafür gibt es nur die Türen und Mittelstück als Planenausführung: 

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