Zugmaul 453 fest

BSV IHC 423

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Hallo zusammen, 

Ich habe den Beitrag  unter Reparaturanleitungen schon gelesen.

könnte mir vielleicht jemand noch einige Infos zum Aufbau der Klemmvorrichtung des Zugmauls geben?

Ich habe die Madenschraube entfernt. Mehr ließ sich nicht entfernen. Ich dachte die Schraube ist abgebrochen und es steckt noch ein Stück im Gewinde. also aufgebohrt und zum Vorschein kam ein kleiner Zylinder ohne Gewinde. Darunter waren einige Millimeter einer komischen harzigen Mass.

War dies eine Gleitscheibe oder einfach nur ausgehärtets Fett?

Darunter kommt jetzt wieder Metall. War dies schon alles oder ist darunter noch ein Bauteil, daß entfernt werden muss bzw. Kann?

Das Zugmauls rührt sich leider keinen einzigen Millimeter. 

Ich will nicht noch weiter bohren ohne zu wissen ob da noch was kommt oder schon Ende ist. 

Habe mit einem Messschieber die momentane Tiefe des Loches gemessen.

Vielleicht kann ja jemand sagen ob das schon die Welle des Zugmauls ist.

Danke und Gruß Markuseup-1123794734-7fbd1b778c97770d48d59b3fd447c9b2-1428145399_big.webpeup-1123794734-3bb2da8f5a229cf6502834b0a7b28e45-1428145434_big.webpeup-1123794734-a4b93caf28941349b76f7e20a12817ad-1428145486_big.webpeup-1123794734-c122f54f66fa25cd177e760c318c1428-1428145562_big.webp
 
Hallo,

ist das nicht eine Druckscheibe die du da aufgebohrt hast?

Die wird mit der Schraube zum klemmen des Zugmauls gebracht. (Sehe ich jedenfalls so.)

Das Zugmaul wird noch festgerostet sein.

Leg das mal in Öl oder WD40 und spann es dann in den Schraubstock mit der Aufnahme, lange Stange durch die Bohrung für den Anhängebolzen und dann mal versuchen zu drehen.

 

Gruß
Torsten

IHC, alles wird gut!
 
Hallo Thorsten,  

Also denkst Du, dass unter der vermuteten Druckscheibe kein weiteres zu entfernendes Teil mehr kommt? 

Vielleicht kann jemand, der das Zugmaul kennt oder selber besitzt noch etwas dazu sagen bzw. Nachschauen. Waehre echt toll.

Wenn das Gebroesel eine Druckscheibe ist, aus was fuer Material ist die bzw. Wo kann man die noch bekommen oder was kann man alternativ dafür einsetzen? (fuer den Fall das ich das gute Stück jemals wieder Gangbar bekomme) ;)

Danke und Gruß 

Markus 

Anbei noch ein Bild des ganzen Zugmauls.

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Hallo, weiter bohren brauchst du auf keinen Fall. Die "komische harzige Masse" war bei meinem Zugmaul auch drin, ich denke es so eine Art Gummi, die verhindert das sich das Zugmaul einfach im Kreis dreht. Mit der Madenschraube von oben übst du Druck auf das Gummistück aus und bremst so das Drehen des Zugmauls. Ich hab das bei mir mit einer Stahlkugel und einer in die Bohrung passenden Druckfeder gelöst, je weiter du die Madenschraube reindrehst, desto schwergängiger dreht sich dein Zugmaul. Fühl einfach die Öffnung gut mit WD40 o. ä. und lass es wirken und dann wie bereits beschrieben versuchen, durch drehen dein Zugmaul wieder gangbar zu bekommen.

Gruss Klaus
 
Hallo Klaus,

Danke für die Info.  Hattest Du auch dieses zylindrische  Metallstueck zwischen Madenschraube und der harzigen Masse?

Laut deiner Beschreibung hast Du es dann draußen gelassen und durch Feder und Stahlkugel ersetzt?

Ich werde das Zugmaul morgen in Wd40 einlegen.

Melde mich dann die Tage wieder was daraus geworden ist.

Gruss und schönes Osterrestwochenende

Markus
 
Ja , wird bei meiner Version nicht mehr gebraucht, Danke dir auch noch schöne Ostern.

