Hallo Leute,
vielen lieben Dank für Eure Glückwünsche.
Mit der bestandenen Hauptuntersuchung ist ja noch lange nicht das Ende der Restauration erreicht. Es gibt immer noch viel zu tun und das ist auch gut so, denn es macht mir einfach rieigen Spaß den "kleinen" immer weiter auf Vordermann zu bringen. Es wird hier also auf jeden Fall noch weiter gehen mit dem Bericht.
So kaum vom Tüv wieder zu Hause ging es gleich weiter mit der Schrauberei. Ich ging ja anfangs davon aus dass die Lichtmaschine ihren Dienst noch verrichtet, wie schon weiter vorne in diesem Bericht erwähnt. Dies bestätigte sich dann leider doch nicht. Das Birnchen im KI war defekt. Und nach dem Überholen des KI ging das Kontrolllämpchen leider bei laufendem Motor nicht aus. Der Griff nach dem Messgerät erklärte schnell diesen Umstand. Die Lichtmaschine bringt keine Spannung.
Ich hab die Lichtmaschine ausgebaut und durchgemessen. Die Feldwicklung war von den Wiederstandswerten okay. Die Ankerwicklung hatte keinen Durchgang. Nach dem Öffnen der Lichtmaschine war gut zu erkennen dass der Anker verbrannt ist. Er war ganz blau.
Warum passiert so etwas? Schuld daran ist meistens der Regler. Denn dort klebt der Kontakt eines Relais zusammen und kann beim Abstellen des Motors nicht mehr öffnen. In weiterer Folge kann so ein Rückstrom von der Batterie zur Lichtmaschine fließen und will diese wie einen Motor antreiben. Da dies aber nicht geht, wegen dem gespannten Keilriemen, verbrennt der Motor.
Also mußte eine neue Lichtmaschine her.
Eine Gleichstromlichtmaschine ist doppelt so teuer als eine Drehstromlichtmaschine. Zudem braucht man bei der Gleichstromlichtmaschine noch einen separaten Regler, weil dieser ja der Grund für den Defekt war. Da ist man schnell zusammen bei fast 300,- €. Ich hab mich für eine Drehstromlichtmaschine entschieden, auch wenn diese nicht der Originalität entspricht. Wichtig für mich war nur dass dafür die Seitenbleche nicht ausgeschnitten werden müssen.
Einen geeignete Lichtmaschine besorgt und damit angefangen diese an ihrem Bestimmungsort anzupassen. Erst versuchte ich den alten Halter weiter zu verwenden.
Hab erstmal den Bügel abgeschnitten.
Aber die Anprobe hat dann gezeigt dass die Position nicht zufriedenstellend war. Die Lichtmaschine stand zu weit nach außen heraus und ließ sich nicht weit genug nach vorne kippen um den Riemen aufzulegen.
Also mußte ein neuer Halter angefertigt werden. Vor der Demontage des alten Halters hab ich 2 Schraubzwingen angebracht da ich Angst hatte dass beim entfernen der Schrauben der Wasserkasten Undicht wird. Sicher ist sicher.
Dann wurde gesägt, gebohrt, geschweißt und der neue Halter entstand. Hier noch im Rohzustand.
Nach der Anprobe wurde er noch etwas optisch in Form gebracht.
Und anschließend lackiert und montiert.
Und mit montierter Lichtmaschine.
Hier sieht man die Position der Lichtmaschine zur Außenkante des Kühlers. Da ist reichlich Platz für die Seitenbleche.
Damit bin ich sehr zu Frieden. Dann noch angeschlossen und ein Funktionstest durchgeführt. Alles super, die Batterie wird wieder geladen.
Hab ich eigentlich schon erwähnt dass ich ihm noch ein neues Lenkrad spendiert habe. Das "Alte" war nicht mehr ganz so "griffig"
Hier der Vergleich. Der Unterschied ist mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen...Grins...
So das wars mal wieder für heute. Nächste Woche wird er wahrscheinlich angemeldet. Dann kann er auch mal genutzt werden.
Ich werd natürlich auch mal die ein- oder anderen Einsatzbilder einstellen und euch immer wieder auf dem Laufenden halten wie es weiter geht.
Und dann möchte ich mich noch einmal bei euch allen bedanken für die netten Kommentare, Anregungen, Tipp´s und Hilfestellungen und das fleißige Lesen meines Beitrages... Ihr seid die Besten....Vielen Dank.
Ich wünsche euch allen schöne Osterfeiertage und weterhin viel Spaß und Erfolg bei euerem/ unserem öligen Hobby und Allzeit ein glückliches Händchen beim Schrauben
Bis Bald und Gruß vom Saarschrauber Markus