D439 Motor große oder kleine Instandsetzung?

Schmied Keitel

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hallo, wie bereits im anderen Beitrag erwähn, habe ich meinen Motor angefangen zu zerlegen. Er sprang schlecht an und hat Wasser verbrannt. Ich habe den 439 vor fast zwei Jahen gekauft und nur zur Seite gestellt, da ich bislang keine Zeit hatte. Den Wasserverlust hatte mir der Verkäufer aber nicht verschwiegen. . Bislang habe ich folgendes festegestellt.......

Öl habe ich abgelassen und es war kein Wasser dabei. Aber das Öl war zäh, fast wie ein Flueßfett....!

Tank und Dieselfilter sind total verdreckt, wenn man mit der Hsndpumpe vorpumpt, springt er besser sn.

Im Kühler verschwindet das Kühlwasser und es baut sich Druck auf! Ich glaube das etwas Öl mit im Wasserkühler ist, oder es ist von Abgasen.

ich habe alle vier Glühkerzen ausgebaut und alle funktionieren! Daran lag es wohl nicht...

Bevor ich weiter zerlege habe ich die Kompression gemessen. Der Erste hat 23bar, der Dritte nur 15, der Vierte 28bar. Den Zweiten konnte ich nicht messen, da die ESP stört, es war schön eng die Glühkerze aus zu bauen.

Die Einspritzdüsen werden noch später geprüft.

Dann habe ich den Kopf runter genommen. 1,2 u. 4 sind trocken, der 3.Zylinder mit nur 15 bar war nass und an der Kopfdichtung war auch zu erkennen, das da was durch kam. Den Kopf zerlege ich noch weiter, Ventile werden mindestens bei eingeschliffen oder wenn nötig abgedreht oder neu.....der Kopf wird vermessen und geplant. 

Frage zum Rumpfmotor: sollte ich da garnichts machen, Oder zumindest Kolbfn nach oben raus, Laufbuchsen kurz mit einer Bohrmaschine hohne und dann Kolben mit neuen Ringen und neue Pleullsgerbuchsen wieder rein?? Oder habt Ihr noch Tips für Messungen oder Indizien, die eine Entscheidung leichter machen?

Ach so.....mein Block hat wir wohl so viele einen kleinen Riss zwischen 2 und 3......dazu gab es hier ja schon genug Beiträge. 

Ich habe auch mal gelesen, das viele die Stehbolzen extra abdichte, wie macht man das? Bolzen raus drehen, Gewinde mit Dichtpasteh versehen und wieder rein Schrauben? Oder muss da nichts gemacht werden? 
 
Ja grundsätzlich hast Du recht! Aber bei 28 bar Kompression!?!? Ist das wirklich nötig.....leider habe ich den Öldruck nicht bei warmen Motor gemessen um die Lager zu bewerten.  Was ich auch positiv finde ist, dass ma  bei diesem Schlepper auch als Laie den Motor locker an einem Samstag zerlegt hat. Frage....falls man später doch mal die Büchsen ziehen will, brauch man doch nur Ölwanne weg und Kopf runter oder? 
 
Ja, da war die Kopfdichtund durch! Meinst Du der Kolben in die Buchse haben bein dritten auch gelitten? Ich habe denn Motor mal durch gedreht, es sind weder Riefen noch Unterschiede zu den anderen zu sehen....🤔
 
Moin.

Das Wasser was er durchzieht wird Dampf. Dampf wäscht den Ölfilm ab. Ich wette da sind die Büchse und Kolbenringe in Mitleidenschaft gezogen worden.

Gruß Jürgen
 
Hallo

Der hat Öl verbrannt und so wie ich es erkennen kann ist das nicht durch eine defekte Kopfdichtung entstanden. Mache doch eben die Buchse von innen mit Bremsenreiniger, Diesel, Rostlöser oder so schön blank sauber und ein paar ganz dichte drann Bilder von der Zylinderwand dann kann man mehr sagen.

Bedenke so eine Satz Kolben und Buchse kostet nur um die 120 € da braucht man nicht überlegen mit einem Spielzeughohngerät die Buchse zu hohnen und neue Kolbenringe. Oft sind die Kolbenringsitze ausgeschlagen.