Gruss Klaus
 
Hallo,

meine Madenschraube am Zugmaul ist fest, sie lässt sich nicht mehr drehen. Alle meine Versuche sind bisher nicht erfolgreich gewesen.

Kann ich diese dann vielleicht einfach ausbohren und dann neues Gewinde schneiden?

Diese Madenschraube scheint ja nicht so lang zu sein.

Gruß Klaus
 
Hallo, 

Die Madenschraube ist ca. 1,5 cm lang, darunter war der kleine Metallzylinder,  ebenfalls ca. 1,5 cm. Bei Bedarf kann ich nochmal genau nachmessen. 

Oben auf dem Bild rechts die Madenschraube, in der Mitte der Metallzylinder mit Loch vom ausbohren,  da dieser festsass. 

Gruss markus 
 
Hallo Thorsten,

ja diese Madenschraube sitzt wirklich so fest, auch langes einwirken mit WD40 und Caramba helfen da nicht viel weiter. Billges Werzeug verdreht man einfach und das teuere bricht ab. Der Inbus ist aber noch nicht übergedreht. Mit übermäßiger Wärme wollte ich da auch nicht ran.

Hallo Markus,

ich nehme einfach mal 1,5 cm als Länge für die Madenschraube an, aber welches Gewinde hat die Madenschraube, hoffe doch metrisches?

Gruß Klaus
 
Hallo.

Fest sitzende Schrauben oder abgerissene Schrauben lassen sich gut mit einem Schweißgerät ausdrehen! Dafür braucht man ein gutes MAG Schweißgerät. Damit wird in der Mitte der Schraube immer wieder ein Punkt gemacht. Das dann so lange, bis man oben eine große Mutter über den entstandenen Hügel legen kann. Bei dem Heften aufpassen das man die Schraube nicht im Loch anschweißt, logisch. Wenn die Mutter dann oben drauf liegt, mit etwas mehr Power die Mutter aud den aufgehefteten Hügel aufschweißen. Das bewirkt, das sich die Schraube, der Schraubenrest in dem Bohrloch ausdehnt. Dadurch "knackt" der Rost im Gewinde und der Rest löst sich. Soweit die Theorie. Alles langsam abkühlen lassen. Wenn man das mit Wasser schnell abkühlt, kann es zu Härterissen kommen, dann hält es nicht mehr. Meistens lässt sich die Schraube jetzt rausdrehen. Wenn nicht kann man das mehrmals wiederholen.

Mit der Methode hab ich schon manche Schraube raus bekommen, natürlich funktioniert das nicht bei M2,5 oder so. aber ab M8 geht das gut.

Wenn es dann noch nicht geht oder man aus Versehen die Schraube im Loch angeheftet hat, kann man immer noch bohren. Wenn man selbst kein gutes Schweißgerät besitzt, hilft einem bestimmt die Metallbaubude um die Ecke, ich würde es jedenfalls machen.

Gruß Jürgen

Tante Edit: Finger weg von den Linkausdrehen! das taugt in der Seele nicht. Die drücken und quetschen die Schrauben nämlich noch mehr ins Gewinde, so das sie sich nicht mehr lösen lassen.
 
Hallo, die Methode von Jürgen ist auch eine Möglichkeit festsitzende Schrauben zu lösen. Ich hab meine Madenschraube mit viel Caramba / WD 40 und leichten Hammerschlägen auf den Inbus mit gleichzeitigem Drehen gelöst bekommen, manchmal hilft auch wieder Rechtsrum drehen und dann wieder Links. Wichtig ist das der Inbus richtig tief und satt im Sechskant sitzt und hör auf den Rat von Jürgen, nimm ja keinen Linksausdreher, wenn der abreisst hast du dir ein neues Problem eingekauft, ich spreche aus Erfahrung ( Erfahrung ist die Summe aller Fehler die man im Leben gemacht hat ).

Gruss Klaus
 
Hallo zusammen,

so, die gute Nachricht: Es dreht sich wieder!

