Moin Andy,
also mit dem Rücklauf hast Du vermutlich recht, ich weiß nicht viel über Hydraulik, habe aber mal gehöhrt, das das Öl eventuell anfängt zu schäumen wenn es so von oben auf das andere Öl prallt. Viele bohren ja Ihre Ablassschraube auf und drehen dort eine Schlauchkupplung rein. Ich muss zugeben, das ich mir da garnicht so viele gedanken gemacht habe. Ich hab auch kein Gerät was überhaubt einen freien Rücklauf benötigt. Mein Rundballenpresse brauch nur einen 1-Fach Druckanschluss, meine Kipper auch. Mein Heuwender und mein Mähwerk werden nicht Hydraulisch betätigt......Da ich diesen Deckel schon hatte, dachte ich, bevor ein Sitz drauf kommt, baue ich den einfach um und lege einen zweiten Anschluss nach hinten.
Wegen der Farbe ist es so, das ich ein Fan von Erbedol bin, natürlich hat jeder sein Steckenpferd, das ist auch ok so. Ich habe Jahre lang Winterdienst mit einem Multicar und einem Iseki-Traktor gemacht, trotz allem was es an Schutzwachsen etc. und täglicher Wäsche gibt und möglich ist, sind Fahrzeuge im Winterdienst die mit Salz kontakt haben zum verrosten verurteilt. Alle 1-4 Jahre musst du was tun und teil oder ganz lackieren, sonst löst sich dein Fahrzeug in luft auf. Wir haben fast alles an lacken ausprobiert, aber am besten hat sich Erbedol Schlepperlack mit vorab drei Schichten Rost u. Haftprimer bewährt. Deshalb sin ich dabei geblieben. Naturlich habe ich den Lack gemäß der original RAL Töne von IHC bestellt. Es gibt immer unterschiede, ein 3003 von Erbedol sind später ander aus als ein 3003 von Sikkens, logisch. Wichtig ist, die Grunddierung oder die Rostschutzfarbe von Schicht zu Schicht in unterschiedlichen Tönen zu verwenden, sonnst siehst Du beim spritzen nicht, wo du schon warst, oder ob genug drauf ist. Da Ral-Töne egal ob Orange, Blau etc., aber am schlimmsten Rot grundsätzlich sehr schecht deckt musst du immer viel auftragen oder zweimal lackieren. Zweimal lackieren ist aufwändig, weil du da wieder eine Zwischenschliff machen müsstest. Dick lackieren ist ok, hast aber auch schnell "Rotznasen" Deshalb habe ich bei den Teilen die Rot werden als letztes eine Rot/Braune Grundierung verwendet, da deckt das rot besser drauf. Bei den hellen teilen wie Felgen, Seitenbleche, Ü-Bübel. etc. als letztes eine weiße oder hellgrau Grundierung.
Zum Wetter muss ich sagen, ich habe so ein schwein gehabt! Eigentlich war mein plan erst im Frühjahr zu lackieren, weil ich nicht dachtes es überhaut noch dieses Jahr zu schaffen. Durch Corona hat man aber irgentwie mehr Zeit, so abartig das auch klingen mag. Als ich gestrahlt habe war es trocken ca. 8-10C° und sehr windig. Optimal, da der Steub sich gleich verzieht. Die erste schicht Rostschutz war dann eher nervig, ab 9:30 schien zwar voll die Sonne auf alle Teile und auch die Temperatur hatt noch 8 Grad aber es war noch zu windig. Ich musste mit hohen Druck viel Farbmenge und im Punktstrahl lackieren, die Meiste Farbe hat sich vermutlich in der näheren Umgebung abgelegt. In der Nacht hatten wir dann nur noch 3-4 Grad und morgens war alles voller Tauwasser, ich hab bis Nachmittag gewartet und auch an diesem Tag schien die Sonne mega kräftig und die Teile waren alle Trocken. Die Grundierung hatte schon vor der Nacht abgebunden, auch bei niedrigen Temperatur ist die nach 1-2 Staubtrocken und nach 5-10 Stunden absolut grifffest. Die zweite Schicht Grundierung ging viel besser, es war windstill und die Feuchtigkeit in der Umgebung hatte alles an Staub gebunden, außerdem null Insekten! Mein 439 hatte ich bei wärmeren Wetter lackiert und ständig Staub und Insekten im Lack kleben. Bei der Schlußlackierung habe ich dann aber doch ein paar teile in meine Halle gebracht aber den Schlepper und besonders die großen Teile die rot werden nicht, hatte keine Lust wieder alles abzuhängen und abzukleben und hinterher doch überall Farbnebel überall drauf zu haben. Das ist ja auch der Vorteil im Freiland, wenn es Windstill und feucht ist, geht das anscheinend richtig gut! wenn Wind und Trockenheitz fliegt dir immer viel in den Lack bevor er abgebunden hat. In einer Halle ist es der eigene Lackierstaub, die ganzen Feinaerosole durch das Spritzen brauchen teilweise 2 Stunden zum sinken und versauen dir die Lackierung. Nicht umsonst arbeiten Lackierer in Kabinen mit einer fräftigen Luftabsaugung und quasi in Reinluft zu arbeiten. Leider sind dann auch bein uns die Temperatur in der Nacht auf 0 bis +2 Grad gefallen. Deshalb habe ich von Erbedol die Härterverdünnung benutzt. man kann den Schlepperlack halt in 1K oder 2k verarbeiten. Ich glaube ein 1K ist eigentlich besser, den desto weicher und flexibler ein Lack ist, desto schlagfester und Wetterbeständiger ist er. Aber das ist vermutlich auch zu vernachlässigen. Als 2K Lack ist die Abbindezeit nur ein viertel so lang und bei zu niedriegen Temperaturen habe ich es schon erlebt, das ein 1k Lack nach 4 Tagen noch klebt. Am nächsten Tag war alles fest und abgebunden und ich konnte alles mit dem Stapler rein bringen! Ein tag später hat es geregnet....was soll ich sagen...man muss auch mal Glück haben.
Ich persönlich bin sehr zu frieden mit Ergebniss, und streng genommen hab ich eigentlich viel zu viel Aufwand betrieben. Auch wenn der 624 jetzt so aussieht, als ob er dann in ein Museum kommt, nein er soll ja schon arbeiten und er wird ach nass regnen, Kratzer bekommen und Kuhmisst wird sich wieder in alle kleinen ritzen verteilen. Aber wenn er das nicht abkönnte, wäre er ja kein Traktor geworden!

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Gruß Mark
Das bild ist noch von meinem 439, aber der gleiche Lackhersteller. Jetzt sah es ähnlich aus, aber eher weniger, denn mein 439 hatte mehr Grundrost so das ich sogar 3 schichten Rostschutz aufgebracht habe, und damals habe ich alle Teile zugleich lackiert, also auch Frondladerkonsolen, Unterlenker, etc....das muss ich alles noch später für den 624 machen, und bei ihm haben 2 schichten Rostschutz gereicht, da er als absolutes Auslaufmodel/Ölsadiene eigentlich gut konserviert war, verrostet waren nur die Kotflügel.