MfG

Alwin
 
Das ist natürlich auch ein Argument. Ich halte euch auf dem laufenden. Also blau gequalmt hat er nicht, aber etwas weiß. Ich habe Gestern noch den Kopf zerlegt und gereinigt sowie Dichflächen abgeschliffen weil ich ihn heute zum vermessen bringen will. Der dritte muss wohl schon länger Wasser gefressen haben. Da sind doch Spuren von Rostfrass zu sehen. Ich lade noch ein Bild hoch. Noch ne Frage: auf vervielfacht 1/100mm muss der Kopf plan sein?
 
Lieber Motorüberholer, möchte hier die Euphorie nicht dämpfen, aber der Riß im Block, ist ja erwähnt worden, zeigt, daß dieser hinüber ist. Es macht keinen Sinn, alle anderen Teile zu überholen, wenn der Block so bleibt.
 
Ja, das kann ich nicht beurteilen! Diese Diskussion wurde in vielen anderen Beiträgen schon bis zum erbrechen geführt. Aber anscheinend fährt jeder zweite hier glücklich mit diesen Rissen durch die Gegend. Was jetzt richtig ist weiß ich auch nicht, aber ich lasse es drauf ankomme. Trotzdem danke für den Hinweis!
 
@ +955+:

Das ist nicht richtig. So wie es Mark schon geschrieben hat, hat diesen Mangel fast jeder D-Serienblock. Mein D320 mit dem DD99-Motor bildet da scheinbar eine seltene Ausnahme; aber hätte er diese Risse zwischen den Stegen, dann wäre es mit Sicherheit kein Grund, um nervös zu werden.

***

Den Kopf würde ich planen lassen und die Ventilsitze nacharbeiten lassen. Lieber einmal alles gescheit machen, dann hast du dauerhaft Ruhe. Schau dir auch genau die Kurbelwelle an; bedingt durch die schwere Schwungscheibe leiden die Lager extrem. In den meisten Fällen ist ein Nachschleifen der Kurbelwelle unbedingt nötig, gleichzeitig natürlich die Lager austauschen.

Mfg Micha
 
Hallo Micha, ist doch klasklar, Dein D-320 hat die kleinere Büchsenbohrung, folglich stärkere Stege. Gruß vom "Linksdreher"..
 
@Dieter: Ich dachte, die Bohrung im Block war gleich, nur die Buchsen unterschiedlich stark (82 u. 87mm). Oder war das nur bei den Direkteinspritzern so?

gruß

__________________________
Gaggenau / Neuss / Forstern
 
Ironie an"

Wenn diese Motoren nicht ab Werk schon diese Risse hatten, waren die nicht in Ordnung und man konnte das reklamieren. :-)

Ironie aus""

MfG Jürgen
 
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Noch mal eine Frage zu den Stehbolzen für den Kopf. Warum schreiben einige hier da sie die zusätzlicH eindichten? Haben die Gewindebohrungen überhaubt eine Verbindung zu irgendwelchen Wasser oder Ölkanälen? Bei mir ist mir heute aufgefalle, das einige ganz drin sind und bei einigen der Absatz etwas heraus guckt! 
 
Wie lange er schon Wasser verbrant hat weiß ich nicht, weil ich ihn ja so gekauft habe....ich denke er wurde nur zum Mist aufladen genutzt, zumindest die letzten Jahre, und weil das Zeug überall klebte. Kann mir vorstellen, das der Zustand über Jahre so war.....
 
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So habe den Block jetzt auch gereinigt und leider ein neues Ploblem entdeckt. An der Stelle wo die Kopfdichtung durch war, hat die dritte Büchse keinen Überstand, sondern ist eher Plan mit dem Block. Ich weiß nur nicht, ob die Buchse schief drin sitzt, oder ob sich da Material durch Wasserstrahl abtragen konnte. Außerdem ist auf dem Rand der Büchse ebenfalls Rostfrass zu sehen.
 
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Leider hat die Büchse wohl auch unter dem permanenten Wasser gelitten. Außerdem kann man den Kolben spürbar hin und her wackeln! Damit ist die letzte Hoffnung gestorben....genau das wollte ich nicht. Jetzt wird es wohl doch eine Großbaustelle.....Büchsen und Kolben heißt dann wohl auch Pleuelbuchsen und Lager dann bestimm auch die Kurbelwelle....etc. etc. 
 
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