Eine Frage habe ich aber noch:

Ich dachte die ganze Zeit, dass unter der Madenschraube, dem Metallzylinder und der Gleitscheibe direkt die Durchgangswelle des Zugmaules kommt.

Dem ist aber nicht so.

Das Zugmaul lässt sich spielend leicht drehen aber wenn man in das Loch der Klemmung schaut bewegt sich dort gar nichts.

Ich nehme also an, dass um die Welle doch noch eine art Klemmring ist, das Zugmaul sich also jetzt innerhalb des Klemmringes dreht, dieser aber fix unter der Bohrung sitzt.

Bringe ich den Metallzylinder wieder in das Loch ein und ziehe die Madenschraube fest klemmt das Zugmaul auch wie gewünscht.

Nun zur eigentlichen Frage:

Im Reparaturbericht von D430Fabi

Zugmaul wieder gängig bekommen

erwähnt dieser, dass er Fett in die Bohrung gepresst hat.

Dieses muss ja dann am Klemmring vorbei um überhaupt zur Zugmaulwelle zu kommen!? (hier ist kein Spalt durch das Loch erkennbar)

Das würde auch erklären, warum er soviel Druck aufbringen musste (Einpressen des Fettes mit der M14er Schraube) oder wie seht Ihr das?

Ich habe mit einem befreundeten Mechaniker die Thematik durchgesprochen, dieser meinte dass man evtl. ein 3mm Loch in den Klemmring bohren könnte um das Fett besser einzubringen (hierbei aufpassen dass nicht neue Späne zwischen Kleemring und Welle geraten und das Zugmaul wieder klemmt).

Andererseits habe ich mir auch schon überlegt gar kein Fett einzubringen sonder das Zugmaul einfach wieder zusammenzuschrauben, regelmäßig zu drehen und ab und an mit WD40 zu behandeln.

Wie ist eure Einschätzung zu meinen Fragen?

Mit freundlichen Grüßen

Markus
 
Warum so ein Aufwand? 2, 3 Tage in Diesel einlegen, dann hättest du alles richtig gemacht...

 

gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Freising
 
Hallo Lanz_4016,

was meinst Du mit "soviel Aufwand"?

Das gangbar machen, oder das gängig halten das D430Fabi beschrieben hat?

Meine jetzige Frage bezieht sich ja nur darauf ob D430Fabi´s vorgehen mit dem Fetteinpressen (um es gangbar zu halten) so, wie er es beschrieben hat sinnvoll ist (bezüglich Fett am Klemmring vorbeipressen) oder ob ich es am besten so lasse und nur ab und zu öle?

Zum gangbar machen hier die Schritte bis es wieder ging:

- mehrere Monate immer wieder mit WD40 behandelt

- mit einer zwei Meter Stange immer wieder versucht zu drehen

- mehrmals ein Holz quer eingespannt und mit einem Wagenheber von unten gedrückt

- eine Woche komplett in WD40 ingelegt

- 2 Tage Gefriertruhe und dann  heißes Wasser

- wieder in WD40 eingelegt

- mehrmals in einen Temperaturschrank bei 300°C gelegt, anschließend mit Alkohol ausgewaschen, Schraubstock einspannen, zu zweit unter Schlägen versucht zu drehen

- nach der 4. Wärmebehandlung lief auf einmal beim Auswaschen mit Alkohol dann Rostbrühe aus der Nut

- Noch zwei Wärmebehandlungen und eine gute Stunde Schläge und Gehebel mit einer langen Stange zu zweit und siehe da es drehte sich von einem Moment auf den anderen :-)

Ich hoffe wir haben jetzt nicht aneienader vorbeigeschrieben

Gruss

Markus
 
Hallo,

ich würde mich auch gerne noch der Frage von Markus (BSV IHC 423) Anschließen. Wenn ich die Madenschraube herausgedreht habe schau ich scheinbar auf etwas verschweißtes was sich jedoch nicht mit dem Zugmaul dreht. Muss ich dieses heraus bohren um wieder einen Effekt mit der Madenschraube zu erreichen ?

Mein Zugmaul geht sehr leichtgängig, würde es hier gerne etwas strämmer einstellen damit es sich nicht immer dreht. 

Schöne Grüße aus dem Münsterland

Johannes
 
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